Donnerstag, 4. Juni 2026

📚 Mein Bücherbüchsen-Rückblick: Der Mai 2026 ✨


Was für ein grandioser Lesemonat liegt bitte hinter mir? Der Mai hat nicht nur jede Menge Frühlingsgefühle gebracht, sondern auch meine Leselust so richtig angekurbelt. Ich war super fleißig und das spiegelt sich jetzt auch ordentlich in meiner Bücherbüchse wider! 💸

Insgesamt habeich im Mai alle 13 Bookopoly-Bücher geles. Mein Spielfeld hat im vergangenen Monat also absolut geglüht und mich zu fantastischen Geschichten greifen lassen!

Weiterhin haben mich 9 E-Books durch die kurzen Nächte und sonnigen Nachmittage begleitet, und 1 Print-Buch durfte ich ganz klassisch in den Händen halten und die Seiten knistern hören.


Für meine Bücherbüchse bedeutet diese tolle Lesebilanz einen richtig genialen Kassensturz. Da wandert einiges an Leseguthaben hinein:

  • 13 Bookopoly-Bücher à 2 € = 26 €

  • 9 E-Books à 1 € = 9 €

  • 1 Print-Buch à 2 € = 2 €

Damit wandern im Mai stolze 37 € in meine Bücherbüchse! Das Sparen läuft also wie am Schnürchen. Ich bin mega happy mit diesem Ergebnis und freue mich schon riesig darauf, das Budget am Ende des Jahres zu sehen und zu investieren.

Wie lief euer Lesemonat? Habt ihr auch ein Lesespiel oder spart ihr fleißig für eure Wunschliste? Erzählt es mir in den Kommentaren! 👇

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓓𝓪𝓼 𝓖𝓮𝓱𝓮𝓲𝓶𝓷𝓲𝓼 𝓭𝓮𝓼 𝓢𝓸𝓷𝓷𝓮𝓷𝓴ö𝓷𝓲𝓰𝓼" von 𝓙. 𝓚. 𝓑𝓵𝓸𝓸𝓶

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Marwa arbeitet am opulenten Hof des Sonnenkönigs als Dienstmagd und träumt heimlich davon, eine berühmte Tänzerin zu werden. Seit einem folgenschweren Unfall leidet sie allerdings bereits bei der geringsten Anstrengung unter schrecklichen Schmerzen im Herzen. Es ist ihr nur unter großen Mühen möglich, weiterhin ihre Arbeit als Dienstmagd zu verrichten. An einem besonders kräftezehrenden Tag sucht sie in einem der für sie verbotenen Palastsäle Ruhe und wird ausgerechnet vom König ertappt. Dieser erkennt ihre kritische Situation und erklärt sich trotz ihres Regelbruchs bereit, Marwa zu helfen. Wie ein Wunder lässt er ihre Schmerzen verschwinden. Dabei ahnt Marwa nicht, dass er ein finsteres Geheimnis hütet.



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Mit Das Geheimnis des Sonnenkönigs, dem zweiten Teil der Reihe Geheimnisse der Märchenländer, ist der Autorin ein zutiefst romantisches und zugleich düsteres Märchen gelungen, das mich emotional völlig aufgewühlt zurücklässt. 

Obwohl die Geschichte in derselben faszinierenden Welt wie der Vorgängerband angesiedelt ist, lässt sie sich vollkommen unabhängig und ohne Vorwissen lesen und verstehen, da hier das Schicksal ganz neuer Protagonisten im Mittelpunkt steht. 

Von der ersten Seite an entfaltet sich das Geschehen in einem unglaublich lebendigen, bildhaften und detailreichen Erzählstil, der diese komplexe magische Welt voller Göttermythen, Intrigen und dunkler Geheimnisse atemberaubend zum Leben erweckt. Durch die personale Erzählperspektive, die feinfühlig zwischen den beiden Hauptfiguren Marwa und Sol wechselt, gewährt das Buch einen tiefen, ungeschönten Einblick in deren innere Gedanken, seelische Konflikte und die schmerzhafte persönliche Entwicklung. Das Erzählverhalten ist dabei so außergewöhnlich einfühlsam und berührend gestaltet, dass eine sofortige, intensive Verbindung zu den Charakteren entsteht – man fiebert unweigerlich mit ihnen mit, bangt in Momenten der Gefahr, weint mit ihnen und teilt jede emotionale Nuance.

