Dienstag, 11. August 2026

Mein erstes Buch-Blind-Date: Unboxing der Hugendubel Buchklopfenbox!


Ich liebe ja Buchwichtelaktionen über alles! Das Gefühl, ein Päckchen zu öffnen und absolut keine Ahnung zu haben, welche literarische Überraschung sich darin verbirgt, ist einfach unbezahlbar. Genau dieses Kribbeln hat mich dazu gebracht, endlich die Buchklopfenbox von Hugendubel auszuprobieren – und was soll ich sagen? Ich bin absolut begeistert!

Was genau ist die Buchklopfenbox?
Für alle, die sie noch nicht kennen: Die Buchklopfenbox ist im Grunde ein Buch-Blind-Date im Abo-Format. Neben einem liebevoll ausgewählten Buch bekommt man bei jeder Lieferung noch viele tolle Extras dazu, die perfekt auf ein gemütliches Leseerlebnis abgestimmt sind. Da dieses Konzept meinem geliebten Buchwichteln schon extrem nah kommt, konnte ich einfach nicht widerstehen.

Für den Anfang habe ich mir zum Testen direkt zwei Boxen bestellt, nämlich für den August und den Oktober. Aber nach meinem Erlebnis mit dieser ersten Lieferung steht für mich jetzt schon fest: Ich werde mir ziemlich sicher mindestens auch noch die Dezember-Box gönnen!

Das Herzstück der August-Box: Ein Traum für Buchliebhaber
Als ich das eigentliche Herzstück der Box ausgepackt habe, hat mein Bücherherz sofort einen Sprung gemacht. Enthalten war nämlich "Battle of the Bookstores" von Ali Brady aus dem HarperCollins Verlag.

Allein dieser großartige Titel lässt mein Leserherz direkt höher schlagen – eine Geschichte über Buchhandlungen? Besser geht es kaum!

Dazu kommt, dass diese Ausgabe mit einem wunderschönen Farbschnitt veredelt ist, was das Ganze im Buchregal zu einem echten Hingucker macht. Ich kann es kaum erwarten, in die Geschichte einzutauchen.
"Battle of the Bookstores" von Ali Brady, HarperCollins Verlag


Die Extras: Von Wellness bis Nervennahrung
Neben dem Buch war die Box randvoll mit richtig coolen und abwechslungsreichen Goodies gepackt, die das Leseerlebnis wunderbar abrunden. In meiner August-Box durfte ich mich über folgende Dinge freuen:

Erfrischender Eistee: Perfekt als kühle Erfrischung beim Lesen.

Paradies Creme & ein Riegel: Die ideale Nervennahrung, wenn es in der Geschichte mal wieder spannend wird.

Freundschaftsarmbänder: Ein total süßes Detail zum Behalten oder Verschenken.

DIY Schlüsselanhänger: Eine tolle kleine Bastelbeschäftigung.

Glasabdeckungen: Super praktisch für den Lesedrink auf der Terrasse, damit keine ungebetenen Insekten im Glas landen.

Körperpeeling & Raumspray Probe: Für die extra Portion Wellness und die perfekte, duftende Wohlfühlatmosphäre im Raum.

Mein Fazit
Die erste Buchklopfenbox hat meine Erwartungen wirklich übertroffen. Die gelungene Mischung aus einem fantastisch klingenden Buch in einer so edlen Aufmachung und den vielen liebevoll durchdachten Kleinigkeiten macht das Auspacken zu einem echten Erlebnis. Wer Überraschungen und Buchwichtel-Vibes genauso sehr liebt wie ich, macht hier absolut nichts falsch. Ich zähle jetzt jedenfalls schon die Tage, bis im Oktober mein nächstes Blind-Date mit einem Buch bei mir einzieht!

[Unbezahlte Werbung – selbst gekauft]

Sonntag, 9. August 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓢𝓬𝓱𝓪𝓽𝓽𝓮𝓷 ü𝓫𝓮𝓻 𝓭𝓮𝓷 𝓗𝓲𝓰𝓱𝓵𝓪𝓷𝓭𝓼" von 𝓒𝓸𝓷𝓼𝓽𝓪𝓷𝔃𝓮 𝓦𝓲𝓵𝓴𝓮𝓷

Cover: Schatten über den Highlands von
Constanze Wilken, Verlag: Goldmann
[Rezensionsexemplar]

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Eine idyllische Grafschaft in den Highlands. Ein verhängnisvolles Geheimnis. Eine grenzenlose Liebe.

Die junge Lizzie Farland hat sich fernab der Highlands ein neues Leben in Glasgow aufgebaut . Doch als sie einen alarmierenden Brief ihres Vaters, des Pferdezüchters Donnie, erhält, macht sie sich sofort auf den Weg zurück in ihre alte Heimat, die idyllische Grafschaft Perthshire. Der schwerkranke Donnie hat einen letzten Wunsch an seine Tochter: Er möchte sie vor seinem Tod mit Ronain verheiraten, dem Sohn seines besten Freundes. Als junges Mädchen war Lizzie in den sympathischen, gut aussehenden Ronain verliebt – dann musste er für drei Jahre ins Gefängnis, und Lizzie hat ihm nie verziehen. Sie ahnt nichts von dem gut gehüteten Geheimnis hinter Ronains damaliger Verurteilung ...

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

„Schatten über den Highlands“ bietet eine faszinierende Mischung aus rauer schottischer Kulisse, tiefgreifenden Familiengeheimnissen, der gemütlichen Atmosphäre eines Buchladens und dem oftmals missverstandenen Leben der Traveller. 

Der angenehme und flüssige Schreibstil hat es mir von Beginn an leicht gemacht, in die Geschichte abzutauchen. Dank der detaillierten und sehr bildhaften Beschreibungen entstanden während des Lesens sofort deutliche Bilder vor meinem inneren Auge.

In der Gegenwart wird die Handlung abwechselnd aus den Perspektiven von Lizzy und Ronain erzählt. Dadurch erlebt man beide Seiten der Geschichte hautnah und intensiv mit. Dabei lernt man die Gemeinschaft der Traveller sehr gut kennen, die auch heute noch mit massiven Vorurteilen zu kämpfen hat und oft völlig ungerechtfertigt als notorische Diebe und Lügner abgestempelt wird. Gleichzeitig wird ihr wunderbares und intuitives Talent im Umgang mit Pferden und die alte Tradition der sogenannten „Horsemen“ wunderschön hervorgehoben. Besonders Ronain verkörpert diese Gabe; er wäre liebend gern Tierarzt geworden, was ihm jedoch durch verschiedene widrige Umstände leider verwehrt blieb.

Um die komplexen Verstrickungen der Gegenwart zu verstehen, arbeitet das Buch mit zwei eingewobenen Rückblenden. Ein Erzählstrang beleuchtet Donnies Geschichte. Man erfährt eindrücklich, wie es zu seiner tiefen Verbitterung kam und was der eigentliche Grund dafür ist, dass die Traveller in der Gegend mittlerweile so ungern gesehen sind. Der zweite Strang führt uns in die gemeinsame Vergangenheit von Lizzy und Ronain – in die Zeit, bevor die Situation völlig aus dem Ruder lief und die Tragödie ihren Lauf nahm, die ihn letztendlich ins Gefängnis brachte und sie nach Glasgow fliehen ließ.

Die Charaktere sind durchweg wunderbar und authentisch gezeichnet. Besonders Lizzys tiefen inneren Konflikt konnte ich extrem gut nachempfinden. Einerseits ziehen sie ihre Wurzeln, die tiefe Liebe zu den Pferden und ihre Familie immer wieder zurück in die Gemeinschaft. Vor allem ihre jüngeren Schwestern Clara und Annie, die noch dort leben, sowie ihre Nichten und Neffen bedeuten ihr viel. Doch das Wiedersehen ist schwierig: Besonders Clara macht es Lizzy nicht leicht, da sie sich noch immer im Stich gelassen fühlt, weil nach Lizzys Weggang plötzlich die gesamte Verantwortung auf ihren Schultern lastete. Andererseits liebt Lizzy ihr neues, friedliches Leben in Glasgow und ihre Arbeit in dem kleinen Buchladen. Dessen Besitzer, der ältere Mr. Murphy, gab ihr damals bei ihrer Ankunft trotz mangelnder Erfahrung nicht nur einen Job, sondern ein echtes Zuhause. Er ist für Lizzy längst weitaus mehr zu einer Vaterfigur geworden, als es Donnie Farland je hätte sein können.

Insgesamt ist die Geschichte wunderbar erfrischend und bietet thematisch mal etwas ganz anderes. Ich bin förmlich in das Leben der Traveller eingetaucht, habe beim Lesen ihre Musik im Ohr gehabt und mich gefühlt, als stünde ich selbst mitten auf dem Pferdemarkt in Appleby. Dass ich dem Buch letztendlich vier von fünf Sternen gebe, liegt lediglich an ein paar kleineren Längen, die sich zwischendurch in die ansonsten sehr fesselnde Handlung eingeschlichen haben. Abgesehen davon ist es ein absolut lesenswerter und emotionaler Roman.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Schatten über den Highlands“ ist ein atmosphärisch dichter und emotionaler Roman, der durch sein unverbrauchtes Setting innerhalb der schottischen Traveller-Gemeinschaft absolut überzeugen kann. Für alle Leserinnen und Leser, die tiefgründige Familiengeheimnisse, eine raue Kulisse und lebendige Figuren lieben, ist dieses Buch eine wunderbar erfrischende Lektüre, die sich ihre vier Sterne redlich verdient hat.
★★★★
4 von 5 Sternen

Samstag, 8. August 2026

Herbstzauber im Hochsommer: Mein erstes Herbstbuch ist eingezogen!

Cover: Fall I Want von Lyra Parish, Verlag: everlove

Draußen brennt die Sonne vom Himmel und wir haben gefühlt reinsten Hochsommer, aber in meinem Leseherz hat die gemütlichste Jahreszeit bereits begonnen! Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber in diesem Jahr habe ich einfach unfassbare Lust auf atmosphärische Herbstbücher. Um mich optimal auf die kühleren Tage vorzubereiten, habe ich direkt einige vielversprechende Titel vorbestellt und freue mich nun riesig darauf, wenn sie nach und nach in meinem Briefkasten landen. Den Anfang macht ein absoluter Wohlfühltitel, der mich gedanklich sofort in die goldene Jahreszeit katapultiert hat.

„Fall I Want“ von Lyra Parish – Eine cozy Romance mit viel Pumpkin Spice
Mein allererster Neueingang für diese Saison ist „Fall I Want“ von Lyra Parish. 

