Mittwoch, 20. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓢𝓸𝓶𝓶𝓮𝓻 𝓲𝓼𝓽 𝓶𝓮𝓲𝓷 𝓛𝓲𝓮𝓫𝓵𝓲𝓷𝓰𝓼𝓸𝓻𝓽" von 𝓕𝓻𝓪𝓷𝔃𝓲𝓼𝓴𝓪 𝓑𝓵𝓾𝓶

Cover: Penguin Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Cäcilias Pfoteninsel ist so viel mehr als nur ein Tierheim auf Sylt: Es ist ein Zufluchtsort für die vielen süßen Fellnasen. Denn das Leben der niedlichen Vierbeiner zu verändern, ist Cäcilias größte Leidenschaft, weshalb sie bis zur totalen Erschöpfung arbeitet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie dringend Abstand und Urlaub braucht. Doch bevor Cäcilias Reise so richtig begonnen hat, trifft sie auf den attraktiven Camper Roman, dessen Charme sie sich nicht entziehen kann. Unverhofft findet sie schnell eine Verbindung zu dem großen Mann mit den smaragdgrünen Augen. Obwohl Cäcilia merkt, dass dieser etwas verbirgt, fällt es ihr immer schwerer, ihr Herz nicht an ihn zu verlieren. Aber wer ist Roman wirklich?




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Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar locker, leicht, flüssig und vor allem sehr bildhaft. Man wird sofort in die Geschichte hineingezogen und darf sich auf eine tolle Mischung aus Urlaubsfeeling, Reiseeindrücken und intensiven zwischenmenschlichen Begegnungen freuen. 

Franziska Blum erzählt die Geschichte von Cäcilia, die stellvertretend für ein großes Problem unserer heutigen Zeit steht: den ständigen Spagat zwischen Arbeit und dem eigenen Wohlempfinden. Cillis Beispiel zeigt eindringlich, wie man mit Überforderung umgehen kann und welche Lehren sich daraus ziehen lassen. Auf ihrer Reise begegnet sie dem charmanten Camper Roman, der sie sofort fasziniert. Doch er scheint ein Geheimnis zu verbergen, während ihre Gefühle für ihn immer stärker werden.

Cäcilia war für mich dabei eine sehr greifbare Protagonistin. Meistens konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen, auch wenn ich sie nicht immer ganz verstehen konnte.

Die Entwicklung zwischen Cäcilia und Roman habe ich insgesamt gern verfolgt. Es gibt viele warme und berührende Momente zwischen den beiden. Allerdings ging mir manches ein wenig zu schnell – hier hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle einfach etwas mehr Zeit für die Entwicklung gewünscht. 

Mit Roman selbst bin ich leider nicht ganz warm geworden. Ich konnte ihn, sein Verhalten und seine Entwicklung streckenweise nicht nachvollziehen und habe keinen echten Draht zu ihm gefunden. Zwischendurch wirkte er auf mich etwas unsympathisch, was sich im Laufe der Handlung zwar aufklärt, aber ich hätte mir bei ihm einfach noch mehr Informationen gewünscht. 
Die Nebenfiguren hingegen sind absolut stimmig und fügen sich wunderbar ein.

Besonders stark fand ich die gelungene Mischung aus Leichtigkeit und ernsteren Themen. Durch den Fokus auf den Tierschutz bekommt der Roman von Beginn an eine gewisse Tiefe. Das Thema ist unglaublich wichtig, und die Schicksale der Tiere gehen wirklich ans Herz, ohne dass es jemals zu überfordernd oder übertrieben dramatisch wirkt. Neben Tierschutz und Verantwortung wird auch das Thema der emotionalen Belastung sehr sensibel aufgegriffen. 

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein lesenswerter Wohlfühlroman mit Tiefgang, der trotz kleinerer Schwächen bei der männlichen Hauptfigur durch ein wichtiges Tierschutz-Thema, viel Gefühl und eine wunderbare Reiseatmosphäre überzeugt.
★★★
3,5 von 5 Sternen


Sonntag, 17. Mai 2026

Der April im Rückblick: Würfelglück, digitale Schätze und eine Print-Flaute 🌸📚


Hallo ihr Lieben!

Der April ist vorbei und das bedeutet: Es ist Zeit für den monatlichen Kassensturz! Wie ihr wisst, läuft meine Bücherbüchse auf Hochtouren. Für jedes gelesene Buch wird fleißig mitgeklimpert, um am Ende des Jahres eine fette Belohnung für mein Bücherregal abzustauben.

Der April war wettertechnisch ein Auf und Ab, aber meine Lesemotivation war absolut stabil. Schnappt euch einen Kaffee, hier kommt mein Kassen- und Lesesturz für den April 2026!



🎲 Bookopoly-Bücher: Die Würfel haben geklimpert!

Das Bookopoly-Spiel in meiner Lesegruppe läuft einfach fantastisch. Die Würfel waren im April absolut auf meiner Seite und haben mich von einer Aufgabe zur nächsten getrieben. Ganze 9 Bookopoly-Bücher habe ich von meiner Liste befreit und weggesuchtet!

  • Zuwachs für die Büchse: Bei 2 € pro Buch wandern hier stolze 18 € in die Spardose.

Es ist so ein befriedigendes Gefühl, nach dem Beenden einer Geschichte direkt die Münzen in die Büchse fallen zu hören!

📱 E-Books: Die digitale Lesewelle

Auch mein E-Reader glühte im April fast ununterbrochen. Manchmal gibt es einfach nichts Besseres, als sich abends einzukuscheln, das Licht auszumachen und digital abzutauchen. Insgesamt 7 E-Books habe ich im April verschlungen.

  • Zuwachs für die Büchse: Jedes E-Book bringt mir 1 €. Macht noch einmal 7 € für den Jahrestopf!

💔 Die schmerzliche Bilanz: Wo blieben die Prints?

Jetzt müssen wir kurz stark sein und das Sparschwein bemitleiden. Ein Blick auf meinen Lesestapel verrät: Im April habe ich kein einziges Print-Exemplar gelesen. Uff.

Kein Geruch von frischem Papier, kein haptisches Gefühl beim Umblättern – und leider auch keine extra 2-Euro-Münzen für gedruckte Schätze. Mein Bücherregal hat diesen Monat definitiv eine Lesepause bekommen. Aber hey, dafür haben die E-Books und Bookopoly-Aufgaben die Kasse trotzdem ordentlich klingeln lassen!

📊 Die April-Abrechnung auf einen Blick

Schauen wir uns das Gesamtergebnis für diesen Monat an. Die Büchse ist im April ordentlich schwerer geworden:

KategorieGelesene BücherBetrag pro BuchGesamt-Sparsumme
🎲 Bookopoly92 €18 €
📱 E-Books71 €7 €
📕 Prints02 €0 €
Gesamt16 Bücher25 €

25 Euro nur fürs Lesen in einem einzigen Monat! Ich bin absolut begeistert, wie gut das System auch 2026 wieder motiviert. Der Topf für die große Belohnung am Jahresende wächst und wächst.

Und ihr so?

Wie lief euer April? Habt ihr auch ein System, mit dem ihr euch fürs Lesen belohnt, oder sammelt ihr fleißig Seiten? Und vor allem: Welche Bücher haben bei euch im April die Kasse (oder das Herz) zum Klingen gebracht?

Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare!

Bis zum nächsten Kassensturz.

Montag, 4. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓙𝓸𝓱𝓷𝓼𝓸𝓷 𝓡𝓲𝓭𝓰𝓮 – 𝓦𝓸 𝓶𝓮𝓲𝓷 𝓗𝓮𝓻𝔃 𝓭𝓲𝓬𝓱 𝓯𝓲𝓷𝓭𝓮𝓽" von 𝓨𝓿𝓸𝓷𝓷𝓮 𝓢𝓲𝓷𝓰𝓮𝓻

Cover: dp

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Es sollte eigentlich nur eine Rundreise durch Montana sein, doch ihr Herz hat andere Pläne.
Eine wunderschöne NA-Romance mit Country-Vibes und unerwarteten Begegnungen

Als Hailey mit ihrer Stute zu einer Work-and-Travel-Tour aufbricht, rechnet sie nicht damit, schon bald auf der abgelegenen Johnson-Ridge-Ranch festzustecken. Im Tausch gegen Unterkunft hilft sie auf dem Hof aus – und begegnet Noah Johnson, dem verschlossenen Ranchleiter, der Gefühle meidet, seit Verantwortung und Verlust sein Leben bestimmen. Trotz aller Zurückhaltung kann Noah sich Haileys freiheitsliebender, warmherziger Art nicht entziehen. Sie bringt Unruhe in seinen streng getakteten Alltag – und stellt alles infrage, was er sich mühsam aufgebaut hat. Aus vorsichtiger Nähe wird eine Affäre mit festem Ablaufdatum. Denn Hailey will weiterziehen. Doch ihr Herz hat längst eine andere Route eingeschlagen …

Diese herzergreifende New Adult-Romance über Familienzusammenhalt, der großen Liebe und der Suche nach sich selbst verspricht eine traumhafte Reise ins wunderschöne Montana. Ranch-Atmosphäre und Herzklopfen inklusive!