Das emotionale und erzählerische Herzstück der Handlung bildet die ungleiche Verbindung zwischen dem Sonnenkönig Sol, der seine lebenswichtige magische Kraft verloren hat, und Marwa, einer einfachen, aber willensstarken Dienerin am königlichen Hof. Ihre beiden Schicksale sind auf mystische Weise durch zwei Splitter eines mächtigen, zerbrochenen Spiegels miteinander verwoben, die beide tief in sich tragen. Gemeinsam müssen sie sich gegen die bedrohlichen, finsteren Mächte der Assra-Anhänger behaupten. 

Was dieses Buch so unvergleichlich und tiefgründig macht, ist die charakterliche Dynamik: Auf der einen Seite steht der Sonnenkönig Sol, der bisher behütet und naiv hinter seinen Palastmauern gelebt hat und selbst im weiteren Verlauf oft eher die Züge eines verletzlichen Kindes als die eines mächtigen Herrschers offenbart. Dem gegenüber steht Marwas unbändiger Mut, ihre enorme Willenskraft und die Stärke, die sie in den dunkelsten Momenten aufbringt. Die relativ kurzen Kapitel und die packend geschriebenen Dialoge treiben die Handlung in einem rasanten Tempo voran, während sie gleichzeitig die Bindung zwischen Marwa und Sol immer intensiver und spürbarer werden lassen.

Das Buch erweist sich als ein episches Abenteuer, bei dem sich die Ereignisse förmlich überschlagen und ein nervenaufreibendes Ereignis das nächste jagt. Die Geschichte schlägt dabei kontinuierlich unvorhersehbare Wege ein und ist gespickt mit so vielen überraschenden Wendungen, mit denen man als Leser beim besten Willen nicht rechnen konnte. Es ist eine meisterhafte Symbiose aus epischen, magischen Konflikten und tiefgreifendem persönlichen Wachstum, in der die großen Themen Macht, Aufopferung, Liebe und die schmerzhafte Suche nach sich selbst perfekt miteinander verflochten sind.

Gegen Ende nimmt die Geschichte eine unheimlich traurige Wendung, die das Herz schwer werden lässt. Das Finale kommt schlussendlich ganz anders, als man es sich im Laufe des Abenteuers erhofft oder gedacht hat, weshalb man sich für die letzten Seiten unbedingt ein paar Taschentücher bereitlegen sollte. 

Für alle Liebhaber von Romantasy – und für jene, die es durch dieses Buch unweigerlich werden wollen – ist dieses mitreißende, spannende und hochemotionale Werk ein absolutes, unumgängliches Muss.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Das Geheimnis des Sonnenkönigs ist ein episches Romantasy-Highlight, das die perfekte Balance zwischen düsterer Märchenmagie und purer emotionaler Tiefe trifft. Die unvorhersehbare, wendungsreiche Geschichte und die tiefgründige Verbindung zwischen Marwa und Sol lassen einen bis zur letzten, tränenreichen Seite nicht mehr los. Ein absolutes Must-Read, das das Herz berührt, bricht und lange nachhallt!
★★★★★
5 von 5 Sternen

Mittwoch, 3. Juni 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓜𝓸𝓸𝓻𝓷𝓪𝓬𝓱𝓽" von 𝓘𝓪𝓷 𝓑𝓻𝓪𝔂

Cover: Penguin Verlag
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein Küstendorf, das schweigt. Eine Wahrheit, die niemand hören will.

Das eisige Winterwetter hat das beschauliche Städtchen Whitby fest im Griff, als DCI Bolton zu einem Tatort gerufen wird: Im dichten Nebel wird die verkohlte Leiche eines Mannes gefunden, der tief verstrickt in Glücksspiel und Rotlichtmilieu war. Zeitgleich trifft seine neue Kollegin Samantha Fox ein – mit unkonventionellen Methoden und einem Instinkt für verborgene Zusammenhänge. Als eine Frau behauptet, ihr Freund sei vor Jahren an derselben Stelle getötet worden, beginnt Fox heimlich zu ermitteln und stößt auf ein Netz aus Lügen und dunklen Geheimnissen …
Der Auftakt der atmosphärischen North York Moor-Reihe nimmt Sie mit in das verschlafene englische Küstenörtchen Whitby – in dem jeder etwas weiß, aber niemand etwas sagen will.