Das Buch ist der erste Teil der Cozy Creek Collection. Die Bücher sind aber unabhängig voneinader lesbar.

Und darum geht es:

Willkommen in Cozy Creek!
Als Zane in Autumns Café stürmt, fällt er ihr sofort auf – zunächst wegen seines guten Aussehens, dann wegen seiner Unverschämtheit. Trotzdem ist da dieses Knistern … Auch Zane spürt die unbestreitbare Anziehungskraft zwischen ihnen, doch er ist in Cozy Creek auf der Flucht vor der Liebe, nicht auf der Suche danach. Als Autumns Ex sie bedrängt, gibt Zane sich kurzerhand als ihr Freund aus, und sie beschließen, das Spiel weiterzuspielen. Dabei fühlen sie sich immer stärker zueinander hingezogen, aber die Liebe hat sie beide schon verletzt. Können sie ihren Gefühlen eine echte Chance geben?

Nirgendwo ist der Herbst schöner als in Cozy Creek!
Wenn es draußen grau und ungemütlich ist, wird es Zeit, sich mit einer guten Herbst-Romance einzukuscheln! In der Kleinstadt Cozy Creek gibt es alles, was das Herbst-Herz begehrt – kleine, süße Coffee Shops mit den besten Zimtschnecken und dampfendem Pumpkin Spice Latte, Spaziergänge durch raschelndes Laub, einen Besuch auf dem Kürbisfeld oder dem Herbstfestival. Freu dich auf magische Herbstatmosphäre und die perfekten Book Boyfriends! 

Pures Herbst-Feeling in Cozy Creek
Was mich an diesem Buch schon jetzt so sehr begeistert, ist das fantastische Setting, denn nirgendwo scheint der Herbst schöner zu sein als in Cozy Creek! Die Autorin erschafft eine wunderbar magische Kleinstadtatmosphäre, die wirklich alles bietet, was das Herbst-Herz begehrt. 

Auch wenn wir draußen aktuell noch schwitzen, bin ich mehr als bereit für diese literarische Auszeit und freue mich riesig darauf, mich mit diesem Buch so richtig schön einzukuscheln. Ich bin schon sehr gespannt, welche herbstlichen Buch-Schätze in den nächsten Wochen noch bei mir einziehen werden!

Donnerstag, 6. August 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓝𝓸𝓻𝓭𝓴𝓪𝓹𝓱𝓮𝓻𝔃𝓮𝓷" von 𝓜𝓪𝓭𝓲𝓽𝓪 𝓣𝓲𝓮𝓽𝓰𝓮𝓷

Cover: Heyne

[Rezensionsexemplar]

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Kari will die Ruhe am Nordkap genießen und ihr Herz nach einer schweren Scheidung in der Mitternachtssonne heilen lassen. Was sie als Malerin jemals an einem arroganten Anwalt finden konnte, ist ihr ein Rätsel. Dummerweise wird die Auszeit am nördlichsten Punkt Europas regelmäßig von Hallvard, Koch im örtlichen Restaurant, gestört. Sie hat seine Kochkunst nicht nur infrage gestellt, sondern auch noch kritisiert. Er überredet Kari, sich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Schon bald findet sie sich auf einer kulinarischen Erlebnisreise quer über die Insel Magerøya wieder – und stellt fest, dass Hallvard anfängt, sich in ihr Herz zu kochen. Dabei ist er doch wie ihr Ex: gut aussehend, selbstverliebt und auf seine Arbeit fixiert. Wie bewahrt sie ihre Seele davor, den gleichen Fehler ein zweites Mal zu machen?

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Mit Nordkapherzen präsentiert Madita Tietgen den zweiten Band ihrer atmosphärischen Nordkap-Reihe und hat mich damit erneut begeistert. Bereits der erste Teil hat mir gut gefallen.

Schon nach den ersten Seiten war ich wieder vollkommen in der Handlung gefangen, als hätte ich die Familie Mogensen und die malerische Kulisse im hohen Norden nie verlassen. 

Der flüssige, angenehm leichte und zugleich unheimlich bildhafte Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass man sich direkt nach Norwegen versetzt fühlt. Man spürt förmlich die besondere Magie der endlosen Mitternachtssonne in Honningsvåg und genießt die gedanklichen Ausflüge über die raue, wunderschöne Insel Magerøya in vollen Zügen.

Im Zentrum dieser berührenden Geschichte steht Kari, die nach der kräftezehrenden Scheidung von ihrem karriereversessenen Ex-Mann dringend einen Neuanfang sucht. In der beruhigenden Stille der norwegischen Natur hofft sie, die dunklen Schatten ihrer Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen und wieder zu sich selbst zu finden. 
Je mehr man beim Lesen über Karis schwere Erlebnisse erfährt, desto tiefer blickt man in ihre Seele und leidet unweigerlich mit ihr mit. Man spürt ihre tiefe Sehnsucht nach Frieden und Heilung. Ihr eiserner Schwur, alte Fehler unter keinen Umständen zu wiederholen, verstellt ihr jedoch manchmal den Blick für das Wesentliche, sodass sie erst lernen muss, die Dinge wieder klar zu sehen. Ihre erhoffte Ruhe wird ohnehin gehörig auf die Probe gestellt, als sie auf Hallvard trifft. Der überaus gut aussehende und talentierte, aber eben auch extrem sture Koch scheint auf den ersten Blick, genau wie ihr Ex-Mann, einzig und allein für seine Arbeit zu leben. Angetrieben von dem unbedingten Traum, sich einen Michelin-Stern zu erkochen, schlägt er sich die Nächte in der Restaurantküche um die Ohren. Dort tüftelt er unermüdlich an neuen, faszinierenden Geschmackskreationen – von denen er nicht zuletzt auch Kari überzeugen möchte.

Was zwischen den beiden mit hitzigen und überaus unterhaltsamen Wortgefechten beginnt, entwickelt sich schon bald durch viele bewegende Momente und köstliches Essen zu einer tiefen Verbindung, mit der sie beide niemals gerechnet hätten. Doch auch Hallvard trägt ein schweres, gut gehütetes Geheimnis mit sich herum. Als die Vergangenheit die beiden schließlich einholt, droht sich alles schlagartig zu verändern. 
Die Dynamik dieser beiden wundervollen, authentisch gezeichneten Figuren ist fantastisch beschrieben. Kari und Hallvard geben sich gegenseitig Halt, lassen einander wachsen und beweisen dem Leser eindrucksvoll, wie heilsam tiefe Liebe, echtes Vertrauen und das Ankommen bei sich selbst sein können.

Madita Tietgen hat es wieder einmal geschafft, mich emotional zu berühren. Ich habe mit den Charakteren gelacht, geweint, gehofft und gebangt. Auch die Nebenfiguren tragen maßgeblich zu diesem lebendigen Leseerlebnis bei. Während die einen durch ihr Verhalten regelmäßig zur Weißglut gebracht haben, wärmte die herzliche und offene Art von Anna, Amalie und Thea sofort mein Herz. Wie einladend und verständnisvoll diese drei Frauen Kari in ihrer Mitte aufnehmen, war einfach wunderschön zu lesen.

Zusammenfassend kann ich für diese tiefgründige Geschichte eine Leseempfehlung aussprechen. Es hat mir unheimlich viele schöne Lesestunden bereitet, Kari und Hallvard auf ihrem Weg zum Neuanfang und zu neuer innerer Stärke zu begleiten. Nach diesem wunderbaren literarischen Sommer am Nordkap freue ich mich nun umso mehr auf die winterlichen Polarlichter und brenne darauf, im nächsten Band endlich die Geschichte von Anna und Filip zu entdecken.

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"Nordkapherzen" ist ein emotionaler und atmosphärischer Roman vor der traumhaften Kulisse Norwegens. Die einfühlsame Liebesgeschichte von Kari und Hallvard überzeugt durch authentische Figuren und zeigt wunderbar, wie heilsam ein echter Neuanfang sein kann. Eine rundum gelungene Geschichte und eine klare Leseempfehlung!
★★★★
4 von 5 Sternen

Sonntag, 2. August 2026

Mein Bücherbüchsen-Rückblick: Der sonnige Juli 2026 ☀️📚

Bild: Erstellt mit Google Gemini

Hallo ihr Lieben! 

Der Hochsommer ist da, die Tage waren lang und warm – und natürlich durfte auch im Juli der passende Lesestoff nicht fehlen. Nachdem der Juni ja schon ein absoluter Rekordmonat für mich war, ging es im Juli vielleicht von der reinen Masse her etwas ruhiger zu, aber dafür war ich bei meinen Lese-Zielen unglaublich fokussiert.

Schnappt euch euren Eiskaffee, hier kommt mein Lese-Rückblick für den Juli!

Bookopoly-Ziele: 100 % erreicht! 🎲🏆
Ich habe alle 5 Bücher vom Bookopoly gelesen! Es ist einfach ein unbeschreiblich gutes Gefühl, wenn man die thematischen Lese-Herausforderungen auf dem Spielfeld abhaken kann und am Ende des Monats wirklich jede einzelne Aufgabe gemeistert hat. Die Herausforderungen haben wieder richtig Spaß gemacht und mich dazu gebracht, genau die richtigen Geschichten zur richtigen Zeit auszuwählen. Ziel für den Juli: absolut erfüllt!

Zurück zum E-Reader 📱
Nachdem ich im Juniurlaub so viel zu Print-Ausgaben gegriffen habe, hat sich mein Lesealltag im Juli wieder etwas normalisiert. Das spiegelt sich auch deutlich in den Formaten wider:
Der absolute Großteil meiner Bücherbüchesen-Bücher bestand aus 9 e-Books. Es ist im Alltag einfach unfassbar praktisch, die halbe Bibliothek kompakt in der Tasche zu haben. Dagegen hat es diesen Monat nur 1 Print-Buch auf meine beendete Liste geschafft.

Kassensturz: Die Spardose füllt sich weiter 🪙💰
Natürlich darf bei meinem Monatsrückblick das Update für meine Buch-Spardose nicht fehlen! Die Regeln bleiben gleich und motivieren mich nach wie vor enorm:

5 Bookopoly-Bücher (je 2 €) = 10 €

9 e-Books (je 1 €) = 9 €

1 Print-Buch (je 2 €) = 2 €

Insgesamt wandern damit weitere 21 € in meine Spardose! Auch wenn es etwas weniger ist als im extrem starken Juni-Urlaubsmonat, wächst mein Budget für künftige Bücherbüchsen-Schätze oder neue Hardcover stetig weiter an.

