Dienstag, 22. Oktober 2019

Rezension zu „Ein zauberhaftes Weihnachtsgeschenk“ von Mila Summers

***REZENSIONSEXEMPLAR***
Rezension zu 
„Ein zauberhaftes Weihnachtsgeschenk“ 
von Mila Summers






Buchdetails

ISBN: 9783964434814
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 290 Seiten 
Verlag: Nova MD
Erscheinungsdatum: 21.10.2019







Inhalt:

Als wenige Tage vor Weihnachten ein Päckchen ohne Absender in Ellies Tearoom in London eintrifft, macht sie sich kurzerhand auf eine Reise in ihre Vergangenheit.
Unterdessen hat sich Max, der Earl of Cunningham, aus dem trubeligen London in die Einsamkeit von Rosehill Manor, einem Herrenhaus in der Nähe von Brighton, geflüchtet. Dort will er endlich über den Tod seiner Frau hinwegkommen. Mit der Ruhe ist es allerdings schnell vorbei, als Ellie vor seiner Tür steht und nicht wieder gehen will.
Beide müssen alte Brücken abreißen, um neue Wege zu gehen. Wird es ihnen gelingen?

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist wunderbar locker und leicht, schlicht und einfach, sehr angenehm und einnehmend, schnell und flüssig zu lesen. Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen, ich war direkt mittendrin im Geschehen und habe mich wohlgefühlt. Einmal angefangen sind die Seiten nur so dahin geflogen.

Die Handlung und deren Verlauf haben mir sehr gut gefallen. Ebenso das wundervolle, romantische und winterliche Setting. Die Story ist sehr temporeich, so dass nie Langeweile aufkam, manche Entwicklung ging mir allerdings etwas schnell. Eine Geschichte, bei der das Herz aufgeht, die Weihnachtsstimmung versprüht und so schön romantisch und humorvoll ist. Das Aufeinandertreffen von Ellie und Max steht von Anfang an unter keinem guten Stern. Die beiden sorgen für ein paar fetzige Szenen und schlagfertige Dialoge. Herrlich unterhaltsam, ein explosives Gespann.
Eine gelungene Mischung, die pures Lesevergnügen brachte. Einziges Manko: Die Geschichte war viel zu kurz. Ich hätte gerne noch mehr Zeit auf Rosehill Manor verbracht, das Ende gerne noch bisschen hinausgezögert. 

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und lebendig gezeichnet. Sie sind sehr facettenreich und verschieden. Auch die Nebenfiguren waren bunt und brachten viel Farbe in die Handlung. Vor allem Ellies Mutter und der Butler waren einfach grandios, jeder auf seiner Weise. 
Ellie muss man einfach lieben, eine wundervolle Protagonistin, auf den Spuren nach ihrer Vergangenheit, auf der Suche nach sich selbst. Dabei reagiert sie auf Max und sein Verhalten sehr stur und dickköpfig. Aber die beiden geben sich nichts. Auch Max wird fuchsteufelswild, sobald er mit Ellie in Kontakt kommt. Vor allem, da sie Gefühle in ihm weckt, die er so nicht zuzulassen bereit ist. Die beiden sind so unterschiedlich und passen doch so gut zusammen.

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und mir eine herrliche und schöne Lesezeit beschert, romantisch, weihnachtlich und herzerwärmend. Eine tolle Geschichte, das reinste Lesevergnügen.


Fazit:

Ein zauberhafter, wundervoller, herzerwärmender Liebesroman, der den Zauber der Weihnacht verströmt. Absolute Leseempfehlung!
★★★★★
5 von 5 Sternen

Montag, 21. Oktober 2019

Rezension zu „Die Kinder Gaias: Verbotene Früchte“ von Stefanie Kullick

Rezension zu 
„Die Kinder Gaias: Verbotene Früchte“ 
von Stefanie Kullick





Buchdetails

ISBN: 9781549571510
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 290 Seiten
Verlag: Independently published
Erscheinungsdatum: 27.08.2017

Teil 1 der Reihe "Die Kinder Gaias"






Inhalt:

Lizzy weiß, dass sie anders ist. Doch sie kann sich niemandem anvertrauen.
Nicht mal ihren besten Freundinnen Tavia und Amaia.
Zu ihren eigenen Problemen kommt auch noch Noel dazu. Gut aussehend, mysteriös und voller Geheimnisse.
Er bringt ihr Leben gehörig durcheinander und bald kann Lizzy zwischen Freund und Feind nicht mehr unterscheiden.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist schlicht und einfach, jugendlich und frisch, locker und leicht, schnell und flüssig zu lesen. EInmal angefangen fiel es mir schwer das Buch zur Seite zu legen.

Der Auftakt der Reihe "Die Kinder Gaias" hat mir gut gefallen. Nicht nur der magische Anteil konnte mich fesseln und begeistern, auch die ernsten und realen Themen, das Problem der Umweltverschmutzung, des Plastikmülls und seine Folgen, konnten überzeugen und stimmten mich nachdenklich. Dazu amüsante Szenen und spannende Momente, eine abwechslungsreiche Geschichte.

Die Charaktere sind lebendig gezeichnet und gut ausgearbeitet. Sie wirkten natürlich und glaubhaft in ihrem Verhalten. Mit Lizzy konnte man gut fühlen, sich in sie hineinversetzen. Und Noel muss man einfach lieben.

Das Buch hat mich gut unterhalten und mir eine schöne und spannende Lesezeit beschert.