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Mit „Johnson Ridge – Wo mein Herz dich findet“ hat mich die Autorin mit ihrem flüssigen, bildreichen Schreibstil sofort nach Montana auf die Johnson Ridge Ranch katapultiert. 
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Noah und Hailey erzählt, wodurch ich einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt beider Protagonisten gewinnen konnte. 

Das Setting ist der Autorin unglaublich gut gelungen; die Ranch ist mit so viel Liebe zum Detail beschrieben. Die Atmosphäre des Buches war durchweg warm und angenehm, was vor allem an der großartigen Dynamik zwischen den Charakteren lag.

Hailey ist eine beeindruckende Protagonistin – unabhängig, mutig und mit einer ansteckenden Reiselust gesegnet. Ihre Begeisterung für die Orte, die sie auf ihrem Roadtrip besucht, ist so greifbar, dass ich am liebsten sofort aufgebrochen wäre, um alles mit eigenen Augen zu sehen. 
Noah hingegen ist ein Charakter, der eine wunderbare emotionale Entwicklung durchmacht. Auch wenn man es zu Beginn vielleicht nicht direkt vermutet, entpuppt er sich als wirklich herzensguter Kerl. Die Art und Weise, wie die beiden miteinander umgehen und wie sie sich gemeinsam entwickeln, fand ich schlüssig und sehr berührend dargestellt.

Was das Buch für mich aber so besonders macht, sind neben dem Setting die authentischen Nebencharaktere. Die beiden anderen Johnson-Brüder, die herzliche Oma und die gesamte Freundesclique sind so lebendig gezeichnet, dass man sie einfach ins Herz schließen muss. Die Autorin schafft es zudem, eine sehr aktuelle Diskussion in die Handlung einzuflechten: das Thema Work-Life-Balance. Sie skizziert treffend die oft unerklärliche Erschöpfung junger Menschen und die wachsende Belastung durch zu viel Verantwortung, was der klassischen Cowboy-Romance eine moderne und tiefgründige Note verleiht.

Die Schauplätze in Montana und rund um die Ranch werden so vielschichtig beschrieben, dass die Natur fast wie ein eigener Charakter wirkt. 
Trotz dieser Stärken gab es für mich jedoch auch ein paar Schwächen. Die Handlung rund um Vergangenheit, Neuanfang und Familie bietet zwar interessante Wendungen und sorgt für Spannung, allerdings gab es auch einige langatmige Phasen und Wiederholungen, die den Lesefluss stellenweise etwas gebremst haben. Manche Passagen zogen sich für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge, was das Lesen zwischendurch anstrengend machte. 

Dennoch überwog für mich das positive Gefühl, da die Geschichte immer wieder Momente zum Schmunzeln und Mitfiebern bot und die klassischen Smalltown-Tropes perfekt in das Setting eingebettet wurden. Insgesamt ist es ein warmherziger Roman über die Suche nach dem eigenen Platz im Leben, der trotz kleinerer Längen durch seine Atmosphäre und seine lebendigen Figuren überzeugt.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Johnson Ridge – Wo mein Herz dich findet“ ist eine herzerwärmende Cowboy-Romance, die vor allem durch ihr traumhaftes Setting in Montana und ihre authentischen, tiefgründigen Charaktere besticht. Auch wenn die Geschichte zwischendurch ein paar Längen aufweist und etwas gestrafft hätte werden können, machen die spürbare Liebe zum Detail und die moderne Auseinandersetzung mit der Work-Life-Balance dieses Buch zu einer sehr angenehmen Lektüre. Wer Lust auf eine Prise Fernweh, viel Gefühl und eine starke Prise Ranch-Atmosphäre hat, wird sich auf der Johnson Ridge sehr wohlfühlen.
★★★★
4 von 5 Sternen

Sonntag, 3. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓖𝓸𝓵𝓭𝓶𝓪𝓻𝓲𝓮 - 𝓓𝓪𝓼 𝓜ä𝓭𝓬𝓱𝓮𝓷 𝓲𝓶 𝓣𝓾𝓻𝓶" von 𝓐𝓵𝓮𝔁 𝓙. 𝓝𝓲𝓽𝓻𝓪𝓴

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Der Weg aus Frau Holles Reich ist golden – oder schwarz wie der Tod.

Rapunzels Königreich hungert. Um ihr verarmtes Land zu retten, macht sich Prinzessin Marlie, Rapunzels Tochter, auf den Weg zu Frau Holles Wolkenschloss. Jenem sagenumwobenen Ort, an dem eine tugendhafte Frau zu einer Goldmarie werden kann. Unermesslicher Reichtum erwartet sie – wenn sie Frau Holles zwölf Prüfungen besteht. Scheitert sie hingegen, verschwindet sie für immer.

Marlie ahnt nicht, dass sie im Wolkenreich ein perfider Plan erwartet. Denn Frau Holle regiert nicht allein. Ein geheimnisvoller Mann lebt ebenfalls dort, von allen nur der Nachtkrapp genannt. Obwohl er gegen sie spielt, folgt ihre Sehnsucht seinem Schatten. Kann sie seine Finsternis besiegen? Oder zieht er sie an einen Ort, der dunkler ist als der tiefste Brunnen, in den je ein Mensch gefallen ist?

Zwischen Himmel und Abgrund gibt es einen Spalt. Dort verbirgt sich eine uralte Wahrheit. Sie wiegt schwerer als Gold. Und ist schwärzer als die Lügen, die wir uns erzählen.

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Mit „Goldmarie – Das Mädchen im Turm“ ist Alex J. Nitrak eine faszinierende Märchenadaption gelungen, die mich sofort durch ihre dichte, märchenhafte Atmosphäre in den Bann gezogen hat. 
Der Schreibstil ist dabei äußerst angenehm, locker und leicht gehalten, was ein schnelles und flüssiges Lesen ermöglicht. Besonders spannend gestaltet sich die Erzählstruktur durch den geschickten Wechsel zwischen dem Jetzt und der Vergangenheit. Diese Rückblenden erlauben es dem Leser, tief in die Hintergründe einzutauchen und die vorangegangenen Ereignisse Stück für Stück zu entschlüsseln.

Ich muss gestehen, am Anfang haben Goldmarie – Das Mädchen im Turm und ich ein wenig Zeit gebraucht, um warm zu werden. Es fiel mir anfangs nicht ganz leicht, die emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, aber ich bin so froh, dass ich drangeblieben bin! Denn in dem Moment, als Marlie anfing, die Fäden der Geschichte selbst in die Hand zu nehmen und die Geheimnisse ihrer Welt zu lüften, hat es mich voll erwischt.

Liebhaber von Märchenadaptionen kommen hier definitiv auf ihre Kosten, da der Autor zwei Klassiker – Frau Holle und Rapunzel – zu einer vielschichtigen und modernen Handlung verwebt. 

Besonders berührt hat mich Marlies Entwicklung. Zu sehen, wie aus dem unsicheren Mädchen im Turm eine mutige junge Frau wird, die bereit ist, alles für ihre Liebsten zu opfern, war ein echtes Erlebnis. 
Marlie muss nicht nur 12 äußere Prüfungen bestehen, sondern auch eine Reise in ihr Innerstes antreten. Es ist eine Suche nach Vergebung und Identität, die uns zeigt, wie eng Familie und Freiheit miteinander verwoben sind – ein emotionales Erlebnis, das zum Nachdenken anregt.

Doch nicht nur Marlie überzeugt: Auch ihr Bruder Maron und ihr gemeinsamer Freund Jan überraschen mit einer Entwicklung, die der Geschichte zusätzliche Tiefe und eine angenehm moderne Note verleiht. 
Über die Rolle des Nachtkrapp möchte ich nicht so viel verraten.