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Mit „Moornacht“ legt Ian Bray einen überaus gelungenen Auftakt für seine North-York-Moor-Reihe vor. 

Ian Bray versteht es meisterhaft, seine Leser zunächst in falscher Sicherheit zu wiegen: Die Handlung setzt wunderbar gemächlich und unaufgeregt ein, wodurch die friedliche, fast schon verschlafene Atmosphäre des malerischen Küstenstädtchens Whitby perfekt eingefangen wird. Doch diese vermeintliche Postkartenidylle ist nur von kurzer Dauer und erweist sich schnell als trügerische Fassade.

Schon nach wenigen Kapiteln bricht die mörderische Realität in die Beschaulichkeit ein, und das Erzähltempo zieht mit jeder umgeschlagenen Seite spürbar an. Der Autor legt geschickt falsche Fährten und spinnt ein komplexes Netz aus widersprüchlichen Spuren und geheimnisvollen Hinweisen. Als Leser wird man dadurch unweigerlich zum aktiven Mitermittler, der bis zum packenden Finale ununterbrochen rätselt, kombiniert und eigene Theorien aufstellt.

Den besonderen Reiz dieses spannenden Kriminalromans macht das ungleiche Ermittlerduo aus, das nicht nur frischen Wind in die Untersuchungen bringt, sondern auch für eine wunderbare Prise Humor sorgt. 
Ein absoluter Glanzpunkt der Geschichte ist die Figur des DS Waters, der dem Ermittlerteam eine wunderbar eigenwillige Note verleiht. Seine skurrile, fast schon obsessive Leidenschaft für das Sammeln von Sukkulenten sorgt immer wieder für herrlich amüsante Momente, da sein tiefgreifendes botanisches Fachwissen in einem scharfen, humorvollen Kontrast zu seinen oft ungeschickten zwischenmenschlichen Fähigkeiten steht. Während er jede Kakteenart mühelos analysiert, bleibt ihm die menschliche Psyche mit all ihren Facetten oft ein Rätsel.

Diese Charakterzüge harmonieren perfekt mit den geschickt eingeflochtenen privaten Konflikten und Reibungspunkten zwischen den Hauptfiguren. Statt bloßer Schablonen erleben wir Ermittler mit Ecken, Kanten und ganz eigenen Alltagssorgen. Diese persönlichen Dynamiken verleihen der Handlung eine spürbare emotionale Tiefe, wodurch das gesamte Geschehen nicht nur an Authentizität gewinnt, sondern den Leser auch auf persönlicher Ebene emotional packt und fesselt.

Durch eine Vielzahl an potenziellen Verdächtigen bleibt die Spannungskurve konstant hoch. Gleichzeitig punktet das Buch mit einem großartigen Lokalkolorit: Die dichte Atmosphäre des englischen Pub-Lebens ist so authentisch eingefangen, dass man den Geruch von frisch gezapftem Bier und das Gemurmel der Stammgäste förmlich in der Nase und im Ohr hat. So erweist sich „Moornacht“ nicht nur als packender Kriminalfall, sondern auch als eine unterhaltsame Reise in eine Welt voller skurriler Charaktere und gut gehüteter Geheimnisse – die perfekte Lektüre für alle, die sich nach einem spannenden Leseabend sehnen, bei dem auch das Schmunzeln nicht zu kurz kommt.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Moornacht“ von Ian Bray ist ein rundum gelungener Auftakt der North-York-Moor-Reihe, der durch die perfekte Balance aus packender Spannung und britischem Humor besticht. Dank des herrlich skurrilen Ermittlerduos, einer Vielzahl an falschen Fährten und dem lebendigen, authentischen Lokalkolorit von Whitby bietet dieser Krimi beste Unterhaltung. Ein Lesetipp für alle, die clevere Kriminalfälle mit viel Atmosphäre und einem Augenzwinkern lieben.
★★★★★
4 von 5 Sternen

