Dienstag, 25. Juni 2019

Rezension zu „Glück und los! - Lina und die Sache mit den Wünschen“ von Dagmar Bach

***WERBUNG***
Rezension zu 
„Glück und los! - Lina und die Sache mit den Wünschen“ 
von Dagmar Bach
Cover: KJB





Buchdetails

ISBN: 9783737341455
Sprache: Deutsch
Fester Einband 400 Seiten
Verlag: FISCHER KJB
Erscheinungsdatum: 26.06.2019

Teil 1 der Reihe "Glück und los!"






Inhalt:

Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen, das wär’s! Früher war Lina überzeugt, dass sie das kann und eine echte Glücksbringerin ist: Um sie herum gingen urplötzlich geheime Wünsche in Erfüllung. Doch das ist schon lange her. Und was genau es war, das die Wünsche wahr werden ließ, hat Lina nie herausgefunden. Schade eigentlich, denn nun hat sie selbst einen riesengroßen Wunsch: Sie will sich endlich, endlich richtig verlieben, mindestens auf den ersten Blick! Wild entschlossen versucht sich Lina wieder an der Sache mit den Wünschen. Leider enden all ihre Experimente im größten Chaos. Und wäre das nicht schon schlimm genug, gibt es da auch noch jemanden, der ihr gewaltig ins Handwerk pfuscht ...

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist jugendlich-frisch, locker und leicht, unterhaltsam und lebendig, schnell und flüssig zu lesen. Ich bin nahezu durch die Seiten geflogen und habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen.

Die Handlung und deren Verlauf haben mir sehr gut gefallen. Das Wünscheerfüllen stand für mich zuerst etwas im Hintergrund, ich fand das Leben der Patchwork-Familie, die nach und nach immer mehr zusammengewachsen ist, viel interessanter. Zwischendurch zweifelt man, ob Lina wirklich Wünsche erfüllen kann oder das alles nur Hirngespinste sind. Aber auch diese Seite nimmt spannende und interessante Formen an. Es gab viele lustige Momente, unterhaltsame Dialoge, spannende Szenen und auch ernste Ereignisse. Mit einigen Dingen habe ich gar nicht gerechnet. Eine gelungene und abwechslungsreiche Mischung. Am Ende nehmen auch die Wünsche mehr Raum ein und es gilt einige Unklarheiten zu beseitigen. Dazu eine wirklich zarte Liebesgeschichte, die sich dezent und langsam entwickelt. Ich bin wirklich begeistert von diesem Jugendbuch und bin auf die Fortsetzung gespannt.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Sie sind vielseitig und facettenreich, bringen viel Abwechslung und Farbe in die Handlung. Vor allem auch die Nebencharaktere haben ihren besonderen Reiz. Nicht alle waren sympathisch, manchen wäre ich gerne an die Gurgel gegangen, aber sie waren durchweg authentisch gezeichnet.

Lina, die bei Nervosität zum Plappern neigt, muss man einfach lieben. Es ist mir unheimlich leicht gefallen mit ihr zu fiebern und zu erleben. Ihre ganze Familie, die Familienkonstellation, der Umgang und das Miteinander hat mir sehr gut gefallen.

Ein fantastisches Jugendbuch, ein gelungener Reihenauftakt, an dem die jungen Leser sicherlich sehr viel Lesespaß haben werden. Ich bin jedenfalls begeistert. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und mir eine tolle Lesezeit beschert.

Fazit:

Ein fantastischer und unterhaltsamer Reihenauftakt. Absolute Leseempfehlung.
★★★★
5 von 5 Sternen

Montag, 24. Juni 2019

Rezension zu „Tanz der Feuerblüten“ von Janna Ruth

***WERBUNG***
Rezension zu 
„Tanz der Feuerblüten“ 
von Janna Ruth
Cover: Ueberreuter Verlag






Buchdetails

ISBN: 9783764191887
Sprache: Deutsch
E-Buch Text 100 Seiten
Verlag: Ueberreuter Verlag
Erscheinungsdatum: 06.03.2017









Inhalt:

