Mittwoch, 20. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓢𝓸𝓶𝓶𝓮𝓻 𝓲𝓼𝓽 𝓶𝓮𝓲𝓷 𝓛𝓲𝓮𝓫𝓵𝓲𝓷𝓰𝓼𝓸𝓻𝓽" von 𝓕𝓻𝓪𝓷𝔃𝓲𝓼𝓴𝓪 𝓑𝓵𝓾𝓶

Cover: Penguin Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Cäcilias Pfoteninsel ist so viel mehr als nur ein Tierheim auf Sylt: Es ist ein Zufluchtsort für die vielen süßen Fellnasen. Denn das Leben der niedlichen Vierbeiner zu verändern, ist Cäcilias größte Leidenschaft, weshalb sie bis zur totalen Erschöpfung arbeitet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie dringend Abstand und Urlaub braucht. Doch bevor Cäcilias Reise so richtig begonnen hat, trifft sie auf den attraktiven Camper Roman, dessen Charme sie sich nicht entziehen kann. Unverhofft findet sie schnell eine Verbindung zu dem großen Mann mit den smaragdgrünen Augen. Obwohl Cäcilia merkt, dass dieser etwas verbirgt, fällt es ihr immer schwerer, ihr Herz nicht an ihn zu verlieren. Aber wer ist Roman wirklich?




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Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar locker, leicht, flüssig und vor allem sehr bildhaft. Man wird sofort in die Geschichte hineingezogen und darf sich auf eine tolle Mischung aus Urlaubsfeeling, Reiseeindrücken und intensiven zwischenmenschlichen Begegnungen freuen. 

Franziska Blum erzählt die Geschichte von Cäcilia, die stellvertretend für ein großes Problem unserer heutigen Zeit steht: den ständigen Spagat zwischen Arbeit und dem eigenen Wohlempfinden. Cillis Beispiel zeigt eindringlich, wie man mit Überforderung umgehen kann und welche Lehren sich daraus ziehen lassen. Auf ihrer Reise begegnet sie dem charmanten Camper Roman, der sie sofort fasziniert. Doch er scheint ein Geheimnis zu verbergen, während ihre Gefühle für ihn immer stärker werden.

Cäcilia war für mich dabei eine sehr greifbare Protagonistin. Meistens konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen, auch wenn ich sie nicht immer ganz verstehen konnte.

Die Entwicklung zwischen Cäcilia und Roman habe ich insgesamt gern verfolgt. Es gibt viele warme und berührende Momente zwischen den beiden. Allerdings ging mir manches ein wenig zu schnell – hier hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle einfach etwas mehr Zeit für die Entwicklung gewünscht. 

Mit Roman selbst bin ich leider nicht ganz warm geworden. Ich konnte ihn, sein Verhalten und seine Entwicklung streckenweise nicht nachvollziehen und habe keinen echten Draht zu ihm gefunden. Zwischendurch wirkte er auf mich etwas unsympathisch, was sich im Laufe der Handlung zwar aufklärt, aber ich hätte mir bei ihm einfach noch mehr Informationen gewünscht. 
Die Nebenfiguren hingegen sind absolut stimmig und fügen sich wunderbar ein.

Besonders stark fand ich die gelungene Mischung aus Leichtigkeit und ernsteren Themen. Durch den Fokus auf den Tierschutz bekommt der Roman von Beginn an eine gewisse Tiefe. Das Thema ist unglaublich wichtig, und die Schicksale der Tiere gehen wirklich ans Herz, ohne dass es jemals zu überfordernd oder übertrieben dramatisch wirkt. Neben Tierschutz und Verantwortung wird auch das Thema der emotionalen Belastung sehr sensibel aufgegriffen. 

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein lesenswerter Wohlfühlroman mit Tiefgang, der trotz kleinerer Schwächen bei der männlichen Hauptfigur durch ein wichtiges Tierschutz-Thema, viel Gefühl und eine wunderbare Reiseatmosphäre überzeugt.
★★★
3,5 von 5 Sternen


Sonntag, 17. Mai 2026

Der April im Rückblick: Würfelglück, digitale Schätze und eine Print-Flaute 🌸📚


Hallo ihr Lieben!