Samstag, 30. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓓𝓲𝓮 𝓕𝓻𝓪𝓾 𝓲𝓶 𝓢𝓽𝓾𝓻𝓶" von 𝓢𝓽𝓮𝓯𝓪𝓷 𝓢. 𝓚𝓪𝓼𝓼𝓷𝓮𝓻

Cover: dp

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein altes Haus, in dessen Knochen ein Jahrzehnte altes Geheimnis verborgen liegt …

Enttäuscht von der Liebe ergreift Virginia Milton die Chance auf einen Neuanfang, als sie unerwartet einen verfallenen Landsitz erbt. Sofort verliebt sie sich in das Anwesen und gemeinsam mit dem charmanten Bauleiter Trevor beginnt sie, die Villa zu restaurieren – bis sie ein menschliches Skelett hinter dem Haus begraben finden. Auf der Suche nach der Wahrheit stößt Virginia auf die mysteriöse Vergangenheit ihres Onkels Foster und seiner Frau. Doch umso tiefer Virginia in das Schicksal der beiden eintaucht, desto deutlicher wird, dass die Villa mehr verbirgt, als es zunächst erscheint …

Jahre zuvor lebten Foster und Mila Mansfield ein ruhiges Leben, bis Wayne Boon auftaucht – ein Fremder, der die Welt von allen dreien für immer aus den Fugen heben würde.

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Bereits auf den ersten Seiten schafft es Stefan S. Kassner, die Leser komplett zu packen und in den Bann seiner Erzählung zu ziehen. 

Ein ganz besonderes Highlight des Romans ist die dichte, stimmungsvolle Atmosphäre und eine unterschwellige, subtile Spannung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Im Mittelpunkt steht dabei eine alte Villa, die im Laufe der Handlung einen derartigen Sog entwickelt, dass man sich ihr als Leser weder entziehen kann noch möchte.

Geschickt wird die Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Durch diese Struktur erhält man tiefere Einblicke in die Vergangenheit, um letztlich in der Gegenwart die lang ersehnten Antworten zu finden. Der Autor legt seinen Lesern Puzzleteil für Puzzleteil vor die Füße und lädt so auf wunderbare Weise zum Miträtseln ein. Während man abwechselnd in die verschiedenen Epochen eintaucht, fügt sich das Gesamtbild nach und nach zusammen. Was die Vergangenheit dabei schließlich offenbart, geht richtig unter die Haut und lässt sich nur als echte Tragödie bezeichnen.

Allerdings verliert die Erzählung in manchen Momenten etwas an Tiefe. An einigen Stellen ging mir die Entwicklung ein wenig zu schnell, und ich hätte mir an manchen Ecken mehr Details und vor allem eine stärkere emotionale Komponente gewünscht. Das betrifft besonders die Liebesgeschichte und die Ereignisse in der Vergangenheit. Hier waren die Gefühle für mich nicht ganz greifbar und die Zeitsprünge so groß, dass das richtige Mitfiebern leider etwas auf der Strecke blieb, weil zu viele Lücken blieben. An dieser Stelle wäre eine langsamere Annäherung, die die Emotionen schrittweise hochkochen lässt, noch schöner gewesen.

Im Gegensatz dazu steht die Gegenwartsebene mit ihren wunderbaren Protagonisten. Virginia ist eine unheimlich sympathische Hauptfigur, die man schnell ins Herz schließt. Ihren mutigen Neuanfang mitzuerleben und sie bei ihren Nachforschungen zu begleiten, ist extrem fesselnd gestaltet. Ihr zur Seite steht mit Trevor ein weiterer fantastischer Charakter, der in meinen Augen nur so vor Charme sprüht. Durch die beiden bekommt die Geschichte neben all der Spannung und dem Drama auch eine zarte Liebesgeschichte in der Gegenwart, die sich ganz langsam, locker und auf wunderschöne, romantische Weise entwickelt. 