Im Palast des Abendrots strebt alles nach vollkommener Schönheit: Wasser, Metall, Holz und Luft werden zu bewundernswerten Kunstwerken geformt, an denen sich die höfische Gesellschaft ergötzen kann. Als der junge Schwerttänzer Jinnan aus der Provinz den Hof betritt, fühlt er sich unbeholfen und von der komplizierten Etikette überfordert. Dann jedoch trifft er auf die bildhübsche Ayaka und lässt sich von ihrem Luftspiel verzaubern. Wider jegliche Vernunft versucht Jinnan, Ayakas Herz zu erobern – wohl wissend, dass er mit dem Feuer spielt …

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist sehr stimmungsvoll, poetisch, atmosphärisch und passt wunderbar in die Geschichte und die Szenerie. Man wird sofort von der fremden, asiatischen Stimmung eingenommen und in diese fanatischen Welt katapultiert.

Das japanische und fantastisch angehauchte Setting hat mir sehr gut gefallen. Die erste Hälfte der Geschichte spielt in Palast des Abendrots, die zweite Hälfte ist dem Kampf gegen die Dämonen und die Schneefrau gewidmet. 

Die Handlung hat mir gut gefallen. Trotz der Kürze der Geschichte hat sie viele ernste Themen angesprochen und enthält wichtige Botschaften. Die Achtung und Erhaltung der Natur sollte einen hohen Stellenwert einnehmen. Jinnan passte nicht unbedingt an diesen kaiserlichen Hof, in dem die Oberflächlichkeit und das Vergnügen zelebriert wurde. Alles außerhalb des Palastes interessierte die Höflinge nicht, sie dachten nur an sich. Die äußere Schönheit stand für sie über allem, doch die inneren Werte und Schönheit spielten keine Rolle. Eine traurige Einstellung. 

Und über allem schwebt die verbotene Liebesgeschichte, so zart und einfühlsam, so poetisch und wunderschön. Ayaka und Jinnan näherten sich sehr langsam an, mit zauberhaften Gedichten und zarten Gesten. Auch sie passt nicht wirklich in den Palast, ist aufmüpfig, hat eine eigene Meinung, die sie auch gerne kundtut. 

Jinnan muss den Hof, seine Liebe verlassen und tritt an die Front, stellt sich den Dämonen im Kampf, um die Welt vor dem Untergang zu retten. Denn in ihm steckt so viel mehr als der bauernhafte junge Mann, der sich im Palast zuerst verspottet wurde. Und auch hier sieht man, es lohnt sich für seine Träume und Wünsche zu kämpfen.

Es ist erstaunlich, wie viel Inhalt in diese kurze Geschichte passt, und dennoch hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass sie überstürzt ist oder wichtige Details fehlen. Sie ist stimmig und rund. Eine schöne, märchenhafte und fantastische Geschichte, die den Leser in eine fremde Welt entführt.

Fazit:

Eine wunderschöne, poetische Geschichte, die wichtige Botschaften enthält und zum Nachdenken anregt.
★★★★☆
4 von 5 Sternen

Mit Büchern um die Welt ~ Japan ~ „Tanz der Feuerblüten“ von Janna Ruth

***WERBUNG***

Eine märchenhafte Reise in ein fantastisches Japan erwartet uns heute mit Janna Ruths "Tanz der Feuerblüten"

Die Geschichte spielt größtenteils im Palast des Abendrot, der umgeben ist von Karpfenteichen und Steingärten. Die Steingärten werden als Sinnbild der Überlegenheit des Menschen über die Natur bezeichnet

Japanische Gärten sind Ausdruck japanischer Philosophie und Geschichte. Man findet sie sowohl auf Privatgrundstücken, in Stadtparks, bei buddhistischen Tempeln oder Shintō-Schreinen sowie an historischen Sehenswürdigkeiten wie alten Schlössern.

Eine Sonderform ist der Zengarten im Kare-san-sui-Stil, bei dem auf Wasser und größere Pflanzen ganz verzichtet wird.

Bild: Pixabay
Steingärten oder Zengärten sollen dem Besucher innere Ruhe bescheren. Sie haben eine lange Historie vorzuweisen. Ihre große Beliebtheit erlangten sie seit dem 14. Jahrhundert mit der Ausbreitung des Buddhismus, von dessen Ideen ihre Entwicklung geprägt wurde. Häufig fand man sie in Tempel- und Klosteranlagen, da sie die Meditation unterstützen.