Der April ist vorbei und das bedeutet: Es ist Zeit für den monatlichen Kassensturz! Wie ihr wisst, läuft meine Bücherbüchse auf Hochtouren. Für jedes gelesene Buch wird fleißig mitgeklimpert, um am Ende des Jahres eine fette Belohnung für mein Bücherregal abzustauben.

Der April war wettertechnisch ein Auf und Ab, aber meine Lesemotivation war absolut stabil. Schnappt euch einen Kaffee, hier kommt mein Kassen- und Lesesturz für den April 2026!



🎲 Bookopoly-Bücher: Die Würfel haben geklimpert!

Das Bookopoly-Spiel in meiner Lesegruppe läuft einfach fantastisch. Die Würfel waren im April absolut auf meiner Seite und haben mich von einer Aufgabe zur nächsten getrieben. Ganze 9 Bookopoly-Bücher habe ich von meiner Liste befreit und weggesuchtet!

  • Zuwachs für die Büchse: Bei 2 € pro Buch wandern hier stolze 18 € in die Spardose.

Es ist so ein befriedigendes Gefühl, nach dem Beenden einer Geschichte direkt die Münzen in die Büchse fallen zu hören!

📱 E-Books: Die digitale Lesewelle

Auch mein E-Reader glühte im April fast ununterbrochen. Manchmal gibt es einfach nichts Besseres, als sich abends einzukuscheln, das Licht auszumachen und digital abzutauchen. Insgesamt 7 E-Books habe ich im April verschlungen.

  • Zuwachs für die Büchse: Jedes E-Book bringt mir 1 €. Macht noch einmal 7 € für den Jahrestopf!

💔 Die schmerzliche Bilanz: Wo blieben die Prints?

Jetzt müssen wir kurz stark sein und das Sparschwein bemitleiden. Ein Blick auf meinen Lesestapel verrät: Im April habe ich kein einziges Print-Exemplar gelesen. Uff.

Kein Geruch von frischem Papier, kein haptisches Gefühl beim Umblättern – und leider auch keine extra 2-Euro-Münzen für gedruckte Schätze. Mein Bücherregal hat diesen Monat definitiv eine Lesepause bekommen. Aber hey, dafür haben die E-Books und Bookopoly-Aufgaben die Kasse trotzdem ordentlich klingeln lassen!

📊 Die April-Abrechnung auf einen Blick

Schauen wir uns das Gesamtergebnis für diesen Monat an. Die Büchse ist im April ordentlich schwerer geworden:

KategorieGelesene BücherBetrag pro BuchGesamt-Sparsumme
🎲 Bookopoly92 €18 €
📱 E-Books71 €7 €
📕 Prints02 €0 €
Gesamt16 Bücher25 €

25 Euro nur fürs Lesen in einem einzigen Monat! Ich bin absolut begeistert, wie gut das System auch 2026 wieder motiviert. Der Topf für die große Belohnung am Jahresende wächst und wächst.

Und ihr so?

Wie lief euer April? Habt ihr auch ein System, mit dem ihr euch fürs Lesen belohnt, oder sammelt ihr fleißig Seiten? Und vor allem: Welche Bücher haben bei euch im April die Kasse (oder das Herz) zum Klingen gebracht?

Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare!

Bis zum nächsten Kassensturz.

Montag, 4. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓙𝓸𝓱𝓷𝓼𝓸𝓷 𝓡𝓲𝓭𝓰𝓮 – 𝓦𝓸 𝓶𝓮𝓲𝓷 𝓗𝓮𝓻𝔃 𝓭𝓲𝓬𝓱 𝓯𝓲𝓷𝓭𝓮𝓽" von 𝓨𝓿𝓸𝓷𝓷𝓮 𝓢𝓲𝓷𝓰𝓮𝓻

Cover: dp

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Es sollte eigentlich nur eine Rundreise durch Montana sein, doch ihr Herz hat andere Pläne.
Eine wunderschöne NA-Romance mit Country-Vibes und unerwarteten Begegnungen

Als Hailey mit ihrer Stute zu einer Work-and-Travel-Tour aufbricht, rechnet sie nicht damit, schon bald auf der abgelegenen Johnson-Ridge-Ranch festzustecken. Im Tausch gegen Unterkunft hilft sie auf dem Hof aus – und begegnet Noah Johnson, dem verschlossenen Ranchleiter, der Gefühle meidet, seit Verantwortung und Verlust sein Leben bestimmen. Trotz aller Zurückhaltung kann Noah sich Haileys freiheitsliebender, warmherziger Art nicht entziehen. Sie bringt Unruhe in seinen streng getakteten Alltag – und stellt alles infrage, was er sich mühsam aufgebaut hat. Aus vorsichtiger Nähe wird eine Affäre mit festem Ablaufdatum. Denn Hailey will weiterziehen. Doch ihr Herz hat längst eine andere Route eingeschlagen …