Jetzt seid ihr dran: Wie war euer Lese-Juli? Habt ihr eure persönlichen Leseziele erreicht oder habt ihr das schöne Wetter lieber draußen ohne Buch genossen? Und welches Buch war euer absolutes Monatshighlight?

Schreibt es mir gerne in die Kommentare, ich freue mich aufs Stöbern in euren Tipps! 💕

Samstag, 18. Juli 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓛𝓲𝓮𝓫𝓮 𝓪𝓾𝓯 𝓭𝓮𝓷 𝓮𝓻𝓼𝓽𝓮𝓷 𝓢𝓮𝓮𝓫𝓵𝓲𝓬𝓴" von 𝓢𝓲𝓵𝓴𝓮 𝓝𝓮𝓾𝓶𝓪𝔂𝓮𝓻

Cover: Heyne
[Rezensionsexemplar]

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Verkork(s)t. Verliebt. Verzaubert – Sommerträume am Bodensee

Nachdem Leonie ihren Mann Adrian in der gemeinsam geführten Berliner Bar beim Seitensprung erwischt hat, steht sie vor den Scherben ihrer Lebensplanung. Mitten in ihrem Herzschmerz erreicht sie die Nachricht, dass ihre verstorbene Großmutter ihr ein kleines Weinlokal inklusive Weinberg vermacht hat. Kurz entschlossen reist Leonie nach Meersburg am Bodensee. An dem Ort ihrer Kindheit will sie die romantisch in die Jahre gekommene Erbschaft unter die Lupe nehmen. Auf einmal hat Leonie eher zu viele als zu wenige Möglichkeiten: Das Lokal könnte sie in eine moderne Bar verwandeln – oder Haus und Weinberg verkaufen. Und bei der Rebernte steht ihr nicht nur der attraktive Winzer Max zur Seite - auch der reumütige Adrian taucht plötzlich wieder auf. Lässt Leonie ihren Verstand entscheiden – oder ihr Herz?

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Bereits das ansprechende Cover von „Liebe auf den ersten Seeblick“ versetzt einen direkt in eine wunderbare Urlaubsstimmung. Dieser positive erste Eindruck wird durch das herrliche Setting des Romans noch deutlich verstärkt. Die Handlung rund um eine charmante Weinbar direkt am Bodensee ist so stimmungsvoll eingefangen, dass beim Lesen augenblicklich ein echtes Urlaubsgefühl aufkommt.

Auch der schlichte und sehr eingängige Schreibstil sorgt für entspannte Lesestunden. Die Sprache ist wunderbar flüssig, sodass ich geradezu durch die Seiten geflogen bin und das gesamte Buch an nur einem einzigen Tag durchgelesen habe.

Trotz dieser starken äußeren Rahmenbedingungen konnte mich die eigentliche Handlung leider nicht wirklich überzeugen. Das lag in erster Linie an der Ausarbeitung der Charaktere und einer spürbaren emotionalen Oberflächlichkeit. 
Insbesondere die Protagonistin Leonie empfand ich als äußerst schwierig. Obwohl sie eine Frau ist, die auf die vierzig zugeht, legt sie ein völlig unreifes und naives Teenager-Verhalten an den Tag. Ihre unüberlegten Handlungen wirken für eine eigentlich gestandene Mitdreißigerin schlichtweg unglaubwürdig. Teilweise war ihre Art für mich kaum zu ertragen; ich musste beim Lesen geradezu die Augen zukneifen, weil es so anstrengend war mitzuerleben, wie vehement sie vor offensichtlichen Tatsachen immer wieder die Augen verschließt.

Darüber hinaus litt auch die Romantik unter dieser mangelnden emotionalen Tiefe, denn die Liebesgeschichte entwickelte sich für meinen Geschmack viel zu überstürzt und unauthentisch. Gefühlt bis kurz vor Ende der Geschichte hing Leonie noch stark an ihrem Mann, nur um dann auf den letzten zehn Seiten völlig abrupt die große, neue Liebe zu zelebrieren. Es gab im Handlungsverlauf schlichtweg keinen ausreichenden Raum, in dem diese tiefen Gefühle natürlich hätten wachsen können oder der es mir ermöglicht hätte, diese Entwicklung emotional mitzuerleben. Die ohnehin nur kurzen Begegnungen zwischen den beiden reichten leider bei Weitem nicht aus, um ein echtes oder positives Gefühl für ihre Verbindung entstehen zu lassen. 

So bleibt am Ende ein Roman, der zwar mit einer traumhaften Kulisse und schnellem Lesefluss punktet, auf charakterlicher Ebene aber leider viel Potenzial verschenkt.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Liebe auf den ersten Seeblick“ besticht vor allem durch das traumhafte Bodensee-Setting und einen wunderbar leichten Schreibstil, der sofort Urlaubsstimmung weckt. Leider trüben die emotional oberflächliche Handlung, eine oft anstrengend naive Protagonistin und die völlig überstürzte Liebesgeschichte das Lesevergnügen erheblich. Es ist eine schnelle, unkomplizierte Lektüre für einen Tag am Strand, von der man jedoch keine charakterliche Tiefe oder eine authentische, nachvollziehbare Romanze erwarten darf.
★★★
3 von 5 Sternen

Montag, 13. Juli 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓦𝓮 𝓑𝓻𝓮𝓪𝓴 𝓐𝓷𝓭 𝓗𝓮𝓪𝓵" von 𝓝𝓪𝓽𝓪𝓵𝓲𝓮 𝓔𝓻𝓵𝓪𝓬𝓱

Cover: reverie
[Rezensionsexemplar]

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein Erbe, drei Schwestern und viele unbeantwortete Fragen.

Nach elf Jahren zieht es die entfremdeten Schwestern Cleo, Juliet und Sage zurück in ihre Heimatstadt Spring Mountains in das Landhaus ihrer verstorbenen Großeltern. Doch mit ihrer Rückkehr klopfen auch Erinnerungen und ungeklärte Konflikte an die Tür. Cleo trifft auf ihren Ex-Freund Dax, der nicht nur alte Gefühle weckt, sondern auch ein Geheimnis hütet, das droht, Cleos Vertrauen erneut zu erschüttern. Die Schwestern werden mit Herausforderungen konfrontiert, und eine mysteriöse Klausel im Testament bringt ihr Erbe in Gefahr. Sie stehen vor Rätseln, die es zu lösen gilt, bevor sie den Nachlass antreten können. Die Suche beginnt, und mit jedem neuen Hinweis, rückt eine Wahrheit näher, die alles verändern könnte. Ein Roman über alte Wunden, Neuanfänge und die Suche nach der Wahrheit.

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„We Break And Heal“ bildet den vielversprechenden Auftakt der „Spring Mountain Sisters“-Reihe und rückt gleich zu Beginn eine faszinierende Familiendynamik in den Fokus. Im Zentrum der Erzählung stehen die drei Schwestern Cleo, Juliet und Sage, wobei dieser erste Band seine Aufmerksamkeit besonders auf Cleos persönliche Reise lenkt. 

Der Einstieg in den Roman gelingt mühelos, was nicht zuletzt an dem äußerst angenehmen und flüssigen Schreibstil liegt. Durch die geschickt eingesetzten Perspektivwechsel bekommt man einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der unterschiedlichen Figuren, was es deutlich leichter macht, ihre individuellen Gedanken und Motive nachzuvollziehen.

Der Anfang der Geschichte baut sofort eine spürbare Neugier auf. Man möchte unweigerlich herausfinden, welch tiefer Riss zwischen den Schwestern entstanden ist und welche unausgesprochenen Geheimnisse unter der Oberfläche dieser Familie schlummern. Dennoch hat die Handlung im Mittelteil mit einigen Längen zu kämpfen. Die Dynamik wird hier durch wiederkehrende Missverständnisse und hartnäckiges Schweigen gebremst. In diesen Phasen wünscht man sich oft, dass die Charaktere endlich offen miteinander kommunizieren würden, statt essenzielle Dinge im Raum stehen zu lassen. Diese fehlende Kommunikation machte es stellenweise ein wenig schwer, ganz und gar in die Welt der Schwestern einzutauchen.

Glücklicherweise nimmt die Geschichte ab der zweiten Hälfte deutlich an Fahrt auf. Die komplexen Hintergründe der familiären Konflikte lichten sich nach und nach, wodurch die anfänglich vielleicht frustrierenden Entscheidungen der Figuren plötzlich Sinn ergeben und emotional greifbar werden. Besonders berührend ist die behutsame Annäherung der Schwestern. Es ist wunderbar mitzuerleben, wie sie Stück für Stück versuchen, ihre gemeinsame Vergangenheit aufzuarbeiten und wieder zueinanderzufinden. Auch die romantische Entwicklung fügt sich harmonisch in die Handlung ein: Cleo und Dax sind ein äußerst sympathisches Paar, dessen gemeinsamen Weg man mit großer Freude verfolgt.

Zusätzliche Würze erhält der Roman durch das gut verwobene Familiengeheimnis, das kontinuierlich Spannung aufbaut und dafür sorgt, dass man die losen Fäden der Handlung unbedingt entwirren möchte. Das Finale hält schließlich eine faustdicke Überraschung bereit: Der Roman endet mit einem unerwarteten und packenden Cliffhanger. Dieser fesselnde Schlussstrich lässt einen fast schon ungeduldig zurück und weckt eine enorme Vorfreude darauf, wie es im nächsten Band weitergeht.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„We Break And Heal“ ist ein emotionaler und gelungener Reihenauftakt, der trotz kleinerer Längen im Mittelteil überzeugen kann. Die berührende Entwicklung der Schwestern, die authentische Liebesgeschichte zwischen Cleo und Dax sowie das spannende Familiengeheimnis machen das Buch zu einem rundum fesselnden Leseerlebnis. Spätestens der unerwartete Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass man sofort zum nächsten Band greifen möchte – eine klare Leseempfehlung für Fans von tiefgründigen Familiendramen und sanfter Romantik.
★★★★
4 von 5 Sternen

Sonntag, 5. Juli 2026

Mein Bücherbüchsen-Rückblick: Der Juni 2026 📚✨

Bild: Erstellt mit Google Gemini

Hallo ihr Lieben! Kaum zu glauben, aber der Juni ist schon wieder vorbei. Der Sommer ist in vollem Gange und ich durfte in den letzten Wochen einiges an Urlaubszeit genießen. Das spiegelt sich auch absolut in meinem Lesemonat wider! Es war ein Monat voller intensiver Lesestunden, gewaltiger Challenge-Erfolge und einer extrem fleißigen Spardose. 