Am Ende ist es ein Buch voller Geheimnisse, die die Zukunft beeinflussen, getragen von tollen Figuren und einer fesselnden Grundstimmung.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein fesselnder Roman voller Geheimnisse, der vor allem durch seine dichte Atmosphäre, eine geheimnisvolle alte Villa und eine charmante Liebesgeschichte in der Gegenwart und der Gegenwart besticht. Trotz kleinerer emotionaler Schwächen und zu großer Zeitsprünge in der Vergangenheit bleibt es eine packende, tragische und subtil spannende Geschichte mit absolut sympathischen Protagonisten.
★★★★★
4 von 5 Sternen

Freitag, 29. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓝𝓸𝓻𝓭𝓴𝓪𝓹𝓱𝓸𝓯𝓯𝓷𝓾𝓷𝓰𝓮𝓷" von 𝓜𝓪𝓭𝓲𝓽𝓪 𝓣𝓲𝓮𝓽𝓰𝓮𝓷

Cover: Heyne

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Auf der malerischen norwegischen Insel Magerøya ist Thea auf der Suche – nur weiß sie aufgrund eines Unfalls nicht mehr, wonach. Der einzige Anhaltspunkt ist Kasper Mogensen, der Mann, der plötzlich vor ihrem kleinen Ferienhaus auftaucht und den sie offenbar dringend vor ihrem Unfall sprechen wollte. Gemeinsam begeben sich die beiden im Frühlingsleuchten von Magerøya auf die Suche nach Antworten. Während sie sich Stück für Stück der Wahrheit nähern, entwickeln sie Gefühle füreinander, doch mit jeder Erkenntnis scheint ein Happy End am Nordkap weiter in die Ferne zu rücken. Zu eng sind ihre Schicksale miteinander verwoben. Ob die beiden einen Ausweg finden?

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Mit „Nordkaphoffnungen“ gelingt Madita Tietgen ein rundum schöner und emotionaler Reihenauftakt, der den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. 

Die Autorin entfaltet hier eine zutiefst bewegende Geschichte vor einer absolut wundervollen Kulisse, die diesen Roman zu einem echten Leseerlebnis macht. Getragen wird das Ganze von einem lockeren, leichten und wunderbar flüssigen Schreibstil. Dieser ist gleichzeitig so bildgewaltig und mitreißend formuliert, dass man direkt in die Handlung hineingezogen wird und augenblicklich das Gefühl hat, selbst ans stürmische Nordkap zu reisen und am nördlichster Punkt Europas zu stehen.

Das Setting ist dabei ein absolutes Highlight des Buches. Die traumhafte, raue Kulisse des Nordens wird so lebendig und atmosphärisch beschrieben, dass man beim Lesen die skandinavische Brise förmlich spüren kann und sich fühlt, als stünde man mitten im Geschehen. Vor diesem großartigen Hintergrund erschafft die Autorin mit den beiden Protagonisten Thea und Kasper zwei Figuren, deren gemeinsamer Weg einen tief im Herzen berührt. Schritt für Schritt tastet man sich an der Seite der beiden durch schmerzhafte Erinnerungen, tief sitzende Unsicherheiten und großen Kummer. Gleichzeitig zeigt die Geschichte aber auch den Weg hin zu neuer Hoffnung, wachsendem Vertrauen und den ganz leisen, kostbaren Momenten von Glück und Liebe.

Besonders bemerkenswert ist die emotionale Tiefe, die diesen Roman auszeichnet. Obwohl ein schweres Thema im Mittelpunkt steht, schafft es die Erzählung, die Verarbeitung von Angst und Trauer absolut greifbar und authentisch darzustellen, ohne dabei jemals die grundlegende Wärme der Geschichte zu verlieren. Es ist ein Buch voller Emotionen, bei dem man beim Lesen oft schlucken muss und auch die eine oder andere Träne in den Augen hat. Trotz all dieser berührenden Momente leuchtet die Hoffnung immer als roter Faden durch die Handlung, was dem Buch trotz der thematischen Schwere eine wunderschöne Leichtigkeit verleiht.