Diese herzergreifende New Adult-Romance über Familienzusammenhalt, der großen Liebe und der Suche nach sich selbst verspricht eine traumhafte Reise ins wunderschöne Montana. Ranch-Atmosphäre und Herzklopfen inklusive!

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Mit „Johnson Ridge – Wo mein Herz dich findet“ hat mich die Autorin mit ihrem flüssigen, bildreichen Schreibstil sofort nach Montana auf die Johnson Ridge Ranch katapultiert. 
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Noah und Hailey erzählt, wodurch ich einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt beider Protagonisten gewinnen konnte. 

Das Setting ist der Autorin unglaublich gut gelungen; die Ranch ist mit so viel Liebe zum Detail beschrieben. Die Atmosphäre des Buches war durchweg warm und angenehm, was vor allem an der großartigen Dynamik zwischen den Charakteren lag.

Hailey ist eine beeindruckende Protagonistin – unabhängig, mutig und mit einer ansteckenden Reiselust gesegnet. Ihre Begeisterung für die Orte, die sie auf ihrem Roadtrip besucht, ist so greifbar, dass ich am liebsten sofort aufgebrochen wäre, um alles mit eigenen Augen zu sehen. 
Noah hingegen ist ein Charakter, der eine wunderbare emotionale Entwicklung durchmacht. Auch wenn man es zu Beginn vielleicht nicht direkt vermutet, entpuppt er sich als wirklich herzensguter Kerl. Die Art und Weise, wie die beiden miteinander umgehen und wie sie sich gemeinsam entwickeln, fand ich schlüssig und sehr berührend dargestellt.

Was das Buch für mich aber so besonders macht, sind neben dem Setting die authentischen Nebencharaktere. Die beiden anderen Johnson-Brüder, die herzliche Oma und die gesamte Freundesclique sind so lebendig gezeichnet, dass man sie einfach ins Herz schließen muss. Die Autorin schafft es zudem, eine sehr aktuelle Diskussion in die Handlung einzuflechten: das Thema Work-Life-Balance. Sie skizziert treffend die oft unerklärliche Erschöpfung junger Menschen und die wachsende Belastung durch zu viel Verantwortung, was der klassischen Cowboy-Romance eine moderne und tiefgründige Note verleiht.

Die Schauplätze in Montana und rund um die Ranch werden so vielschichtig beschrieben, dass die Natur fast wie ein eigener Charakter wirkt. 
Trotz dieser Stärken gab es für mich jedoch auch ein paar Schwächen. Die Handlung rund um Vergangenheit, Neuanfang und Familie bietet zwar interessante Wendungen und sorgt für Spannung, allerdings gab es auch einige langatmige Phasen und Wiederholungen, die den Lesefluss stellenweise etwas gebremst haben. Manche Passagen zogen sich für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge, was das Lesen zwischendurch anstrengend machte. 

Dennoch überwog für mich das positive Gefühl, da die Geschichte immer wieder Momente zum Schmunzeln und Mitfiebern bot und die klassischen Smalltown-Tropes perfekt in das Setting eingebettet wurden. Insgesamt ist es ein warmherziger Roman über die Suche nach dem eigenen Platz im Leben, der trotz kleinerer Längen durch seine Atmosphäre und seine lebendigen Figuren überzeugt.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Johnson Ridge – Wo mein Herz dich findet“ ist eine herzerwärmende Cowboy-Romance, die vor allem durch ihr traumhaftes Setting in Montana und ihre authentischen, tiefgründigen Charaktere besticht. Auch wenn die Geschichte zwischendurch ein paar Längen aufweist und etwas gestrafft hätte werden können, machen die spürbare Liebe zum Detail und die moderne Auseinandersetzung mit der Work-Life-Balance dieses Buch zu einer sehr angenehmen Lektüre. Wer Lust auf eine Prise Fernweh, viel Gefühl und eine starke Prise Ranch-Atmosphäre hat, wird sich auf der Johnson Ridge sehr wohlfühlen.
★★★★
4 von 5 Sternen