Das Bookopoly-Fieber hat wieder zugeschlagen! 🎲
Wer die Challenge kennt, weiß, wie süchtig sie machen kann. Im Juni lief es bei mir auf dem Spielfeld einfach phänomenal. Ich habe sage und schreibe alle 12 Bücher vom Bookopoly geschafft! Jedes Mal, wenn man eine Aufgabe erfüllt und ein weiteres Buch von der Liste streichen kann, ist das einfach ein großartiges Gefühl. Die Würfel standen diesen Monat definitiv auf meiner Seite.

Print-Liebe im Urlaub & Format-Wandel 📖
Insgesamt war die Mischung meiner Lese-Formate im Juni ein bisschen anders als in den Vormonaten. Neben 9 e-Books habe ich in den letzten Wochen sogar 4 Print-Ausgaben beendet!

Der Grund für den Print-Zuwachs? Ganz klar: der Urlaub! Wenn die Alltagshektik abfällt und man endlich mal wieder Zeit hat, stundenlang am Stück zu schmökern, gibt es für mich kaum etwas Schöneres, als ein echtes Buch in den Händen zu halten. Das Gefühl, die Seiten umzublättern, hat mich dieses Mal richtig gecatcht. Dafür mussten die Hörbücher im Juni etwas zurückstecken – auf Reisen und Ausflügen blieben die Kopfhörer öfter mal in der Tasche, während ich voll und ganz in den gedruckten Seiten versunken bin.

Kaching! Das Spardosen-Update 🪙💰
Wie ihr wisst, belohne ich meinen Lesefleiß mit einem kleinen Spar-System. Jedes beendete Buch bringt Bares für die Buchkasse. Schauen wir mal, was die Statistik für den Juni sagt und wie viel Geld in die Spardose wandern darf:

12 Bookopoly-Bücher (je 2 €) = 24 €

9 e-Books (je 1 €) = 9 €

4 Print-Bücher (je 2 €) = 8 €

Das macht ein fantastisches Gesamtergebnis von stolzen 41 € für meine Spardose! Ein absolut genialer Nebeneffekt eines so erfolgreichen Lesemonats. Das Budget wird natürlich gut behütet und bis zum Jahresende gespart.

Und jetzt zu euch: Wie lief euer Juni? Konntet ihr eure Leseziele erreichen oder hat euch vielleicht auch der Urlaub ein paar extra Lesestunden beschert? Greift ihr im Sommer auch lieber zum gedruckten Buch oder bleibt ihr dem e-Reader treu?

Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare, ich freue mich auf den Austausch mit euch! 💕

Mittwoch, 17. Juni 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓦𝓲𝓻 𝓽𝓻ä𝓾𝓶𝓮𝓷 𝓭𝓲𝓮 𝓛𝓲𝓮𝓫𝓮" von 𝓙𝓸𝓼𝓲𝓮 𝓢𝓲𝓵𝓿𝓮𝓻

Cover: Heyne
[Rezensionsexemplar]
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein Literaturagent wider Willen und eine vom Unglück verfolgte Schauspielerin erfinden die Geschichte der Liebe neu: großes Romantik-Kino von Bestsellerautorin Josie Silver!

Literatur- und Talentagent Charlie Francisco hat ein Problem – oder eigentlich zwei: den sensationellsten Liebesroman, den er je auf seinem Tisch hatte, und einen Autor, dessen Identität nicht gelüftet werden soll. Was läge da näher, als die Soapdarstellerin Kate Elliott anzuheuern, gerade frisch geschieden und auf Kriegsfuß mit der Liebe. Zwischen ihr und Charlie fliegen sofort die Funken, sie geraten zunächst bei jeder Kleinigkeit aneinander. Ihre Rolle spielt Kate allerdings perfekt und verkörpert bei allen Interviews und Lesungen ein Phantom, zu dem sie niemals Fragen stellt. Bis sie sich Stück für Stück in die Geschichte verliebt und das Geheimnis hinter dem Roman lüften möchte. Dabei kommt sie unweigerlich auch Charlie immer näher. Werden die beiden von ihrem Drehbuch abweichen und ahnt Kate, auf was sie sich einlässt?

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Das Buch „Wir träumen die Liebe“ verdient ohne jeden Zweifel eine absolute Fünf-Sterne-Bewertung.

Der Schreibstil ist einfach wundervoll, leichtfüßig und unheimlich einnehmend. Die Geschichte wird so lebendig, locker und leicht erzählt, dass ich ab der ersten Seite sofort mitten im Geschehen drin war. Es war schlicht unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen, sodass ich es fast in einem einzigen Rutsch verschlungen habe. 

Es ist eine rundum gelungene, wundervolle und authentische Geschichte über die Liebe in all ihren Facetten – über die romantische Liebe, die tiefe Liebe zur Literatur und die bedingungslose Liebe zur Familie.

Im Mittelpunkt stehen zwei faszinierende Persönlichkeiten, die in einer für sie schwierigen Zeit aufeinandertreffen: ein Literaturagent wider Willen und eine vom Unglück verfolgte, verlassene Schauspielerin. Es ist wunderschön zu lesen, wie die beiden sich behutsam annähern, ihre Vergangenheit hinter sich lassen und mutig neue Wege einschlagen.

Kate ist eine großartige Protagonistin, die versucht, sich aus dem tiefsten Tief ihres Lebens wieder nach oben zu kämpfen. Dabei rückt ein ganz besonderer Handlungsstrang in den Fokus, der die Spannung der Geschichte enorm in die Höhe treibt: Kate soll als Ghostautorin fungieren und ein fremdes Buch in der Öffentlichkeit als ihr eigenes vertreten. Das Rätsel um die wahre Identität des Autors, der im Verborgenen bleibt und eigentlich hinter diesem Roman steckt, ist unglaublich clever und fesselnd in die Handlung eingewoben. Ich bin gemeinsam mit Kate auf Spurensuche gegangen, habe unentwegt mitgerätselt, jede unerwartete Wendung genossen und dieses literarische Geheimnis regelrecht aufgesogen. Als die Situation schließlich eskalierte und ein heftiger Shitstorm über sie hereinbrach, habe ich jede Sekunde mit ihr mitgefühlt und gelitten.

Auch Charlie macht an ihrer Seite eine großartige Entwicklung durch und findet am Ende sein wohlverdientes Glück. 
Den gemeinsamen Weg der beiden zu verfolgen, war für mich ein unheimlicher Genuss. 

Aber auch die Nebencharaktere, allen voran die fantastische Liv, sind einfach unvergleichlich. Sie sind so lebendig und liebevoll gezeichnet, dass sie jede Menge Schwung und Abwechslung in die Handlung bringen. 

Für mich ein absolutes Lese-Highlight, das ich jedem Romantik- und Bücherliebhaber nur wärmstens ans Herz legen kann!

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Wir träumen die Liebe“ ist ein absolutes Herzensbuch, das mit einem wundervoll leichtfüßigen Schreibstil, authentischen Charakteren und einem fesselnden literarischen Rätsel auf ganzer Linie überzeugt. Die berührende Reise von Kate und Charlie bietet eine perfekte Mischung aus emotionaler Tiefe, charmanter Leichtigkeit und spannenden Wendungen. Eine klare Leseempfehlung und rundum verdiente 5 Sterne für alle, die Geschichten über Neuanfänge, die Liebe und die Magie der Literatur schätzen!
★★★★★
5 von 5 Sterne

Samstag, 13. Juni 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓗𝓪𝓻𝓻𝓸𝔀𝓶𝓸𝓻𝓮 𝓓𝓲𝓪𝓻𝔂 4 - 𝓣𝓲𝓫𝓫𝔂 𝓾𝓷𝓭 𝓭𝓪𝓼 𝓗𝓮𝓻𝔃 𝓭𝓮𝓼 𝓤𝓷𝓰𝓮𝓱𝓮𝓾𝓮𝓻𝓼" von 𝓜𝓲𝓻𝓲𝓪𝓶 𝓡𝓪𝓭𝓮𝓶𝓪𝓬𝓱𝓮𝓻

Cover: Sternensand Verlag
[Rezensionsexemplar]
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Es sollte ein netter Herbsturlaub werden. Doch wenn Tibby Harrowmore dem Loch Ness einen Besuch abstattet, lässt auch das Ungeheuer nicht lange auf sich warten. Schon bald muss er erkennen, dass Nessie nicht das einzige mysteriöse Wesen in sei-ner Nähe ist und die größten Gefahren nicht nur im Wasser auf ihn lauern …

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Mit „Tibby und das Herz des Ungeheuers“ präsentiert uns die Autorin den mittlerweile vierten Band der fesselnden „Harrowmore Diary“-Reihe und öffnet damit erneut die Tore zum fantastischen Banshee-Livie-Universum. Ein großer Pluspunkt für Neueinsteiger ist dabei, dass sich dieses Buch völlig problemlos und unabhängig von den vorherigen Teilen lesen lässt. Auch tiefgreifendes Vorwissen über die Figur Livie ist absolut nicht zwingend erforderlich, um sich sofort im Geschehen zurechtzufinden und die Geschichte in vollen Zügen genießen zu können.

Vom ersten Moment an besticht das Werk durch eine wunderbar unbeschwerte und leichtfüßige Erzählweise. Der Schreibstil ist enorm flüssig, sprüht vor Lebendigkeit und wird stets von einer herrlich erfrischenden Prise Humor begleitet. Diese gelungene Mischung sorgt dafür, dass die Seiten beim Lesen geradezu dahinfliegen. 

Der Einstieg in die Handlung gelingt absolut mühelos, sodass man sich sofort wieder mitten im abenteuerlichen Trubel rund um Tibby wiederfindet. Das Buch übt einen derartigen Sog aus, dass man es beinahe in einem einzigen Rutsch verschlingen möchte.

In diesem neuen Abenteuer verschlägt es Tibby an die nebelverhangenen Ufer des schottischen Loch Ness. Diese geheimnisvolle und atmosphärische Kulisse bildet den perfekten Rahmen für eine Handlung, die vor spannenden Rätseln und mystischen Vorkommnissen nur so strotzt. Auf dieser Reise begegnen uns nicht nur liebgewonnene alte Bekannte, sondern auch faszinierende neue Gefährten. Eine ganz zentrale Rolle spielt dabei die junge Willow, die ein tief verborgenes Geheimnis hütet. Die Mischung aus vertrauten Gesichtern, überraschenden Neuzugängen und dem rauen Charme Schottlands verleiht der Geschichte eine enorme Dynamik.