Die ersten Gärten entstanden schon vor tausenden von Jahren in vielen Teilen der Welt. Der japanische Garten nimmt eine besondere Stellung ein, denn er wurde nicht nur als Nutzgarten angelegt, sondern um einer Philosophie Ausdruck zu verleihen.

Hauptsächlich Angehörige des Adels, selten auch Mönche oder reiche Kaufleute, gaben den Bau der ers­ten weitläufigen Gärten in Auftrag. Manche dieser Anlagen dienten rein religiösen Zwecken, andere boten dem Besucher einen Rückzugsort zur Erholung. Mit dem Wandel der japanischen Kultur bildeten sich auch in traditionellen Gärten charakteristische Details heraus. Der typische Zen-Garten bestand aus Steinen und etwas Moos. Die Elemente Baum und Wasser kamen ebenfalls vor, aber sie wurden nur symbolisch dar­ge­stellt. Die Wege waren holprig, die Besucher sollten mehr Aufmerksamkeit walten lassen , eindringlicher betrachten. Eine asymmetrische Anordnung führte zu unterschiedlichen Blickwinkeln.



Die Autorin war selbst schon in Japan und hat uns ihre persönlichen Highlights und ein paar Fotos mitgebracht. Da bekommt man gleich Fernweh. Leider darf man nicht alle Sehenswürdigkeiten fotografieren.


Janna Ruths persönliche Top 5:

1. Himeji-Castle - das schönste Schloss von Japan
2. Fushimi-Inari - die schönen roten Tore

3. Onuma-Quasi-National Park - Mit Vulkanen im Hintergrund, ein schöner See

4. Arashiyama - die Bambuswälder sind einfach unglaublich

5. Daisen-In - einer der schönsten Steingärten und so interessant.

Aber im Grunde jede Pagode, jeder Tempel und jeder Garten 




Und darum geht es:

Im Palast des Abendrots strebt alles nach vollkommener Schönheit: Wasser, Metall, Holz und Luft werden zu bewundernswerten Kunstwerken geformt, an denen sich die höfische Gesellschaft ergötzen kann. Als der junge Schwerttänzer Jinnan aus der Provinz den Hof betritt, fühlt er sich unbeholfen und von der komplizierten Etikette überfordert. Dann jedoch trifft er auf die bildhübsche Ayaka und lässt sich von ihrem Luftspiel verzaubern. Wider jegliche Vernunft versucht Jinnan, Ayakas Herz zu erobern – wohl wissend, dass er mit dem Feuer spielt …





Die liebe Janna Ruth hat sich meinen Fragen zu ihrem Buch und Japan gestellt. Vielen Dank für deine Zeit!

"Tanz der Feuerblüten" spielt in Japan. Was hat dich inspiriert, deine Geschichte dort spielen zu lassen?

Ich liebe Japan. Angefangen hat das relativ klassisch mit Anime und Manga vor zwanzig Jahren, aber dann hat mich die Geschichte, Landschaft und Kultur vollkommen gefangen genommen. Und da es viel zu selten nicht eurozentrische Fantasy gibt, habe ich die Kultur meiner Geschichte an der japanischen ausgerichtet.

Bist du schon einmal in Japan gewesen?

Ja, 2015 habe ich mir den Traum erfüllt und bin drei Wochen im Land herumgereist. Es war der tollste Urlaub, den ich je hatte und ich hoffe, ihn eines Tages zu wiederholen.

Hattest du für den Palast des Abendrots eine reale Vorlage?

Ja, tatsächlich orientiert sich der Palast des Abendrots in seiner Gesellschaft am Japan um das Jahre 1000, die Zeit, in der die Geschichte des Prinzen Genji spielt. Ich hatte mit 15 Jahren damals einen Bericht darüber gelesen und war seitdem immer fasziniert von dieser unpraktischen, Schönheits/Perfektionsorientierten Gesellschaft.

Die Beherrschung der Elemente spielt in der Geschichte eine große Rolle. Welches Element würdest du gerne beherrschen können und warum?