Man merkt in jeder Zeile, wie viel Fantasie in dieser Welt steckt. Ob es nun die fliegenden Einhörner sind, die eigenwilligen Drachenkatzen oder mein absolutes Highlight: die Elster Siggi. Siggi ist mit ihrem messerscharfen Verstand der perfekte Anker für Marlies oft sehr stürmische Gefühlswelt.

Die Geschichte bietet eine wunderbare Mischung aus humorvollen Momenten, schönen Dialogen und einer fein dosierten Romantik, die dem Buch das gewisse Etwas verleiht – vor allem, weil die Wege der Paare alles andere als leicht sind. Es gab durchaus Stellen, an denen meine Augen nicht ganz trocken geblieben sind, da die emotionalen Höhepunkte sehr feinfühlig ausgearbeitet wurden. 

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass wir uns nicht von Äußerlichkeiten leiten lassen dürfen. Die Erzählung zeigt wunderschön, dass Güte nicht immer strahlt und Verderben nicht immer im Dunkeln lauert. Wer bereit ist, den Blick zu schärfen, entdeckt die wahre Seele hinter den Masken und stellt fest, dass der Wert eines Menschen nichts mit dem äußeren Schein von Gold oder Pech zu tun hat.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Goldmarie – Das Mädchen im Turm“ ist eine herzerwärmende und zugleich tiefgründige Märchenadaption, die durch eine enorme Liebe zum Detail besticht. Auch wenn der Einstieg ein wenig Geduld erfordert, belohnt die Geschichte den Leser mit einer starken Charakterentwicklung, einer Prise Magie und einer berührenden Botschaft über Vorurteile und die wahre Natur von Gut und Böse. Ein absolutes Muss für alle, die klassische Märchen in einem neuen, modernen Gewand erleben möchten.
★★★★
4 von 5 Sternen

Montag, 20. April 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓦𝓲𝓵𝓭, 𝓦𝓲𝓵𝓭 𝓖𝓱𝓸𝓼𝓽 - 𝓞𝓭𝓮𝓻: 𝔀𝓮𝓷𝓷 𝓦𝓮𝓼𝓽𝓮𝓻𝓷 𝓪𝓾𝓯 𝓖𝓮𝓲𝓼𝓽𝓮𝓻𝓳𝓪𝓰𝓭 𝓽𝓻𝓲𝓯𝓯𝓽" von 𝓐𝓷𝓷𝓲𝓴𝓪 𝓗𝓪𝓷𝓴𝓮

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Seit Jahren arbeitet die junge Robyn Moore in der Londoner Detektei Robinson & White, um ihrem Ziel einen Schritt näher zu kommen: in der Zeit reisen zu können und ihren verschwundenen Vater zu suchen. Doch dazu muss sie zuerst die Prüfung zum Special Ghost Agent absolvieren.

Gar nicht so einfach, dennoch gibt Robyn alles und schafft es schließlich, ins Saint Louise des Jahres 1899 zu reisen. Eigentlich sollte sie sich, im Wilden Westen angekommen, darauf konzentrieren, den Geist von John Cartwright zu erlösen. Allerdings nutzt Robyn die Chance, um endlich in der Vergangenheit zu graben und nach ihrem Vater zu suchen.

Alles läuft gut, bis sie auf dem Anwesen der Familie Cartwright auf den Geisterjäger Anthony Walker trifft, der kein anderes Ziel zu verfolgen scheint, als sie zur Weißglut zu treiben, denn leider hält man im Wilden Westen nichts von starken Frauen oder der Gleichberechtigung. Bis auf einer gemeinsamen Reise plötzlich die Stimmung zwischen den beiden umschlägt. Allerdings will das Jahr 2025 Robyn zurück und ihre Gefühle machen keinerlei Sinn … nur wie sagt sie das ihrem Herzen?

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Der Schreibstil ist dabei angenehm locker und unkompliziert, sodass man sofort in die Handlung findet. Gleichzeitig schafft der Autor eine dichte, fast schon ein bisschen wehmütige Stimmung, die perfekt zu der rauen Welt der Cowboys und Saloons passt.

Schon der Einstieg macht neugierig: Die Geschichte beginnt im heutigen London, katapultiert uns dann aber ziemlich schnell durch die Zeit zurück in den Wilden Westen. 

Was mir besonders gefallen hat, ist der Mix der Genres. Es ist kein klassischer Gruselroman, bei dem man ständig zusammenzuckt. Stattdessen vermischen sich Mystery-Elemente mit einer Coming-of-Age-Geschichte. Es geht viel um Gefühle und die persönliche Entwicklung der Figuren, was dem Ganzen eine schöne Tiefe verleiht. Die Atmosphäre im Wilden Westen ist dabei richtig gut eingefangen – man hat beim Lesen fast das Gefühl, den Staub der Prärie zu schmecken, weil alles so detailliert und realistisch beschrieben wird.

Die Grundidee mit den Geisterjägern, die durch die Zeit reisen, um verlorenen Seelen Frieden zu schenken, ist mal etwas ganz anderes und bleibt bis zum Ende spannend. Mittendrin steckt die 20-jährige Robyn. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern eine junge Frau mit einem klaren Ziel: Sie will nicht nur eine professionelle Geisterjägerin werden, sondern hofft vor allem, bei ihren Einsätzen ihren verschwundenen Vater wiederzufinden. Mit ihrer schlagfertigen und mutigen Art sorgt sie immer wieder für Schmunzler, auch wenn die Themen eigentlich ernst sind. Es macht einfach Spaß, sie auf ihrem Weg zu begleiten und zu sehen, wie sie an ihren Aufgaben wächst.

An ihrer Seite steht Luke, ihr Mentor und treuer Freund, der von der ersten Seite an total sympathisch rüberkommt. Später stößt dann noch Anthony dazu, ein Geisterjäger aus der Vergangenheit. Anfangs war ich mir bei ihm unsicher, aber er entwickelt sich im Laufe der Story richtig toll und wird zu einem echten Sympathieträger. Die Romanze zwischen ihm und Robyn ist zwar niedlich, bringt aber durch die Zeitreise-Thematik auch einige Schwierigkeiten mit sich, die mich emotional manchmal etwas zwiegespalten haben.

Auch wenn die Geschichte zwischendurch mal ein paar ruhigere Phasen hat, in denen das Tempo etwas nachlässt, bleibt es durch unerwartete Wendungen interessant. Man merkt richtig, wie Robyn zwischen ihrer Mission und ihrer privaten Suche hin- und hergerissen ist. Das Ende war für mich ein kleiner Knackpunkt: Es ist zwar traurig und passt eigentlich logisch zur Geschichte, aber es hat mich auch mit einem etwas unzufriedenen Gefühl zurückgelassen, weil man sich für die Charaktere vielleicht einen anderen Ausgang gewünscht hätte.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Alles in allem ist „Wild, Wild Ghost“ ein wirklich originelles Buch mit einem unverbrauchten Setting. Die Mischung aus Zeitreise, Geistern und Western-Feeling funktioniert überraschend gut. Wer auf emotionale Geschichten mit starken Charakteren steht und kein Problem damit hat, dass es eher leise statt blutig zugeht, wird hier sehr gut unterhalten. Es ist ein besonderes Leseerlebnis, das noch ein bisschen nachwirkt.
★★★★
4 von 5 Sternen

Donnerstag, 9. April 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓕𝓮𝓾𝓮𝓻𝓯𝓮𝓭𝓮𝓻 - 𝓑𝓻𝓲𝓮𝓯𝓮 𝓪𝓷 𝓭𝓮𝓷 𝓚ö𝓷𝓲𝓰" von 𝓐𝓷𝓷𝓮 𝓓𝓪𝓷𝓬𝓴

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Einem König widerspricht man nicht. Oder doch? 

Nachdem ich auf dem Acker einen goldenen Mörser ausgegraben habe, verlangte König Laurent den passenden Stößel dazu. Wütend und womöglich nicht sonderlich bedacht antwortete ich mit einem Brief – und einem Widerspruch. Doch obwohl mir der König zunächst zürnte, unterbreitete er mir ein überraschendes Angebot: Ich soll ihn beraten. 
 
Allerdings ist meine neue Aufgabe ernüchternd. Laurent scheint meine Einwände nur zu lesen, um sie dann zu übergehen. Und während ich allmählich an der Starrsinnigkeit des Königs verzweifele, wächst zugleich eine gefährliche Anziehung zwischen uns. 
 