Sonntag, 3. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓖𝓸𝓵𝓭𝓶𝓪𝓻𝓲𝓮 - 𝓓𝓪𝓼 𝓜ä𝓭𝓬𝓱𝓮𝓷 𝓲𝓶 𝓣𝓾𝓻𝓶" von 𝓐𝓵𝓮𝔁 𝓙. 𝓝𝓲𝓽𝓻𝓪𝓴

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Der Weg aus Frau Holles Reich ist golden – oder schwarz wie der Tod.

Rapunzels Königreich hungert. Um ihr verarmtes Land zu retten, macht sich Prinzessin Marlie, Rapunzels Tochter, auf den Weg zu Frau Holles Wolkenschloss. Jenem sagenumwobenen Ort, an dem eine tugendhafte Frau zu einer Goldmarie werden kann. Unermesslicher Reichtum erwartet sie – wenn sie Frau Holles zwölf Prüfungen besteht. Scheitert sie hingegen, verschwindet sie für immer.

Marlie ahnt nicht, dass sie im Wolkenreich ein perfider Plan erwartet. Denn Frau Holle regiert nicht allein. Ein geheimnisvoller Mann lebt ebenfalls dort, von allen nur der Nachtkrapp genannt. Obwohl er gegen sie spielt, folgt ihre Sehnsucht seinem Schatten. Kann sie seine Finsternis besiegen? Oder zieht er sie an einen Ort, der dunkler ist als der tiefste Brunnen, in den je ein Mensch gefallen ist?

Zwischen Himmel und Abgrund gibt es einen Spalt. Dort verbirgt sich eine uralte Wahrheit. Sie wiegt schwerer als Gold. Und ist schwärzer als die Lügen, die wir uns erzählen.

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Mit „Goldmarie – Das Mädchen im Turm“ ist Alex J. Nitrak eine faszinierende Märchenadaption gelungen, die mich sofort durch ihre dichte, märchenhafte Atmosphäre in den Bann gezogen hat. 
Der Schreibstil ist dabei äußerst angenehm, locker und leicht gehalten, was ein schnelles und flüssiges Lesen ermöglicht. Besonders spannend gestaltet sich die Erzählstruktur durch den geschickten Wechsel zwischen dem Jetzt und der Vergangenheit. Diese Rückblenden erlauben es dem Leser, tief in die Hintergründe einzutauchen und die vorangegangenen Ereignisse Stück für Stück zu entschlüsseln.

Ich muss gestehen, am Anfang haben Goldmarie – Das Mädchen im Turm und ich ein wenig Zeit gebraucht, um warm zu werden. Es fiel mir anfangs nicht ganz leicht, die emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, aber ich bin so froh, dass ich drangeblieben bin! Denn in dem Moment, als Marlie anfing, die Fäden der Geschichte selbst in die Hand zu nehmen und die Geheimnisse ihrer Welt zu lüften, hat es mich voll erwischt.

Liebhaber von Märchenadaptionen kommen hier definitiv auf ihre Kosten, da der Autor zwei Klassiker – Frau Holle und Rapunzel – zu einer vielschichtigen und modernen Handlung verwebt. 

Besonders berührt hat mich Marlies Entwicklung. Zu sehen, wie aus dem unsicheren Mädchen im Turm eine mutige junge Frau wird, die bereit ist, alles für ihre Liebsten zu opfern, war ein echtes Erlebnis. 
Marlie muss nicht nur 12 äußere Prüfungen bestehen, sondern auch eine Reise in ihr Innerstes antreten. Es ist eine Suche nach Vergebung und Identität, die uns zeigt, wie eng Familie und Freiheit miteinander verwoben sind – ein emotionales Erlebnis, das zum Nachdenken anregt.

Doch nicht nur Marlie überzeugt: Auch ihr Bruder Maron und ihr gemeinsamer Freund Jan überraschen mit einer Entwicklung, die der Geschichte zusätzliche Tiefe und eine angenehm moderne Note verleiht. 
Über die Rolle des Nachtkrapp möchte ich nicht so viel verraten.