Ich würde wenn dann gerne die Luft beherrschen. Ich liebe einfach den Wind und mir gefällt sowohl die Vorstellung des sanften Windspiels als auch die Möglichkeit vielleicht fliegen zu können.

Du hast viele wichtige Botschaften und ernste Themen in die Handlung eingeflochten. Was ist für dich die wichtigste Aussage der Geschichte?

Die für mich Wichtigste betrifft das Gleichgewicht zwischen Zivilisation und Natur. Gerade heute ist das mit dem Klimawandel ja ein wichtiges Thema, aber allzu oft tendieren Geschichten wie auch Umweltaktivisten zum anderen Extrem. In Geschichten wird dann oft die Rückkehr zur Natur beschrieben oder beliebte Motive verwendet, wie die Natur am Ende doch den Menschen besiegt und Umweltaktivisten wollen (zurecht) sehr viele Sachen, aber eben oft ohne eine gewisse Kompromisswilligkeit, denn irgendwie müssen wir eben doch eine Balance finden. Wir brauchen diverse zivilisatorische Fortschritte und müssen daher einen Kompromiss finden, um die Natur zu respektieren und zu schützen, ohne deshalb uns gesellschaftlich zurückzuentwickeln. Und genau darum geht es schlussendlich im „Tanz der Feuerblüten“ – Die Welt wie sie am Anfang ist, ist offensichtlich zugunsten der Zivilisation aus dem Gleichgewicht geraten, aber die Macht der Natur tritt eben erst einmal als Bedrohung auf, nicht als glorreiche Alternative.

Beschreibe dein Buch in höchstens 3 Sätzen.

Tanz der Feuerblüten ist ein von Japan inspiriertes Märchen über den Einklang zwischen Zivilisation und Umwelt. Die Geschichte verfolgt den Werdegang des jungen Schwerttänzers Jinnan im Palast der Abendröte und seine verbotene Liebe für eine verheiratete Frau und das geächtete Feuer.

Hast du eine Lieblingsstelle oder ein Lieblingszitat im Buch? Verrätst du es uns?

Meine Lieblingsstelle ist relativ weit am Ende und zwar geht es um einen bestimmten Kuss hoch oben auf einem Berg, der ist für mich der Höhepunkt des Buches und ich mag die Atmosphäre, die Bilder und auch was sich aus dieser Szene entwickelt.
Meine zweitliebste Stelle ist ein Patt zwischen dem Tanz der Feuerblüten von Jinnan bei seinem Duell mit Kohan und das Stelldichein hinter dem Wandschirm, bei dem sich Jinnan und Ayaka nicht sehen, aber ihre Elemente miteinander vereinen und so eine sehr tiefe Verbindung zueinander aufbauen.

Was verbindest du persönlich mit Japan?

Reinheit, Achtsamkeit, Eleganz. Es ist nicht so überladen wie andere Kulturen, sondern eher schlicht. Als ich beim Ikebana (=Blumen binden) in Kyoto saß, erklärte uns die Lehrerin, dass in der Kunst nicht nur die Stellen eine Rolle spielen, wo sich etwas befindet, sondern auch die Lehrräume dazwischen. Deshalb sieht ein japanischer Strauß auch ganz anders aus, als ein rundes Blumenbouquet in Europa.
Außerdem die Dichotomie zwischen Natur und Zivilisation, genau wie im Buch. Die Japaner leben sehr modern (und gleichzeitig traditionell), aber obwohl sie in der Stadt leben, fühlen sie sich der Natur eng verbunden. Die Steingärten sind zum Beispiel ein Eindruck davon. Anstatt künstliche Gärten anzulegen, die unter Umständen gar nicht gedeihen können, haben sie die Natur mit den Steinen interpretiert und nachgebildet – der geharkte Kies stellt dabei Wasserläufe da.

Am 27.06.2019 reisen wir mit Anne Sue Te nach Gran Canaria.