Denn wenn Feuer und Papier aufeinandertreffen, kann am Ende etwas außer Asche bleiben?

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Mit „Feuerfeder – Briefe an den König“ ist Anne Danck eine bezaubernde Märchen-Adaption gelungen, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat. 

Die Autorin greift Motive des klassischen Märchens „Die kluge Bauerntochter“ auf und verwebt sie zu einer ganz eigenen, modernen Fantasy-Erzählung, die zeitlich parallel zu ihrem Werk „Die Spielmannsbraut“ spielt. 
Besonders gefreut habe ich mich dabei über die kleinen Gastauftritte bekannter Charaktere und die charmanten Anspielungen auf die Spielmannsbraut, was das Leseerlebnis für Fans der Autorin besonders abrundet.

Der Schreibstil ist angenehm locker, leicht und wunderbar bildhaft, wodurch er perfekt zur märchenhaften Atmosphäre passt und einen flüssigen Lesefluss garantiert. Ein besonderes Highlight sind die eingefügten Briefe, die das Geschehen immer wieder auflockern und den Charakteren eine zusätzliche Tiefe verleihen. 

Im Zentrum steht Ran, die durch ein Missverständnis – das Tragen von Hosen bei der ersten Begegnung mit König Laurent – für einen Mann gehalten und prompt als Berater engagiert wird. Während Laurent sich oft als beratungsresistent und starrsinnig erweist, kämpft Ran nicht nur mit ihrer wachsenden Anziehung zu ihm, sondern vor allem mit ihrer eigenen Identität.

Trotz der Leichtigkeit widmet sich das Buch einem sehr sensiblen Thema: der Selbstakzeptanz. Auf eine unglaublich liebevolle Weise zeigt die Geschichte, wie wichtig es ist, sich selbst so anzunehmen, wie man ist – völlig ungeachtet dessen, ob man in eine gesellschaftliche Norm passt oder nicht. Dass sich Ran in ihrer Männerkleidung plötzlich vollständiger fühlt als je zuvor, gibt der Handlung eine emotionale Reife, die weit über ein klassisches Verwechslungsspiel hinausgeht. 
Man lacht und weint mit Ran und möchte Laurent für seinen Eigensinn manchmal kräftig schütteln, während man gleichzeitig tief in diese wundervoll gestaltete Welt eintaucht.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Feuerfeder – Briefe an den König“ ist eine fesselnde und tiefgründige Märchen-Adaption voller Herzenswärme. Anne Danck schafft es meisterhaft, eine klassische Vorlage mit wichtigen Fragen zur Identität zu verknüpfen und dabei eine Geschichte zu erzählen, die sowohl unterhält als auch lange nachwirkt.
★★★★
4,5 von 5 Sternen



Donnerstag, 2. April 2026

🌸 Monatsrückblick März: Frühlingsgefühle & Leserausch bei Meine Bücherbüchse 2026


Hallo ihr Lieben!

Der März ist vorbei und was soll ich sagen? Während draußen die ersten Blumen zaghaft ihre Köpfe aus der Erde gesteckt haben, habe ich mich förmlich durch meine Leseliste gewühlt. Es war ein extrem produktiver Monat für meine Challenge „Meine Bücherbüchse 2026“.

Ich weiß nicht, ob es am zunehmenden Tageslicht lag oder daran, dass mich meine aktuelle Lektüre einfach nicht losgelassen hat, oder dem Leseevent, aber die Statistik kann sich sehen lassen!

📚 Meine Lese-Bilanz im März

Ich habe diesen Monat so einiges weggeschmökert. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich meine Bookopoly-Ziele komplett erfüllt habe. Hier ist die Aufschlüsselung:

  • E-Books: 11 Bücher

  • Print-Ausgaben: 3 Bücher

  • Bookopoly-Aufgaben: 11/11 (Full House!)

Es tut so gut, die SuB-Leichen schrumpfen zu sehen und gleichzeitig Platz für Neues zu schaffen.

💰 Kassensturz: Was wandert in die Büchse?

Für alle, die neu dabei sind: Das Prinzip meiner Bücherbüchse ist simpel. Jeder gelesene Schatz wird mit einem kleinen Betrag belohnt, den ich Ende des Jahres für neues Lesefutter oder Buch-Merch ausgeben darf.

Hier ist die Rechnung für den März:

KategorieAnzahlBetrag pro BuchSumme
E-Books111 €11 €
Prints32 €6 €
Bookopoly-Bücher112 €22 €
Gesamt39 €

Sonntag, 29. März 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓘𝓶 𝓢𝓬𝓱𝓪𝓽𝓽𝓮𝓷 𝓭𝓮𝓻 𝓓𝓻𝓪𝓬𝓱𝓮𝓷𝓯𝓵𝓪𝓶𝓶𝓮" von 𝓡𝓸𝓾𝓴𝓮𝓲𝔂𝓪 𝓟𝓮𝓽𝓮𝓻𝓼

Cover: Drachenmond Verlag
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Die Vergangenheit ruht nicht – sie brennt  

In Edinburgh bleiben die Aufträge für die Hüterin magischer Kreaturen aus. Maisie droht, den letzten Ort zu verlieren, der sie noch mit ihrer Familie verbindet. Doch dann erreicht sie ein Hilferuf: Die abgeschiedene Akademie Flora Noctis wird von einem Drachen heimgesucht. Gelingt es Maisie, die Angriffe aufzuklären, könnte das ihre Rettung sein. Gemeinsam mit ihrem Blauspitzdrachen macht sie sich auf den Weg zu der Akademie, die sie eigentlich nie wieder betreten wollte. 

Kaum angekommen, gerät sie in ein Netz aus Intrigen, dunklen Geheimnissen und Erinnerungsfetzen, die ein düsteres Bild zeichnen. Alte Wunden reißen auf, als sie ihren einstigen Freund Noah wiedertrifft, der ihr nun mit unverhohlener Abneigung begegnet.

Während Maisie versucht, die Wahrheit ans Licht zu bringen, wird ihr klar, dass ihre eigene Vergangenheit untrennbar mit den Ereignissen verwoben ist. 

Doch wem kann sie vertrauen, wenn nicht einmal sich selbst? 

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„Im Schatten der Drachenflamme“ hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern bei Weitem übertroffen. Es ist eine dieser seltenen Geschichten, die sich zunächst leise und beinahe unbemerkt anschleichen, nur um dann mit einer unvorhersehbaren Wucht einzuschlagen, der man sich nicht entziehen kann. 

Die Autorin entwirft hier ein faszinierendes Dark-Academia-Setting, das durch einen lebendigen, bildhaften und hochemotionalen Schreibstil sofort vor dem inneren Auge lebendig wird. Der Einstieg fiel mir unglaublich leicht, da die düstere Atmosphäre und die greifbare Spannung einen von der ersten Seite an tief in diese Welt aus Magie, Drachen und gefährlichen Geheimnissen ziehen.

Im Mittelpunkt steht mit Maisie eine Protagonistin, die ich sofort ins Herz geschlossen habe, gerade weil sie keine perfekte Heldin ist. Mit all ihren Ecken, Kanten und ihrem emotionalen Ballast wirkt sie vollkommen authentisch; man spürt förmlich ihr Zögern und gleichzeitig den bewundernswerten Mut, mit dem sie sich ihrer Vergangenheit stellt. 
Die Dynamik zwischen ihr und Noah sorgt für eine knisternde Atmosphäre, die mich zeitweise schier verzweifeln ließ. Dieses angespannte Hin und Her aus verletztem Stolz, Wut und tiefen, unaussprechlichen Gefühlen ist so meisterhaft geschrieben, dass man die beiden am liebsten anschreien möchte, endlich die Karten auf den Tisch zu legen.

Was dieses Buch aber zu einem echten Pageturner macht, ist der subtile Aufbau der Spannung. Die Geschichte entfaltet sich wie ein komplexes Puzzle, bei dem man Stück für Stück neue Hinweise und magische Wesen entdeckt, während im Hintergrund Intrigen und alte Wunden lauern. Man fragt sich ununterbrochen, wer hinter den Ereignissen steckt und wem in diesem gefährlichen Spiel überhaupt noch zu trauen ist. Je näher das Finale rückt, desto mehr zieht das Tempo an, bis die Handlung in Momenten eskaliert, die es unmöglich machen, das Buch auch nur für eine Sekunde zur Seite zu legen.