Fazit:

Ein gelungener Reihenauftakt, der nicht nur Fantasyelemente enthält sondern auch einen Blick auf unsere Umweltprobleme wirft.
★★★★☆
4 von 5 Sternen

Mit phantastischen Wesen durch den Herbst ~ "Die Kinder Gaias" von Stefanie Kullick


Mit phantastischen Wesen durch den Herbst geht es heute mit "Die Kinder Gaias" von Stefanie Kullick.

Eine abwechslungsreiche Reihe, fantasievoll, aber mit ernstem Thema. Neben der Liebesgeschichte und dem Fantasyanteil spielen Umweltverschmutzung, Nachhaltigkeit und Artenschutz eine wichtige Rolle. Ein Thema, das gerade sehr aktuell ist. Die beiden Protagonisten Lizzy und Noel kämpfen gemeinsam für die Tier- und Pflanzenwelt und tun ihr Möglichstes für den Umweltschutz.

Für die Kinder Gaias besteht ein Versprechen nicht nur aus leeren Worten. Einmal gegeben, lässt es sich nicht brechen, bis es zurückgenommen wird oder derjenige, dem man etwas versprach, stirbt. 
Kurz nachdem Lizzy auf den mysteriösen Barkeeper Noel trifft, muss sie feststellen, dass ihre besten Freundinnen etwas vor ihr verbergen. Ohne ersichtlichen Grund bricht Amaia zusammen und Lizzy weiß sich keine Hilfe, um das Leben ihrer Freundin zu retten. Zum Glück wissen Tavia und Noel, was zu tun ist. Die beiden verschwinden danach spurlos und Lizzy bleibt allein zurück. Der einzige, der weiß, was gespielt wird, ist Noel. Der hat jedoch nicht vor, seine Geheimnisse zu teilen. Die Geschichte der beiden beginnt, ohne dass sie ahnen, dass eine finstere Kraft längst ein Auge auf Lizzy geworfen hat.

Stefanie Kullick über die phantastischen Wesen in ihrer Trilogie:

Ich habe mich bei der Philippinischen Mythologie bedient, da ich diese sehr interessant und abwechslungsreich finde. Als Widersacher habe ich Aswang gewählt. 

Hierzulande kann man sie mit Ghulen vergleichen, die nachts ihr wahres Äußeres zeigen und deren Hauptnahrungsquelle Leichen sind, wenn ihnen danach ist, gehen sie aber auch auf die Jagd nach Frischfleisch. :O
Das andere magische Volk ist ebenfalls in dieser Mythologie beheimatet. Allerdings habe ich auch einiges aus der griechischen Entsprechung dazu gemixt und so manches ist gänzlich auf meinem Mist gewachsen. Um welches Volk es sich handeln könnte? Das verrate ich nicht, sonst würde ich doch spoilern. ;) Nur so viel sei gesagt, sie sind sehr naturverbunden. Ihr Leben hängt quasi davon ab. Wer jetzt neugierig ist, muss selbst lesen und wahlweise hören.

Ich habe der Autorin ein paar Fragen zu sich und ihren Büchern gestellt. Vielen Dank dafür!

Wie kam die Idee zu "Die Kinder Gaias"?


Ich hab von Noel geträumt. :D Und zwar von einer Szene in der Bar und nennen wir es mal „Party“ am Ende von Band 1. Der Rest sponn sich in meinem Kopf zusammen, manches durch Recherche, manches durch angestrengtes brüten. Außerdem habe ich die besten Einfälle unter der Dusche oder beim Autofahren. 
Ein sehr wichtiger Gedanke für den Plot von Band 3 stammt von meiner Schwester, der ich daraufhin das Buch gewidmet habe. Nachdem sie Band 2 testgelesen hatte, kam sie zögerlich damit um die Ecke und es machte einfach Bämm!!! in meinem Kopf und schwupps da waren 80% des Plots. Vorher waren es wirklich eher Stichpunkte… 

Was ist das Besondere an deiner Reihe?

Ich habe ein ernsteres Thema in die Handlung gewoben, das mir persönlich sehr am Herzen liegt. Geschrieben habe ich Band 1 während 2016 / 2017, da war es zwar schon akut und aktuell, aber heute tut sich da so richtig was, wofür ich sehr dankbar bin. :)
Außerdem gebe ich mindestens meinen Protagonisten immer etwas von mir selbst mit. Und wenn es nur die Liebe zu Erdbeeren oder die Abneigung gegen Früchtetee mit Hibiskus ist. 

Hast du eine Lieblingsstelle im Buch? Verrätst du sie uns?

Ich persönlich stehe ja sehr auf Dusch- bzw. Badeszenen und irgendwie gibt es in meinen Büchern auch immer welche… Also ja, die Duschszene! 

Wie würde Lizzy dich mit 5 Adjektiven beschreiben?

Oh, die Frage ist fies… Ich mute ihr ziemlich viel zu. >.< Versuchen wir es mit: Verpeilt, fies, diabolisch, gerissen und irgendwie trotzdem liebenswürdig – zumindest ein bisschen.

Magie spielt in deiner Buchreihe eine große Rolle. Wenn du eine magische Fähigkeit wählen könntest, welche wäre es? 

Die Elemente faszinieren mich schon ewig. Wahrscheinlich wäre es ziemlich cool, eines oder alle zu beherrschen. Was ich gar nicht wollen würde, wäre Gedankenlesen. Das muss wahnsinnig laut sein. Außerdem will ich gar nicht wissen, was in so manchem Kopf so vor sich geht.