Man merkt in jeder Zeile, wie viel Fantasie in dieser Welt steckt. Ob es nun die fliegenden Einhörner sind, die eigenwilligen Drachenkatzen oder mein absolutes Highlight: die Elster Siggi. Siggi ist mit ihrem messerscharfen Verstand der perfekte Anker für Marlies oft sehr stürmische Gefühlswelt.

Die Geschichte bietet eine wunderbare Mischung aus humorvollen Momenten, schönen Dialogen und einer fein dosierten Romantik, die dem Buch das gewisse Etwas verleiht – vor allem, weil die Wege der Paare alles andere als leicht sind. Es gab durchaus Stellen, an denen meine Augen nicht ganz trocken geblieben sind, da die emotionalen Höhepunkte sehr feinfühlig ausgearbeitet wurden. 

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass wir uns nicht von Äußerlichkeiten leiten lassen dürfen. Die Erzählung zeigt wunderschön, dass Güte nicht immer strahlt und Verderben nicht immer im Dunkeln lauert. Wer bereit ist, den Blick zu schärfen, entdeckt die wahre Seele hinter den Masken und stellt fest, dass der Wert eines Menschen nichts mit dem äußeren Schein von Gold oder Pech zu tun hat.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Goldmarie – Das Mädchen im Turm“ ist eine herzerwärmende und zugleich tiefgründige Märchenadaption, die durch eine enorme Liebe zum Detail besticht. Auch wenn der Einstieg ein wenig Geduld erfordert, belohnt die Geschichte den Leser mit einer starken Charakterentwicklung, einer Prise Magie und einer berührenden Botschaft über Vorurteile und die wahre Natur von Gut und Böse. Ein absolutes Muss für alle, die klassische Märchen in einem neuen, modernen Gewand erleben möchten.
★★★★
4 von 5 Sternen

Montag, 20. April 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓦𝓲𝓵𝓭, 𝓦𝓲𝓵𝓭 𝓖𝓱𝓸𝓼𝓽 - 𝓞𝓭𝓮𝓻: 𝔀𝓮𝓷𝓷 𝓦𝓮𝓼𝓽𝓮𝓻𝓷 𝓪𝓾𝓯 𝓖𝓮𝓲𝓼𝓽𝓮𝓻𝓳𝓪𝓰𝓭 𝓽𝓻𝓲𝓯𝓯𝓽" von 𝓐𝓷𝓷𝓲𝓴𝓪 𝓗𝓪𝓷𝓴𝓮

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Seit Jahren arbeitet die junge Robyn Moore in der Londoner Detektei Robinson & White, um ihrem Ziel einen Schritt näher zu kommen: in der Zeit reisen zu können und ihren verschwundenen Vater zu suchen. Doch dazu muss sie zuerst die Prüfung zum Special Ghost Agent absolvieren.

Gar nicht so einfach, dennoch gibt Robyn alles und schafft es schließlich, ins Saint Louise des Jahres 1899 zu reisen. Eigentlich sollte sie sich, im Wilden Westen angekommen, darauf konzentrieren, den Geist von John Cartwright zu erlösen. Allerdings nutzt Robyn die Chance, um endlich in der Vergangenheit zu graben und nach ihrem Vater zu suchen.

Alles läuft gut, bis sie auf dem Anwesen der Familie Cartwright auf den Geisterjäger Anthony Walker trifft, der kein anderes Ziel zu verfolgen scheint, als sie zur Weißglut zu treiben, denn leider hält man im Wilden Westen nichts von starken Frauen oder der Gleichberechtigung. Bis auf einer gemeinsamen Reise plötzlich die Stimmung zwischen den beiden umschlägt. Allerdings will das Jahr 2025 Robyn zurück und ihre Gefühle machen keinerlei Sinn … nur wie sagt sie das ihrem Herzen?

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Der Schreibstil ist dabei angenehm locker und unkompliziert, sodass man sofort in die Handlung findet. Gleichzeitig schafft der Autor eine dichte, fast schon ein bisschen wehmütige Stimmung, die perfekt zu der rauen Welt der Cowboys und Saloons passt.

Schon der Einstieg macht neugierig: Die Geschichte beginnt im heutigen London, katapultiert uns dann aber ziemlich schnell durch die Zeit zurück in den Wilden Westen. 