Hier passt einfach alles perfekt zusammen, es greift ineinander – die Weltgestaltung, die vielschichtigen Charaktere und eine Magie, die unter die Haut geht. 

Ein absolut mitreißendes Buch, ein echtes Lesehighlight! Die Autorin hat eine Welt erschaffen, die mich mit ihrer emotionalen Tiefe und der unaufhaltsamen Spannung von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Sie versteht es meisterhaft, große Emotionen mit packender Spannung zu verweben und mir so eine unvergessliche Lesezeit zu bescheren.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein absolutes Jahreshighlight für alle Fans von Dark Academia und Drachenmagie! „Im Schatten der Drachenflamme“ bietet eine perfekte Mischung aus emotionaler Tiefe, düsterer Spannung und einer Atmosphäre, die einen noch lange nach dem Zuklappen des Buches gefesselt hält.
★★★★★
5 von 5 Sternen

Dienstag, 17. März 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓐𝓫𝓮𝓷𝓭𝓵𝓲𝓬𝓱𝓽" von 𝓝𝓸𝓻𝓪 𝓡𝓸𝓫𝓮𝓻𝓽𝓼

Cover: Heyne

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Unerwartet hat Sonya ein neues Zuhause und eine neue Liebe gefunden. Als beides bedroht wird, kämpft sie für das, was ihr wichtig ist.

Das unerwartete Erbe eines majestätischen und faszinierenden Herrenhauses hat Sonya MacTavishs Leben von einem Tag auf den anderen umgekrempelt. Ihr Onkel, der einst verlorene Zwilling ihres Vaters, hat ihr damit ein neues Zuhause und eine neue Gemeinschaft geschenkt, die sie mit offenen Armen empfängt. Dazu gehört auch Trey, Sonyas Nachbar, mit dem sie sich so wohlfühlt wie noch mit keinem anderen Mann. Doch die Idylle hat ihre Tücken: Über dem Haus und Sonyas Familie scheint ein Fluch zu liegen. Nur Sonya selbst und ihre Verwandten sind in der Lage, die Auswirkungen des geheimnisvollen Verhängnisses wahrzunehmen. Doch sie lässt sich nicht verschrecken. Mutig stellt sich die junge Frau der Herausforderung.

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Mit „Abendlicht“ führt Nora Roberts ihre fesselnde Trilogie „Die Frauen von Maine“ auf meisterhafte Weise fort und entführt die Leserschaft erneut in eine Welt, in der idyllische Romantik auf subtilen Grusel trifft. 

Im Zentrum steht Sonya MacTavish, deren Leben eine dramatische Wendung nimmt, als sie von ihrem Onkel ein ebenso majestätisches wie geheimnisvolles Herrenhaus erbt. Doch was als glücklicher Neuanfang in einer herzlichen Gemeinschaft beginnt, wird schnell von den dunklen Schatten der Vergangenheit eingeholt. Während Sonya in der Nachbarschaft – und besonders in der Nähe ihres charmanten Nachbarn Trey – endlich ein Gefühl von Heimat findet, lauert im Gebälk des alten Hauses ein bösartiger Fluch. Besonders beklemmend wirkt dabei der Umstand, dass die unheimlichen Phänomene ausschließlich für Sonya und ihre Familie wahrnehmbar sind, was den Kampf gegen das Unsichtbare zu einer zutiefst persönlichen Zerreißprobe macht.

Die Stärke dieses zweiten Bandes liegt in der gelungenen Symbiose zweier Welten: Einerseits wird eine gefühlvolle Liebesgeschichte gewoben, andererseits sorgt eine dichte, mysteriöse Handlung für echte Gänsehautmomente. Nora Roberts beweist hier ihr besonderes Gespür für Atmosphäre, indem sie auf modernen Schock-Horror verzichtet und stattdessen eine unheimliche Kulisse schafft, die an klassische Schwarz-Weiß-Gruselfilme erinnert. Es ist das Spiel mit unheilvollen Geräuschen und knarzenden Dielen, das eine psychologische Spannung erzeugt, die weit tiefer geht als blutiger Horror.

Gleichzeitig tragen die lebendigen Charaktere wie Sonya und Cleo die Geschichte mühelos durch alle Höhen und Tiefen. Es bereitet große Freude, mitzuerleben, wie sie trotz der paranormalen Herausforderungen Stück für Stück in ihr neues Leben hineinwachsen und lernen, dem Haus seine Geheimnisse zu entlocken. Diese emotionale Nähe zu den Figuren sorgt dafür, dass man als Leser jede Bedrohung mitempfindet und Sonya bei ihrem entschlossenen Kampf um ihre Zukunft die Daumen drückt. „Abendlicht“ hinterlässt ein brennendes Verlangen nach dem finalen Band, denn die Frage, ob und wie das Dunkle letztlich besiegt werden kann, bleibt bis zur letzten Seite packend. Wer atmosphärische Geschichten voller Herz und Schauer liebt, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen können.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Abendlicht“ ist eine meisterhafte Fortsetzung, die mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Nora Roberts beweist hier erneut ihr unvergleichliches Talent, wohlige Romantik mit einer Gänsehaut-Atmosphäre zu verweben, die ohne billige Schockeffekte auskommt und stattdessen auf subtilen, klassischen Grusel setzt. Die tiefe Verbundenheit zu den Charakteren und die wachsende Spannung rund um den Familienfluch machen das Buch zu einem absoluten Jahreshighlight. Ein Muss für alle, die Geschichten über starke Frauen, mysteriöse Herrenhäuser und die unbezwingbare Kraft der Gemeinschaft lieben – ich kann den finalen Band kaum erwarten!
★★★★★
5 von 5 Sternen

Mittwoch, 11. März 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓜𝓸𝓻𝓭 𝓲𝓷 𝓛𝓲𝓽𝓽𝓵𝓮 𝓑𝓪𝓻𝓴𝓱𝓪𝓶" von 𝓙𝓪𝓶𝓮𝓼 𝓖𝓸𝓸𝓭𝔀𝓲𝓷

Cover: dp

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein Mordopfer, eine Intrige und ein furchtloser Bibliothekar auf der Suche nach der Wahrheit
Spannende Ermittlungen in einem englischen Dorf der 50er Jahren mit britischem Humor

Im idyllischen Little Barkham wird das beschauliche Leben des Bibliothekars Arthur Tingwell auf den Kopf gestellt, als eine alte Dame erschlagen in ihrem Haus aufgefunden wird. Alle Anzeichen deuten auf Peter Hawkings hin, der der Seniorin regelmäßig Bücher vorbeibrachte. Doch Arthur glaubt nicht an die Schuld seines Freundes. Entschlossen, die Wahrheit ans Licht zu bringen, begibt sich Arthur auf eine gefährliche Spurensuche durch das Dorf, das mehr Geheimnisse birgt, als es auf den ersten Blick vermuten lässt. Zwischen mysteriösen Zeugen, einem ungehobelten Gärtner und einem verschwundenen Buch wird Arthur klar, dass der wahre Mörder näher ist, als er dachte ...

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Dies ist der erste Teil der Reihe "Die Fälle des Arthur Tingwell". Die einzelnen Teile sind unabhängig voneinander lesbar.

Ich hatte mich sehr auf einen gemütlichen Krimi gefreut, doch leider entpuppte sich „Mord in Little Barkham“ als eine ziemliche Herausforderung, die mich emotional einfach nicht abholen wollte.

Obwohl der Schreibstil grundsätzlich als leicht und unkompliziert angelegt ist, wollte sich der erhoffte Lesefluss über die gesamte Distanz nicht recht einstellen. Die Geschichte schaffte es bis zum Finale kaum, eine echte Sogwirkung zu entfalten, was vor allem an einem recht mühsamen Einstieg lag, der sich im weiteren Verlauf der Handlung für mich nicht spürbar besserte.

Ein zentrales Hindernis stellte dabei die schiere Anzahl der handelnden Personen innerhalb der Dorfgemeinschaft dar. Anstatt eine lebendige Atmosphäre zu schaffen, sorgte die Vielzahl der Figuren bei mir für eine anhaltende Überforderung, da die Beschreibungen und Charakterisierungen oft zu oberflächlich blieben, um die einzelnen Akteure klar voneinander abzugrenzen. Die Figuren wirkten insgesamt etwas blass und zum Teil sogar klischeehaft, sodass kein Charakter wirklich herausstechen oder eine tiefere Bindung zum Leser aufbauen konnte. Diese fehlende Konturierung machte es beinahe unmöglich, die Bewohner und ihre jeweiligen Rollen im Geflecht der Ereignisse sicher auseinanderzuhalten.

