Mittwoch, 18. Februar 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓓𝓮𝓻 𝓣𝓸𝓽𝓮 𝓲𝓷 𝓔𝓭𝓲𝓷𝓫𝓾𝓻𝓰𝓱" von 𝓙𝓪𝓬𝓴𝓲𝓮 𝓑𝓪𝓵𝓭𝔀𝓲𝓷

Cover: dp
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Eine clevere Ermittlerin mit dunkler Vergangenheit, ein mysteriöser Todesfall und düstere Intrigen an der schottischen Küste …
Der packende Auftakt der spannenden Krimi-Reihe im Herzen Edinburghs

Nach einem persönlichen Schicksalsschlag wagt Grace McKenna einen Neuanfang als Privatdetektivin in Portobello bei Edinburgh. Doch der erste größere Auftrag lässt nicht lange auf sich warten: Die schillernde Witwe eines prominenten Mediums ist überzeugt, dass ihr Mann ermordet wurde – obwohl alles auf Selbstmord hindeutet.

Gemeinsam mit dem skeptischen, wenn auch charmanten, Journalisten Tobias Sloan nimmt Grace die Ermittlungen auf und stößt auf ein undurchsichtiges Netzwerk aus Betrug, spirituellem Geschäftssinn und persönlichen Abgründen. Die Spur führt sie direkt ins berüchtigte Merchiston College of Psychic Studies – und zu einer zweiten Leiche.

Während das Ermittlerduo den tödlichen Machenschaften immer näher kommt, geraten sie selbst ins Visier der Täter. Das Spiel wird immer gefährlicher – und die Grenzen zwischen Ermittlungen und persönlicher Verwicklung beginnen zu verschwimmen. Kann Grace den tödlichen Machenschaften ein Ende setzen oder wird sie selbst das nächste Opfer?

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Düstere Geheimnisse im stürmischen Schottland

Mit „Der Tote in Edinburgh“ legt die Autorin den Grundstein für eine neue Krimi-Reihe rund um die Ermittlerin Grace MacNeil. Dabei handelt es sich um eine Neuauflage des bereits unter dem Titel „Schatten über Portobello“ erschienenen Romans. Wer atmosphärische Ermittlerkrimis vor der rauen, windgepeitschten Kulisse Schottlands liebt, kommt hier voll auf seine Kosten.

Der Schreibstil ist über weite Strecken sehr angenehm und flüssig zu lesen, auch wenn mein Lesefluss an vereinzelten Stellen etwas ins Stocken geriet.

Im Zentrum steht Grace, die nach einem schweren Schicksalsschlag den mutigen Schritt wagt, als Privatdetektivin neu anzufangen. Unterstützt wird sie dabei von einem kleinen, sympathischen Team und dem eigenwilligen, aber durchaus charmanten Journalisten Tobias Sloan. Ihr erster großer Fall hat es direkt in sich: Die Witwe eines berühmten Mediums glaubt nicht an den vermeintlichen Selbstmord ihres Mannes. Als kurz darauf eine weitere Leiche auftaucht, führt die Spur Grace direkt in das mysteriöse „College of Psychic Studies“.

Besonders hervorzuheben ist das großartige, raue Setting. Man spürt förmlich den schottischen Wind und die düstere Stimmung, die den Fall perfekt einrahmt. 

Die Handlung entwickelt sich insgesamt eher ruhig. Für mein Empfinden war die Erzählweise stellenweise etwas langatmig, und nicht jede Handlungsweise oder jeder Beweggrund der Charaktere war für mich sofort nachvollziehbar. Wer rasante Action sucht, braucht hier etwas Geduld, da die Ermittlungen sehr detailliert beschrieben werden.

Trotz der kleinen Längen bleibt der Krimi bis zum Schluss fesselnd. Die Autorin versteht es meisterhaft, falsche Fährten zu legen: Meine Vermutungen, wer hinter den Taten steckt, sprangen ständig hin und her, und die Auflösung blieb für mich bis zum Finale ein Rätsel. Besonders spannend wird es, wenn die Ermittlungen immer tiefer in ein Netz aus Intrigen führen und Grace sich plötzlich selbst in Lebensgefahr begibt, während die Grenzen zwischen Beruflichem und Privatem gefährlich verschwimmen.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein gelungener Auftakt mit viel Potenzial und einer wunderbaren Portion schottischem Flair!
★★★★
4 von 5 Sternen