Welches phantastische Wesen hättest du gerne als Haustier?

Drachen! Mindestens 7! Seit ich denken kann, will ich schon welche als Haustiere.

Der Herbst ist da und damit auch bald Halloween. Bis du ein Freund von diesem Fest oder kannst du dieser Tradition nichts abgewinnen?


Süßigkeiten verteile ich schon, seit es bei uns allmählich salonfähig wurde. Inzwischen ist meine Tochter 3,5 und wir werden zum 1. Mal mit einer Freundin um die Häuser ziehen. Sie geht als Regenbogen-Pegasus-Einhorn. Ich hab‘ es nicht übers Herz gebracht, ihr zu sagen, dass der „Dresscode“ gruselig lautet. Das Kostüm war Liebe auf den 1. Blick und wer bin ich denn, ihr das auszureden? ;)


Am Donnerstag, 24.10.2019 lassen wir uns von Catherina E. Grimm/Laura Misellie und "Thyra und die Hexenjäger" verzaubern.

Mein SuB kommt zu Wort #29


"Mein SuB kommt zu Wort" ist eine monatliche Aktion von Anna von AnnasBucherstapel.de.

Die Aktion findet immer am 20. des Monats statt, unabhängig des Wochentages. Teilnehmen darf jeder, wann immer er Lust und Zeit dazu hat. 

Los geht's:

Wie groß/dick bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)

Aktuell bin ich 280 Bücher und 746 eBooks (insgesamt 1.026) - wobei für uns nur die Printausgaben ausschlaggebend sind.

Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze!

Meine Pflege verläuft im Moment nicht sehr gut.
Meine Prints sind um 9 Bücher gewachsen! Ich weiß gar nicht, wie das passieren konnte. Christine hat in den letzten Wochen auch relativ wenig gelesen. 

 Die eBooks sind diesmal um 24 Bücher gewachsen, aber die sind ja eh immer etwas außen vor, da sie sich immer ruhig verhalten und keinen Platz beanspruchen. Sie dürfen tun und lassen was sie wollen. Wichtig sind nur die Printausgaben.

Den Stand vom Vormonat überschreite ich insgesamt um 22 Bücher. 

Mein neuster Zuwachs (Printbücher):


  "Alabasterball" ist ein Reziexemplar. Die anderen beiden Bücher sind die einzigen Käufe von der FBM. Ich bin so stolz auf Christine ;-)

Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Als letztes Printbuch hat mich Burning Bridges“ von Tami Fischer verlassen. 

Dieses Reziexemplar lag nicht lange auf dem SuB. Christine hat sich sehr auch das Buch gefreut, umso größer war die Enttäuschung.
 Sie kann die vielen positiven zum Buch nicht verstehen. Ein belangloser Schreibstil, eine langweilige Geschichte und unspektakuläre Charaktere haben sie das Buch teilweise nur noch quer lesen lassen. Schade.

Rezi findet ihr hier.

 
 
Lieber SuB, nun werden wir uns mal näher mit den Reihen auf deinen Stapeln befassen, davon gibt es schließlich mehr als genug in den Weiten der Bücherwelt! Beginnen wir mit den Anfängen – zeig uns doch mal Reihenanfänge aus deinen Stapeln.
 
Zuerst einmal möchte ich euch berichten, wie sich Christine mit der September-Aufgabe und den 3 vorgestellten Büchern geschlagen hat.
Hmmm, was soll ich dazu sagen? Sie hat wieder keins der 3 Bücher auch nur angeschaut! Unglaublich, wirklich. Aber was soll ich machen?! Ich hoffe auf die Oktober-Aufgabe.

Diesmal habe ich 3 sehr unterschiedliche Bücher ausgewählt. Vielleicht ist etwas für dich dabei, liebe Christine???

 So, das war es für heute. Ich bin gespannt, ob Christine eins der drei Bücher bis zum nächsten Mal gelesen hat.

Bis bald!
Euer Subito

Übrigens: Anstatt hier alle eure Kommentare zu beantworten, besuche ich lieber euren Beitrag.

Sonntag, 20. Oktober 2019

My Reading Week # 42/19


Hallo Ihr Lieben,


Messewochenende! Ich bin seit Freitag mit meinen Kids auf der FBM unterwegs (habe bisher nur 2 Bücher gekauft!!!) und komme dementsprechend nicht wirklich zum Lesen. Wie auch schon die ganze Woche.

Im Fitnessstudio lief es gut, ich habe es trotz Messe zweimal dorthin geschafft.

Meine Aktion "Mit phantastischen Tieren durch den Herbst" geht weiter, morgen mit Stefanie Kullick.
Meine Planungen für die Winteraktion laufen auf Hochtouren, ebenso die Vorbereitungen für verschiedene Adventskalender, Blogtouren und die Onlinemesse im Januar.

Die Lesewoche war für mich erschreckend, aufgrund der wenigen Bücher, die ich gelesen habe. Ein Buch habe ich abgebrochen.


Already Read:

Ich habe in dieser Woche 3 Bücher beendet. 

