Sonntag, 9. August 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓢𝓬𝓱𝓪𝓽𝓽𝓮𝓷 ü𝓫𝓮𝓻 𝓭𝓮𝓷 𝓗𝓲𝓰𝓱𝓵𝓪𝓷𝓭𝓼" von 𝓒𝓸𝓷𝓼𝓽𝓪𝓷𝔃𝓮 𝓦𝓲𝓵𝓴𝓮𝓷

Cover: Schatten über den Highlands von
Constanze Wilken, Verlag: Goldmann
[Rezensionsexemplar]

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Eine idyllische Grafschaft in den Highlands. Ein verhängnisvolles Geheimnis. Eine grenzenlose Liebe.

Die junge Lizzie Farland hat sich fernab der Highlands ein neues Leben in Glasgow aufgebaut . Doch als sie einen alarmierenden Brief ihres Vaters, des Pferdezüchters Donnie, erhält, macht sie sich sofort auf den Weg zurück in ihre alte Heimat, die idyllische Grafschaft Perthshire. Der schwerkranke Donnie hat einen letzten Wunsch an seine Tochter: Er möchte sie vor seinem Tod mit Ronain verheiraten, dem Sohn seines besten Freundes. Als junges Mädchen war Lizzie in den sympathischen, gut aussehenden Ronain verliebt – dann musste er für drei Jahre ins Gefängnis, und Lizzie hat ihm nie verziehen. Sie ahnt nichts von dem gut gehüteten Geheimnis hinter Ronains damaliger Verurteilung ...

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

„Schatten über den Highlands“ bietet eine faszinierende Mischung aus rauer schottischer Kulisse, tiefgreifenden Familiengeheimnissen, der gemütlichen Atmosphäre eines Buchladens und dem oftmals missverstandenen Leben der Traveller. 

Der angenehme und flüssige Schreibstil hat es mir von Beginn an leicht gemacht, in die Geschichte abzutauchen. Dank der detaillierten und sehr bildhaften Beschreibungen entstanden während des Lesens sofort deutliche Bilder vor meinem inneren Auge.

In der Gegenwart wird die Handlung abwechselnd aus den Perspektiven von Lizzy und Ronain erzählt. Dadurch erlebt man beide Seiten der Geschichte hautnah und intensiv mit. Dabei lernt man die Gemeinschaft der Traveller sehr gut kennen, die auch heute noch mit massiven Vorurteilen zu kämpfen hat und oft völlig ungerechtfertigt als notorische Diebe und Lügner abgestempelt wird. Gleichzeitig wird ihr wunderbares und intuitives Talent im Umgang mit Pferden und die alte Tradition der sogenannten „Horsemen“ wunderschön hervorgehoben. Besonders Ronain verkörpert diese Gabe; er wäre liebend gern Tierarzt geworden, was ihm jedoch durch verschiedene widrige Umstände leider verwehrt blieb.

Um die komplexen Verstrickungen der Gegenwart zu verstehen, arbeitet das Buch mit zwei eingewobenen Rückblenden. Ein Erzählstrang beleuchtet Donnies Geschichte. Man erfährt eindrücklich, wie es zu seiner tiefen Verbitterung kam und was der eigentliche Grund dafür ist, dass die Traveller in der Gegend mittlerweile so ungern gesehen sind. Der zweite Strang führt uns in die gemeinsame Vergangenheit von Lizzy und Ronain – in die Zeit, bevor die Situation völlig aus dem Ruder lief und die Tragödie ihren Lauf nahm, die ihn letztendlich ins Gefängnis brachte und sie nach Glasgow fliehen ließ.