Abgerundet wird dieser gelungene Auftakt durch die tollen Charaktere, die man im Laufe der Handlung kennenlernen darf. Man fühlt sich sofort pudelwohl und willkommen. Neben den Hauptfiguren überzeugen vor allem auch die wunderbar ausgearbeiteten Nebencharaktere wie Anna oder Hallvard. Sie bringen zusätzliche Herzenswärme in die Geschichte und machen jetzt schon unheimlich neugierig darauf, wie es im nächsten Band mit ihnen weitergehen wird.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein tief berührender und emotionaler Reihenauftakt, der trotz eines schweren Themas voller Wärme und Hoffnung steckt. Dank des bildgewaltigen Schreibstils, der rauen, traumhaften Kulisse des Nordkaps und der authentischen, liebenswerten Charaktere ist dieses Buch ein Highlight fürs Herz – sehr empfehlenswert!
★★★★
4,5 von 5 Sternen

Donnerstag, 28. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓦𝓲𝓵𝓭 𝓗𝓮𝓪𝓻𝓽𝓼 𝓡𝓮𝓶𝓮𝓶𝓫𝓮𝓻" von 𝓝𝓲𝓷𝓪 𝓦𝓲𝓻𝓽𝓱𝓼

Cover: dp

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein Sommer auf einer Ranch und ein altes Versprechen. Doch kann man ein Versprechen halten, wenn es droht, das eigene Herz zu brechen?

Nach dem Tod ihres Großvaters kehrt die junge Innenarchitektin Naomi nach Jackson Hole zurück, um ihr Erbe anzutreten – die Diamond Cross Ranch und das Haupthaus ihrer Kindheit. Sie plant, das Gebäude in ein Bed & Breakfast zu verwandeln. Doch schon bald steht sie Jack Hardin gegenüber: abweisend, wortkarg und alles andere als erfreut, sie wiederzusehen. Denn die beiden verbindet mehr als nur die Ranch – sie teilen eine gemeinsame Vergangenheit.

Zwischen gebrochenen Herzen, weiter Landschaft und alten Erinnerungen wächst eine neue Nähe. Als jedoch in Los Angeles Naomis großer Karrieredurchbruch lockt, steht sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Erfolg oder Heimat? Karriere oder Herz?

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Nina Wirths nimmt ihre Leserschaft in „Wild Hearts Remember“ mit in ein wirklich schönes Kleinstadtsetting, das von der ersten Seite an eine wunderbare Atmosphäre versprüht und zum Verweilen einlädt. Die Kulisse ist der Autorin absolut gelungen und bildet den perfekten Rahmen für eine insgesamt ganz nette, eher ruhige und unaufgeregte Geschichte, die sich flüssig und angenehm nebenbei lesen lässt. Wer auf der Suche nach einem unaufgeregten Wohlfühlort ist, wird hier definitiv fündig.

Allerdings wurde das Lesevergnügen durch ein wesentliches stilistisches Element erheblich geschmälert: Der Schreibstil hat es mir leider nicht leicht gemacht, da im Text gegendert wird. Dieses Gegendere gehört meiner Meinung nach einfach nicht in Romane und ich empfinde es beim Lesen als unmöglich und störend für den Lesefluss.

Auch auf der Charakterebene gab es Licht und Schatten. Während ich Jacks Gefühle und Handlungen jederzeit gut nachvollziehen konnte, bin ich mit der weiblichen Hauptfigur Naomi bis zum Schluss nicht richtig warm geworden. Ihr Verhalten wirkte auf mich oft naiv und egoistisch, besonders weil sie Jack wissentlich verletzt und sich zudem ständig selbst belügt. Erschwerend kam hinzu, dass Naomi viel zu oft in ihren eigenen Gedanken festhängt. Hier hat mir leider eine spürbare Weiterentwicklung der Protagonistin gefehlt.