Donnerstag, 12. Februar 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓙𝓮𝓷𝓼𝓮𝓲𝓽𝓼 𝓭𝓮𝓼 𝓗𝓸𝓻𝓲𝔃𝓸𝓷𝓽𝓼" von 𝓝𝓸𝓻𝓪 𝓡𝓸𝓫𝓮𝓻𝓽𝓼

Cover: Heyne Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Sloan Cooper ist klinisch tot, als sie in letzter Minute zurück ins Leben geholt wird. Aus dem Krankenhaus entlassen, zieht sie zurück in ihre Heimat am Mirror Lake. In den atemberaubenden Bergen Marylands findet sie Frieden – und lernt Nash kennen, der in der Natur seinem alten Großstadtleben entkommen möchte. Doch dann wird die Idylle jäh gebrochen, als eine junge Frau spurlos verschwindet. Sloan und Nash versuchen herauszufinden, was dahintersteckt und stoßen bald auf eine ganze Reihe von Vermisstenfällen. Gemeinsam wollen sie die düstere Wahrheit ans Licht bringen. Doch Sloan hat sich gerade erst zurück ins Leben gekämpft und eine neue Liebe gefunden – ist sie bereit, beides erneut aufs Spiel zu setzen?



𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Nora Roberts beweist mit ihrem Werk „Jenseits des Horizonts“ einmal mehr, warum sie seit Jahrzehnten die Bestsellerlisten anführt. In diesem Roman verwebt sie meisterhaft Romantik, emotionale Tiefe mit einem hochspannenden Kriminalfall und einer ethischen Fragestellung, die den Leser noch lange nach dem Zuklappen des Buches beschäftigt.

Wie man es von der Autorin gewohnt ist, besticht das Buch durch einen wunderbaren Schreibstil. Die Sprache ist einnehmend, leicht und so flüssig, dass man förmlich durch die Seiten gleitet. 

Im Mittelpunkt steht Sloan, eine liebenswerte und starke Frau, die mich als Hauptcharakter vollkommen überzeugt hat. Besonders bewegend ist ihr Kampf zurück ins Leben: Nach einem schweren Schicksalsschlag muss sie ihren Eifer zügeln und sich streng an die Vorgaben der Ärzte halten, um ihre körperliche Fitness wiederzuerlangen. Es war wirklich schön, sie bei ihren Spaziergängen am See zu begleiten und mitzuerleben, wie sie mit festem Willen Schritt für Schritt – im wahrsten Sinne des Wortes – mehr schafft.

Familie und Nachbarschaft bilden das Herzstücke der Geschichte.
Sloans Familie ist ist warmherzig, hilfsbereit und voller Liebe, schafft es dabei aber, niemals aufdringlich zu sein. Diese familiäre Basis gibt der Geschichte einen wunderbaren Halt.

Die beiden Brüder in der Nachbarschaft bereichern nicht nur Sloans Leben, sondern die gesamte Handlung. Sie haben den Stress der Großstadt hinter sich gelassen, um in der Natur neu anzufangen. Ihr Alltag zwischen handwerklichen Dienstleistungen und der Renovierung ihres eigenen Hauses bringt eine bodenständige, sympathische Note in das Buch.

Dass sich zwischen Sloan und Nash eine Verbindung entwickeln würde, war zu erwarten, doch die Umsetzung ist hervorragend gelungen. Die Liebesgeschichte ist romantisch und zaghaft, entwickelt sich in einem angenehmen Tempo und verzichtet auf unnötigen Kitsch. Es ist eine Begegnung auf Augenhöhe, die sich organisch in den Plot einfügt.

Besonders hervorzuheben ist das atmosphärische und bildhafte Setting: Eine kleine, abgeschiedene Stadt, eingebettet in die raue Schönheit von dichten Wäldern und einem stillen See. Diese greifbare Einsamkeit der Natur bildet den perfekten Kontrast zur inneren Unruhe der Protagonisten und verleiht der Geschichte eine ganz eigene, fast schon magische Atmosphäre.

Das zentrale Thema des Romans ist die Diskrepanz zwischen moderner Medizin und dem Glauben an Gott. Die Autorin greift hier ein hochaktuelles und brisantes Motiv auf.
Wie weit darf die Medizin gehen?
Wo überschreitet der Mensch die Grenze und spielt Gott?

Dieser moralische Konflikt ist nicht nur Beiwerk, sondern treibt die Handlung voran und verleiht dem Buch eine intellektuelle Tiefe, die über einen reinen Liebesroman oder Krimi hinausgeht. Es regt dazu an, die eigenen Standpunkte zu Ethik und Fortschritt zu hinterfragen.