Inhaltlich lebt der Krimi davon, dass viele Bewohner von Little Barkham ihre eigenen Geheimnisse hüten, was Arthur Tingwells Ermittlungen naturgemäß verkompliziert. Seine große Stärke liegt dabei in seiner empathischen Art und der Fähigkeit, mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch zu kommen, um so Stück für Stück Informationen zusammenzutragen. 

Dennoch trübten vermeintliche redaktionelle Mängel den Gesamteindruck: An mehreren Stellen hatte ich das ungute Gefühl, dass durch zu starke Textkürzungen inhaltliche Lücken entstanden sind. Diese Sprünge wirkten unharmonisch und störten den ohnehin schon holprigen Lesefluss erheblich, was das Eintauchen in das dörfliche Mysterium zusätzlich erschwerte.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Mord in Little Barkham“ trotz eines interessanten Ermittlers hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Die Kombination aus einer unübersichtlichen Figurenwelt, blassen Charakteren und spürbaren Lücken im Handlungsverlauf verhinderte leider, dass bei mir echte Krimispannung aufkam. Wer ein Faible für klassische Dorfkrimis hat, findet hier zwar einen netten Zeitvertreib für zwischendurch, muss jedoch über einige erzählerische Schwächen hinwegsehen.
★★
2,5 von 5 Sternen

Mittwoch, 4. März 2026

Update Februar: Meine Bücherbüchse 2026 📚✨


Hallo ihr Lieben! 

Der kürzeste Monat des Jahres ist vorbei, aber lesetechnisch war er bei mir alles andere als „kurz“. Ich stecke momentan tief im Bookopoly-Fieber und was soll ich sagen? Die Würfel sind gefallen – und zwar ziemlich gut!

Hier ist mein Rückblick auf meine „Bücherbüchse“ im Februar:

Die Statistik des Monats
Ich bin selbst ein wenig überrascht, wie flüssig es diesen Monat lief, obwohl ich beruflich durch mein neues Aufgabengebiet so eingespannt bin. 



Bookopoly: 7 Bücher erledigt! 🎲

1 Print: Endlich mal wieder das Gefühl von echtem Papier in der Hand.

7 E-Books: Mein Reader hat diesen Monat geglüht.

Meine Bilanz im Februar

Bookopoly-Bücher: 7 Stück (je 2,00 €) → 14,00 €
eBooks: 7 Stück (je 1,00 €) → 7,00 €
Printbuch: 1 Stück (je 2,00 €) → 2,00 €
Gesamtbetrag für die Bücherbüchse: 23,00 €

Mein Bookopoly-Run 🎲
Bookopoly ist für mich momentan die perfekte Motivation.

Print vs. Digital
Obwohl ich die Haptik eines Hardcovers liebe, haben die E-Books diesen Monat klar gewonnen. Es ist einfach zu praktisch, abends im Dunkeln noch schnell ein paar Kapitel zu lesen. Aber das eine Print-Buch war ein echtes Highlight – es geht eben nichts über den Geruch von frischen Seiten!

Zwischenfazit: Der Februar war ein voller Erfolg. Die Mischung aus Challenges und freiem Lesen hält die Freude am Lesen hoch, ohne in Stress auszuarten.

Und ihr?
Wie lief euer Lese-Februar? Seid ihr auch bei einer Challenge wie Bookopoly dabei oder lest ihr momentan eher nach Lust und Laune? 

Montag, 2. März 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓢𝓹𝓮𝓬𝓽𝓻𝓪 𝓢𝓹𝓸𝓸𝓴 - 𝓓𝓲𝓮 𝓖𝓮𝓲𝓼𝓽𝓮𝓻-𝓐𝓰𝓮𝓷𝓽𝓾𝓻" von 𝓚𝓲𝓶 𝓡𝔂𝓵𝓮𝓮

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Spectra Spook kämpft in Killarney ums Überleben ihrer Geister-Reise-Agentur. Doch im modernen Irland werden selbst die Toten anspruchsvoll.
Die Rettung naht in Gestalt der jungen Maree Scott: pleite, eigenwillig und mit der seltenen Gabe gesegnet, nicht nur Geister zu sehen, sondern sie auch beim Wort zu nehmen.
Als Geist Antonio auftaucht, dessen Name nicht auf der Passagierliste steht, droht ihm die Abschiebung in die Grausamkeit der Zwischenwelt Idir Domhan.
In einem Akt der Verzweiflung tut Maree das Unvorstellbare: Sie adoptiert ihn.
Doch ein Geist ist kein gewöhnliches Findelkind, und die Wahrheit hinter seiner Existenz birgt nicht nur für Spook eine Überraschung.


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Das Buch „Spectra Spook – Die Geister-Agentur“ bietet ein insgesamt packendes Leseerlebnis, das mich vor allem durch seine kreative Grundidee und das atmosphärische Setting sofort begeistern konnte. Die Kombination aus dem nebligen, mystischen Irland und einer Agentur, die sich um das Jenseits kümmert, ist ein hervorragender Hintergrund für diese Geschichte. 

Der Einstieg in die Handlung ist mir ausgesprochen gut gelungen, was nicht zuletzt an dem einfachen und angenehm leichten Schreibstil liegt. Die Sätze sind modern und meist sehr flüssig zu lesen, sodass man als Leser schnell in die Welt der Geister eintaucht.

Besonders hervorzuheben sind die Charaktere, die der Geschichte Leben einhauchen. Die Protagonistin wirkt sehr authentisch, und ich konnte ihre Entscheidungen sowie ihre Handlungen zum größten Teil leicht nachvollziehen, was eine gute Identifikation ermöglichte. 
Ein echtes Highlight war für mich jedoch die Gestaltung der Nebenfiguren: Der Geist Antonio ist einfach wundervoll gezeichnet, und auch die exzentrische Madame bringt eine ganz eigene, faszinierende Note in die Erzählung ein.

Allerdings gab es im Verlauf der Handlung auch Aspekte, die den Lesefluss etwas gebremst haben. Gelegentlich empfand ich die Perspektivwechsel als ein wenig verwirrend, was dazu führte, dass die Handlung nicht immer sofort verständlich war. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass interessante Details oder wichtige Handlungselemente nur kurz angerissen wurden, statt ihnen den nötigen Raum zur Entfaltung zu geben. 

Trotz dieser kleinen Schwächen in der Tiefe bleibt „Spectra Spook“ eine spannende Lektüre für alle, die eine Vorliebe für Geistergeschichten mit irischem Flair haben.

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Ein atmosphärischer Geister-Krimi im mystischen Irland, der vor allem durch seine tollen Charaktere und die originelle Grundidee punktet, auch wenn die Erzählstruktur an manchen Stellen etwas mehr Tiefe hätte vertragen können.
★★★
3,5 von 5 Sternen

Mittwoch, 18. Februar 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓓𝓮𝓻 𝓣𝓸𝓽𝓮 𝓲𝓷 𝓔𝓭𝓲𝓷𝓫𝓾𝓻𝓰𝓱" von 𝓙𝓪𝓬𝓴𝓲𝓮 𝓑𝓪𝓵𝓭𝔀𝓲𝓷

Cover: dp
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Eine clevere Ermittlerin mit dunkler Vergangenheit, ein mysteriöser Todesfall und düstere Intrigen an der schottischen Küste …
Der packende Auftakt der spannenden Krimi-Reihe im Herzen Edinburghs

Nach einem persönlichen Schicksalsschlag wagt Grace McKenna einen Neuanfang als Privatdetektivin in Portobello bei Edinburgh. Doch der erste größere Auftrag lässt nicht lange auf sich warten: Die schillernde Witwe eines prominenten Mediums ist überzeugt, dass ihr Mann ermordet wurde – obwohl alles auf Selbstmord hindeutet.

Gemeinsam mit dem skeptischen, wenn auch charmanten, Journalisten Tobias Sloan nimmt Grace die Ermittlungen auf und stößt auf ein undurchsichtiges Netzwerk aus Betrug, spirituellem Geschäftssinn und persönlichen Abgründen. Die Spur führt sie direkt ins berüchtigte Merchiston College of Psychic Studies – und zu einer zweiten Leiche.