Die absolute Stärke der Autorin liegt unbestreitbar in ihrer meisterhaften Figurenzeichnung. Die Charaktere sind so greifbar und lebendig gestaltet, dass man augenblicklich mit ihnen mitfiebert und eine tiefe, emotionale Bindung aufbaut. Alle Protagonisten sind echte Unikate, die sich in keine vorgefertigten Schablonen pressen lassen und immer für eine unvorhersehbare Überraschung gut sind. Allen voran steht natürlich Tibby: Er ist eine grandios geschriebene Persönlichkeit, die die Herzen der Leserschaft sprichwörtlich im Sturm erobert. Er besticht durch seine herrlich unkonventionelle Art und man muss ihn einfach mögen – nicht zuletzt, weil er ein unheimlich interessanter Typ ist, der sich oft nur durch das schiere Glück aus den brenzligsten Situationen manövriert. 
Auch die Nebenfiguren brillieren auf ganzer Linie. Abe und Cayden umgibt eine Aura aus unzähligen Geheimnissen, was sie unglaublich faszinierend und überaus sympathisch macht. Und auch die anfangs vielleicht etwas befremdlich wirkende Willow fügt sich wunderbar in dieses Gefüge ein: Sobald man die wahren Hintergründe für ihr Verhalten erfährt, ergibt alles plötzlich einen vollkommenen Sinn.

Dieser Roman ist ein grandioses Lesevergnügen, das vor feinsinnigem Humor, purer Spannung und grenzenloser Fantasie nur so überquillt. Die erschaffene Welt ist so detailreich und einnehmend, dass man am liebsten gar nicht mehr aus ihr auftauchen möchte. Ich habe jede einzelne Minute dieses fantastischen Schottland-Trips genossen, intensiv mitgefiebert und blicke nun voller Ungeduld und Vorfreude auf die kommenden magischen Abenteuer, die Tibby hoffentlich noch erwarten werden.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

"Tibby und das Herz des Ungeheuers" ist ein absolutes Highlight für alle Fans von humorvoller und atmosphärischer Fantasy. Der vierte Band der Reihe überzeugt auf ganzer Linie mit einem wunderbar lockeren Schreibstil, einem faszinierenden schottischen Setting und herrlich eigenwilligen Charakteren, die man einfach ins Herz schließen muss. Da sich die Geschichte auch ohne Vorkenntnisse völlig problemlos lesen lässt, ist das Buch nicht nur für treue Serienliebhaber ein großer Genuss, sondern auch für Neueinsteiger eine absolute Leseempfehlung. Ein magisches, herzerwärmendes Abenteuer, das definitiv Lust auf mehr macht.
★★★★★
5 von 5 Sterne

Donnerstag, 11. Juni 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓓𝓪𝓼 𝓖𝓮𝓱𝓮𝓲𝓶𝓷𝓲𝓼 𝓭𝓮𝓻 𝓘𝓷𝓼𝓮𝓵𝓯𝓻𝓪𝓾𝓮𝓷" von 𝓐𝓶𝓪𝓷𝓭𝓪 𝓖𝓮𝓪𝓻𝓭

Cover: Heyne
[Rezensionsexemplar]
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein altes irisches Herrenhaus, eine verschwundene Frau, eine emotionale Spurensuche in Norwegen

In Irland ist Maggie damit aufgewachsen, dass ihre Mutter ihr vor dem Schlafengehen die Geschichte vom Glasschlüssel erzählt hat. Ein nordisches Märchen, das von Maggies Großmutter überliefert wurde, die vor Jahren in einer stürmischen Nacht ihr Haus verließ und nie mehr zurückkehrte. Nun ist Maggies Großvater gestorben. Bei der Durchsicht seiner Sachen entdeckt Maggie einen verblassten Brief, der offenbar aus Norwegen stammt. Geschrieben von ihrer Großmutter während des Krieges, sie bittet ihren Großvater darin, ein Baby aufzunehmen. In diesem Moment wird Maggie klar, dass sie eine Frau mit vielen Geheimnissen war. Und begibt sich in Norwegen auf die Suche nach Antworten. Am nördlichsten Zipfel des Landes stößt sie auf die Geschichte vier mutiger junger Frauen, deren Leben sich durch die Besetzung ihrer winzigen Insel für immer verändert hatte. Kann Maggie die Wahrheit über ihre Familie aufdecken – und endlich das Geheimnis des Glasschlüssels lüften?

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Mit dem Roman "Das Geheimnis der Inselfrauen" erwartet den Leser eine bewegende Geschichte, die historische Ereignisse auf gekonnte Weise mit der familiären Spurensuche in der Gegenwart verknüpft.

Der Schreibstil ist überaus angenehm, flüssig und leicht zu lesen, sodass man von Beginn an schnell in die Handlung eintaucht und zügig vorankommt.

Die Erzählung entfaltet sich auf zwei Zeitebenen, die geschickt miteinander verwoben sind. In der Gegenwart des Jahres 2005 begleiten wir Maggie, die in einem herrschaftlichen Herrenhaus in Irland einem großen Familiengeheimnis auf die Spur kommt. Ihre unermüdliche Suche nach der Wahrheit und der familären Vergangenheit führt sie von Irland über Hamburg bis hoch in den Norden nach Norwegen.

Auch die Romantik spielt in dieser aktuellen Zeitreise eine kleine Rolle, drängt sich aber nicht auf und nimmt keinen allzu großen Raum ein, sodass das Geheimnis klar im Fokus bleibt.

Die zweite, historische Ebene versetzt uns in die Jahre 1940 bis 1943 und beleuchtet das harte Kriegsleben auf einer kleinen Inselgruppe in Norwegen. Hier rücken unheimlich starke Frauen in den Mittelpunkt. Es ist eine eindringliche Erzählung über die alltäglichen Entbehrungen der Besatzungszeit, das Überleben unter widrigsten Umständen und darüber, was diese Frauen und Freundinnen bereit sind zu tun – ganz egal, welche schwerwiegenden Folgen ihr Handeln am Ende haben könnte.

Trotz der fesselnden Grundidee weist das Buch in der Umsetzung jedoch kleinere Schwächen auf. Zwischendurch zieht sich die Geschichte leider etwas in die Länge. Vor allem der historische Teil in der Vergangenheit nimmt sehr viel Raum ein und wirkt an manchen Stellen ein wenig langatmig. Die Schilderungen sind zweifellos überaus interessant und gut recherchiert, allerdings war es streckenweise fast ein bisschen zu viel Fokus auf Krieg und Leid, was die Lektüre zeitweise etwas beschwert.

Dennoch ist es der Autorin hervorragend gelungen, die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten, bis am Ende alle Fäden in Norwegen schlüssig zusammenlaufen und sich das große Gesamtbild offenbart. 
Das Schicksal der Figuren hat mich insgesamt tief berührt und emotional sehr mitgenommen. Wer sich auf diese Reise durch die Generationen einlässt, sollte für die letzten Kapitel unbedingt Taschentücher bereithalten.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

"Das Geheimnis der Inselfrauen" ist ein zutiefst berührender Roman über den bedingungslosen Zusammenhalt von Frauen, eisernen Überlebenswillen und tief verborgene familiäre Wurzeln. Auch wenn die Handlung im historischen Teil durch den starken Fokus auf die Entbehrungen der Kriegsjahre zeitweise etwas langatmig gerät, fesselt das Buch durch seine starken Figuren und den wunderbar flüssigen Schreibstil. Wer dramatische Familiengeschichten auf zwei Zeitebenen schätzt und ein hochemotionales Finale liebt, wird hier bestens unterhalten – eine klare Leseempfehlung für alle, die sich gern von tiefgründigen, historischen Geheimnissen mitreißen lassen.
★★★★
4,5 von 5 Sternen

Sonntag, 7. Juni 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓘𝓽´𝓼 𝓪𝓵𝓵 𝓪𝓫𝓸𝓾𝓽 𝓑𝓵𝓸𝓸𝓭: 𝓐𝓵𝓼 𝓥𝓪𝓶𝓹𝓲𝓻 𝓾𝓷𝓽𝓮𝓻 𝓗𝓮𝔁𝓮𝓷" von 𝓘𝓷𝓪 𝓜𝓲𝓵𝓪𝓷

Cover: Drachenmond Verlag
[Rezensionsexemplar]
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Dark-Academia-Fantasy voller Magie und Geheimnisse

Vampir Eleonor erlangt durch den tragischen Tod ihrer Freundin überraschend Hexenkräfte, dabei sind Hexen und Vampire seit Jahrzehnten verfeindet. Undercover beginnt sie ein Studium an der geheimen Magischen Fakultät in Oxford.  Als Studierende angegriffen werden, muss sie das dunkle Geheimnis der Uni ergründen, ohne selbst als Vampir enttarnt zu werden. Zwar unterstützt sie bei alldem ihr Vampirgefährte Yuri, doch dass sie vor Ort niemandem trauen können und ihre Erzfeindin ihnen auf den Fersen ist, macht die Sache nicht einfacher. 





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In „It's all about Blood: Als Vampir unter Hexen“ tauchen wir in das Leben der Protagonistin Eleonor ein, die eigentlich zu den Vampiren gehört, durch ein tragisches Ereignis jedoch plötzlich magische Kräfte erhält. Da diese beiden magischen Spezies erbitterte Feinde sind, bringt sie dieser Umstand in eine gefährliche Zwickmühle. Als es an der magischen Universität in Oxford zu rätselhaften Übergriffen auf Studierende kommt, fängt Eleonor an, heimlich Nachforschungen anzustellen. Dabei muss sie stets höllisch aufpassen, dass ihre wahre Identität nicht ans Licht kommt.

Die grundlegende Idee dieses Buches finde ich wirklich großartig. Die bunte Mischung aus Hexen, Gestaltwandlern und Vampiren bietet eine tolle Basis und besaß das Potenzial, ein absolut faszinierendes Fantasy-Universum zu erschaffen. Was mir in diesem Zusammenhang besonders positiv aufgefallen ist, ist die Darstellung der Vampire. Sie werden zur Abwechslung mal nicht bloß als finstere, bedrohliche Monster gezeichnet, sondern zeigen sich von einer deutlich menschlicheren und nahbareren Seite. Leider wurden andere spannende Aspekte für meinen Geschmack viel zu oberflächlich behandelt. Ich hätte unheimlich gerne genauer verstanden, wie das Magiesystem funktioniert und auf welche Weise diese magischen Fähigkeiten überhaupt auf ein Vampirmädchen übergehen konnten. Auch über die gesellschaftlichen Strukturen und die Regeln udn Gesetze der beiden verfeindeten Lager hätte ich mir deutlich mehr Hintergrundwissen gewünscht. Hier wurde viel Potenzial verschenkt.