Obwohl der Spannungsbogen von der ersten Seite an straff gespannt ist, bricht er auch dann nicht ein, da man bereits sehr früh weiß, wer hinter den grausamen Morden steckt. Dass die Handlung dennoch fesselnd und packend bleibt, ist ein Beweis für Nora Roberts' handwerkliches Geschick. Es geht hier weniger um das „Wer“, sondern vielmehr um das „Warum“ und das „Wie“. Die Dynamik zwischen den Charakteren und die ständige Bedrohung in der idyllischen Kleinstadt sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Jenseits des Horizonts“ ist ein rundum gelungenes Buch. Es bietet die perfekte Mischung aus einem packenden Thriller, einer atmosphärischen Kulisse und einem tiefgründigen Thema, das zum Nachdenken anregt. Ein Muss für alle Fans der Autorin und für jene, die Geschichten mit moralischem Tiefgang und starkem Setting lieben.
★★★★★
5 von 5 Sternen

Mittwoch, 11. Februar 2026

📚 Update Januar: Meine Bücherbüchse 2026

Bild: Gemini Generated

Das neue Jahr ist gerade erst gestartet, und schon im ersten Monat hat sich in meiner Bücherbüchse 2026 einiges getan. Mein Ziel für dieses Jahr ist es, mein Leseverhalten bewusster zu gestalten und gleichzeitig ein kleines Budget für neue Buchschätze anzusparen.

Der Januar war ein voller Erfolg – sowohl auf den Seiten als auch in der Spardose!

Mein Kassensturz im Januar
Ich habe fleißig gelesen, gewürfelt und gespart. So setzt sich mein Beitrag für diesen Monat zusammen:




Aktivität                     Anzahl Betrag
Bookopoly-Bücher     9                 18,00 €
eBooks                     8                   8,00 €
Printbuch                     1                   2,00 €
Gesamt im Januar                 28,00 €

Ein kleiner Rückblick
Besonders stolz bin ich auf die 9 Bookopoly-Bücher. Das Spiel hat mich richtig motiviert. Auch meine eBook-Sammlung kam nicht zu kurz – acht beendete Geschichten sind eine stolze Bilanz für den Jahresbeginn!

Ein "echtes" Printbuch hat es diesen Monat ebenfalls in die Statistik geschafft. Alles in allem bin ich mit diesem Auftakt mehr als zufrieden.

Ein ganz guter Start – ich hoffe, es geht im Februar genauso erfolgreich weiter!

Wie lief euer Lese-Januar? Habt ihr auch eine Bücherbüchse oder ähnliche Challenges für 2026? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

Samstag, 31. Januar 2026

📚 Volle Seiten, volle Büchse: Meine Lese-Motivation für 2026!

Bild: Gemini Generated

Hallo ihr Lieben!

Das Jahr 2026 ist noch jung, und wie das so ist mit den guten Vorsätzen, brauchen sie manchmal einen kleinen extra Schubs, damit man auch wirklich dranbleibt. Ich habe mir für dieses Jahr unter anderem drei ganz klare Ziele gesetzt, um meine Leselust wieder so richtig zu entfachen.

Alle meine buchigen Vorsätze für 2026 habe ich euch bereits in einem Beitrag vorgestellt. Heute geht es speziell um diese drei:

1. "Back to the Pages" – Mehr Lesen, weniger Hören: Ich liebe Hörbücher, aber ich vermisse das Gefühl, ein Buch wirklich in den Händen zu halten und Zeile für Zeile in eine andere Welt einzutauchen. Dieses Jahr möchte ich den Fokus wieder aktiv auf das gedruckte Wort bzw. das Display des E-Readers legen.

2. Den SUB gezielt angehen: Mein Stapel ungelesener Bücher (SUB) ist kein Stapel mehr, es ist ein Gebirge! 2026 wird das Jahr, in dem ich meine Schätze im Regal nicht nur bewundere, sondern sie endlich auch lese.

3. Über den Tellerrand lesen (Genre-Challenge): Manchmal bleibt man zu sehr in seiner Komfortzone. Ich möchte dieses Jahr Neues entdecken und Genres eine Chance geben, die ich sonst eher links liegen lasse. Ob ein Sachbuch zu einem spannenden Thema, ein Klassiker der Weltliteratur oder ein Genre, das ich bisher gemieden habe – ich möchte mindestens vier Bücher lesen, die absolut untypisch für mich sind.