Ein zauberhaftes Weihnachtsgeschenkvon Mila Summers - Ab dem 21.10. findet eine Vorweihnachtsparty zu "Ein zauberhaftes Weihnachtsgeschenk" bei FB statt. Schaut rein, es gibt tolle Beiträge, Ratespiele und Gewinne. Das Buch ist einfach zauberhaft und versprüht den Zauber von Weihnachten. 5/5 Sternen

Dark Hill. Im Herzen der Anderswelt“ von Lea McMoon - Eine Geschichte, die mir wirklich gut gefallen hat. Das mystische Irland, die Wesen der Anderswelt und dessen Tore, die sich zu Samhain öffnen. Die Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen, die Geschichte ist unterhaltsam,nur das Ende ging mir zu rasch, der Showdown lief nur im Hintergrund ab. Das war etwas schade. 4/5 Sternen

„Burning Bridges“ von Tami Fischer - Auf dieses Buch habe ich mich so gefreut, umso größer war die Enttäuschng. Schrecklich langweilig und banal habe ich Szenen und Seiten immer wieder nur quer gelesen oder gar übersprungen. Gefühle kamen bei mir nicht an. Die Handlung, die Gespräche waren teilweise so belanglos und plätscherte nur so vor sich hin. Schade. 1/5 Sternen  

The Way to Love von Janet Hope - habe ich leider abgebrochen. Die Geschichte wurde aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei die gleichen Szenen wiederholt wurden. Das war einfach langweilig, ich habe nicht in die Geschichte hinein gefunden und sie schließlich zur Seite gelegt. Das ist wirklich schade, denn ich unterstütze die Autorin bei der Onlinemesse im Januar. Dennoch habe ich ein interessantes Thema gefunden, über das ich dann berichten werde.



Want to Read:

Kommende Woche möchte ich zuerst einmal 
„We Will Fall“ von Shannon Dunlap und „Chwedlau Tywyll - Dunkle Märchen“ von Nadja Losbohm beenden.

Außerdem möchte ich gerne 
Alabasterball: Der Fluch der letzten Küsse“ von Beatrix Gurian, „Covent Garden im Schnee“ von Jules Wake sowie Highschool Sweetheart. Immer wieder zurück zu dir von Joan Darque lesen.

Das war's für diese Woche.

Einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche

Eure Christine

Samstag, 19. Oktober 2019

Rezension zu „Dark Hill. Im Herzen der Anderswelt“ von Lea McMoon

***REZENSIONSEXEMPLAR***
Rezension zu
„Dark Hill. Im Herzen der Anderswelt“
von Lea McMoon
Cover: Dark Diamonds





Buchdetails

ISBN: 9783646301908
Sprache: Deutsch
E-Buch Text 338 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Erscheinungsdatum: 26.09.2019








Inhalt:

**Die Anderswelt ist mehr als eine Legende…**
Fünf Jahre sind vergangen, seit Malins bester Freund Raven ihr kleines Heimatdorf an der irischen Küste sang- und klanglos verlassen hat. Doch jetzt steht ausgerechnet er als gefeierter Hollywoodstar mitsamt Crew und Groupies wieder vor ihr und sie kann es nicht fassen: Erst haut er ohne jegliche Erklärung ab und jetzt tut er so, als wäre nichts passiert? Es hat sich allerdings Einiges geändert, denn früher hat er Malins Herz nicht so zum Klopfen gebracht. Gerade als die beiden sich zögerlich näherkommen, häufen sich seltsame Ereignisse. Und diesmal scheinen höhere Kräfte ihre Finger im Spiel zu haben, denn in jeder Legende steckt ein Funken Wahrheit…

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist schlicht und einfach, aber angenehm, locker und leicht, schnell und flüssig zu lesen. Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen. Die Geschichte nimmt schnell an Fahrt auf und doch hatte ich nie das Gefühl etwas verpasst zu haben.

Die Handlung und deren Verlauf haben mir gut gefallen, ebenso das Setting. Das mystische Irland, die Wesen der Anderswelt und die Tore, die sich zu Samhain öffnen, die Vermischung von Realität und Legende ist gelungen. Die Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen.

Die Geschichte ist unterhaltsam und spannend, nur das Ende ging mir zu rasch. Der Showdown lief nur im Hintergrund ab. Das war etwas schade. Gerne hätte ich mehr über den Weg in die Anderswelt und deren Gefahren erfahren. Auch die Charaktere, die verschiedenen Wesen hätte ich gerne näher kennen gelernt. Und natürlich hätte ich den Kampf gegen Ravens Schwester und ihre Anhänger lieber persönlich miterlebt.

Dazu eine schöne und zarte Liebesgeschichte. Malin kennt Raven schon seit ihrer Kindheit, sie sind beste Freunde, bis er spurlos verschwindet und als gefeierter Star am anderen Ende der Welt wieder auftaucht. Kaum ist Raven zurück in der Heimat geschehen mysteriöse Dinge. Und Malins Gefühle kehren schnell wieder zurück, obwohl sie sich zuerst davor sperrt. Hier hätte auch ein bisschen das Tempo herausgenommen werden können. 

Das Buch hat mich gut unterhalten und mir eine schöne und unterhaltsame Lesezeit beschert. Ich habe das Buch genossen. Mir hat die Reise nach Irland und in die Anderswelt Spaß bereitet.

Fazit:

Eine tolle Geschichte, ein phantastisches Setting. Leseempfehlung.
★★★★☆
4 von 5 Sternen

Rezension zu „Burning Bridges“ von Tami Fischer

***REZENSIONSEXEMPLAR***
Rezension zu
„Burning Bridges“
von Tami Fischer
Cover: Knaur



Buchdetails

ISBN: 9783426524572
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 400 Seiten
Verlag: Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 01.10.2019

Teil 1 der Reihe "Fletcher University"

Das aktuelle Hörbuch ist am 08.10.2019 bei Audiobuch erschienen.