Die Charaktere sind durchweg wunderbar und authentisch gezeichnet. Besonders Lizzys tiefen inneren Konflikt konnte ich extrem gut nachempfinden. Einerseits ziehen sie ihre Wurzeln, die tiefe Liebe zu den Pferden und ihre Familie immer wieder zurück in die Gemeinschaft. Vor allem ihre jüngeren Schwestern Clara und Annie, die noch dort leben, sowie ihre Nichten und Neffen bedeuten ihr viel. Doch das Wiedersehen ist schwierig: Besonders Clara macht es Lizzy nicht leicht, da sie sich noch immer im Stich gelassen fühlt, weil nach Lizzys Weggang plötzlich die gesamte Verantwortung auf ihren Schultern lastete. Andererseits liebt Lizzy ihr neues, friedliches Leben in Glasgow und ihre Arbeit in dem kleinen Buchladen. Dessen Besitzer, der ältere Mr. Murphy, gab ihr damals bei ihrer Ankunft trotz mangelnder Erfahrung nicht nur einen Job, sondern ein echtes Zuhause. Er ist für Lizzy längst weitaus mehr zu einer Vaterfigur geworden, als es Donnie Farland je hätte sein können.

Insgesamt ist die Geschichte wunderbar erfrischend und bietet thematisch mal etwas ganz anderes. Ich bin förmlich in das Leben der Traveller eingetaucht, habe beim Lesen ihre Musik im Ohr gehabt und mich gefühlt, als stünde ich selbst mitten auf dem Pferdemarkt in Appleby. Dass ich dem Buch letztendlich vier von fünf Sternen gebe, liegt lediglich an ein paar kleineren Längen, die sich zwischendurch in die ansonsten sehr fesselnde Handlung eingeschlichen haben. Abgesehen davon ist es ein absolut lesenswerter und emotionaler Roman.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Schatten über den Highlands“ ist ein atmosphärisch dichter und emotionaler Roman, der durch sein unverbrauchtes Setting innerhalb der schottischen Traveller-Gemeinschaft absolut überzeugen kann. Für alle Leserinnen und Leser, die tiefgründige Familiengeheimnisse, eine raue Kulisse und lebendige Figuren lieben, ist dieses Buch eine wunderbar erfrischende Lektüre, die sich ihre vier Sterne redlich verdient hat.
★★★★
4 von 5 Sternen

Samstag, 8. August 2026

Herbstzauber im Hochsommer: Mein erstes Herbstbuch ist eingezogen!

Cover: Fall I Want von Lyra Parish, Verlag: everlove

Draußen brennt die Sonne vom Himmel und wir haben gefühlt reinsten Hochsommer, aber in meinem Leseherz hat die gemütlichste Jahreszeit bereits begonnen! Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber in diesem Jahr habe ich einfach unfassbare Lust auf atmosphärische Herbstbücher. Um mich optimal auf die kühleren Tage vorzubereiten, habe ich direkt einige vielversprechende Titel vorbestellt und freue mich nun riesig darauf, wenn sie nach und nach in meinem Briefkasten landen. Den Anfang macht ein absoluter Wohlfühltitel, der mich gedanklich sofort in die goldene Jahreszeit katapultiert hat.

„Fall I Want“ von Lyra Parish – Eine cozy Romance mit viel Pumpkin Spice
Mein allererster Neueingang für diese Saison ist „Fall I Want“ von Lyra Parish. 

Das Buch ist der erste Teil der Cozy Creek Collection. Die Bücher sind aber unabhängig voneinader lesbar.

Und darum geht es:

Willkommen in Cozy Creek!
Als Zane in Autumns Café stürmt, fällt er ihr sofort auf – zunächst wegen seines guten Aussehens, dann wegen seiner Unverschämtheit. Trotzdem ist da dieses Knistern … Auch Zane spürt die unbestreitbare Anziehungskraft zwischen ihnen, doch er ist in Cozy Creek auf der Flucht vor der Liebe, nicht auf der Suche danach. Als Autumns Ex sie bedrängt, gibt Zane sich kurzerhand als ihr Freund aus, und sie beschließen, das Spiel weiterzuspielen. Dabei fühlen sie sich immer stärker zueinander hingezogen, aber die Liebe hat sie beide schon verletzt. Können sie ihren Gefühlen eine echte Chance geben?