Während das Ermittlerduo den tödlichen Machenschaften immer näher kommt, geraten sie selbst ins Visier der Täter. Das Spiel wird immer gefährlicher – und die Grenzen zwischen Ermittlungen und persönlicher Verwicklung beginnen zu verschwimmen. Kann Grace den tödlichen Machenschaften ein Ende setzen oder wird sie selbst das nächste Opfer?

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Düstere Geheimnisse im stürmischen Schottland

Mit „Der Tote in Edinburgh“ legt die Autorin den Grundstein für eine neue Krimi-Reihe rund um die Ermittlerin Grace MacNeil. Dabei handelt es sich um eine Neuauflage des bereits unter dem Titel „Schatten über Portobello“ erschienenen Romans. Wer atmosphärische Ermittlerkrimis vor der rauen, windgepeitschten Kulisse Schottlands liebt, kommt hier voll auf seine Kosten.

Der Schreibstil ist über weite Strecken sehr angenehm und flüssig zu lesen, auch wenn mein Lesefluss an vereinzelten Stellen etwas ins Stocken geriet.

Im Zentrum steht Grace, die nach einem schweren Schicksalsschlag den mutigen Schritt wagt, als Privatdetektivin neu anzufangen. Unterstützt wird sie dabei von einem kleinen, sympathischen Team und dem eigenwilligen, aber durchaus charmanten Journalisten Tobias Sloan. Ihr erster großer Fall hat es direkt in sich: Die Witwe eines berühmten Mediums glaubt nicht an den vermeintlichen Selbstmord ihres Mannes. Als kurz darauf eine weitere Leiche auftaucht, führt die Spur Grace direkt in das mysteriöse „College of Psychic Studies“.

Besonders hervorzuheben ist das großartige, raue Setting. Man spürt förmlich den schottischen Wind und die düstere Stimmung, die den Fall perfekt einrahmt. 

Die Handlung entwickelt sich insgesamt eher ruhig. Für mein Empfinden war die Erzählweise stellenweise etwas langatmig, und nicht jede Handlungsweise oder jeder Beweggrund der Charaktere war für mich sofort nachvollziehbar. Wer rasante Action sucht, braucht hier etwas Geduld, da die Ermittlungen sehr detailliert beschrieben werden.

Trotz der kleinen Längen bleibt der Krimi bis zum Schluss fesselnd. Die Autorin versteht es meisterhaft, falsche Fährten zu legen: Meine Vermutungen, wer hinter den Taten steckt, sprangen ständig hin und her, und die Auflösung blieb für mich bis zum Finale ein Rätsel. Besonders spannend wird es, wenn die Ermittlungen immer tiefer in ein Netz aus Intrigen führen und Grace sich plötzlich selbst in Lebensgefahr begibt, während die Grenzen zwischen Beruflichem und Privatem gefährlich verschwimmen.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein gelungener Auftakt mit viel Potenzial und einer wunderbaren Portion schottischem Flair!
★★★★
4 von 5 Sternen

Donnerstag, 12. Februar 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓙𝓮𝓷𝓼𝓮𝓲𝓽𝓼 𝓭𝓮𝓼 𝓗𝓸𝓻𝓲𝔃𝓸𝓷𝓽𝓼" von 𝓝𝓸𝓻𝓪 𝓡𝓸𝓫𝓮𝓻𝓽𝓼

Cover: Heyne Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Sloan Cooper ist klinisch tot, als sie in letzter Minute zurück ins Leben geholt wird. Aus dem Krankenhaus entlassen, zieht sie zurück in ihre Heimat am Mirror Lake. In den atemberaubenden Bergen Marylands findet sie Frieden – und lernt Nash kennen, der in der Natur seinem alten Großstadtleben entkommen möchte. Doch dann wird die Idylle jäh gebrochen, als eine junge Frau spurlos verschwindet. Sloan und Nash versuchen herauszufinden, was dahintersteckt und stoßen bald auf eine ganze Reihe von Vermisstenfällen. Gemeinsam wollen sie die düstere Wahrheit ans Licht bringen. Doch Sloan hat sich gerade erst zurück ins Leben gekämpft und eine neue Liebe gefunden – ist sie bereit, beides erneut aufs Spiel zu setzen?



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Nora Roberts beweist mit ihrem Werk „Jenseits des Horizonts“ einmal mehr, warum sie seit Jahrzehnten die Bestsellerlisten anführt. In diesem Roman verwebt sie meisterhaft Romantik, emotionale Tiefe mit einem hochspannenden Kriminalfall und einer ethischen Fragestellung, die den Leser noch lange nach dem Zuklappen des Buches beschäftigt.

Wie man es von der Autorin gewohnt ist, besticht das Buch durch einen wunderbaren Schreibstil. Die Sprache ist einnehmend, leicht und so flüssig, dass man förmlich durch die Seiten gleitet. 

Im Mittelpunkt steht Sloan, eine liebenswerte und starke Frau, die mich als Hauptcharakter vollkommen überzeugt hat. Besonders bewegend ist ihr Kampf zurück ins Leben: Nach einem schweren Schicksalsschlag muss sie ihren Eifer zügeln und sich streng an die Vorgaben der Ärzte halten, um ihre körperliche Fitness wiederzuerlangen. Es war wirklich schön, sie bei ihren Spaziergängen am See zu begleiten und mitzuerleben, wie sie mit festem Willen Schritt für Schritt – im wahrsten Sinne des Wortes – mehr schafft.

Familie und Nachbarschaft bilden das Herzstücke der Geschichte.
Sloans Familie ist ist warmherzig, hilfsbereit und voller Liebe, schafft es dabei aber, niemals aufdringlich zu sein. Diese familiäre Basis gibt der Geschichte einen wunderbaren Halt.

Die beiden Brüder in der Nachbarschaft bereichern nicht nur Sloans Leben, sondern die gesamte Handlung. Sie haben den Stress der Großstadt hinter sich gelassen, um in der Natur neu anzufangen. Ihr Alltag zwischen handwerklichen Dienstleistungen und der Renovierung ihres eigenen Hauses bringt eine bodenständige, sympathische Note in das Buch.

Dass sich zwischen Sloan und Nash eine Verbindung entwickeln würde, war zu erwarten, doch die Umsetzung ist hervorragend gelungen. Die Liebesgeschichte ist romantisch und zaghaft, entwickelt sich in einem angenehmen Tempo und verzichtet auf unnötigen Kitsch. Es ist eine Begegnung auf Augenhöhe, die sich organisch in den Plot einfügt.

Besonders hervorzuheben ist das atmosphärische und bildhafte Setting: Eine kleine, abgeschiedene Stadt, eingebettet in die raue Schönheit von dichten Wäldern und einem stillen See. Diese greifbare Einsamkeit der Natur bildet den perfekten Kontrast zur inneren Unruhe der Protagonisten und verleiht der Geschichte eine ganz eigene, fast schon magische Atmosphäre.

Das zentrale Thema des Romans ist die Diskrepanz zwischen moderner Medizin und dem Glauben an Gott. Die Autorin greift hier ein hochaktuelles und brisantes Motiv auf.
Wie weit darf die Medizin gehen?
Wo überschreitet der Mensch die Grenze und spielt Gott?

Dieser moralische Konflikt ist nicht nur Beiwerk, sondern treibt die Handlung voran und verleiht dem Buch eine intellektuelle Tiefe, die über einen reinen Liebesroman oder Krimi hinausgeht. Es regt dazu an, die eigenen Standpunkte zu Ethik und Fortschritt zu hinterfragen.

Obwohl der Spannungsbogen von der ersten Seite an straff gespannt ist, bricht er auch dann nicht ein, da man bereits sehr früh weiß, wer hinter den grausamen Morden steckt. Dass die Handlung dennoch fesselnd und packend bleibt, ist ein Beweis für Nora Roberts' handwerkliches Geschick. Es geht hier weniger um das „Wer“, sondern vielmehr um das „Warum“ und das „Wie“. Die Dynamik zwischen den Charakteren und die ständige Bedrohung in der idyllischen Kleinstadt sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Jenseits des Horizonts“ ist ein rundum gelungenes Buch. Es bietet die perfekte Mischung aus einem packenden Thriller, einer atmosphärischen Kulisse und einem tiefgründigen Thema, das zum Nachdenken anregt. Ein Muss für alle Fans der Autorin und für jene, die Geschichten mit moralischem Tiefgang und starkem Setting lieben.
★★★★★
5 von 5 Sternen

Mittwoch, 11. Februar 2026

📚 Update Januar: Meine Bücherbüchse 2026

Bild: Gemini Generated

Das neue Jahr ist gerade erst gestartet, und schon im ersten Monat hat sich in meiner Bücherbüchse 2026 einiges getan. Mein Ziel für dieses Jahr ist es, mein Leseverhalten bewusster zu gestalten und gleichzeitig ein kleines Budget für neue Buchschätze anzusparen.

