Samstag, 30. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓓𝓲𝓮 𝓕𝓻𝓪𝓾 𝓲𝓶 𝓢𝓽𝓾𝓻𝓶" von 𝓢𝓽𝓮𝓯𝓪𝓷 𝓢. 𝓚𝓪𝓼𝓼𝓷𝓮𝓻

Cover: dp

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein altes Haus, in dessen Knochen ein Jahrzehnte altes Geheimnis verborgen liegt …

Enttäuscht von der Liebe ergreift Virginia Milton die Chance auf einen Neuanfang, als sie unerwartet einen verfallenen Landsitz erbt. Sofort verliebt sie sich in das Anwesen und gemeinsam mit dem charmanten Bauleiter Trevor beginnt sie, die Villa zu restaurieren – bis sie ein menschliches Skelett hinter dem Haus begraben finden. Auf der Suche nach der Wahrheit stößt Virginia auf die mysteriöse Vergangenheit ihres Onkels Foster und seiner Frau. Doch umso tiefer Virginia in das Schicksal der beiden eintaucht, desto deutlicher wird, dass die Villa mehr verbirgt, als es zunächst erscheint …

Jahre zuvor lebten Foster und Mila Mansfield ein ruhiges Leben, bis Wayne Boon auftaucht – ein Fremder, der die Welt von allen dreien für immer aus den Fugen heben würde.

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Bereits auf den ersten Seiten schafft es Stefan S. Kassner, die Leser komplett zu packen und in den Bann seiner Erzählung zu ziehen. 

Ein ganz besonderes Highlight des Romans ist die dichte, stimmungsvolle Atmosphäre und eine unterschwellige, subtile Spannung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Im Mittelpunkt steht dabei eine alte Villa, die im Laufe der Handlung einen derartigen Sog entwickelt, dass man sich ihr als Leser weder entziehen kann noch möchte.

Geschickt wird die Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Durch diese Struktur erhält man tiefere Einblicke in die Vergangenheit, um letztlich in der Gegenwart die lang ersehnten Antworten zu finden. Der Autor legt seinen Lesern Puzzleteil für Puzzleteil vor die Füße und lädt so auf wunderbare Weise zum Miträtseln ein. Während man abwechselnd in die verschiedenen Epochen eintaucht, fügt sich das Gesamtbild nach und nach zusammen. Was die Vergangenheit dabei schließlich offenbart, geht richtig unter die Haut und lässt sich nur als echte Tragödie bezeichnen.

Allerdings verliert die Erzählung in manchen Momenten etwas an Tiefe. An einigen Stellen ging mir die Entwicklung ein wenig zu schnell, und ich hätte mir an manchen Ecken mehr Details und vor allem eine stärkere emotionale Komponente gewünscht. Das betrifft besonders die Liebesgeschichte und die Ereignisse in der Vergangenheit. Hier waren die Gefühle für mich nicht ganz greifbar und die Zeitsprünge so groß, dass das richtige Mitfiebern leider etwas auf der Strecke blieb, weil zu viele Lücken blieben. An dieser Stelle wäre eine langsamere Annäherung, die die Emotionen schrittweise hochkochen lässt, noch schöner gewesen.

Im Gegensatz dazu steht die Gegenwartsebene mit ihren wunderbaren Protagonisten. Virginia ist eine unheimlich sympathische Hauptfigur, die man schnell ins Herz schließt. Ihren mutigen Neuanfang mitzuerleben und sie bei ihren Nachforschungen zu begleiten, ist extrem fesselnd gestaltet. Ihr zur Seite steht mit Trevor ein weiterer fantastischer Charakter, der in meinen Augen nur so vor Charme sprüht. Durch die beiden bekommt die Geschichte neben all der Spannung und dem Drama auch eine zarte Liebesgeschichte in der Gegenwart, die sich ganz langsam, locker und auf wunderschöne, romantische Weise entwickelt. 