Motivation zum Mitklimpern: Die Bücherbüchse

Damit aus diesen Vorsätzen keine leeren Versprechen werden, brauche ich ein System, das Spaß macht. In meiner Lesegruppe nehme ich am Bookopoly-Spiel teil. Das Sparen dafür hat 2025 super funktioniert und mich richtig motiviert, die Bücher der Liste zu lesen.

Genau hier setze ich an: Meine Bücherbüchse kommt auch 2026 wieder zum Einsatz! Aber diesmal erweitere ich die Regeln, damit jeder Lesemoment belohnt wird. Für jedes gelesene Buch wandert ein kleiner Betrag in meine Spardose:

📖 Bookopoly-Buch: 2 €

📕 Print-Exemplar: 2 €

📱 E-Book: 1 €

Es ist ein tolles Gefühl, nach dem Beenden eines Buches nicht nur die Geschichte im Kopf, sondern auch eine Münze in der Hand zu haben. Ich bin jetzt schon wahnsinnig gespannt, was ich am Ende des Jahres angespart habe und welche Belohnung ich mir (oder meinem Bücherregal) davon gönne.

Wie motiviert ihr euch für eure Ziele? Habt ihr auch eine Bücherbüchse oder nutzt ihr andere spielerische Ansätze? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

Mittwoch, 7. Januar 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓦𝓻𝓮𝓬𝓴 𝓜𝔂 𝓟𝓵𝓪𝓷𝓼" von 𝓙𝓲𝓵𝓵𝓲𝓪𝓷 𝓜𝓮𝓪𝓭𝓸𝔀𝓼

Cover: Penguin Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Zwei Herzen, ein Weihnachtsfest – und Pläne, die im Schnee versinken.

Lenas Pläne sind einfach: Ihre Familie zu Weihnachten überraschen, ihnen verheimlichen, dass sie ihren Job verloren hat, und die Woche mit den Menschen verbringen, die sie liebt. Doch sie ist nicht der einzige unerwartete Gast. Gavin, der beste Freund ihres älteren Bruders, ist wieder da. Bereits sein halbes Leben lang verbringt er Weihnachten mit der Familie Santos. Nur hat er damit vor drei Jahren aufgehört, als er eines Abends ohne ein Wort verschwunden ist. Als Architekt hat Gavin stets einen Plan für alles – aber er hatte keinen dafür, wieder auf Lena zu treffen. Obwohl er sie seit dem Tag, an dem er sie verlassen hat, vermisst, kann er nicht riskieren, seinen Gefühlen nachzugeben, denn sie könnten das einzige Zuhause, das er je gekannt hat, zunichtemachen. Seine neue Strategie: versuchen, wieder Freunde zu sein. Nur Freunde! Doch all ihre Pläne, die sie geschmiedet haben, stehen kurz davor, in die Brüche zu gehen …

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

„Wreck My Plans“ – Winterliche Romantik mit viel Feuer

„Wreck My Plans“ ist ein Roman, der sich hervorragend für ein paar schnelle Lesestunden zwischendurch eignet. Das liegt vor allem an dem äußerst angenehmen und lockeren Schreibstil, der dafür sorgt, dass man förmlich durch die Seiten gleitet. Mir ist der Einstieg in die Geschichte sehr leicht gefallen, da die Erzählweise flüssig ist und einen direkt in das winterliche Setting mitnimmt.

Besonders gut gelungen ist der weihnachtliche Rahmen der Geschichte. Das Buch vermittelt zahlreiche festliche Gefühle, und gerade die Szenen rund um das Familienfest waren voller Wärme und Liebe gestaltet. Auch der Humor kommt nicht zu kurz – es gab immer wieder amüsante Momente, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Die Grundidee und die winterlich-romantische Kulisse passen perfekt in die kalte Jahreszeit und wecken zunächst die Lust auf gemütliche Lesestunden.

Trotz dieses schönen Rahmens konnte mich das Buch nicht in allen Punkten überzeugen. Während ich mir mehr der versprochenen „Cozy Vibes“ gewünscht hätte, lag der Fokus der Handlung überraschend stark auf dem Spice-Anteil. Für meinen persönlichen Geschmack war dieser etwas zu präsent und hat die eigentlich so schöne winterliche Stimmung leider phasenweise überlagert.