Diese fehlende Tiefe spiegelt sich leider auch ein wenig im Spannungsbogen wider. Zwar war der Beginn der Erzählung extrem fesselnd und hat mich sofort in seinen Bann gezogen, jedoch flaute diese Aufregung ziemlich rasch wieder ab. Die Erzählung kam stellenweise nur noch schleppend voran. Insbesondere die Beschreibungen des alltäglichen Uni-Lebens sind deutlich zu ausgedehnt und schlichtweg etwas eintönig geraten. Erst ganz am Ende kam wieder richtig Schwung in die Ereignisse, was dann allerdings auf nur sehr wenigen Seiten viel zu schnell abgehandelt wurde. 

Sprachlich ist das Werk sehr unkompliziert und leicht lesbar gehalten, weshalb ich mir an manchen Stellen durchaus einen Hauch mehr stilistische Gewandtheit erhofft hätte.

Ein absoluter Pluspunkt der Geschichte sind hingegen die Figuren. Eleonor habe ich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen, da sie enormen Mut beweist, ihren Freunden treu zur Seite steht und stets mitfühlend agiert. Auch Yuri bereichert das Leseerlebnis enorm. Mit seiner beschützenden Art und den gelegentlichen, charmanten Anflügen von Eifersucht sorgt er für wunderbare Augenblicke. Sehr gelungen ist zudem, dass die Liebesbeziehung nicht die komplette Erzählung dominiert, sondern sich ganz natürlich und unaufdringlich neben den eigentlichen Hauptereignissen entfaltet.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Das Buch bietet zwar eine faszinierende Grundidee und wirklich sympathische Charaktere, kann sein volles Potenzial aber leider nicht ganz ausschöpfen. Die erfrischende Darstellung der Vampire und die süße, unaufdringliche Liebesgeschichte sind klare Pluspunkte, die das Lesen angenehm machen. Dem gegenüber stehen jedoch der stellenweise recht zähe Mittelteil und die etwas oberflächliche Ausarbeitung der magischen Welt, bei der viele spannende Fragen offenbleiben. Wer eine komplexe und durchgehend actionreiche Fantasy-Geschichte sucht, könnte hier etwas enttäuscht werden. Wer jedoch eine leichte, charmante Lektüre für zwischendurch sucht und über den schlichten Schreibstil hinwegsehen kann, wird an der Seite von Eleonor und Yuri durchaus unterhaltsame Lesestunden verbringen.
★★★
3,5 von 5 Sternen

Donnerstag, 4. Juni 2026

📚 Mein Bücherbüchsen-Rückblick: Der Mai 2026 ✨

Bild: Erstellt mit Google Gemini

Was für ein grandioser Lesemonat liegt bitte hinter mir? Der Mai hat nicht nur jede Menge Frühlingsgefühle gebracht, sondern auch meine Leselust so richtig angekurbelt. Ich war super fleißig und das spiegelt sich jetzt auch ordentlich in meiner Bücherbüchse wider! 💸

Insgesamt habeich im Mai alle 13 Bookopoly-Bücher geles. Mein Spielfeld hat im vergangenen Monat also absolut geglüht und mich zu fantastischen Geschichten greifen lassen!

Weiterhin haben mich 9 E-Books durch die kurzen Nächte und sonnigen Nachmittage begleitet, und 1 Print-Buch durfte ich ganz klassisch in den Händen halten und die Seiten knistern hören.


Für meine Bücherbüchse bedeutet diese tolle Lesebilanz einen richtig genialen Kassensturz. Da wandert einiges an Leseguthaben hinein:

  • 13 Bookopoly-Bücher à 2 € = 26 €

  • 9 E-Books à 1 € = 9 €

  • 1 Print-Buch à 2 € = 2 €

Damit wandern im Mai stolze 37 € in meine Bücherbüchse! Das Sparen läuft also wie am Schnürchen. Ich bin mega happy mit diesem Ergebnis und freue mich schon riesig darauf, das Budget am Ende des Jahres zu sehen und zu investieren.

Wie lief euer Lesemonat? Habt ihr auch ein Lesespiel oder spart ihr fleißig für eure Wunschliste? Erzählt es mir in den Kommentaren! 👇

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓓𝓪𝓼 𝓖𝓮𝓱𝓮𝓲𝓶𝓷𝓲𝓼 𝓭𝓮𝓼 𝓢𝓸𝓷𝓷𝓮𝓷𝓴ö𝓷𝓲𝓰𝓼" von 𝓙. 𝓚. 𝓑𝓵𝓸𝓸𝓶

Cover: Drachenmond Verlag
[Rezensionsexemplar]
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Marwa arbeitet am opulenten Hof des Sonnenkönigs als Dienstmagd und träumt heimlich davon, eine berühmte Tänzerin zu werden. Seit einem folgenschweren Unfall leidet sie allerdings bereits bei der geringsten Anstrengung unter schrecklichen Schmerzen im Herzen. Es ist ihr nur unter großen Mühen möglich, weiterhin ihre Arbeit als Dienstmagd zu verrichten. An einem besonders kräftezehrenden Tag sucht sie in einem der für sie verbotenen Palastsäle Ruhe und wird ausgerechnet vom König ertappt. Dieser erkennt ihre kritische Situation und erklärt sich trotz ihres Regelbruchs bereit, Marwa zu helfen. Wie ein Wunder lässt er ihre Schmerzen verschwinden. Dabei ahnt Marwa nicht, dass er ein finsteres Geheimnis hütet.



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Mit Das Geheimnis des Sonnenkönigs, dem zweiten Teil der Reihe Geheimnisse der Märchenländer, ist der Autorin ein zutiefst romantisches und zugleich düsteres Märchen gelungen, das mich emotional völlig aufgewühlt zurücklässt. 

Obwohl die Geschichte in derselben faszinierenden Welt wie der Vorgängerband angesiedelt ist, lässt sie sich vollkommen unabhängig und ohne Vorwissen lesen und verstehen, da hier das Schicksal ganz neuer Protagonisten im Mittelpunkt steht. 

Von der ersten Seite an entfaltet sich das Geschehen in einem unglaublich lebendigen, bildhaften und detailreichen Erzählstil, der diese komplexe magische Welt voller Göttermythen, Intrigen und dunkler Geheimnisse atemberaubend zum Leben erweckt. Durch die personale Erzählperspektive, die feinfühlig zwischen den beiden Hauptfiguren Marwa und Sol wechselt, gewährt das Buch einen tiefen, ungeschönten Einblick in deren innere Gedanken, seelische Konflikte und die schmerzhafte persönliche Entwicklung. Das Erzählverhalten ist dabei so außergewöhnlich einfühlsam und berührend gestaltet, dass eine sofortige, intensive Verbindung zu den Charakteren entsteht – man fiebert unweigerlich mit ihnen mit, bangt in Momenten der Gefahr, weint mit ihnen und teilt jede emotionale Nuance.

Das emotionale und erzählerische Herzstück der Handlung bildet die ungleiche Verbindung zwischen dem Sonnenkönig Sol, der seine lebenswichtige magische Kraft verloren hat, und Marwa, einer einfachen, aber willensstarken Dienerin am königlichen Hof. Ihre beiden Schicksale sind auf mystische Weise durch zwei Splitter eines mächtigen, zerbrochenen Spiegels miteinander verwoben, die beide tief in sich tragen. Gemeinsam müssen sie sich gegen die bedrohlichen, finsteren Mächte der Assra-Anhänger behaupten. 

Was dieses Buch so unvergleichlich und tiefgründig macht, ist die charakterliche Dynamik: Auf der einen Seite steht der Sonnenkönig Sol, der bisher behütet und naiv hinter seinen Palastmauern gelebt hat und selbst im weiteren Verlauf oft eher die Züge eines verletzlichen Kindes als die eines mächtigen Herrschers offenbart. Dem gegenüber steht Marwas unbändiger Mut, ihre enorme Willenskraft und die Stärke, die sie in den dunkelsten Momenten aufbringt. Die relativ kurzen Kapitel und die packend geschriebenen Dialoge treiben die Handlung in einem rasanten Tempo voran, während sie gleichzeitig die Bindung zwischen Marwa und Sol immer intensiver und spürbarer werden lassen.

Das Buch erweist sich als ein episches Abenteuer, bei dem sich die Ereignisse förmlich überschlagen und ein nervenaufreibendes Ereignis das nächste jagt. Die Geschichte schlägt dabei kontinuierlich unvorhersehbare Wege ein und ist gespickt mit so vielen überraschenden Wendungen, mit denen man als Leser beim besten Willen nicht rechnen konnte. Es ist eine meisterhafte Symbiose aus epischen, magischen Konflikten und tiefgreifendem persönlichen Wachstum, in der die großen Themen Macht, Aufopferung, Liebe und die schmerzhafte Suche nach sich selbst perfekt miteinander verflochten sind.

Gegen Ende nimmt die Geschichte eine unheimlich traurige Wendung, die das Herz schwer werden lässt. Das Finale kommt schlussendlich ganz anders, als man es sich im Laufe des Abenteuers erhofft oder gedacht hat, weshalb man sich für die letzten Seiten unbedingt ein paar Taschentücher bereitlegen sollte. 

Für alle Liebhaber von Romantasy – und für jene, die es durch dieses Buch unweigerlich werden wollen – ist dieses mitreißende, spannende und hochemotionale Werk ein absolutes, unumgängliches Muss.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Das Geheimnis des Sonnenkönigs ist ein episches Romantasy-Highlight, das die perfekte Balance zwischen düsterer Märchenmagie und purer emotionaler Tiefe trifft. Die unvorhersehbare, wendungsreiche Geschichte und die tiefgründige Verbindung zwischen Marwa und Sol lassen einen bis zur letzten, tränenreichen Seite nicht mehr los. Ein absolutes Must-Read, das das Herz berührt, bricht und lange nachhallt!
★★★★★
5 von 5 Sternen

Mittwoch, 3. Juni 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓜𝓸𝓸𝓻𝓷𝓪𝓬𝓱𝓽" von 𝓘𝓪𝓷 𝓑𝓻𝓪𝔂

Cover: Penguin Verlag
[Rezensionsexemplar]
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein Küstendorf, das schweigt. Eine Wahrheit, die niemand hören will.