Am Ende ist es ein Buch voller Geheimnisse, die die Zukunft beeinflussen, getragen von tollen Figuren und einer fesselnden Grundstimmung.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein fesselnder Roman voller Geheimnisse, der vor allem durch seine dichte Atmosphäre, eine geheimnisvolle alte Villa und eine charmante Liebesgeschichte in der Gegenwart und der Gegenwart besticht. Trotz kleinerer emotionaler Schwächen und zu großer Zeitsprünge in der Vergangenheit bleibt es eine packende, tragische und subtil spannende Geschichte mit absolut sympathischen Protagonisten.
★★★★★
4 von 5 Sternen

Freitag, 29. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓝𝓸𝓻𝓭𝓴𝓪𝓹𝓱𝓸𝓯𝓯𝓷𝓾𝓷𝓰𝓮𝓷" von 𝓜𝓪𝓭𝓲𝓽𝓪 𝓣𝓲𝓮𝓽𝓰𝓮𝓷

Cover: Heyne

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Auf der malerischen norwegischen Insel Magerøya ist Thea auf der Suche – nur weiß sie aufgrund eines Unfalls nicht mehr, wonach. Der einzige Anhaltspunkt ist Kasper Mogensen, der Mann, der plötzlich vor ihrem kleinen Ferienhaus auftaucht und den sie offenbar dringend vor ihrem Unfall sprechen wollte. Gemeinsam begeben sich die beiden im Frühlingsleuchten von Magerøya auf die Suche nach Antworten. Während sie sich Stück für Stück der Wahrheit nähern, entwickeln sie Gefühle füreinander, doch mit jeder Erkenntnis scheint ein Happy End am Nordkap weiter in die Ferne zu rücken. Zu eng sind ihre Schicksale miteinander verwoben. Ob die beiden einen Ausweg finden?

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Mit „Nordkaphoffnungen“ gelingt Madita Tietgen ein rundum schöner und emotionaler Reihenauftakt, der den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. 

Die Autorin entfaltet hier eine zutiefst bewegende Geschichte vor einer absolut wundervollen Kulisse, die diesen Roman zu einem echten Leseerlebnis macht. Getragen wird das Ganze von einem lockeren, leichten und wunderbar flüssigen Schreibstil. Dieser ist gleichzeitig so bildgewaltig und mitreißend formuliert, dass man direkt in die Handlung hineingezogen wird und augenblicklich das Gefühl hat, selbst ans stürmische Nordkap zu reisen und am nördlichster Punkt Europas zu stehen.

Das Setting ist dabei ein absolutes Highlight des Buches. Die traumhafte, raue Kulisse des Nordens wird so lebendig und atmosphärisch beschrieben, dass man beim Lesen die skandinavische Brise förmlich spüren kann und sich fühlt, als stünde man mitten im Geschehen. Vor diesem großartigen Hintergrund erschafft die Autorin mit den beiden Protagonisten Thea und Kasper zwei Figuren, deren gemeinsamer Weg einen tief im Herzen berührt. Schritt für Schritt tastet man sich an der Seite der beiden durch schmerzhafte Erinnerungen, tief sitzende Unsicherheiten und großen Kummer. Gleichzeitig zeigt die Geschichte aber auch den Weg hin zu neuer Hoffnung, wachsendem Vertrauen und den ganz leisen, kostbaren Momenten von Glück und Liebe.

Besonders bemerkenswert ist die emotionale Tiefe, die diesen Roman auszeichnet. Obwohl ein schweres Thema im Mittelpunkt steht, schafft es die Erzählung, die Verarbeitung von Angst und Trauer absolut greifbar und authentisch darzustellen, ohne dabei jemals die grundlegende Wärme der Geschichte zu verlieren. Es ist ein Buch voller Emotionen, bei dem man beim Lesen oft schlucken muss und auch die eine oder andere Träne in den Augen hat. Trotz all dieser berührenden Momente leuchtet die Hoffnung immer als roter Faden durch die Handlung, was dem Buch trotz der thematischen Schwere eine wunderschöne Leichtigkeit verleiht.