Darüber hinaus fiel es mir schwer, eine echte emotionale Verbindung zu den Protagonisten Lena und Gavin aufzubauen. Mir fehlte es hier an psychologischer Tiefe und an jenen besonderen Momenten oder gemeinsamen Erinnerungen, die die Funken zwischen den Charakteren wirklich spürbar machen. Da diese emotionale Ebene etwas zu kurz kam, blieb das Mitfiebern bei der Liebesgeschichte leider aus.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein kurzweiliger Roman für Fans von expliziteren Liebesgeschichten in weihnachtlicher Kulisse, dem es für mich jedoch etwas an emotionalem Tiefgang und gemütlicher Atmosphäre fehlte.
★★★
3,5 von 5 Sternen

𝓑𝓾𝓬𝓱𝓲𝓰𝓮 𝓥𝓸𝓻𝓼ä𝓽𝔃𝓮 𝓯ü𝓻 2026

⋆⋆  🎀  𝐵𝓊𝒸𝒽𝒾𝑔𝑒 𝒱❁𝓇𝓈ä𝓉𝓏𝑒 𝒻ü𝓇 𝟤💙𝟤𝟨  🎀  ⋆⋆

2026 steht bei mir nach dem stressigen und schwierigen vergangenen Jahr ganz im Zeichen der Entschleunigung. Während das letzte Jahr oft hektisch, psychisch herausfordernd war und Bücher meist nur über die Kopfhörer ihren Weg zu mir fanden, möchte ich dieses Jahr wieder die Haptik und die Ruhe des Lesens priorisieren. Zwischen dem Ausbau meiner neuen Bibliothek und dem Duft von frischem Papier habe ich mir ein paar ganz klare Ziele gesetzt, um meine Liebe zu Büchern neu zu definieren. Meine neue Bibliothek ist für mich der perfekte Anlass, meine Lesegewohnheiten ordentlich umzukrempeln und den Fokus wieder ganz bewusst auf das geschriebene Wort zu lenken.

Bild: Gemini

1. "Back to the Pages" – Mehr Lesen, weniger Hören 
In den letzten Jahren haben Hörbücher oft den Alltag dominiert, doch 2026 möchte ich den Fokus wieder aktiv auf das gedruckte Wort (oder den E-Reader) legen. Das Ziel ist es, die bewusste Auszeit beim Lesen zu genießen, tief in die Geschichten einzutauchen und die Konzentration auf den Text zu fördern, statt Bücher nur "nebenher" zu hören.

2. Das Projekt "Traumbibliothek" vollenden
Ein ganz besonderer Meilenstein steht an: Mein neues Zimmer soll endlich zu einer Kombination aus Arbeitszimmer und meiner persönlichen, gemütlichen Bibliothek werden. Ich möchte meine Bücherregale nicht einfach nur einräumen, sondern es richtig zelebrieren. Ob nach Farben sortiert, alphabetisch oder nach Genre – ich will einen Ort schaffen, der Ruhe ausstrahlt und in dem jedes meiner Schätze den richtigen Platz findet.

3. Lesestunden als festes Ritual etablieren 
Damit der Vorsatz "mehr lesen" auch im Alltag Bestand hat und ich nicht wieder den ganzen Tag mit Kopfhören und einem Hörbuch auf den Ohren durch den Alltag gehe, möchte ich mir in meiner neuen Bibliothek feste Lesezeiten schaffen. Vielleicht eine halbe Stunde wenn ich vom Büro komme und bevor ich ins Homeoffice wechsele, oder als entspannter Abschluss des Tages, ganz ohne Ablenkung durch Technik.

4. Den SUB gezielt angehen 
Bevor die neuen Regale in der Bibliothek direkt wieder aus allen Nähten platzen, möchte ich 2026 auch einige der Schätze lesen, die schon viel zu lange auf meinem SUB warten. Zusammen mit meinem ersten Vorsatz wird das hoffentlich gut umsetzbar sein.

5. Über den Tellerrand lesen (Genre-Challenge)
Oft greifen wir instinktiv immer zum gleichen Genre. 2026 möchte ich mich aus meiner Komfortzone wagen. Ob ein Sachbuch zu einem spannenden Thema, ein Klassiker der Weltliteratur oder ein Genre, das ich bisher gemieden habe – ich möchte mindestens vier Bücher lesen, die absolut untypisch für mich sind.

6. Qualität vor Quantität
Statt einer utopischen Zahl bei der Goodreads oder StoryGraph Challenge hinterherzujagen, möchte ich den Fokus auf die Tiefe legen. Lieber weniger Bücher lesen, diese aber intensiver genießen, reflektieren und vielleicht sogar in einem Lesetagebuch (Journal) festhalten, was mich an der Geschichte besonders bewegt hat.