Der Januar war ein voller Erfolg – sowohl auf den Seiten als auch in der Spardose!

Mein Kassensturz im Januar
Ich habe fleißig gelesen, gewürfelt und gespart. So setzt sich mein Beitrag für diesen Monat zusammen:




Aktivität                     Anzahl Betrag
Bookopoly-Bücher     9                 18,00 €
eBooks                     8                   8,00 €
Printbuch                     1                   2,00 €
Gesamt im Januar                 28,00 €

Ein kleiner Rückblick
Besonders stolz bin ich auf die 9 Bookopoly-Bücher. Das Spiel hat mich richtig motiviert. Auch meine eBook-Sammlung kam nicht zu kurz – acht beendete Geschichten sind eine stolze Bilanz für den Jahresbeginn!

Ein "echtes" Printbuch hat es diesen Monat ebenfalls in die Statistik geschafft. Alles in allem bin ich mit diesem Auftakt mehr als zufrieden.

Ein ganz guter Start – ich hoffe, es geht im Februar genauso erfolgreich weiter!

Wie lief euer Lese-Januar? Habt ihr auch eine Bücherbüchse oder ähnliche Challenges für 2026? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

Samstag, 31. Januar 2026

📚 Volle Seiten, volle Büchse: Meine Lese-Motivation für 2026!

Bild: Gemini Generated

Hallo ihr Lieben!

Das Jahr 2026 ist noch jung, und wie das so ist mit den guten Vorsätzen, brauchen sie manchmal einen kleinen extra Schubs, damit man auch wirklich dranbleibt. Ich habe mir für dieses Jahr unter anderem drei ganz klare Ziele gesetzt, um meine Leselust wieder so richtig zu entfachen.

Alle meine buchigen Vorsätze für 2026 habe ich euch bereits in einem Beitrag vorgestellt. Heute geht es speziell um diese drei:

1. "Back to the Pages" – Mehr Lesen, weniger Hören: Ich liebe Hörbücher, aber ich vermisse das Gefühl, ein Buch wirklich in den Händen zu halten und Zeile für Zeile in eine andere Welt einzutauchen. Dieses Jahr möchte ich den Fokus wieder aktiv auf das gedruckte Wort bzw. das Display des E-Readers legen.

2. Den SUB gezielt angehen: Mein Stapel ungelesener Bücher (SUB) ist kein Stapel mehr, es ist ein Gebirge! 2026 wird das Jahr, in dem ich meine Schätze im Regal nicht nur bewundere, sondern sie endlich auch lese.

3. Über den Tellerrand lesen (Genre-Challenge): Manchmal bleibt man zu sehr in seiner Komfortzone. Ich möchte dieses Jahr Neues entdecken und Genres eine Chance geben, die ich sonst eher links liegen lasse. Ob ein Sachbuch zu einem spannenden Thema, ein Klassiker der Weltliteratur oder ein Genre, das ich bisher gemieden habe – ich möchte mindestens vier Bücher lesen, die absolut untypisch für mich sind.

Motivation zum Mitklimpern: Die Bücherbüchse

Damit aus diesen Vorsätzen keine leeren Versprechen werden, brauche ich ein System, das Spaß macht. In meiner Lesegruppe nehme ich am Bookopoly-Spiel teil. Das Sparen dafür hat 2025 super funktioniert und mich richtig motiviert, die Bücher der Liste zu lesen.

Genau hier setze ich an: Meine Bücherbüchse kommt auch 2026 wieder zum Einsatz! Aber diesmal erweitere ich die Regeln, damit jeder Lesemoment belohnt wird. Für jedes gelesene Buch wandert ein kleiner Betrag in meine Spardose:

📖 Bookopoly-Buch: 2 €

📕 Print-Exemplar: 2 €

📱 E-Book: 1 €

Es ist ein tolles Gefühl, nach dem Beenden eines Buches nicht nur die Geschichte im Kopf, sondern auch eine Münze in der Hand zu haben. Ich bin jetzt schon wahnsinnig gespannt, was ich am Ende des Jahres angespart habe und welche Belohnung ich mir (oder meinem Bücherregal) davon gönne.

Wie motiviert ihr euch für eure Ziele? Habt ihr auch eine Bücherbüchse oder nutzt ihr andere spielerische Ansätze? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

Mittwoch, 7. Januar 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓦𝓻𝓮𝓬𝓴 𝓜𝔂 𝓟𝓵𝓪𝓷𝓼" von 𝓙𝓲𝓵𝓵𝓲𝓪𝓷 𝓜𝓮𝓪𝓭𝓸𝔀𝓼

Cover: Penguin Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Zwei Herzen, ein Weihnachtsfest – und Pläne, die im Schnee versinken.

Lenas Pläne sind einfach: Ihre Familie zu Weihnachten überraschen, ihnen verheimlichen, dass sie ihren Job verloren hat, und die Woche mit den Menschen verbringen, die sie liebt. Doch sie ist nicht der einzige unerwartete Gast. Gavin, der beste Freund ihres älteren Bruders, ist wieder da. Bereits sein halbes Leben lang verbringt er Weihnachten mit der Familie Santos. Nur hat er damit vor drei Jahren aufgehört, als er eines Abends ohne ein Wort verschwunden ist. Als Architekt hat Gavin stets einen Plan für alles – aber er hatte keinen dafür, wieder auf Lena zu treffen. Obwohl er sie seit dem Tag, an dem er sie verlassen hat, vermisst, kann er nicht riskieren, seinen Gefühlen nachzugeben, denn sie könnten das einzige Zuhause, das er je gekannt hat, zunichtemachen. Seine neue Strategie: versuchen, wieder Freunde zu sein. Nur Freunde! Doch all ihre Pläne, die sie geschmiedet haben, stehen kurz davor, in die Brüche zu gehen …

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„Wreck My Plans“ – Winterliche Romantik mit viel Feuer

„Wreck My Plans“ ist ein Roman, der sich hervorragend für ein paar schnelle Lesestunden zwischendurch eignet. Das liegt vor allem an dem äußerst angenehmen und lockeren Schreibstil, der dafür sorgt, dass man förmlich durch die Seiten gleitet. Mir ist der Einstieg in die Geschichte sehr leicht gefallen, da die Erzählweise flüssig ist und einen direkt in das winterliche Setting mitnimmt.

Besonders gut gelungen ist der weihnachtliche Rahmen der Geschichte. Das Buch vermittelt zahlreiche festliche Gefühle, und gerade die Szenen rund um das Familienfest waren voller Wärme und Liebe gestaltet. Auch der Humor kommt nicht zu kurz – es gab immer wieder amüsante Momente, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Die Grundidee und die winterlich-romantische Kulisse passen perfekt in die kalte Jahreszeit und wecken zunächst die Lust auf gemütliche Lesestunden.

Trotz dieses schönen Rahmens konnte mich das Buch nicht in allen Punkten überzeugen. Während ich mir mehr der versprochenen „Cozy Vibes“ gewünscht hätte, lag der Fokus der Handlung überraschend stark auf dem Spice-Anteil. Für meinen persönlichen Geschmack war dieser etwas zu präsent und hat die eigentlich so schöne winterliche Stimmung leider phasenweise überlagert.

Darüber hinaus fiel es mir schwer, eine echte emotionale Verbindung zu den Protagonisten Lena und Gavin aufzubauen. Mir fehlte es hier an psychologischer Tiefe und an jenen besonderen Momenten oder gemeinsamen Erinnerungen, die die Funken zwischen den Charakteren wirklich spürbar machen. Da diese emotionale Ebene etwas zu kurz kam, blieb das Mitfiebern bei der Liebesgeschichte leider aus.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein kurzweiliger Roman für Fans von expliziteren Liebesgeschichten in weihnachtlicher Kulisse, dem es für mich jedoch etwas an emotionalem Tiefgang und gemütlicher Atmosphäre fehlte.
★★★
3,5 von 5 Sternen