Abgerundet wird dieser gelungene Auftakt durch die tollen Charaktere, die man im Laufe der Handlung kennenlernen darf. Man fühlt sich sofort pudelwohl und willkommen. Neben den Hauptfiguren überzeugen vor allem auch die wunderbar ausgearbeiteten Nebencharaktere wie Anna oder Hallvard. Sie bringen zusätzliche Herzenswärme in die Geschichte und machen jetzt schon unheimlich neugierig darauf, wie es im nächsten Band mit ihnen weitergehen wird.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein tief berührender und emotionaler Reihenauftakt, der trotz eines schweren Themas voller Wärme und Hoffnung steckt. Dank des bildgewaltigen Schreibstils, der rauen, traumhaften Kulisse des Nordkaps und der authentischen, liebenswerten Charaktere ist dieses Buch ein Highlight fürs Herz – sehr empfehlenswert!
★★★★
4,5 von 5 Sternen

Donnerstag, 28. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓦𝓲𝓵𝓭 𝓗𝓮𝓪𝓻𝓽𝓼 𝓡𝓮𝓶𝓮𝓶𝓫𝓮𝓻" von 𝓝𝓲𝓷𝓪 𝓦𝓲𝓻𝓽𝓱𝓼

Cover: dp

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein Sommer auf einer Ranch und ein altes Versprechen. Doch kann man ein Versprechen halten, wenn es droht, das eigene Herz zu brechen?

Nach dem Tod ihres Großvaters kehrt die junge Innenarchitektin Naomi nach Jackson Hole zurück, um ihr Erbe anzutreten – die Diamond Cross Ranch und das Haupthaus ihrer Kindheit. Sie plant, das Gebäude in ein Bed & Breakfast zu verwandeln. Doch schon bald steht sie Jack Hardin gegenüber: abweisend, wortkarg und alles andere als erfreut, sie wiederzusehen. Denn die beiden verbindet mehr als nur die Ranch – sie teilen eine gemeinsame Vergangenheit.

Zwischen gebrochenen Herzen, weiter Landschaft und alten Erinnerungen wächst eine neue Nähe. Als jedoch in Los Angeles Naomis großer Karrieredurchbruch lockt, steht sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Erfolg oder Heimat? Karriere oder Herz?

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Nina Wirths nimmt ihre Leserschaft in „Wild Hearts Remember“ mit in ein wirklich schönes Kleinstadtsetting, das von der ersten Seite an eine wunderbare Atmosphäre versprüht und zum Verweilen einlädt. Die Kulisse ist der Autorin absolut gelungen und bildet den perfekten Rahmen für eine insgesamt ganz nette, eher ruhige und unaufgeregte Geschichte, die sich flüssig und angenehm nebenbei lesen lässt. Wer auf der Suche nach einem unaufgeregten Wohlfühlort ist, wird hier definitiv fündig.

Allerdings wurde das Lesevergnügen durch ein wesentliches stilistisches Element erheblich geschmälert: Der Schreibstil hat es mir leider nicht leicht gemacht, da im Text gegendert wird. Dieses Gegendere gehört meiner Meinung nach einfach nicht in Romane und ich empfinde es beim Lesen als unmöglich und störend für den Lesefluss.

Auch auf der Charakterebene gab es Licht und Schatten. Während ich Jacks Gefühle und Handlungen jederzeit gut nachvollziehen konnte, bin ich mit der weiblichen Hauptfigur Naomi bis zum Schluss nicht richtig warm geworden. Ihr Verhalten wirkte auf mich oft naiv und egoistisch, besonders weil sie Jack wissentlich verletzt und sich zudem ständig selbst belügt. Erschwerend kam hinzu, dass Naomi viel zu oft in ihren eigenen Gedanken festhängt. Hier hat mir leider eine spürbare Weiterentwicklung der Protagonistin gefehlt.