Nirgendwo ist der Herbst schöner als in Cozy Creek!
Wenn es draußen grau und ungemütlich ist, wird es Zeit, sich mit einer guten Herbst-Romance einzukuscheln! In der Kleinstadt Cozy Creek gibt es alles, was das Herbst-Herz begehrt – kleine, süße Coffee Shops mit den besten Zimtschnecken und dampfendem Pumpkin Spice Latte, Spaziergänge durch raschelndes Laub, einen Besuch auf dem Kürbisfeld oder dem Herbstfestival. Freu dich auf magische Herbstatmosphäre und die perfekten Book Boyfriends! 

Pures Herbst-Feeling in Cozy Creek
Was mich an diesem Buch schon jetzt so sehr begeistert, ist das fantastische Setting, denn nirgendwo scheint der Herbst schöner zu sein als in Cozy Creek! Die Autorin erschafft eine wunderbar magische Kleinstadtatmosphäre, die wirklich alles bietet, was das Herbst-Herz begehrt. 

Auch wenn wir draußen aktuell noch schwitzen, bin ich mehr als bereit für diese literarische Auszeit und freue mich riesig darauf, mich mit diesem Buch so richtig schön einzukuscheln. Ich bin schon sehr gespannt, welche herbstlichen Buch-Schätze in den nächsten Wochen noch bei mir einziehen werden!

Donnerstag, 6. August 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓝𝓸𝓻𝓭𝓴𝓪𝓹𝓱𝓮𝓻𝔃𝓮𝓷" von 𝓜𝓪𝓭𝓲𝓽𝓪 𝓣𝓲𝓮𝓽𝓰𝓮𝓷

Cover: Heyne

[Rezensionsexemplar]

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Kari will die Ruhe am Nordkap genießen und ihr Herz nach einer schweren Scheidung in der Mitternachtssonne heilen lassen. Was sie als Malerin jemals an einem arroganten Anwalt finden konnte, ist ihr ein Rätsel. Dummerweise wird die Auszeit am nördlichsten Punkt Europas regelmäßig von Hallvard, Koch im örtlichen Restaurant, gestört. Sie hat seine Kochkunst nicht nur infrage gestellt, sondern auch noch kritisiert. Er überredet Kari, sich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Schon bald findet sie sich auf einer kulinarischen Erlebnisreise quer über die Insel Magerøya wieder – und stellt fest, dass Hallvard anfängt, sich in ihr Herz zu kochen. Dabei ist er doch wie ihr Ex: gut aussehend, selbstverliebt und auf seine Arbeit fixiert. Wie bewahrt sie ihre Seele davor, den gleichen Fehler ein zweites Mal zu machen?

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Mit Nordkapherzen präsentiert Madita Tietgen den zweiten Band ihrer atmosphärischen Nordkap-Reihe und hat mich damit erneut begeistert. Bereits der erste Teil hat mir gut gefallen.

Schon nach den ersten Seiten war ich wieder vollkommen in der Handlung gefangen, als hätte ich die Familie Mogensen und die malerische Kulisse im hohen Norden nie verlassen. 

Der flüssige, angenehm leichte und zugleich unheimlich bildhafte Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass man sich direkt nach Norwegen versetzt fühlt. Man spürt förmlich die besondere Magie der endlosen Mitternachtssonne in Honningsvåg und genießt die gedanklichen Ausflüge über die raue, wunderschöne Insel Magerøya in vollen Zügen.