Rezension zu „Jetzt noch mal von vorn“ von Peter Barlach

***WERBUNG***
Rezension zu 
„Jetzt noch mal von vorn“ 
von Peter Barlach
Cover: Harper Collins






Buchdetails

ISBN: 9783959672818
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 304 Seiten
Verlag: HarperCollins
Erscheinungsdatum: 02.05.2019

Teil 2 der Reihe "Caroline"






Inhalt:

Willkommen in der gemütlichsten Tapas-Bar Skandinaviens!
Caroline hat sich den Traum von ihrer eigenen Tapas-Bar in Stockholm erfüllt. Sie und ihre beste Freundin Bente führen das gemütlichste Restaurant der ganzen Stadt. Doch leider bleibt kein Geld übrig, und Caroline hat noch ein anderes Problem. Der neue Vermieter will sie raushaben und versucht mit allen Mitteln, Caroline zu vertreiben. Aber sie holt sich Hilfe bei dem charmanten Anwalt Oscar. Und dann passiert etwas, mit dem niemand rechnen konnte: Sie erbt eine große Summe Geld. Scheinbar sind alle Probleme gelöst, doch dann steht plötzlich die Polizei vor der Tür.

Meine Meinung:

Dies ist der zweite Teil der Reihe "Caroline", was mir allerdings vor dem Lesen nicht bewusst war.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach zu lesen. Allerdings ist er nichts Besonderes und vermochte nicht zu packen.

Ebenso wie die Story an sich. Eine komische Geschichte ohne Sinn und Humor mit flachen und naiven Charakteren, die teilweise nur genervt haben, sodass ich nicht wirklich weiß, was ich zu dem Ganzen sagen soll. Und dass heißt schon etwas. Ich kam nicht in die Geschichte hinein, nicht mit der Protagonistin klar, konnte ihr Gedanken nicht nachvollziehen - sie war mir wirklich ab und zu einfach zuwider -  und habe das Buch leider abbrechen müssen. Vielleicht haben andere Leser Spaß an der Geschichte, für mich war sie nichts, aber Geschmäcker sind ja unterschiedlich. 

Fazit:

Leider nichts für mich.
1 von 5 Sternen

Rezension zu „Liliane Susewind - Mit Elefanten spricht man nicht!“ von Tanya Stewner



Rezension zu
„Liliane Susewind - Mit Elefanten spricht man nicht!“
von Tanya Stewner
Cover: FISCHER 




Buchdetails

ISBN: 9783596512522
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 240 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
Erscheinungsdatum: 09.10.2012

Teil 1 der Reihe "Liliane Susewind"

Das aktuelle Hörbuch ist am 11.03.2008 bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag erschienen.



Inhalt:

Gleich an Lillis erstem Tag in der neuen Schule geht alles schief: Zuerst zieht sie den Hass der fiesesten Mädchenclique auf sich, und dann wird sie auch noch direkt neben einen Hamsterkäfig gesetzt! Ausgerechnet! Dabei wollte Lilli ihr Geheimnis dieses Mal besonders gut hüten. Dass sie mit Tieren sprechen kann, hat ihr bisher nämlich nur Ärger eingebracht! Doch dann braucht die Elefantin Marta dringend Lillis Hilfe ... Ein lebenskluges, warmherziges und humorvolles Buch, das einfach glücklich macht. Die Tierdolmetscherin im hübschen Geschenkformat: klein und fein & mit runden Ecken!

Meine Meinung:

Dies ist der erste Band der Kinderbuchreihe "Liliane Susewind". Dabei ist jeder Teil in sich abgeschlossen. Man kann die Geschichten unabhängig voneinander lesen. Allerdings gibt es auch Entwicklungen und Handlungsstränge, die sich durch die Reihe ziehen. 

Der Schreibstil ist schlicht und einfach, leicht verständlich, auf die Altersklasse abgestimmt, gut und flüssig zu lesen.

Die Geschichte wird von Illustrationen untermalt. Mir persönlich haben die Zeichnungen allerdings nicht ganz so zugesagt.

Die Grundidee gefällt mir sehr gut. Ein Mädchen, das mit Tieren kommunizieren kann und dabei Gutes tut. Die Handlung ist schön zu verfolgen. Lilli ist umgezogen, die Neue und will ihre Gabe verheimlichen. Doch so einfach ist das gar nicht. Der Beginn der Freundschaft zu Jesahja gestaltet sich auch recht schwierig.