Alles in allem ist „Wild Hearts Remember“ ein nettes Buch mit einem tollen Setting für zwischendurch, das wegen des gewöhnungsbedürftigen Schreibstils und der Schwächen bei der Hauptfigur letztlich solide 3 Sterne von mir erhält.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein Buch mit Licht und Schatten: Das wunderschöne Kleinstadtsetting sorgt für eine tolle, unaufgeregte Wohlfühlatmosphäre. Allerdings trüben der durch das Gendern gewöhnungsbedürftige Schreibstil und eine oft naive, egoistische Hauptfigur ohne echte Weiterentwicklung das Lesevergnügen. 
★★★
3 von 5 Sternen

Mittwoch, 20. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓢𝓸𝓶𝓶𝓮𝓻 𝓲𝓼𝓽 𝓶𝓮𝓲𝓷 𝓛𝓲𝓮𝓫𝓵𝓲𝓷𝓰𝓼𝓸𝓻𝓽" von 𝓕𝓻𝓪𝓷𝔃𝓲𝓼𝓴𝓪 𝓑𝓵𝓾𝓶

Cover: Penguin Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Cäcilias Pfoteninsel ist so viel mehr als nur ein Tierheim auf Sylt: Es ist ein Zufluchtsort für die vielen süßen Fellnasen. Denn das Leben der niedlichen Vierbeiner zu verändern, ist Cäcilias größte Leidenschaft, weshalb sie bis zur totalen Erschöpfung arbeitet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie dringend Abstand und Urlaub braucht. Doch bevor Cäcilias Reise so richtig begonnen hat, trifft sie auf den attraktiven Camper Roman, dessen Charme sie sich nicht entziehen kann. Unverhofft findet sie schnell eine Verbindung zu dem großen Mann mit den smaragdgrünen Augen. Obwohl Cäcilia merkt, dass dieser etwas verbirgt, fällt es ihr immer schwerer, ihr Herz nicht an ihn zu verlieren. Aber wer ist Roman wirklich?




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Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar locker, leicht, flüssig und vor allem sehr bildhaft. Man wird sofort in die Geschichte hineingezogen und darf sich auf eine tolle Mischung aus Urlaubsfeeling, Reiseeindrücken und intensiven zwischenmenschlichen Begegnungen freuen. 

Franziska Blum erzählt die Geschichte von Cäcilia, die stellvertretend für ein großes Problem unserer heutigen Zeit steht: den ständigen Spagat zwischen Arbeit und dem eigenen Wohlempfinden. Cillis Beispiel zeigt eindringlich, wie man mit Überforderung umgehen kann und welche Lehren sich daraus ziehen lassen. Auf ihrer Reise begegnet sie dem charmanten Camper Roman, der sie sofort fasziniert. Doch er scheint ein Geheimnis zu verbergen, während ihre Gefühle für ihn immer stärker werden.

Cäcilia war für mich dabei eine sehr greifbare Protagonistin. Meistens konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen, auch wenn ich sie nicht immer ganz verstehen konnte.

Die Entwicklung zwischen Cäcilia und Roman habe ich insgesamt gern verfolgt. Es gibt viele warme und berührende Momente zwischen den beiden. Allerdings ging mir manches ein wenig zu schnell – hier hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle einfach etwas mehr Zeit für die Entwicklung gewünscht. 

Mit Roman selbst bin ich leider nicht ganz warm geworden. Ich konnte ihn, sein Verhalten und seine Entwicklung streckenweise nicht nachvollziehen und habe keinen echten Draht zu ihm gefunden. Zwischendurch wirkte er auf mich etwas unsympathisch, was sich im Laufe der Handlung zwar aufklärt, aber ich hätte mir bei ihm einfach noch mehr Informationen gewünscht. 
Die Nebenfiguren hingegen sind absolut stimmig und fügen sich wunderbar ein.