Im Zentrum dieser berührenden Geschichte steht Kari, die nach der kräftezehrenden Scheidung von ihrem karriereversessenen Ex-Mann dringend einen Neuanfang sucht. In der beruhigenden Stille der norwegischen Natur hofft sie, die dunklen Schatten ihrer Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen und wieder zu sich selbst zu finden. 
Je mehr man beim Lesen über Karis schwere Erlebnisse erfährt, desto tiefer blickt man in ihre Seele und leidet unweigerlich mit ihr mit. Man spürt ihre tiefe Sehnsucht nach Frieden und Heilung. Ihr eiserner Schwur, alte Fehler unter keinen Umständen zu wiederholen, verstellt ihr jedoch manchmal den Blick für das Wesentliche, sodass sie erst lernen muss, die Dinge wieder klar zu sehen. Ihre erhoffte Ruhe wird ohnehin gehörig auf die Probe gestellt, als sie auf Hallvard trifft. Der überaus gut aussehende und talentierte, aber eben auch extrem sture Koch scheint auf den ersten Blick, genau wie ihr Ex-Mann, einzig und allein für seine Arbeit zu leben. Angetrieben von dem unbedingten Traum, sich einen Michelin-Stern zu erkochen, schlägt er sich die Nächte in der Restaurantküche um die Ohren. Dort tüftelt er unermüdlich an neuen, faszinierenden Geschmackskreationen – von denen er nicht zuletzt auch Kari überzeugen möchte.

Was zwischen den beiden mit hitzigen und überaus unterhaltsamen Wortgefechten beginnt, entwickelt sich schon bald durch viele bewegende Momente und köstliches Essen zu einer tiefen Verbindung, mit der sie beide niemals gerechnet hätten. Doch auch Hallvard trägt ein schweres, gut gehütetes Geheimnis mit sich herum. Als die Vergangenheit die beiden schließlich einholt, droht sich alles schlagartig zu verändern. 
Die Dynamik dieser beiden wundervollen, authentisch gezeichneten Figuren ist fantastisch beschrieben. Kari und Hallvard geben sich gegenseitig Halt, lassen einander wachsen und beweisen dem Leser eindrucksvoll, wie heilsam tiefe Liebe, echtes Vertrauen und das Ankommen bei sich selbst sein können.

Madita Tietgen hat es wieder einmal geschafft, mich emotional zu berühren. Ich habe mit den Charakteren gelacht, geweint, gehofft und gebangt. Auch die Nebenfiguren tragen maßgeblich zu diesem lebendigen Leseerlebnis bei. Während die einen durch ihr Verhalten regelmäßig zur Weißglut gebracht haben, wärmte die herzliche und offene Art von Anna, Amalie und Thea sofort mein Herz. Wie einladend und verständnisvoll diese drei Frauen Kari in ihrer Mitte aufnehmen, war einfach wunderschön zu lesen.

Zusammenfassend kann ich für diese tiefgründige Geschichte eine Leseempfehlung aussprechen. Es hat mir unheimlich viele schöne Lesestunden bereitet, Kari und Hallvard auf ihrem Weg zum Neuanfang und zu neuer innerer Stärke zu begleiten. Nach diesem wunderbaren literarischen Sommer am Nordkap freue ich mich nun umso mehr auf die winterlichen Polarlichter und brenne darauf, im nächsten Band endlich die Geschichte von Anna und Filip zu entdecken.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

"Nordkapherzen" ist ein emotionaler und atmosphärischer Roman vor der traumhaften Kulisse Norwegens. Die einfühlsame Liebesgeschichte von Kari und Hallvard überzeugt durch authentische Figuren und zeigt wunderbar, wie heilsam ein echter Neuanfang sein kann. Eine rundum gelungene Geschichte und eine klare Leseempfehlung!
★★★★
4 von 5 Sternen

Sonntag, 2. August 2026

Mein Bücherbüchsen-Rückblick: Der sonnige Juli 2026 ☀️📚

Bild: Erstellt mit Google Gemini

Hallo ihr Lieben! 