Auch ernste Themen werden angesprochen. Eine Geschichte voller Geheimnissen, über Freundschaft und Mut, über Mobbing und Zivilcourage. Spannend und humorvoll erzählt, regt sie dennoch zum Nachdenken an. Kindgerecht wird auf die ernsten Themen eingegangen.

Die Charaktere empfand ich teilweise noch etwas eindimensional und nicht ganz so detailliert ausgearbeitet. Lilli mochte ich unheimlich gerne, ich konnte mich in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen.

Eine schöne Idee, ein tolles Kinderbuch, das mich gut unterhalten hat.

Fazit:

Eine magische Geschichte, die verzaubert.
★★★★
4 von 5 Sternen

Sonntag, 23. Juni 2019

Rezension zu „In Love with Adam“ von Liam Erpenbach

Rezension zu 
„In Love with Adam“ 
von Liam Erpenbach
Cover: Forever







Buchdetails

ISBN: 9783958184350
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 288 Seiten
Verlag: Forever
Erscheinungsdatum: 29.03.2019







Inhalt:

Alte Tagebücher, eine junge Liebe und der Mut, endlich zu sich selbst zu stehenSam ist ein Außenseiter. Seit er seinen besten Freund verloren hat, zieht er sich immer mehr in sich und seine Bücherwelt zurück. Seine Klassenkameraden geben ihm das Gefühl, dass er anders ist, und so fühlt er sich auch. Bis er Adam, dem gut aussehenden und beliebten Footballstar der Schule, in einer Buchhandlung begegnet und sich alles verändert. Adam weicht Sam nicht mehr von der Seite und in seiner Gegenwart hat Sam endlich das Gefühl, richtig zu sein, so wie er ist. Doch Adam darf niemals herausfinden, dass sein Herz etwas zu schnell schlägt, wenn er in seine grauen Augen blickt und er nachts von Adams weichen Lippen träumt… Erst als Sam die Tagebücher seines Großvaters findet, versteht er, was es heißt, ein Leben lang ein Geheimnis zu hüten. Wird er den Mut finden, zu seinen Gefühlen zu stehen?

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist sehr locker und leicht, lebendig und frisch, schnell und vor allem sehr flüssig zu lesen. Einmal angefangen fällt es schwer das Buch zu Seite zu legen.

Dies lag aber nicht nur am Schreibstil. Auch die Geschichte hat mich vollkommen verzaubert und vereinnahmt.

Die Handlung und deren Verlauf haben mir sehr gut gefallen. Eine Geschichte über das Erwachsenwerden, über die erste, zarte Liebe, über Mobbing und Ausgrenzung, Familie und eine schicksalshafte Geschichte aus der Vergangenheit. Die Einarbeitung von Großvaters Vergangenheit mit Hilfe der alten Tagebücher hat mir sehr gut gefallen. Sie hat dem Ganzen noch einmal einen ganz besonderen Touch verliehen.

Die zarte Liebesgeschichte, die sich hier langsam entwickelt, wird sehr sensibel und einfühlsam geschildert. Auch die ernsten Themen werden authentisch eingearbeitet. Alles wirkt natürlich und real, eine wunderschöne Geschichte, trotz den negativen Elementen. Eine süße Liebesgeschichte, die mich berührt hat.

Das Ende hätte ich mir etwas intensiver und ausführlicher gewünscht. Auch wenn man im Laufe der Handlung merkt, dass Sams Familie hinter ihm steht und ahnt, was ihn bedrückt, hätte ich mir doch eine offene Aussprache gewünscht.

Die Charaktere sind sehr lebendig gezeichnet und sehr gut ausgearbeitet. Sie tragen alle ihren Teil zu dieser authentischen Geschichte bei. Vor allem auch die Nebencharaktere bringen eine Vielfalt und einen Facettenreichtum in die Handlung ein, die der Geschichte einen besonderen Touch verleihen.

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und mir eine emotionale Lesezeit beschert. Es hat mich berührt, bewegt und gepackt. Eine wundervolle Story mit ernsten Themen, eine süße Liebesgeschichte mit tollen Charakteren, die der Handlung viel Authentizität und Lebendigkeit verleihen.

Fazit:

Ein wunderschöner Liebesroman mit ernsten Themen, der verzaubert und fesselt. Absolute Leseempfehlung.
★★★★
4,5 von 5 Sternen