Das eisige Winterwetter hat das beschauliche Städtchen Whitby fest im Griff, als DCI Bolton zu einem Tatort gerufen wird: Im dichten Nebel wird die verkohlte Leiche eines Mannes gefunden, der tief verstrickt in Glücksspiel und Rotlichtmilieu war. Zeitgleich trifft seine neue Kollegin Samantha Fox ein – mit unkonventionellen Methoden und einem Instinkt für verborgene Zusammenhänge. Als eine Frau behauptet, ihr Freund sei vor Jahren an derselben Stelle getötet worden, beginnt Fox heimlich zu ermitteln und stößt auf ein Netz aus Lügen und dunklen Geheimnissen …
Der Auftakt der atmosphärischen North York Moor-Reihe nimmt Sie mit in das verschlafene englische Küstenörtchen Whitby – in dem jeder etwas weiß, aber niemand etwas sagen will.

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Mit „Moornacht“ legt Ian Bray einen überaus gelungenen Auftakt für seine North-York-Moor-Reihe vor. 

Ian Bray versteht es meisterhaft, seine Leser zunächst in falscher Sicherheit zu wiegen: Die Handlung setzt wunderbar gemächlich und unaufgeregt ein, wodurch die friedliche, fast schon verschlafene Atmosphäre des malerischen Küstenstädtchens Whitby perfekt eingefangen wird. Doch diese vermeintliche Postkartenidylle ist nur von kurzer Dauer und erweist sich schnell als trügerische Fassade.

Schon nach wenigen Kapiteln bricht die mörderische Realität in die Beschaulichkeit ein, und das Erzähltempo zieht mit jeder umgeschlagenen Seite spürbar an. Der Autor legt geschickt falsche Fährten und spinnt ein komplexes Netz aus widersprüchlichen Spuren und geheimnisvollen Hinweisen. Als Leser wird man dadurch unweigerlich zum aktiven Mitermittler, der bis zum packenden Finale ununterbrochen rätselt, kombiniert und eigene Theorien aufstellt.

Den besonderen Reiz dieses spannenden Kriminalromans macht das ungleiche Ermittlerduo aus, das nicht nur frischen Wind in die Untersuchungen bringt, sondern auch für eine wunderbare Prise Humor sorgt. 
Ein absoluter Glanzpunkt der Geschichte ist die Figur des DS Waters, der dem Ermittlerteam eine wunderbar eigenwillige Note verleiht. Seine skurrile, fast schon obsessive Leidenschaft für das Sammeln von Sukkulenten sorgt immer wieder für herrlich amüsante Momente, da sein tiefgreifendes botanisches Fachwissen in einem scharfen, humorvollen Kontrast zu seinen oft ungeschickten zwischenmenschlichen Fähigkeiten steht. Während er jede Kakteenart mühelos analysiert, bleibt ihm die menschliche Psyche mit all ihren Facetten oft ein Rätsel.

Diese Charakterzüge harmonieren perfekt mit den geschickt eingeflochtenen privaten Konflikten und Reibungspunkten zwischen den Hauptfiguren. Statt bloßer Schablonen erleben wir Ermittler mit Ecken, Kanten und ganz eigenen Alltagssorgen. Diese persönlichen Dynamiken verleihen der Handlung eine spürbare emotionale Tiefe, wodurch das gesamte Geschehen nicht nur an Authentizität gewinnt, sondern den Leser auch auf persönlicher Ebene emotional packt und fesselt.

Durch eine Vielzahl an potenziellen Verdächtigen bleibt die Spannungskurve konstant hoch. Gleichzeitig punktet das Buch mit einem großartigen Lokalkolorit: Die dichte Atmosphäre des englischen Pub-Lebens ist so authentisch eingefangen, dass man den Geruch von frisch gezapftem Bier und das Gemurmel der Stammgäste förmlich in der Nase und im Ohr hat. So erweist sich „Moornacht“ nicht nur als packender Kriminalfall, sondern auch als eine unterhaltsame Reise in eine Welt voller skurriler Charaktere und gut gehüteter Geheimnisse – die perfekte Lektüre für alle, die sich nach einem spannenden Leseabend sehnen, bei dem auch das Schmunzeln nicht zu kurz kommt.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Moornacht“ von Ian Bray ist ein rundum gelungener Auftakt der North-York-Moor-Reihe, der durch die perfekte Balance aus packender Spannung und britischem Humor besticht. Dank des herrlich skurrilen Ermittlerduos, einer Vielzahl an falschen Fährten und dem lebendigen, authentischen Lokalkolorit von Whitby bietet dieser Krimi beste Unterhaltung. Ein Lesetipp für alle, die clevere Kriminalfälle mit viel Atmosphäre und einem Augenzwinkern lieben.
★★★★
4 von 5 Sternen

Samstag, 30. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓓𝓲𝓮 𝓕𝓻𝓪𝓾 𝓲𝓶 𝓢𝓽𝓾𝓻𝓶" von 𝓢𝓽𝓮𝓯𝓪𝓷 𝓢. 𝓚𝓪𝓼𝓼𝓷𝓮𝓻

Cover: dp
[Rezensionsexemplar]
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein altes Haus, in dessen Knochen ein Jahrzehnte altes Geheimnis verborgen liegt …

Enttäuscht von der Liebe ergreift Virginia Milton die Chance auf einen Neuanfang, als sie unerwartet einen verfallenen Landsitz erbt. Sofort verliebt sie sich in das Anwesen und gemeinsam mit dem charmanten Bauleiter Trevor beginnt sie, die Villa zu restaurieren – bis sie ein menschliches Skelett hinter dem Haus begraben finden. Auf der Suche nach der Wahrheit stößt Virginia auf die mysteriöse Vergangenheit ihres Onkels Foster und seiner Frau. Doch umso tiefer Virginia in das Schicksal der beiden eintaucht, desto deutlicher wird, dass die Villa mehr verbirgt, als es zunächst erscheint …

Jahre zuvor lebten Foster und Mila Mansfield ein ruhiges Leben, bis Wayne Boon auftaucht – ein Fremder, der die Welt von allen dreien für immer aus den Fugen heben würde.

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Bereits auf den ersten Seiten schafft es Stefan S. Kassner, die Leser komplett zu packen und in den Bann seiner Erzählung zu ziehen. 

Ein ganz besonderes Highlight des Romans ist die dichte, stimmungsvolle Atmosphäre und eine unterschwellige, subtile Spannung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Im Mittelpunkt steht dabei eine alte Villa, die im Laufe der Handlung einen derartigen Sog entwickelt, dass man sich ihr als Leser weder entziehen kann noch möchte.

Geschickt wird die Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Durch diese Struktur erhält man tiefere Einblicke in die Vergangenheit, um letztlich in der Gegenwart die lang ersehnten Antworten zu finden. Der Autor legt seinen Lesern Puzzleteil für Puzzleteil vor die Füße und lädt so auf wunderbare Weise zum Miträtseln ein. Während man abwechselnd in die verschiedenen Epochen eintaucht, fügt sich das Gesamtbild nach und nach zusammen. Was die Vergangenheit dabei schließlich offenbart, geht richtig unter die Haut und lässt sich nur als echte Tragödie bezeichnen.

Allerdings verliert die Erzählung in manchen Momenten etwas an Tiefe. An einigen Stellen ging mir die Entwicklung ein wenig zu schnell, und ich hätte mir an manchen Ecken mehr Details und vor allem eine stärkere emotionale Komponente gewünscht. Das betrifft besonders die Liebesgeschichte und die Ereignisse in der Vergangenheit. Hier waren die Gefühle für mich nicht ganz greifbar und die Zeitsprünge so groß, dass das richtige Mitfiebern leider etwas auf der Strecke blieb, weil zu viele Lücken blieben. An dieser Stelle wäre eine langsamere Annäherung, die die Emotionen schrittweise hochkochen lässt, noch schöner gewesen.

Im Gegensatz dazu steht die Gegenwartsebene mit ihren wunderbaren Protagonisten. Virginia ist eine unheimlich sympathische Hauptfigur, die man schnell ins Herz schließt. Ihren mutigen Neuanfang mitzuerleben und sie bei ihren Nachforschungen zu begleiten, ist extrem fesselnd gestaltet. Ihr zur Seite steht mit Trevor ein weiterer fantastischer Charakter, der in meinen Augen nur so vor Charme sprüht. Durch die beiden bekommt die Geschichte neben all der Spannung und dem Drama auch eine zarte Liebesgeschichte in der Gegenwart, die sich ganz langsam, locker und auf wunderschöne, romantische Weise entwickelt. 

Am Ende ist es ein Buch voller Geheimnisse, die die Zukunft beeinflussen, getragen von tollen Figuren und einer fesselnden Grundstimmung.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein fesselnder Roman voller Geheimnisse, der vor allem durch seine dichte Atmosphäre, eine geheimnisvolle alte Villa und eine charmante Liebesgeschichte in der Gegenwart und der Gegenwart besticht. Trotz kleinerer emotionaler Schwächen und zu großer Zeitsprünge in der Vergangenheit bleibt es eine packende, tragische und subtil spannende Geschichte mit absolut sympathischen Protagonisten.
★★★★
4 von 5 Sternen

Freitag, 29. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓝𝓸𝓻𝓭𝓴𝓪𝓹𝓱𝓸𝓯𝓯𝓷𝓾𝓷𝓰𝓮𝓷" von 𝓜𝓪𝓭𝓲𝓽𝓪 𝓣𝓲𝓮𝓽𝓰𝓮𝓷

Cover: Heyne
[Rezensionsexemplar]
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Auf der malerischen norwegischen Insel Magerøya ist Thea auf der Suche – nur weiß sie aufgrund eines Unfalls nicht mehr, wonach. Der einzige Anhaltspunkt ist Kasper Mogensen, der Mann, der plötzlich vor ihrem kleinen Ferienhaus auftaucht und den sie offenbar dringend vor ihrem Unfall sprechen wollte. Gemeinsam begeben sich die beiden im Frühlingsleuchten von Magerøya auf die Suche nach Antworten. Während sie sich Stück für Stück der Wahrheit nähern, entwickeln sie Gefühle füreinander, doch mit jeder Erkenntnis scheint ein Happy End am Nordkap weiter in die Ferne zu rücken. Zu eng sind ihre Schicksale miteinander verwoben. Ob die beiden einen Ausweg finden?

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Mit „Nordkaphoffnungen“ gelingt Madita Tietgen ein rundum schöner und emotionaler Reihenauftakt, der den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. 