Der Hochsommer ist da, die Tage waren lang und warm – und natürlich durfte auch im Juli der passende Lesestoff nicht fehlen. Nachdem der Juni ja schon ein absoluter Rekordmonat für mich war, ging es im Juli vielleicht von der reinen Masse her etwas ruhiger zu, aber dafür war ich bei meinen Lese-Zielen unglaublich fokussiert.

Schnappt euch euren Eiskaffee, hier kommt mein Lese-Rückblick für den Juli!

Bookopoly-Ziele: 100 % erreicht! 🎲🏆
Ich habe alle 5 Bücher vom Bookopoly gelesen! Es ist einfach ein unbeschreiblich gutes Gefühl, wenn man die thematischen Lese-Herausforderungen auf dem Spielfeld abhaken kann und am Ende des Monats wirklich jede einzelne Aufgabe gemeistert hat. Die Herausforderungen haben wieder richtig Spaß gemacht und mich dazu gebracht, genau die richtigen Geschichten zur richtigen Zeit auszuwählen. Ziel für den Juli: absolut erfüllt!

Zurück zum E-Reader 📱
Nachdem ich im Juniurlaub so viel zu Print-Ausgaben gegriffen habe, hat sich mein Lesealltag im Juli wieder etwas normalisiert. Das spiegelt sich auch deutlich in den Formaten wider:
Der absolute Großteil meiner Bücherbüchesen-Bücher bestand aus 9 e-Books. Es ist im Alltag einfach unfassbar praktisch, die halbe Bibliothek kompakt in der Tasche zu haben. Dagegen hat es diesen Monat nur 1 Print-Buch auf meine beendete Liste geschafft.

Kassensturz: Die Spardose füllt sich weiter 🪙💰
Natürlich darf bei meinem Monatsrückblick das Update für meine Buch-Spardose nicht fehlen! Die Regeln bleiben gleich und motivieren mich nach wie vor enorm:

5 Bookopoly-Bücher (je 2 €) = 10 €

9 e-Books (je 1 €) = 9 €

1 Print-Buch (je 2 €) = 2 €

Insgesamt wandern damit weitere 21 € in meine Spardose! Auch wenn es etwas weniger ist als im extrem starken Juni-Urlaubsmonat, wächst mein Budget für künftige Bücherbüchsen-Schätze oder neue Hardcover stetig weiter an.

Jetzt seid ihr dran: Wie war euer Lese-Juli? Habt ihr eure persönlichen Leseziele erreicht oder habt ihr das schöne Wetter lieber draußen ohne Buch genossen? Und welches Buch war euer absolutes Monatshighlight?

Schreibt es mir gerne in die Kommentare, ich freue mich aufs Stöbern in euren Tipps! 💕

Samstag, 18. Juli 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓛𝓲𝓮𝓫𝓮 𝓪𝓾𝓯 𝓭𝓮𝓷 𝓮𝓻𝓼𝓽𝓮𝓷 𝓢𝓮𝓮𝓫𝓵𝓲𝓬𝓴" von 𝓢𝓲𝓵𝓴𝓮 𝓝𝓮𝓾𝓶𝓪𝔂𝓮𝓻

Cover: Heyne
[Rezensionsexemplar]

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Verkork(s)t. Verliebt. Verzaubert – Sommerträume am Bodensee

Nachdem Leonie ihren Mann Adrian in der gemeinsam geführten Berliner Bar beim Seitensprung erwischt hat, steht sie vor den Scherben ihrer Lebensplanung. Mitten in ihrem Herzschmerz erreicht sie die Nachricht, dass ihre verstorbene Großmutter ihr ein kleines Weinlokal inklusive Weinberg vermacht hat. Kurz entschlossen reist Leonie nach Meersburg am Bodensee. An dem Ort ihrer Kindheit will sie die romantisch in die Jahre gekommene Erbschaft unter die Lupe nehmen. Auf einmal hat Leonie eher zu viele als zu wenige Möglichkeiten: Das Lokal könnte sie in eine moderne Bar verwandeln – oder Haus und Weinberg verkaufen. Und bei der Rebernte steht ihr nicht nur der attraktive Winzer Max zur Seite - auch der reumütige Adrian taucht plötzlich wieder auf. Lässt Leonie ihren Verstand entscheiden – oder ihr Herz?