Inhalt:

In Tami Fischers Liebesroman »Burning Bridges« trifft die Studentin Ella auf den geheimnisvoll-attraktiven Ches. Was sie nicht weiß: Er lebt im Untergrund, nur dort ist er vor seiner Vergangenheit sicher. Und je näher sie ihm kommt, desto größer wird die Gefahr, in die sie sich begibt … Ein gefühlsintensiver, mitreißender, romantischer Liebesroman, der dich nicht mehr loslassen wird.

Wenn wir aufeinander treffen, sprühen keine Funken. Wenn wir aufeinander treffen, gehen wir in Flammen auf.
Sein Name lautete Ches. Das war alles, was ich wusste. Keine Vergangenheit und keine Identität. Alles an ihm strahlte Gefahr aus, doch ich schaffte es einfach nicht, mich von ihm fernzuhalten. Ich war Metall und er der Magnet, welcher mich anzog. Doch nicht nur mich zog er an; auch Dunkelheit und Ärger und Geheimnisse begleiteten ihn wie Motten das Licht. Ich war vielleicht gebrochen, aber wenn er mich für schwach hielt, machte er einen Fehler. Ich würde jedes seiner Geheimnisse lüften. Und wenn ich brennen musste, um seine Dunkelheit zu vertreiben, würde ich jede Sekunde im Feuer genießen.

Meine Meinung:

Auf dieses Buch habe ich mich so gefreut, umso größer war die Enttäuschung. 

Der Schreibstil ist schlicht und einfach, leicht und verständlich, aber nichts Besonderes, sogar etwas distanziert und stellenweise langatmig. Er plätscherte dahin mit vielen Beschreibungen und Belanglosigkeiten. Die Geschichte wäre auch in der Hälfte der Seiten erzählt gewesen - und das mit mehr Spannung. 

Der Einstieg wollte mir nicht gelingen, von Beginn an war die Geschichte schleppend und blass. 
Schrecklich langweilig und banal habe ich Szenen und Seiten immer wieder nur quer gelesen oder gar übersprungen. Gefühle kamen bei mir nicht an. Ich konnte keine Emotionen zwischen Ches und Ella spüren. Die Handlung, die Gespräche waren teilweise einfach nur belanglos, brachten die Story nicht voran und plätscherte nur so vor sich hin. Dazu enthielt sie nichts Neues, ich hatte das Gefühl diesen Handlungsverlauf schon oft gelesen zu haben.Die Überraschung fehlte. Schade. 

Die Charaktere konnten mich auch nicht überzeugen. Ella war naiv, langweilig und hat mich unsagbar genervt. Ihr Verhalten war nicht nachvollziehbar, wie sie auf Ches reagiert hat, was sie für ihn zu tun bereit war. Sie wirkte wenig authentisch. Ches' Geheimnis wurde nicht gerade glücklich dargestellt und ich fand das alles etwas weit hergeholt und enttäuschend.

Alles in allem war die Geschichte nichts Besonderes, sie konnte weder durch die Handlung noch die Charaktere punkten, auch der Schreibstil war banal. Schade.

Fazit:

Leider kein Lesevergnügen.
★☆
1 von 5 Sternen

Mit phantastischen Wesen durch den Herbst ~ „Devils Lake“ von Claudia Jacobsen


Heute stelle ich euch einen tollen Jugend-Fantasyroman vor. Claudia Jacobsen nimmt uns mit nach „Devils Lake“ auf eine fantastische, abenteuerliche, mysteriöse und spannende Reise.

Mit "Devils Lake - Dunkle Mächte der Vergangenheit" nimmt die Geschichte um Susan ihren Anfang.
Claudia Jacobsen sagt folgendes über ihre Reihe:


Wer Dämonen, Hexen und andere übernatürliche Wesen mag, ist bei mir genau richtig. Devils Lake ist eine Urban – Fantasy - Reihe für Jung und Alt, die voraussichtlich aus acht Bänden bestehen wird. Ein Traum war der ausschlaggebende Punkt, diese Geschichte zu schreiben. Den könnt ihr übrigens fast eins zu eins in meinem 2. Band nachlesen und zwar in dem Kapitel: „Konfrontation mit dem Bösen.“ 

Meine Hauptprotagonistin Susan hat alle Hände voll zu tun, sich das Böse vom Leib zu halten. Unterstützung bekommt sie von ihrem besten Freund Alex, ihrer Tante Miranda und Raymond mit seinem Falken Lennox. Eine packende Geschichte in der Aktion, Spannung, Liebe, Fantasy und eine Prise Humor nicht zu kurz kommen. Auch eigentliche Nicht-Fantasy-Leser könnten diese Reihe mögen, da sie durch viele reale Aspekte besticht. Seid dabei und werdet Zeuge, ob das Gute siegen wird.



Bild: Inge Kohrmann Fotografie
Über die Autorin:

Mein Name ist Claudia Jacobsen, ich bin 37 Jahre alt und wohne mit meinem Mann in Hessen. Ursprünglich komme ich allerdings aus Norddeutschland. 😊 
Wenn ich mich mal nicht in meine Bücher flüchte, verbringe ich gerne die Freizeit mit meiner Familie und Freunden. Sport, Tiere, Musik, lange Spaziergänge und lesen darf natürlich auch nicht in meinem Leben fehlen. 

Ich glaube an das Schicksal und bin mir sicher, dass alles was passieren soll, vorbestimmt ist. Mein Motto ist und bleibt: Aufgeben ist keine Option!