Die Autorin entfaltet hier eine zutiefst bewegende Geschichte vor einer absolut wundervollen Kulisse, die diesen Roman zu einem echten Leseerlebnis macht. Getragen wird das Ganze von einem lockeren, leichten und wunderbar flüssigen Schreibstil. Dieser ist gleichzeitig so bildgewaltig und mitreißend formuliert, dass man direkt in die Handlung hineingezogen wird und augenblicklich das Gefühl hat, selbst ans stürmische Nordkap zu reisen und am nördlichster Punkt Europas zu stehen.

Das Setting ist dabei ein absolutes Highlight des Buches. Die traumhafte, raue Kulisse des Nordens wird so lebendig und atmosphärisch beschrieben, dass man beim Lesen die skandinavische Brise förmlich spüren kann und sich fühlt, als stünde man mitten im Geschehen. Vor diesem großartigen Hintergrund erschafft die Autorin mit den beiden Protagonisten Thea und Kasper zwei Figuren, deren gemeinsamer Weg einen tief im Herzen berührt. Schritt für Schritt tastet man sich an der Seite der beiden durch schmerzhafte Erinnerungen, tief sitzende Unsicherheiten und großen Kummer. Gleichzeitig zeigt die Geschichte aber auch den Weg hin zu neuer Hoffnung, wachsendem Vertrauen und den ganz leisen, kostbaren Momenten von Glück und Liebe.

Besonders bemerkenswert ist die emotionale Tiefe, die diesen Roman auszeichnet. Obwohl ein schweres Thema im Mittelpunkt steht, schafft es die Erzählung, die Verarbeitung von Angst und Trauer absolut greifbar und authentisch darzustellen, ohne dabei jemals die grundlegende Wärme der Geschichte zu verlieren. Es ist ein Buch voller Emotionen, bei dem man beim Lesen oft schlucken muss und auch die eine oder andere Träne in den Augen hat. Trotz all dieser berührenden Momente leuchtet die Hoffnung immer als roter Faden durch die Handlung, was dem Buch trotz der thematischen Schwere eine wunderschöne Leichtigkeit verleiht.

Abgerundet wird dieser gelungene Auftakt durch die tollen Charaktere, die man im Laufe der Handlung kennenlernen darf. Man fühlt sich sofort pudelwohl und willkommen. Neben den Hauptfiguren überzeugen vor allem auch die wunderbar ausgearbeiteten Nebencharaktere wie Anna oder Hallvard. Sie bringen zusätzliche Herzenswärme in die Geschichte und machen jetzt schon unheimlich neugierig darauf, wie es im nächsten Band mit ihnen weitergehen wird.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein tief berührender und emotionaler Reihenauftakt, der trotz eines schweren Themas voller Wärme und Hoffnung steckt. Dank des bildgewaltigen Schreibstils, der rauen, traumhaften Kulisse des Nordkaps und der authentischen, liebenswerten Charaktere ist dieses Buch ein Highlight fürs Herz – sehr empfehlenswert!
★★★★
4,5 von 5 Sternen

Donnerstag, 28. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓦𝓲𝓵𝓭 𝓗𝓮𝓪𝓻𝓽𝓼 𝓡𝓮𝓶𝓮𝓶𝓫𝓮𝓻" von 𝓝𝓲𝓷𝓪 𝓦𝓲𝓻𝓽𝓱𝓼

Cover: dp
[Rezensionsexemplar]
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein Sommer auf einer Ranch und ein altes Versprechen. Doch kann man ein Versprechen halten, wenn es droht, das eigene Herz zu brechen?

Nach dem Tod ihres Großvaters kehrt die junge Innenarchitektin Naomi nach Jackson Hole zurück, um ihr Erbe anzutreten – die Diamond Cross Ranch und das Haupthaus ihrer Kindheit. Sie plant, das Gebäude in ein Bed & Breakfast zu verwandeln. Doch schon bald steht sie Jack Hardin gegenüber: abweisend, wortkarg und alles andere als erfreut, sie wiederzusehen. Denn die beiden verbindet mehr als nur die Ranch – sie teilen eine gemeinsame Vergangenheit.

Zwischen gebrochenen Herzen, weiter Landschaft und alten Erinnerungen wächst eine neue Nähe. Als jedoch in Los Angeles Naomis großer Karrieredurchbruch lockt, steht sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Erfolg oder Heimat? Karriere oder Herz?

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Nina Wirths nimmt ihre Leserschaft in „Wild Hearts Remember“ mit in ein wirklich schönes Kleinstadtsetting, das von der ersten Seite an eine wunderbare Atmosphäre versprüht und zum Verweilen einlädt. Die Kulisse ist der Autorin absolut gelungen und bildet den perfekten Rahmen für eine insgesamt ganz nette, eher ruhige und unaufgeregte Geschichte, die sich flüssig und angenehm nebenbei lesen lässt. Wer auf der Suche nach einem unaufgeregten Wohlfühlort ist, wird hier definitiv fündig.

Allerdings wurde das Lesevergnügen durch ein wesentliches stilistisches Element erheblich geschmälert: Der Schreibstil hat es mir leider nicht leicht gemacht, da im Text gegendert wird. Dieses Gegendere gehört meiner Meinung nach einfach nicht in Romane und ich empfinde es beim Lesen als unmöglich und störend für den Lesefluss.

Auch auf der Charakterebene gab es Licht und Schatten. Während ich Jacks Gefühle und Handlungen jederzeit gut nachvollziehen konnte, bin ich mit der weiblichen Hauptfigur Naomi bis zum Schluss nicht richtig warm geworden. Ihr Verhalten wirkte auf mich oft naiv und egoistisch, besonders weil sie Jack wissentlich verletzt und sich zudem ständig selbst belügt. Erschwerend kam hinzu, dass Naomi viel zu oft in ihren eigenen Gedanken festhängt. Hier hat mir leider eine spürbare Weiterentwicklung der Protagonistin gefehlt.

Alles in allem ist „Wild Hearts Remember“ ein nettes Buch mit einem tollen Setting für zwischendurch, das wegen des gewöhnungsbedürftigen Schreibstils und der Schwächen bei der Hauptfigur letztlich solide 3 Sterne von mir erhält.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein Buch mit Licht und Schatten: Das wunderschöne Kleinstadtsetting sorgt für eine tolle, unaufgeregte Wohlfühlatmosphäre. Allerdings trüben der durch das Gendern gewöhnungsbedürftige Schreibstil und eine oft naive, egoistische Hauptfigur ohne echte Weiterentwicklung das Lesevergnügen. 
★★★
3 von 5 Sternen

Mittwoch, 20. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓢𝓸𝓶𝓶𝓮𝓻 𝓲𝓼𝓽 𝓶𝓮𝓲𝓷 𝓛𝓲𝓮𝓫𝓵𝓲𝓷𝓰𝓼𝓸𝓻𝓽" von 𝓕𝓻𝓪𝓷𝔃𝓲𝓼𝓴𝓪 𝓑𝓵𝓾𝓶

Cover: Penguin Verlag
[Rezensionsexemplar]
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Cäcilias Pfoteninsel ist so viel mehr als nur ein Tierheim auf Sylt: Es ist ein Zufluchtsort für die vielen süßen Fellnasen. Denn das Leben der niedlichen Vierbeiner zu verändern, ist Cäcilias größte Leidenschaft, weshalb sie bis zur totalen Erschöpfung arbeitet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie dringend Abstand und Urlaub braucht. Doch bevor Cäcilias Reise so richtig begonnen hat, trifft sie auf den attraktiven Camper Roman, dessen Charme sie sich nicht entziehen kann. Unverhofft findet sie schnell eine Verbindung zu dem großen Mann mit den smaragdgrünen Augen. Obwohl Cäcilia merkt, dass dieser etwas verbirgt, fällt es ihr immer schwerer, ihr Herz nicht an ihn zu verlieren. Aber wer ist Roman wirklich?




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Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar locker, leicht, flüssig und vor allem sehr bildhaft. Man wird sofort in die Geschichte hineingezogen und darf sich auf eine tolle Mischung aus Urlaubsfeeling, Reiseeindrücken und intensiven zwischenmenschlichen Begegnungen freuen. 

Franziska Blum erzählt die Geschichte von Cäcilia, die stellvertretend für ein großes Problem unserer heutigen Zeit steht: den ständigen Spagat zwischen Arbeit und dem eigenen Wohlempfinden. Cillis Beispiel zeigt eindringlich, wie man mit Überforderung umgehen kann und welche Lehren sich daraus ziehen lassen. Auf ihrer Reise begegnet sie dem charmanten Camper Roman, der sie sofort fasziniert. Doch er scheint ein Geheimnis zu verbergen, während ihre Gefühle für ihn immer stärker werden.

Cäcilia war für mich dabei eine sehr greifbare Protagonistin. Meistens konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen, auch wenn ich sie nicht immer ganz verstehen konnte.

Die Entwicklung zwischen Cäcilia und Roman habe ich insgesamt gern verfolgt. Es gibt viele warme und berührende Momente zwischen den beiden. Allerdings ging mir manches ein wenig zu schnell – hier hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle einfach etwas mehr Zeit für die Entwicklung gewünscht. 

Mit Roman selbst bin ich leider nicht ganz warm geworden. Ich konnte ihn, sein Verhalten und seine Entwicklung streckenweise nicht nachvollziehen und habe keinen echten Draht zu ihm gefunden. Zwischendurch wirkte er auf mich etwas unsympathisch, was sich im Laufe der Handlung zwar aufklärt, aber ich hätte mir bei ihm einfach noch mehr Informationen gewünscht. 
Die Nebenfiguren hingegen sind absolut stimmig und fügen sich wunderbar ein.

Besonders stark fand ich die gelungene Mischung aus Leichtigkeit und ernsteren Themen. Durch den Fokus auf den Tierschutz bekommt der Roman von Beginn an eine gewisse Tiefe. Das Thema ist unglaublich wichtig, und die Schicksale der Tiere gehen wirklich ans Herz, ohne dass es jemals zu überfordernd oder übertrieben dramatisch wirkt. Neben Tierschutz und Verantwortung wird auch das Thema der emotionalen Belastung sehr sensibel aufgegriffen. 

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Ein lesenswerter Wohlfühlroman mit Tiefgang, der trotz kleinerer Schwächen bei der männlichen Hauptfigur durch ein wichtiges Tierschutz-Thema, viel Gefühl und eine wunderbare Reiseatmosphäre überzeugt.
★★★
3,5 von 5 Sternen