Was mir besonders gefallen hat, ist der Mix der Genres. Es ist kein klassischer Gruselroman, bei dem man ständig zusammenzuckt. Stattdessen vermischen sich Mystery-Elemente mit einer Coming-of-Age-Geschichte. Es geht viel um Gefühle und die persönliche Entwicklung der Figuren, was dem Ganzen eine schöne Tiefe verleiht. Die Atmosphäre im Wilden Westen ist dabei richtig gut eingefangen – man hat beim Lesen fast das Gefühl, den Staub der Prärie zu schmecken, weil alles so detailliert und realistisch beschrieben wird.

Die Grundidee mit den Geisterjägern, die durch die Zeit reisen, um verlorenen Seelen Frieden zu schenken, ist mal etwas ganz anderes und bleibt bis zum Ende spannend. Mittendrin steckt die 20-jährige Robyn. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern eine junge Frau mit einem klaren Ziel: Sie will nicht nur eine professionelle Geisterjägerin werden, sondern hofft vor allem, bei ihren Einsätzen ihren verschwundenen Vater wiederzufinden. Mit ihrer schlagfertigen und mutigen Art sorgt sie immer wieder für Schmunzler, auch wenn die Themen eigentlich ernst sind. Es macht einfach Spaß, sie auf ihrem Weg zu begleiten und zu sehen, wie sie an ihren Aufgaben wächst.

An ihrer Seite steht Luke, ihr Mentor und treuer Freund, der von der ersten Seite an total sympathisch rüberkommt. Später stößt dann noch Anthony dazu, ein Geisterjäger aus der Vergangenheit. Anfangs war ich mir bei ihm unsicher, aber er entwickelt sich im Laufe der Story richtig toll und wird zu einem echten Sympathieträger. Die Romanze zwischen ihm und Robyn ist zwar niedlich, bringt aber durch die Zeitreise-Thematik auch einige Schwierigkeiten mit sich, die mich emotional manchmal etwas zwiegespalten haben.

Auch wenn die Geschichte zwischendurch mal ein paar ruhigere Phasen hat, in denen das Tempo etwas nachlässt, bleibt es durch unerwartete Wendungen interessant. Man merkt richtig, wie Robyn zwischen ihrer Mission und ihrer privaten Suche hin- und hergerissen ist. Das Ende war für mich ein kleiner Knackpunkt: Es ist zwar traurig und passt eigentlich logisch zur Geschichte, aber es hat mich auch mit einem etwas unzufriedenen Gefühl zurückgelassen, weil man sich für die Charaktere vielleicht einen anderen Ausgang gewünscht hätte.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Alles in allem ist „Wild, Wild Ghost“ ein wirklich originelles Buch mit einem unverbrauchten Setting. Die Mischung aus Zeitreise, Geistern und Western-Feeling funktioniert überraschend gut. Wer auf emotionale Geschichten mit starken Charakteren steht und kein Problem damit hat, dass es eher leise statt blutig zugeht, wird hier sehr gut unterhalten. Es ist ein besonderes Leseerlebnis, das noch ein bisschen nachwirkt.
★★★★
4 von 5 Sternen

Donnerstag, 9. April 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓕𝓮𝓾𝓮𝓻𝓯𝓮𝓭𝓮𝓻 - 𝓑𝓻𝓲𝓮𝓯𝓮 𝓪𝓷 𝓭𝓮𝓷 𝓚ö𝓷𝓲𝓰" von 𝓐𝓷𝓷𝓮 𝓓𝓪𝓷𝓬𝓴

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Einem König widerspricht man nicht. Oder doch? 

Nachdem ich auf dem Acker einen goldenen Mörser ausgegraben habe, verlangte König Laurent den passenden Stößel dazu. Wütend und womöglich nicht sonderlich bedacht antwortete ich mit einem Brief – und einem Widerspruch. Doch obwohl mir der König zunächst zürnte, unterbreitete er mir ein überraschendes Angebot: Ich soll ihn beraten. 
 
Allerdings ist meine neue Aufgabe ernüchternd. Laurent scheint meine Einwände nur zu lesen, um sie dann zu übergehen. Und während ich allmählich an der Starrsinnigkeit des Königs verzweifele, wächst zugleich eine gefährliche Anziehung zwischen uns. 
 
Denn wenn Feuer und Papier aufeinandertreffen, kann am Ende etwas außer Asche bleiben?

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Mit „Feuerfeder – Briefe an den König“ ist Anne Danck eine bezaubernde Märchen-Adaption gelungen, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat. 