Am 21.10.2019 geht es weiter mit Stefanie Kullick und ihrer Reihe "Die Kinder Gaias".

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Mit phantastischen Wesen durch den Herbst ~ "Johanniskind" von Silvia Nagels


Heute begeben wir uns auf eine besondere Reise.  "Johanniskind" von Silvia Nagels vermischt Fakten aus dem mittelalterlichen Norddeutschland, Legenden über den Untergang der Stadt Rungholt mit magischen und mystischen Elementen.


Johanniskind … das ist eine fantastische, dreiteilige Saga, die ihren Ursprung im Untergang Rungholts 1362 hat.  Johanniskind deshalb, weil die Legende geht, dass Rungholt wiederersteht, wenn ein Johanniskind an einem Sonntag bei Vollmond an der Stelle des untergegangenen Dorfes steht. Außerdem verfügen Johanniskinder, die reinen Herzens sind, über die Fähigkeit, einen Blick in die Zwischenwelt zu werfen.
Ingwer ist nicht nur deshalb etwas Besonderes – er ist der einzige Mensch, der sowohl in der Menschen- als auch in der Zwischenwelt gelebt hat.
Ingwer - das bedeutet Krieger Gottes, göttlicher Krieger – passend für jemanden, der sich gegen das Böse stellen muss. Denn was wäre, wenn die große Flut damals nicht einfach ein Naturspektakel gewesen wäre, sondern die Rache des hinterhältigen, machthungrigen, besessenen Schwarzmagiers Nekke?
Um die Herrschaft über alle Lebewesen sowohl in der realen, mittelalterlichen Menschen- als auch in der fantastischen Zwischenwelt zu erlangen, benötigt Nekke etwas, das in Rungholt auf der Halbinsel Strand versteckt gehalten wird – den Lapis nitidus, den glänzenden Stein.
Nekke vernichtet Rungholt, als er bemerkt, dass der Stein von Ingwer und seinen Gefährten, der Webertochter Agnes und Pfarrer Alard, fortgebracht wurde. Die Beiden sind ebenfalls am Johannistag geboren und wie Ingwer ausersehen, den Stein zu schützen. Doch Nekke setzt alles daran, den Lapis nitidus an sich zu bringen. Ingwer und seine Gefährten sowohl aus der Menschen- als auch der Zwischenwelt stellen sich ihm entgegen. Sie scheinen zu siegen, aber Nekke gibt nicht auf. Er ist das manipulativ Böse und packt seine Gegner an Stellen, die sie nicht erwarten.
Die Gefährten stehen auf verlorenem Posten, vor allem, als Ingwer spurlos verschwindet. Ohne ihn sind die Rettung der Welten und der vollständige Sieg über Nekke unmöglich, daher trennen sich die Verbündeten und machen sich sowohl in der Zwischen- als auch in der Menschenwelt auf die Suche nach ihm.

Das Besondere am Johanniskind sind zum einen viele historische Begebenheiten/Legenden, die in das Setting der Menschenwelt einfließen.
Ungewöhnliche Wesen wie die Feuerelfen Flignis und Feurius, die die Angewohnheit haben, regelmäßig in Flammen aufzugehen. Gaax, der Zworm, der im Laufe der Geschichte eine immer wichtigere Rolle spielt. Fidibus, ein Drache, der letzte Überlebende seiner Rasse nach dem großen Krieg, der etwas anders ist, als man es gemeinhin von Drachen vermutet.
Es gibt keine unzähligen, blutigen Schlachten und Kämpfe, dafür immer mal wieder Grund zu schmunzeln. Ingwer, der Held, ist ein Held, der sich nicht als solcher fühlt. Nekke schwingt nicht plump den Zauberstab, sondern setzt seine Magie auf spezielle Art und Weise ein.
Gaax, schüchtern, unsicher, allein. Der am Ende vielleicht der Stärkste ist – weil er sich vorurteilslos auf Andere einlässt, weil er Hilfe annimmt und versteht, dass sie es nur gemeinsam schaffen können, Nekke zu besiegen. Der sieht, dass Opfer nötig sind, um das große Ganze zu retten.
Gibt es weibliche Hauptrollen? Selbstverständlich. Die Herrin der Lichtwelt, Lariana. Die Königin der Feuerelfen Pyrrha, Rekja, Gesa, Isa … sie alle spielen eine wichtige Rolle, eine von ihnen ist es, die … aber das würde spoilern ;-)
Liebe, Freundschaft, Vertrauen     unverzichtbar im Johanniskind, aber es ist keine Liebesgeschichte.

Einige Schnipsel:

Über den Lapis nitidus:

'Geh in die Kirche, mein Kind. Dort wirst du einen Stein finden, den Lapis nitidus. Er muss fortgebracht werden. Der Unhold Nekke verlangt nach ihm, aber er darf unter keinen Umständen in seine Hände gelangen. Der Stein trägt das Gleichgewicht der Welt in sich. Befindet er sich in der Hand eines Lichtwesens, so verstärkt er das Licht in der Welt, doch macht ein Dunkelwesen ihn sich zu Eigen, so verfällt die Welt in Dunkelheit. Weder das eine noch das andere trägt Gutes in sich, denn es muss ein Gleichgewicht der Kräfte auf Erden herrschen. Nur an einem Ort, an dem weder Licht- noch Dunkelwelt Macht haben, kann der Lapis nitidus in Sicherheit sein. Vor Jahrhunderten wurde in einer Beratung der Licht- und Dunkelwesen beschlossen, ihn in die Obhut der Kirche zu geben. Bruder Oswald von Egmond wurde ausersehen, den Lapis nitidus zu bewahren. Über viele Irrwege gelangte er nach Rungholt und dort ruhte der Stein für lange Zeit, ohne dass er in Gefahr war. Doch jetzt begehrt ihn der Schwarzmagier Nekke.'
'Sie hatte den Mörtel mittlerweile so weit entfernt, dass sie ihr Messer als Hebel einsetzen konnte, um den Lapis nitidus aus dem Sockel zu lösen. Er fiel heraus und rollte über den Boden auf Pfarrer Alard zu. Er beugte sich hinab und hob ihn auf. Als der Stein in Alards Händen lag, pulsierte er gleich einem menschlichen Herzen, und sandte im selben Rhythmus ein immer heller werdendes Strahlen aus. Erschrocken ließ der Pfarrer ihn wieder fallen.
Als Agnes danach greifen wollte, rief er entsetzt: »Fass ihn nicht an! Nimm ein Tuch und schlag ihn darin ein. Das ist Hexerei, der Stein lebt!« Hastig bekreuzigte er sich und griff nach dem Rosenkranz.
Agnes gehorchte und suchte in dem Beutel, der an ihrem Gürtel hing, nach einem Stück Tuch. Sie fand ein Stoffmuster und wickelte den Lapis nitidus darin ein. Dann steckte sie ihn in den Beutel, stand auf und ging auf den Pfarrer zu. Der wich erschrocken zurück.
»Bleib mir damit vom Leib, Agnes. Das kann nicht gut sein, ein Stein sollte nicht schlagen wie ein Herz!«'

Nekke:

'Der Feuerelf sah den Zauberer mit festem Blick an.
»Du wirst nichts von mir erfahren, selbst wenn du mich bis aufs Blut folterst.«
Ein spöttisches Grinsen huschte über Nekkes Gesicht.
»Ein tapferer kleiner Elf. Keine Sorge, Blut wird nicht fließen, ich habe andere Methoden, um zu erfahren, was ich wissen muss.«
Der Zauberer hob den Gefangenen auf Augenhöhe und starrte ihn unverwandt aus seinen roten Augen an. Ein Ruck durchlief den Kundschafter, als Nekke in sein Gehirn eindrang. Reglos hing er in Nekkes Hand, sein Lichtschein wurde schwächer.
Nekke glitt in den Kopf des Elfen, der ihm hilflos ausgeliefert war, durchforschte seine Gedanken, jede Regung, jede Erinnerung. Entblößte die geheimsten Wünsche und öffnete Türen, die der Feuerelf vergessen hatte. Als er nichts fand, das ihm nützlich war, fluchte er. Es sah so aus, als hätte er einen Elfen gefangen, der nichts über Pläne gegen ihn wusste. Aber irgendetwas musste da sein, eine Bemerkung, die der Elf zufällig aufgeschnappt hatte, ein Hinweis, mit dem er nichts anfangen konnte. Nekke spürte, wie sich Wut und Enttäuschung zu seiner Gier gesellten. Brutal stieß er in das Gehirn seines Gefangenen vor, wühlte und grub. Unfähig, sich gegen die Qualen zu wehren, hing der Elf in Nekkes magischem Griff, tiefe Falten furchten sein Gesicht, die Augen versanken in ihren Höhlen. Sein Atem stockte, sein Lichtschein erlosch, aber Nekke stieß einen triumphierenden Schrei aus, der von den Höhlenwänden widerhallte.'

Gaax und Nekke:

'»Gaax! Du wertloser Schwachkopf! Was hast du jetzt wieder angestellt?« Nekkes wütende Stimme drang durch die Höhle. Der Zauberer streifte die Kapuze ab und entblößte einen haarlosen Kopf, der an einen Totenschädel erinnerte. Die blutroten Augen lagen tief in den Höhlen und schienen Funken zu sprühen, als er auf die kleine Gestalt zustürmte. Sofort drang der dem Zworm eigene Geruch nach bemoosten Steinen an einem Regentag in seine Nase. Ohne eine Antwort abzuwarten, ohrfeigte Nekke seinen Diener.
»Raus mit der Sprache!«, geiferte er und holte erneut aus.
Soweit es Gaax möglich war, zog er den Kopf ein. »Verzeiht, Meister«, lispelte er mit hoher, kindlicher Stimme. »Mir ist das Gefäß mit den Innereien Hofmarschalls Eidur zersprungen, als ich Euer Laboratorium säubern wollte.«
Unablässig prasselten die mit Magie verstärkten Schläge auf den kleinen Zworm nieder, als Nekke seiner Wut freien Lauf ließ. »Wie oft habe ich dir verboten, dort sauber zu machen? Es wird Zeit, ein Exempel zu statuieren!«
Gaax wimmerte und warf sich zu Boden. »Nicht, Meister! Bitte nicht! Ich putze nie wieder!« Seine Hände tasteten nach Nekkes Umhang und strichen zaghaft darüber. Verächtlich sah Nekke auf den Zworm herab und versetzte ihm einen Tritt, der ihn durch die Höhle bis an die Wand rollen ließ. Dort blieb Gaax liegen und schlang die Arme schützend um seinen Körper.'