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Bereits das ansprechende Cover von „Liebe auf den ersten Seeblick“ versetzt einen direkt in eine wunderbare Urlaubsstimmung. Dieser positive erste Eindruck wird durch das herrliche Setting des Romans noch deutlich verstärkt. Die Handlung rund um eine charmante Weinbar direkt am Bodensee ist so stimmungsvoll eingefangen, dass beim Lesen augenblicklich ein echtes Urlaubsgefühl aufkommt.

Auch der schlichte und sehr eingängige Schreibstil sorgt für entspannte Lesestunden. Die Sprache ist wunderbar flüssig, sodass ich geradezu durch die Seiten geflogen bin und das gesamte Buch an nur einem einzigen Tag durchgelesen habe.

Trotz dieser starken äußeren Rahmenbedingungen konnte mich die eigentliche Handlung leider nicht wirklich überzeugen. Das lag in erster Linie an der Ausarbeitung der Charaktere und einer spürbaren emotionalen Oberflächlichkeit. 
Insbesondere die Protagonistin Leonie empfand ich als äußerst schwierig. Obwohl sie eine Frau ist, die auf die vierzig zugeht, legt sie ein völlig unreifes und naives Teenager-Verhalten an den Tag. Ihre unüberlegten Handlungen wirken für eine eigentlich gestandene Mitdreißigerin schlichtweg unglaubwürdig. Teilweise war ihre Art für mich kaum zu ertragen; ich musste beim Lesen geradezu die Augen zukneifen, weil es so anstrengend war mitzuerleben, wie vehement sie vor offensichtlichen Tatsachen immer wieder die Augen verschließt.

Darüber hinaus litt auch die Romantik unter dieser mangelnden emotionalen Tiefe, denn die Liebesgeschichte entwickelte sich für meinen Geschmack viel zu überstürzt und unauthentisch. Gefühlt bis kurz vor Ende der Geschichte hing Leonie noch stark an ihrem Mann, nur um dann auf den letzten zehn Seiten völlig abrupt die große, neue Liebe zu zelebrieren. Es gab im Handlungsverlauf schlichtweg keinen ausreichenden Raum, in dem diese tiefen Gefühle natürlich hätten wachsen können oder der es mir ermöglicht hätte, diese Entwicklung emotional mitzuerleben. Die ohnehin nur kurzen Begegnungen zwischen den beiden reichten leider bei Weitem nicht aus, um ein echtes oder positives Gefühl für ihre Verbindung entstehen zu lassen. 

So bleibt am Ende ein Roman, der zwar mit einer traumhaften Kulisse und schnellem Lesefluss punktet, auf charakterlicher Ebene aber leider viel Potenzial verschenkt.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Liebe auf den ersten Seeblick“ besticht vor allem durch das traumhafte Bodensee-Setting und einen wunderbar leichten Schreibstil, der sofort Urlaubsstimmung weckt. Leider trüben die emotional oberflächliche Handlung, eine oft anstrengend naive Protagonistin und die völlig überstürzte Liebesgeschichte das Lesevergnügen erheblich. Es ist eine schnelle, unkomplizierte Lektüre für einen Tag am Strand, von der man jedoch keine charakterliche Tiefe oder eine authentische, nachvollziehbare Romanze erwarten darf.
★★★
3 von 5 Sternen

Montag, 13. Juli 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓦𝓮 𝓑𝓻𝓮𝓪𝓴 𝓐𝓷𝓭 𝓗𝓮𝓪𝓵" von 𝓝𝓪𝓽𝓪𝓵𝓲𝓮 𝓔𝓻𝓵𝓪𝓬𝓱

Cover: reverie
[Rezensionsexemplar]

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein Erbe, drei Schwestern und viele unbeantwortete Fragen.