Besonders stark fand ich die gelungene Mischung aus Leichtigkeit und ernsteren Themen. Durch den Fokus auf den Tierschutz bekommt der Roman von Beginn an eine gewisse Tiefe. Das Thema ist unglaublich wichtig, und die Schicksale der Tiere gehen wirklich ans Herz, ohne dass es jemals zu überfordernd oder übertrieben dramatisch wirkt. Neben Tierschutz und Verantwortung wird auch das Thema der emotionalen Belastung sehr sensibel aufgegriffen. 

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein lesenswerter Wohlfühlroman mit Tiefgang, der trotz kleinerer Schwächen bei der männlichen Hauptfigur durch ein wichtiges Tierschutz-Thema, viel Gefühl und eine wunderbare Reiseatmosphäre überzeugt.
★★★
3,5 von 5 Sternen


Sonntag, 17. Mai 2026

Der April im Rückblick: Würfelglück, digitale Schätze und eine Print-Flaute 🌸📚


Hallo ihr Lieben!

Der April ist vorbei und das bedeutet: Es ist Zeit für den monatlichen Kassensturz! Wie ihr wisst, läuft meine Bücherbüchse auf Hochtouren. Für jedes gelesene Buch wird fleißig mitgeklimpert, um am Ende des Jahres eine fette Belohnung für mein Bücherregal abzustauben.

Der April war wettertechnisch ein Auf und Ab, aber meine Lesemotivation war absolut stabil. Schnappt euch einen Kaffee, hier kommt mein Kassen- und Lesesturz für den April 2026!



🎲 Bookopoly-Bücher: Die Würfel haben geklimpert!

Das Bookopoly-Spiel in meiner Lesegruppe läuft einfach fantastisch. Die Würfel waren im April absolut auf meiner Seite und haben mich von einer Aufgabe zur nächsten getrieben. Ganze 9 Bookopoly-Bücher habe ich von meiner Liste befreit und weggesuchtet!

  • Zuwachs für die Büchse: Bei 2 € pro Buch wandern hier stolze 18 € in die Spardose.

Es ist so ein befriedigendes Gefühl, nach dem Beenden einer Geschichte direkt die Münzen in die Büchse fallen zu hören!

📱 E-Books: Die digitale Lesewelle

Auch mein E-Reader glühte im April fast ununterbrochen. Manchmal gibt es einfach nichts Besseres, als sich abends einzukuscheln, das Licht auszumachen und digital abzutauchen. Insgesamt 7 E-Books habe ich im April verschlungen.

  • Zuwachs für die Büchse: Jedes E-Book bringt mir 1 €. Macht noch einmal 7 € für den Jahrestopf!

💔 Die schmerzliche Bilanz: Wo blieben die Prints?

Jetzt müssen wir kurz stark sein und das Sparschwein bemitleiden. Ein Blick auf meinen Lesestapel verrät: Im April habe ich kein einziges Print-Exemplar gelesen. Uff.

Kein Geruch von frischem Papier, kein haptisches Gefühl beim Umblättern – und leider auch keine extra 2-Euro-Münzen für gedruckte Schätze. Mein Bücherregal hat diesen Monat definitiv eine Lesepause bekommen. Aber hey, dafür haben die E-Books und Bookopoly-Aufgaben die Kasse trotzdem ordentlich klingeln lassen!

📊 Die April-Abrechnung auf einen Blick

Schauen wir uns das Gesamtergebnis für diesen Monat an. Die Büchse ist im April ordentlich schwerer geworden:

KategorieGelesene BücherBetrag pro BuchGesamt-Sparsumme
🎲 Bookopoly92 €18 €
📱 E-Books71 €7 €
📕 Prints02 €0 €
Gesamt16 Bücher25 €

25 Euro nur fürs Lesen in einem einzigen Monat! Ich bin absolut begeistert, wie gut das System auch 2026 wieder motiviert. Der Topf für die große Belohnung am Jahresende wächst und wächst.

Und ihr so?