Gaax und Flignis:

' Flignis schnaubte, griff nach einigen der langen Ohrenhaare des Zworms und band sie sich fest um die Taille. Dann schmiegte er sich an den halslosen Kartoffelkopf seines Reisegefährten und war wenig später wieder eingeschlafen. Gaax grinste, als er das Schnarchen des Elfen vernahm, fasste sein Ziel, das große Gebirge am Horizont, ins Auge und machte sich auf den Weg. Langsam durchquerte er die Wiesen, die vor dem Finsterwald lagen, erreichte die ersten Weideflächen der Dörfer und nahm seine Arme zu Hilfe. Schneller und schneller umrundete er die kleinen Ortschaften, immer darauf bedacht, ihnen auch in der Dunkelheit nicht zu nahe zu kommen. Der Wind pfiff ihm um die Ohrenbüschel und ließ den daran angebundenen Elfen in der Luft flattern.
»Hohoho, Gaax. Was wird das, wenn du fertig bist? Bei allen Drachen, woher kommt dieser Sturmwind?«, brüllte Flignis, als er durchgerüttelt wurde. »Kannst du mal kurz anhalten? Ich möchte mich losbinden, ich habe schon überall blaue Flecken. Diese Art zu reisen gefällt mir nicht, lass mich lieber alleine fliegen.«
Stück für Stück drosselte Gaax seine Geschwindigkeit, bis er schließlich zum Stillstand kam. Flignis löste den Knoten und flatterte vor der Nase des Zworms auf und ab. Die Lichtkugel, die ihn umgab, flackerte feurig orange, und der Elf schüttelte die Faust.
»Mach das nie wieder!«, fauchte er funkensprühend. »Du kannst eine Feuerelfe nicht gewaltsam aus dem Schlaf reißen. Wir könnten sonst vor Wut explodieren, und das ist etwas, was du nicht wirklich erleben möchtest. Am besten weckt man uns mit einer Tasse Feuerlilientee und einer großen Portion Feuersalamandergrütze. Danach sind wir so weit besänftigt, dass man sich uns gefahrlos nähern kann.«'

Ingwer:

'Ingwer hatte in der Nacht keinen Schlaf gefunden. Nicht nur, dass ihn die vorwitzigen Ratten belästigten, ihn quälte die Sorge um seine Gefährten und er hoffte, dass Lariana sie hatte erreichen und warnen können.
Außerdem sorgte er sich um sein eigenes Wohl, auch wenn er der Herrin der Lichtwelt gegenüber das Gegenteil behauptet hatte. Welche Methoden würde der Hardesvogt sich einfallen lassen, um Auskünfte aus ihm herauszupressen? Würde er einer Folter standhalten können? Es gab unzählige Geschichten von Helden, die der Befragung durch einen Henker lange widerstanden, und ebensoviele Geschichten über die Arten der Grausamkeiten, die zur Befragung angewandt wurden.
Doch Ingwer fühlte sich nicht als Held. Er war ein einfacher Schmiedegeselle, dessen einzige Besonderheit darin bestand, das Ziehkind der Herrin der Lichtwelt zu sein und über ein gewisses Maß an magischen Fähigkeiten zu verfügen. Die würden ihm unter der Folter nicht helfen.'
'Ingwers Finger krallten sich in den Drachenschuppen fest, er schloss die Augen und wartete auf den angekündigten Schmerz. Als Erstes fühlte er die Kälte, die an ihm biss. Je tiefer sie in das Dunkel eintauchten, desto grimmiger wurde sie, ließ ihn zittern, als Raureif seinen Körper überzog und jeder Schweißtropfen zu Eis gefror. Gleichzeitig spürte Ingwer ein Ziehen und Zerren an seinem Körper; Krallen, die sich in sein Fleisch schlugen und es in alle Himmelsrichtungen auseinanderreißen wollten. Schreie ertönten, so laut und schrecklich, dass er versucht war, den Drachen loszulassen und sich die Hände gegen die Ohren zu pressen. Dann kam die Hitze. Wie glühend heiße Lava überzog sie seinen Leib, verbrannte seine Haut und ließ ihn gequält aufstöhnen. Gerade als er dachte, die Schmerzen nicht mehr aushalten zu können, durchstieß Fidibus die dunkle Wand und flog über die karstige Landschaft der Dunkelwelt.'

Flignis und Feurius:

'Feurius kniff die Augen zusammen, um den Elfen genauer zu betrachten. Als er ihn erkannte, regte sich neue Wut in ihm, seine Kleidung begann zu schwelen, als er langsam auf den immer noch Knieenden zuging.
»Flignis! Wir bequemen uns also tatsächlich auch noch einmal nach Hause, nachdem wir uns ohne Nachricht einfach so abgeseilt haben! Sag mal, was denkst du dir eigentlich? Du traust dich allen Ernstes hierher? Wahrscheinlich siehst du dich auch noch im Recht!«, donnerte er und die ersten Flammen schlugen aus seinem Wams. Der Geruch der angesengten Kleidung verbreitete sich im Thronsaal, ließ Flignis aufspringen und zu einem Tisch laufen, auf dem ein Wasserkrug stand. In Windeseile kehrte er zurück und leerte den Inhalt des Krugs über seinem König.
Prustend und fauchend tauchte der aus den Dampfschwaden auf. Seine Garderobe wies an mehreren Stellen Brandlöcher auf, doch das Feuer seiner Wut schien erloschen. Flignis ergriff den Arm seines Königs und zog ihn zu der Tür, die in die königlichen Gemächer führte.'

Am Samstag, 19.10.2019 tauchen wir ein in die Welt von Claudia Jocobsen und "Devils Lake - Dunkle Mächte der Vergangenheit".