7. Re-Reads zulassen
Wir denken oft, wir müssen immer etwas Neues lesen. Aber manche Bücher fühlen sich an wie eine warme Umarmung. 2026 möchte ich mir ohne schlechtes Gewissen die Zeit nehmen, ein oder zwei Herzensbücher noch einmal zu lesen – einfach, weil sie mir guttun.

Mittwoch, 17. Dezember 2025

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓓𝓮𝓻 𝓢𝓬𝓱𝓪𝓽𝓽𝓮𝓷 𝓿𝓸𝓷 𝓐𝓿𝓪𝓶𝓸𝓸𝓻𝓮" von 𝓝𝓪𝓽𝓱𝓪𝓷 𝓦𝓲𝓷𝓽𝓮𝓻𝓼

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Nebel liegt über den Mooren, hoch im Norden von Schottland. Hier wollte William Pickett jagen gehen. Ein letztes Abenteuer als Junggeselle. Doch von einem Tag auf den anderen ist er spurlos verschwunden. Ist er ertrunken, wie alle behaupten? Er wäre nicht der Erste. Um das Moor ranken sich viele Geschichten. Es spukt dort, sagen die Einheimischen, und der plötzlich aufziehende Nebel sei wie ein Raubtier, das die Unvorsichtigen in die Falle lockt.  All das will Elisabeth Hazelwood nicht glauben, als sie mit Williams Bruder Alexander in das abgelegene Dorf Avamoore reist, um dort nach ihrem Verlobten zu suchen.  Die Bewohner begegnen ihnen mit Misstrauen und Ablehnung und Elisabeth muss schnell erkennen, dass in Avamoore nichts so ist, wie es scheint, und dass es hier niemanden gibt, dem sie wirklich trauen kann. Als dann noch eine Leiche im Moor gefunden wird, geraten Dinge in Gang, die besser für immer im Nebel verborgen geblieben wären.

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Mit dieser Geschichte entführt uns der Autor in ein packendes, historisches Setting, das mich von der ersten Seite an vollkommen in seinen Bann gezogen hat. Der Schreibstil ist dabei wunderbar bildhaft und atmosphärisch, spart aber trotz der düsteren Grundstimmung nicht an humorvollen Momenten, die das Lesen sehr kurzweilig machen. Obwohl die Geschichte in der Vergangenheit spielt, fiel mir der Einstieg absolut leicht; ich fand mich sofort in der Handlung und den Gegebenheiten zurecht.

Besonders hervorzuheben ist das spannende Setting im schottischen Hochmoor. Die Landschaft, das abgelegene Dorf Avamoore und das imposante Anwesen des alternden Clanlords werden so lebendig beschrieben, dass man die klamme Nebelluft des Moores fast selbst auf der Haut spüren kann. Es ist eine Welt voller Sagen und Mythen, die sich um diesen isolierten Ort und seinen Herrschaftssitz ranken – eine perfekte Kulisse für eine mysteriöse Geschichte, die dem Leser mehr als einmal eine wohlige Gänsehaut beschert.

Die Handlung selbst ist von Geheimnissen durchzogen. Wer oder was die Bewohner von Avamoore in Angst und Schrecken versetzt, bleibt lange im Dunkeln. Zwar hatte ich zwischendurch den einen oder anderen Verdacht, doch das Ende hat mich vollkommen kalt erwischt – es kam ganz anders als erwartet und blieb bis zum Schluss unvorhersehbar. Auch wenn die Spannung im Mittelteil gelegentlich ganz leicht abfiel, nahm die Erzählung jedes Mal schnell wieder an Fahrt auf und steuerte zielstrebig auf das fesselnde Finale zu.

Insgesamt ist „Der Schatten von Avamoore“ ein atmosphärischer Pageturner für alle, die düstere Mystery und historische Kulissen lieben. Ein schaurig-schöner Ausflug in die schottischen Highlands, den man so schnell nicht vergisst.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein schaurig-schöner Mystery-Roman, der vor allem durch seine dichte Atmosphäre und das unverbrauchte Setting in den Highlands überzeugt. Trotz kleinerer Tempowechsel bleibt die Handlung durchweg mysteriös und gipfelt in einem Ende, das mich völlig überraschen konnte. Wer düstere Sagen und unvorhersehbare Wendungen liebt, wird in Avamoore fündig – Gänsehaut garantiert!
★★★★
4 von 5 Sternen