Nach elf Jahren zieht es die entfremdeten Schwestern Cleo, Juliet und Sage zurück in ihre Heimatstadt Spring Mountains in das Landhaus ihrer verstorbenen Großeltern. Doch mit ihrer Rückkehr klopfen auch Erinnerungen und ungeklärte Konflikte an die Tür. Cleo trifft auf ihren Ex-Freund Dax, der nicht nur alte Gefühle weckt, sondern auch ein Geheimnis hütet, das droht, Cleos Vertrauen erneut zu erschüttern. Die Schwestern werden mit Herausforderungen konfrontiert, und eine mysteriöse Klausel im Testament bringt ihr Erbe in Gefahr. Sie stehen vor Rätseln, die es zu lösen gilt, bevor sie den Nachlass antreten können. Die Suche beginnt, und mit jedem neuen Hinweis, rückt eine Wahrheit näher, die alles verändern könnte. Ein Roman über alte Wunden, Neuanfänge und die Suche nach der Wahrheit.

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„We Break And Heal“ bildet den vielversprechenden Auftakt der „Spring Mountain Sisters“-Reihe und rückt gleich zu Beginn eine faszinierende Familiendynamik in den Fokus. Im Zentrum der Erzählung stehen die drei Schwestern Cleo, Juliet und Sage, wobei dieser erste Band seine Aufmerksamkeit besonders auf Cleos persönliche Reise lenkt. 

Der Einstieg in den Roman gelingt mühelos, was nicht zuletzt an dem äußerst angenehmen und flüssigen Schreibstil liegt. Durch die geschickt eingesetzten Perspektivwechsel bekommt man einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der unterschiedlichen Figuren, was es deutlich leichter macht, ihre individuellen Gedanken und Motive nachzuvollziehen.

Der Anfang der Geschichte baut sofort eine spürbare Neugier auf. Man möchte unweigerlich herausfinden, welch tiefer Riss zwischen den Schwestern entstanden ist und welche unausgesprochenen Geheimnisse unter der Oberfläche dieser Familie schlummern. Dennoch hat die Handlung im Mittelteil mit einigen Längen zu kämpfen. Die Dynamik wird hier durch wiederkehrende Missverständnisse und hartnäckiges Schweigen gebremst. In diesen Phasen wünscht man sich oft, dass die Charaktere endlich offen miteinander kommunizieren würden, statt essenzielle Dinge im Raum stehen zu lassen. Diese fehlende Kommunikation machte es stellenweise ein wenig schwer, ganz und gar in die Welt der Schwestern einzutauchen.

Glücklicherweise nimmt die Geschichte ab der zweiten Hälfte deutlich an Fahrt auf. Die komplexen Hintergründe der familiären Konflikte lichten sich nach und nach, wodurch die anfänglich vielleicht frustrierenden Entscheidungen der Figuren plötzlich Sinn ergeben und emotional greifbar werden. Besonders berührend ist die behutsame Annäherung der Schwestern. Es ist wunderbar mitzuerleben, wie sie Stück für Stück versuchen, ihre gemeinsame Vergangenheit aufzuarbeiten und wieder zueinanderzufinden. Auch die romantische Entwicklung fügt sich harmonisch in die Handlung ein: Cleo und Dax sind ein äußerst sympathisches Paar, dessen gemeinsamen Weg man mit großer Freude verfolgt.