Wie lief euer April? Habt ihr auch ein System, mit dem ihr euch fürs Lesen belohnt, oder sammelt ihr fleißig Seiten? Und vor allem: Welche Bücher haben bei euch im April die Kasse (oder das Herz) zum Klingen gebracht?

Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare!

Bis zum nächsten Kassensturz.

Montag, 4. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓙𝓸𝓱𝓷𝓼𝓸𝓷 𝓡𝓲𝓭𝓰𝓮 – 𝓦𝓸 𝓶𝓮𝓲𝓷 𝓗𝓮𝓻𝔃 𝓭𝓲𝓬𝓱 𝓯𝓲𝓷𝓭𝓮𝓽" von 𝓨𝓿𝓸𝓷𝓷𝓮 𝓢𝓲𝓷𝓰𝓮𝓻

Cover: dp

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Es sollte eigentlich nur eine Rundreise durch Montana sein, doch ihr Herz hat andere Pläne.
Eine wunderschöne NA-Romance mit Country-Vibes und unerwarteten Begegnungen

Als Hailey mit ihrer Stute zu einer Work-and-Travel-Tour aufbricht, rechnet sie nicht damit, schon bald auf der abgelegenen Johnson-Ridge-Ranch festzustecken. Im Tausch gegen Unterkunft hilft sie auf dem Hof aus – und begegnet Noah Johnson, dem verschlossenen Ranchleiter, der Gefühle meidet, seit Verantwortung und Verlust sein Leben bestimmen. Trotz aller Zurückhaltung kann Noah sich Haileys freiheitsliebender, warmherziger Art nicht entziehen. Sie bringt Unruhe in seinen streng getakteten Alltag – und stellt alles infrage, was er sich mühsam aufgebaut hat. Aus vorsichtiger Nähe wird eine Affäre mit festem Ablaufdatum. Denn Hailey will weiterziehen. Doch ihr Herz hat längst eine andere Route eingeschlagen …

Diese herzergreifende New Adult-Romance über Familienzusammenhalt, der großen Liebe und der Suche nach sich selbst verspricht eine traumhafte Reise ins wunderschöne Montana. Ranch-Atmosphäre und Herzklopfen inklusive!

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Mit „Johnson Ridge – Wo mein Herz dich findet“ hat mich die Autorin mit ihrem flüssigen, bildreichen Schreibstil sofort nach Montana auf die Johnson Ridge Ranch katapultiert. 
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Noah und Hailey erzählt, wodurch ich einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt beider Protagonisten gewinnen konnte. 

Das Setting ist der Autorin unglaublich gut gelungen; die Ranch ist mit so viel Liebe zum Detail beschrieben. Die Atmosphäre des Buches war durchweg warm und angenehm, was vor allem an der großartigen Dynamik zwischen den Charakteren lag.

Hailey ist eine beeindruckende Protagonistin – unabhängig, mutig und mit einer ansteckenden Reiselust gesegnet. Ihre Begeisterung für die Orte, die sie auf ihrem Roadtrip besucht, ist so greifbar, dass ich am liebsten sofort aufgebrochen wäre, um alles mit eigenen Augen zu sehen. 
Noah hingegen ist ein Charakter, der eine wunderbare emotionale Entwicklung durchmacht. Auch wenn man es zu Beginn vielleicht nicht direkt vermutet, entpuppt er sich als wirklich herzensguter Kerl. Die Art und Weise, wie die beiden miteinander umgehen und wie sie sich gemeinsam entwickeln, fand ich schlüssig und sehr berührend dargestellt.

Was das Buch für mich aber so besonders macht, sind neben dem Setting die authentischen Nebencharaktere. Die beiden anderen Johnson-Brüder, die herzliche Oma und die gesamte Freundesclique sind so lebendig gezeichnet, dass man sie einfach ins Herz schließen muss. Die Autorin schafft es zudem, eine sehr aktuelle Diskussion in die Handlung einzuflechten: das Thema Work-Life-Balance. Sie skizziert treffend die oft unerklärliche Erschöpfung junger Menschen und die wachsende Belastung durch zu viel Verantwortung, was der klassischen Cowboy-Romance eine moderne und tiefgründige Note verleiht.