Die Autorin greift Motive des klassischen Märchens „Die kluge Bauerntochter“ auf und verwebt sie zu einer ganz eigenen, modernen Fantasy-Erzählung, die zeitlich parallel zu ihrem Werk „Die Spielmannsbraut“ spielt. 
Besonders gefreut habe ich mich dabei über die kleinen Gastauftritte bekannter Charaktere und die charmanten Anspielungen auf die Spielmannsbraut, was das Leseerlebnis für Fans der Autorin besonders abrundet.

Der Schreibstil ist angenehm locker, leicht und wunderbar bildhaft, wodurch er perfekt zur märchenhaften Atmosphäre passt und einen flüssigen Lesefluss garantiert. Ein besonderes Highlight sind die eingefügten Briefe, die das Geschehen immer wieder auflockern und den Charakteren eine zusätzliche Tiefe verleihen. 

Im Zentrum steht Ran, die durch ein Missverständnis – das Tragen von Hosen bei der ersten Begegnung mit König Laurent – für einen Mann gehalten und prompt als Berater engagiert wird. Während Laurent sich oft als beratungsresistent und starrsinnig erweist, kämpft Ran nicht nur mit ihrer wachsenden Anziehung zu ihm, sondern vor allem mit ihrer eigenen Identität.

Trotz der Leichtigkeit widmet sich das Buch einem sehr sensiblen Thema: der Selbstakzeptanz. Auf eine unglaublich liebevolle Weise zeigt die Geschichte, wie wichtig es ist, sich selbst so anzunehmen, wie man ist – völlig ungeachtet dessen, ob man in eine gesellschaftliche Norm passt oder nicht. Dass sich Ran in ihrer Männerkleidung plötzlich vollständiger fühlt als je zuvor, gibt der Handlung eine emotionale Reife, die weit über ein klassisches Verwechslungsspiel hinausgeht. 
Man lacht und weint mit Ran und möchte Laurent für seinen Eigensinn manchmal kräftig schütteln, während man gleichzeitig tief in diese wundervoll gestaltete Welt eintaucht.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Feuerfeder – Briefe an den König“ ist eine fesselnde und tiefgründige Märchen-Adaption voller Herzenswärme. Anne Danck schafft es meisterhaft, eine klassische Vorlage mit wichtigen Fragen zur Identität zu verknüpfen und dabei eine Geschichte zu erzählen, die sowohl unterhält als auch lange nachwirkt.
★★★★
4,5 von 5 Sternen



Donnerstag, 2. April 2026

🌸 Monatsrückblick März: Frühlingsgefühle & Leserausch bei Meine Bücherbüchse 2026


Hallo ihr Lieben!

Der März ist vorbei und was soll ich sagen? Während draußen die ersten Blumen zaghaft ihre Köpfe aus der Erde gesteckt haben, habe ich mich förmlich durch meine Leseliste gewühlt. Es war ein extrem produktiver Monat für meine Challenge „Meine Bücherbüchse 2026“.

Ich weiß nicht, ob es am zunehmenden Tageslicht lag oder daran, dass mich meine aktuelle Lektüre einfach nicht losgelassen hat, oder dem Leseevent, aber die Statistik kann sich sehen lassen!

📚 Meine Lese-Bilanz im März

Ich habe diesen Monat so einiges weggeschmökert. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich meine Bookopoly-Ziele komplett erfüllt habe. Hier ist die Aufschlüsselung:

  • E-Books: 11 Bücher

  • Print-Ausgaben: 3 Bücher

  • Bookopoly-Aufgaben: 11/11 (Full House!)

Es tut so gut, die SuB-Leichen schrumpfen zu sehen und gleichzeitig Platz für Neues zu schaffen.

💰 Kassensturz: Was wandert in die Büchse?

Für alle, die neu dabei sind: Das Prinzip meiner Bücherbüchse ist simpel. Jeder gelesene Schatz wird mit einem kleinen Betrag belohnt, den ich Ende des Jahres für neues Lesefutter oder Buch-Merch ausgeben darf.

Hier ist die Rechnung für den März:

KategorieAnzahlBetrag pro BuchSumme
E-Books111 €11 €
Prints32 €6 €
Bookopoly-Bücher112 €22 €
Gesamt39 €