Zusätzliche Würze erhält der Roman durch das gut verwobene Familiengeheimnis, das kontinuierlich Spannung aufbaut und dafür sorgt, dass man die losen Fäden der Handlung unbedingt entwirren möchte. Das Finale hält schließlich eine faustdicke Überraschung bereit: Der Roman endet mit einem unerwarteten und packenden Cliffhanger. Dieser fesselnde Schlussstrich lässt einen fast schon ungeduldig zurück und weckt eine enorme Vorfreude darauf, wie es im nächsten Band weitergeht.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„We Break And Heal“ ist ein emotionaler und gelungener Reihenauftakt, der trotz kleinerer Längen im Mittelteil überzeugen kann. Die berührende Entwicklung der Schwestern, die authentische Liebesgeschichte zwischen Cleo und Dax sowie das spannende Familiengeheimnis machen das Buch zu einem rundum fesselnden Leseerlebnis. Spätestens der unerwartete Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass man sofort zum nächsten Band greifen möchte – eine klare Leseempfehlung für Fans von tiefgründigen Familiendramen und sanfter Romantik.
★★★★
4 von 5 Sternen

Sonntag, 5. Juli 2026

Mein Bücherbüchsen-Rückblick: Der Juni 2026 📚✨

Bild: Erstellt mit Google Gemini

Hallo ihr Lieben! Kaum zu glauben, aber der Juni ist schon wieder vorbei. Der Sommer ist in vollem Gange und ich durfte in den letzten Wochen einiges an Urlaubszeit genießen. Das spiegelt sich auch absolut in meinem Lesemonat wider! Es war ein Monat voller intensiver Lesestunden, gewaltiger Challenge-Erfolge und einer extrem fleißigen Spardose. 

Das Bookopoly-Fieber hat wieder zugeschlagen! 🎲
Wer die Challenge kennt, weiß, wie süchtig sie machen kann. Im Juni lief es bei mir auf dem Spielfeld einfach phänomenal. Ich habe sage und schreibe alle 12 Bücher vom Bookopoly geschafft! Jedes Mal, wenn man eine Aufgabe erfüllt und ein weiteres Buch von der Liste streichen kann, ist das einfach ein großartiges Gefühl. Die Würfel standen diesen Monat definitiv auf meiner Seite.

Print-Liebe im Urlaub & Format-Wandel 📖
Insgesamt war die Mischung meiner Lese-Formate im Juni ein bisschen anders als in den Vormonaten. Neben 9 e-Books habe ich in den letzten Wochen sogar 4 Print-Ausgaben beendet!

Der Grund für den Print-Zuwachs? Ganz klar: der Urlaub! Wenn die Alltagshektik abfällt und man endlich mal wieder Zeit hat, stundenlang am Stück zu schmökern, gibt es für mich kaum etwas Schöneres, als ein echtes Buch in den Händen zu halten. Das Gefühl, die Seiten umzublättern, hat mich dieses Mal richtig gecatcht. Dafür mussten die Hörbücher im Juni etwas zurückstecken – auf Reisen und Ausflügen blieben die Kopfhörer öfter mal in der Tasche, während ich voll und ganz in den gedruckten Seiten versunken bin.

Kaching! Das Spardosen-Update 🪙💰
Wie ihr wisst, belohne ich meinen Lesefleiß mit einem kleinen Spar-System. Jedes beendete Buch bringt Bares für die Buchkasse. Schauen wir mal, was die Statistik für den Juni sagt und wie viel Geld in die Spardose wandern darf:

12 Bookopoly-Bücher (je 2 €) = 24 €

9 e-Books (je 1 €) = 9 €

4 Print-Bücher (je 2 €) = 8 €

Das macht ein fantastisches Gesamtergebnis von stolzen 41 € für meine Spardose! Ein absolut genialer Nebeneffekt eines so erfolgreichen Lesemonats. Das Budget wird natürlich gut behütet und bis zum Jahresende gespart.

Und jetzt zu euch: Wie lief euer Juni? Konntet ihr eure Leseziele erreichen oder hat euch vielleicht auch der Urlaub ein paar extra Lesestunden beschert? Greift ihr im Sommer auch lieber zum gedruckten Buch oder bleibt ihr dem e-Reader treu?

Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare, ich freue mich auf den Austausch mit euch! 💕