Die Schauplätze in Montana und rund um die Ranch werden so vielschichtig beschrieben, dass die Natur fast wie ein eigener Charakter wirkt. 
Trotz dieser Stärken gab es für mich jedoch auch ein paar Schwächen. Die Handlung rund um Vergangenheit, Neuanfang und Familie bietet zwar interessante Wendungen und sorgt für Spannung, allerdings gab es auch einige langatmige Phasen und Wiederholungen, die den Lesefluss stellenweise etwas gebremst haben. Manche Passagen zogen sich für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge, was das Lesen zwischendurch anstrengend machte. 

Dennoch überwog für mich das positive Gefühl, da die Geschichte immer wieder Momente zum Schmunzeln und Mitfiebern bot und die klassischen Smalltown-Tropes perfekt in das Setting eingebettet wurden. Insgesamt ist es ein warmherziger Roman über die Suche nach dem eigenen Platz im Leben, der trotz kleinerer Längen durch seine Atmosphäre und seine lebendigen Figuren überzeugt.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Johnson Ridge – Wo mein Herz dich findet“ ist eine herzerwärmende Cowboy-Romance, die vor allem durch ihr traumhaftes Setting in Montana und ihre authentischen, tiefgründigen Charaktere besticht. Auch wenn die Geschichte zwischendurch ein paar Längen aufweist und etwas gestrafft hätte werden können, machen die spürbare Liebe zum Detail und die moderne Auseinandersetzung mit der Work-Life-Balance dieses Buch zu einer sehr angenehmen Lektüre. Wer Lust auf eine Prise Fernweh, viel Gefühl und eine starke Prise Ranch-Atmosphäre hat, wird sich auf der Johnson Ridge sehr wohlfühlen.
★★★★
4 von 5 Sternen

Sonntag, 3. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓖𝓸𝓵𝓭𝓶𝓪𝓻𝓲𝓮 - 𝓓𝓪𝓼 𝓜ä𝓭𝓬𝓱𝓮𝓷 𝓲𝓶 𝓣𝓾𝓻𝓶" von 𝓐𝓵𝓮𝔁 𝓙. 𝓝𝓲𝓽𝓻𝓪𝓴

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Der Weg aus Frau Holles Reich ist golden – oder schwarz wie der Tod.

Rapunzels Königreich hungert. Um ihr verarmtes Land zu retten, macht sich Prinzessin Marlie, Rapunzels Tochter, auf den Weg zu Frau Holles Wolkenschloss. Jenem sagenumwobenen Ort, an dem eine tugendhafte Frau zu einer Goldmarie werden kann. Unermesslicher Reichtum erwartet sie – wenn sie Frau Holles zwölf Prüfungen besteht. Scheitert sie hingegen, verschwindet sie für immer.

Marlie ahnt nicht, dass sie im Wolkenreich ein perfider Plan erwartet. Denn Frau Holle regiert nicht allein. Ein geheimnisvoller Mann lebt ebenfalls dort, von allen nur der Nachtkrapp genannt. Obwohl er gegen sie spielt, folgt ihre Sehnsucht seinem Schatten. Kann sie seine Finsternis besiegen? Oder zieht er sie an einen Ort, der dunkler ist als der tiefste Brunnen, in den je ein Mensch gefallen ist?

Zwischen Himmel und Abgrund gibt es einen Spalt. Dort verbirgt sich eine uralte Wahrheit. Sie wiegt schwerer als Gold. Und ist schwärzer als die Lügen, die wir uns erzählen.

