Sonntag, 10. November 2019

Rezension zu „Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein“ von Christina Löw

Rezension zu 
„Der Kater unterm Korallenbaum, oder: 
Wünschen will gelernt sein“ 
von Christina Löw





Buchdetails

ISBN: 9783964434180
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 312 Seiten
Verlag: Nova MD
Erscheinungsdatum: 13.07.2019






Inhalt:

Drei Geschwister
Zwei Kulturen
Ein Kater

Yuki würde sich am liebsten nur auf ihre Design-Karriere konzentrieren, doch die Realität sieht anders aus: In der Agentur muss sie sich mit eifersüchtigen Kolleg*innen herumschlagen und das Familienessen am Wochenende wird von Auseinandersetzungen mit ihren älteren Geschwistern überschattet. Als dann auch noch ihr Vater stirbt und sie Familienkater Sasuke erbt, gerät ihre Welt vollends aus den Fugen: Denn der Kater kann nicht nur sprechen, er mischt sich mit seinen magischen Pfoten auch gern in alle Bereiche ihres Lebens ein … selbst in Sachen Liebe.

Der gestiefelte Kater einmal anders. In »Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein« spinnt Christina Löw aus Elementen des grimmschen Märchens eine moderne Fabel über Geschwisterstreit und Familienbande, zweite Chancen und den Umgang mit Verlust sowie die Suche nach der eigenen Identität.

Meine Meinung:

Auf das Buch, eine Märchenadaption, die entfernt an den gestiefelten Kater erinnert, war ich sehr gespannt.

Der Schreibstil ist recht angenehm, meist gut und flüssig zu lesen. Manchmal waren mir die Beschreibungen etwas zu ausführlich.

Die Idee finde ich grandios und wirklich toll. Der Handlungsverlauf ist interessant und spannend ausgearbeitet. Eine Geschichte zwischen Japan und Deutschland, eine junge Frau zwischen zwei unterschiedlichen Welten, die erst sich selbst finden muss, um auch das Glück zu finden. Und dafür muss sie einige Fehler begehen. Sie fällt von ganz oben nach ganz unten. Yui machtes sich auch wirklich leicht und überlässt alles Sasuke. Dass aber die Wünsche auch Konsequenzen mit sich bringen, spürt sie hart am eigenen Leib. Und was lernen wir daraus? Wünschen will wirklich gelernt sein.

Mir hat die Geschichte ganz gut gefallen, komplett überzeugen konnte mich die Umsetzung aber nicht. Vieles wurde mir zu kurz angerissen, angedeutet und dann zu einer anderen Stelle gesprungen. Manche Szenen dagegen waren zu detailliert ausgeführt, so dass es stellenweise fast langweilig wurde. Gerne hätte ich mehr über Japan erfahren.
Für Märchen typisch kamen mir die Gefühle zu kurz, ich konnte keine Verbindung zu Yuki aufbauen.

Eine nette Geschichte über Familie, die eigenen Wurzeln und Wünsche, über Fehler und das Lernen daraus, das Erwachsenwerden und zweite Chancen. Die Geschwister benehmen sich teilweise wirklich schrecklich. Da sieht man mal wieder, was los sein kann, wenn es ums Erbe, um Geld geht. Doch zum Glück findet Yuki eine Lösung.

Eine tolle Idee, die mich zwar nicht vollkommen überzeugen konnte, die mir aber dennoch ganz gut gefallen hat.

Fazit:

Eine nette Märchenadaption zwischen Deutschland und dem fernen Osten.
★★★☆☆
3 von 5 Sternen

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