Freitag, 22. Juni 2018

Rezension zu „Witchborn“ von Nicholas Bowling

Rezension zu 
„Witchborn“ 
von Nicholas Bowling

Cover: Chickenhouse





Buchdetails
ISBN: 9783551521057
Sprache: Deutsch
eBook Text 384 Seiten
Verlag: Chickenhouse
Erscheinungsdatum: 31.05.2018









Inhalt:

Deiner Gabe kannst du nicht entkommen! 
England 1577 
Die Hexenjagd hält das Land in Atem und auch die 14-jährige Alyce wird zur Zielscheibe. Nur knapp kann sie den Jägern entkommen, die auch ihre Mutter ermordet haben. Seitdem ist Alyce auf der Flucht und versucht ihre magischen Kräfte zu verstehen und zu beherrschen. Und obwohl sie ihre Verfolger nicht abschütteln kann, kommt sie einem gefährlichen Geheimnis auf die Spur: Sie soll zum Spielball einer königlichen Intrige zwischen Elizabeth I. und Maria Stuart werden. Und dabei trifft weiße Magie auf die dunkelste, die man sich vorstellen kann. 
Gejagt vom Tod, getrieben von dunkler Magie, getäuscht von rivalisierenden Königinnen!

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist schlicht und einfach, sehr anschaulich, flüssig und schnell zu lesen.

Der Autor zaubert mit seinen Worten eine düstere, bedrückende Atmosphäre, die perfekt zu der Geschichte, zu der Zeit und den Umständen passt. Ein lebendiges Bild ist vor meinen Augen entstanden. Ein wirklicher Pluspunkt des Buches.

Die Grundidee finde ich überaus gelungen. Das Thema hat mich sehr angesprochen und von Anfang an fasziniert. Vor allem die Verflechtung realer Charaktere und Ereignisse mit magischen und fantastischen Elementen finde ich spannend, interessant , vielversprechend, durchschlagend und geglückt. Auch ist die Handlung unvorhersehbar, überraschend und nicht sofort zu durchblicken, teilweise richtig spannend. Alyce Entscheidung am Schluss kann ich nachvollziehen, trotzdem wirkt das Ende etwas unfertig. Im Großen und Ganzen interessant und spannend. Allerdings bin ich mit der Umsetzung nicht ganz zufrieden.

Die Geschichte ist sehr düster, grausam und teilweise brutal, was mir nicht wirklich gefallen hat. Klar passt es zur Handlung, zur Zeit und den Umständen, aber mich hat es einfach nicht so angesprochen. Ich denke auch, dass es auf die jungen Leser, für die das Buch geschrieben ist, eher beängstigend und erschreckend wirkt.   
Hinzu kommt, dass ich manche Szenen als zu langatmig empfand, sie wirkten sehr gezogen und hätten kürzer und damit viel spannender erzählt werden können. Auch fehlten mir ein paar Informationen und Szenen zu den Figuren. Durch die Konzentration auf die Haupthandlung blieben vor allem die Nebencharaktere etwas auf der Strecke.

Die Charaktere waren mir etwas zu schwammig und blass gezeichnet. Selbst zu Alyce konnte ich keine wirkliche Verbindung aufbauen, ihr Handeln nicht immer nachvollziehen. Ich konnte nicht richtig mit ihr fiebern, dazu haben mir die Gefühle gefehlt.

Eine wirklich tolle Grundidee, ein atmosphärischer Schreibstil und ein interessantes Thema, allerdings konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen. Dennoch hat mir das Buch ganz gut gefallen, die Verstrickungen und die magischen Elemente sind gelungen.

Fazit:

Ein tolles Setting, eine düstere Atmosphäre und eine ansprechende Grundidee, allerdings konnte die Umsetzung nicht ganz überzeugen. 
★★
3 von 5 Sternen

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