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Mit „Goldmarie – Das Mädchen im Turm“ ist Alex J. Nitrak eine faszinierende Märchenadaption gelungen, die mich sofort durch ihre dichte, märchenhafte Atmosphäre in den Bann gezogen hat. 
Der Schreibstil ist dabei äußerst angenehm, locker und leicht gehalten, was ein schnelles und flüssiges Lesen ermöglicht. Besonders spannend gestaltet sich die Erzählstruktur durch den geschickten Wechsel zwischen dem Jetzt und der Vergangenheit. Diese Rückblenden erlauben es dem Leser, tief in die Hintergründe einzutauchen und die vorangegangenen Ereignisse Stück für Stück zu entschlüsseln.

Ich muss gestehen, am Anfang haben Goldmarie – Das Mädchen im Turm und ich ein wenig Zeit gebraucht, um warm zu werden. Es fiel mir anfangs nicht ganz leicht, die emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, aber ich bin so froh, dass ich drangeblieben bin! Denn in dem Moment, als Marlie anfing, die Fäden der Geschichte selbst in die Hand zu nehmen und die Geheimnisse ihrer Welt zu lüften, hat es mich voll erwischt.

Liebhaber von Märchenadaptionen kommen hier definitiv auf ihre Kosten, da der Autor zwei Klassiker – Frau Holle und Rapunzel – zu einer vielschichtigen und modernen Handlung verwebt. 

Besonders berührt hat mich Marlies Entwicklung. Zu sehen, wie aus dem unsicheren Mädchen im Turm eine mutige junge Frau wird, die bereit ist, alles für ihre Liebsten zu opfern, war ein echtes Erlebnis. 
Marlie muss nicht nur 12 äußere Prüfungen bestehen, sondern auch eine Reise in ihr Innerstes antreten. Es ist eine Suche nach Vergebung und Identität, die uns zeigt, wie eng Familie und Freiheit miteinander verwoben sind – ein emotionales Erlebnis, das zum Nachdenken anregt.

Doch nicht nur Marlie überzeugt: Auch ihr Bruder Maron und ihr gemeinsamer Freund Jan überraschen mit einer Entwicklung, die der Geschichte zusätzliche Tiefe und eine angenehm moderne Note verleiht. 
Über die Rolle des Nachtkrapp möchte ich nicht so viel verraten.

Man merkt in jeder Zeile, wie viel Fantasie in dieser Welt steckt. Ob es nun die fliegenden Einhörner sind, die eigenwilligen Drachenkatzen oder mein absolutes Highlight: die Elster Siggi. Siggi ist mit ihrem messerscharfen Verstand der perfekte Anker für Marlies oft sehr stürmische Gefühlswelt.

Die Geschichte bietet eine wunderbare Mischung aus humorvollen Momenten, schönen Dialogen und einer fein dosierten Romantik, die dem Buch das gewisse Etwas verleiht – vor allem, weil die Wege der Paare alles andere als leicht sind. Es gab durchaus Stellen, an denen meine Augen nicht ganz trocken geblieben sind, da die emotionalen Höhepunkte sehr feinfühlig ausgearbeitet wurden. 

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass wir uns nicht von Äußerlichkeiten leiten lassen dürfen. Die Erzählung zeigt wunderschön, dass Güte nicht immer strahlt und Verderben nicht immer im Dunkeln lauert. Wer bereit ist, den Blick zu schärfen, entdeckt die wahre Seele hinter den Masken und stellt fest, dass der Wert eines Menschen nichts mit dem äußeren Schein von Gold oder Pech zu tun hat.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Goldmarie – Das Mädchen im Turm“ ist eine herzerwärmende und zugleich tiefgründige Märchenadaption, die durch eine enorme Liebe zum Detail besticht. Auch wenn der Einstieg ein wenig Geduld erfordert, belohnt die Geschichte den Leser mit einer starken Charakterentwicklung, einer Prise Magie und einer berührenden Botschaft über Vorurteile und die wahre Natur von Gut und Böse. Ein absolutes Muss für alle, die klassische Märchen in einem neuen, modernen Gewand erleben möchten.
★★★★
4 von 5 Sternen