Alles in allem ist „Wild Hearts Remember“ ein nettes Buch mit einem tollen Setting für zwischendurch, das wegen des gewöhnungsbedürftigen Schreibstils und der Schwächen bei der Hauptfigur letztlich solide 3 Sterne von mir erhält.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein Buch mit Licht und Schatten: Das wunderschöne Kleinstadtsetting sorgt für eine tolle, unaufgeregte Wohlfühlatmosphäre. Allerdings trüben der durch das Gendern gewöhnungsbedürftige Schreibstil und eine oft naive, egoistische Hauptfigur ohne echte Weiterentwicklung das Lesevergnügen. 
★★★
3 von 5 Sternen

Mittwoch, 20. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓢𝓸𝓶𝓶𝓮𝓻 𝓲𝓼𝓽 𝓶𝓮𝓲𝓷 𝓛𝓲𝓮𝓫𝓵𝓲𝓷𝓰𝓼𝓸𝓻𝓽" von 𝓕𝓻𝓪𝓷𝔃𝓲𝓼𝓴𝓪 𝓑𝓵𝓾𝓶

Cover: Penguin Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Cäcilias Pfoteninsel ist so viel mehr als nur ein Tierheim auf Sylt: Es ist ein Zufluchtsort für die vielen süßen Fellnasen. Denn das Leben der niedlichen Vierbeiner zu verändern, ist Cäcilias größte Leidenschaft, weshalb sie bis zur totalen Erschöpfung arbeitet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie dringend Abstand und Urlaub braucht. Doch bevor Cäcilias Reise so richtig begonnen hat, trifft sie auf den attraktiven Camper Roman, dessen Charme sie sich nicht entziehen kann. Unverhofft findet sie schnell eine Verbindung zu dem großen Mann mit den smaragdgrünen Augen. Obwohl Cäcilia merkt, dass dieser etwas verbirgt, fällt es ihr immer schwerer, ihr Herz nicht an ihn zu verlieren. Aber wer ist Roman wirklich?




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Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar locker, leicht, flüssig und vor allem sehr bildhaft. Man wird sofort in die Geschichte hineingezogen und darf sich auf eine tolle Mischung aus Urlaubsfeeling, Reiseeindrücken und intensiven zwischenmenschlichen Begegnungen freuen. 

Franziska Blum erzählt die Geschichte von Cäcilia, die stellvertretend für ein großes Problem unserer heutigen Zeit steht: den ständigen Spagat zwischen Arbeit und dem eigenen Wohlempfinden. Cillis Beispiel zeigt eindringlich, wie man mit Überforderung umgehen kann und welche Lehren sich daraus ziehen lassen. Auf ihrer Reise begegnet sie dem charmanten Camper Roman, der sie sofort fasziniert. Doch er scheint ein Geheimnis zu verbergen, während ihre Gefühle für ihn immer stärker werden.

Cäcilia war für mich dabei eine sehr greifbare Protagonistin. Meistens konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen, auch wenn ich sie nicht immer ganz verstehen konnte.

Die Entwicklung zwischen Cäcilia und Roman habe ich insgesamt gern verfolgt. Es gibt viele warme und berührende Momente zwischen den beiden. Allerdings ging mir manches ein wenig zu schnell – hier hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle einfach etwas mehr Zeit für die Entwicklung gewünscht. 

Mit Roman selbst bin ich leider nicht ganz warm geworden. Ich konnte ihn, sein Verhalten und seine Entwicklung streckenweise nicht nachvollziehen und habe keinen echten Draht zu ihm gefunden. Zwischendurch wirkte er auf mich etwas unsympathisch, was sich im Laufe der Handlung zwar aufklärt, aber ich hätte mir bei ihm einfach noch mehr Informationen gewünscht. 
Die Nebenfiguren hingegen sind absolut stimmig und fügen sich wunderbar ein.

Besonders stark fand ich die gelungene Mischung aus Leichtigkeit und ernsteren Themen. Durch den Fokus auf den Tierschutz bekommt der Roman von Beginn an eine gewisse Tiefe. Das Thema ist unglaublich wichtig, und die Schicksale der Tiere gehen wirklich ans Herz, ohne dass es jemals zu überfordernd oder übertrieben dramatisch wirkt. Neben Tierschutz und Verantwortung wird auch das Thema der emotionalen Belastung sehr sensibel aufgegriffen. 

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein lesenswerter Wohlfühlroman mit Tiefgang, der trotz kleinerer Schwächen bei der männlichen Hauptfigur durch ein wichtiges Tierschutz-Thema, viel Gefühl und eine wunderbare Reiseatmosphäre überzeugt.
★★★
3,5 von 5 Sternen