Samstag, 31. März 2018

Rezension zu „Kleiner Wahn“ von Dianne Touchell

Rezension zu 
„Kleiner Wahn“ 
von Dianne Touchell


Cover: Königskinder





Buchdetails
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 02.10.2015
Aktuelle Ausgabe: 02.10.2015
Verlag: Königskinder
ISBN: 9783551560094
Fester Einband 272 Seiten
Sprache: Deutsch








Inhalt:


Rose liebt Michael. Und Michael liebt Rose. Sie haben zum ersten Mal Sex. Schüchtern und liebevoll. Dass sie keine Kondom benutzen, ist nicht so schlimm. Schließlich ist es für beide das erste Mal, da kann ja nicht viel passieren. Zwei Monate später zählt Rose die Tage: 61 seit ihrer letzten Periode und der Schwangerschaftstest ist eindeutig positiv. Was werden ihre Eltern, was werden die Leute sagen? Das kann nicht sein und das darf nicht sein. 
Rose verdrängt, dass sie schwanger ist. Und Michael verdrängt, dass Rose schwanger ist. Und das Unheil nimmt seinen Lauf …

Meine Meinung:

Ich habe schon einige Königskinder gelesen, war mehr oder auch mal weniger begeistert. Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn der Klapptext klang sehr interessant, zumal ich auch zwei Kids habe, die bald in dem Alter der Protagonisten sind.

Der Schreibstil ist sehr einfach und passt durch seine etwas abgehackte Art gut in die Situation.

Die Handlung ist ziemlich ruhig, geht aber vollkommen unter die Haut, berührt, schockt und fesselt. Sie ist heftig und wirklich krass. Ich musste immer weiterlesen, obwohl ich eigentlich gar nicht wollte, denn die Geschichte ist wirklich erschreckend. Das Ende war mir zu offen,man weiß nicht wirklich, was passiert, ob es Konsequenzen nach sich zieht und was aus Rose und Michael wird.

Die Thematik und die Grundidee haben mir sehr gut gefallen, obwohl sie sehr schwer und ernst sind. Es ist so erschreckend, was alles passieren kann, wenn man alles ignoriert und sich niemandem Anvertrauen will, wie sich alles in ein richtig böses Drama mit folgenschwerem Ausgang entwickeln kann.

Leider konnte ich mit den Protagonisten gar nichts anfangen, konnte mich nicht in sie hineinversetzen oder gar ihr Handeln und Denken verstehen. Rose verhält sich wie ein 13/14-jähriges Mädchen, ignoriert alles, redet sich ein, nicht schwanger zu sein. Über den Fötus spricht sie nur als Virus, als etwas, das man los werden muss. Vollkommen naiv. Ihr Verhalten hat nichts mit einer 17-jährigen gemein. Sie nimmt Tabletten, fängt an zu rauchen und zu hungern und tut alles mögliche dafür, um das Baby loszuwerden. Wirklich erschreckend und schrecklich. Und betont immer wieder, sie sei nicht schwanger.
Ihre beste Freundin Liv stößt sie vor den Kopf, dabei will sie nur helfen. Sie distanziert sich und wirft ihr schreckliche Dinge an den Kopf.
Michael war ebenso wenig sympathisch. Er lässt Rose einfach machen, obwohl er genau weiß, was los ist, er unterstützt dieses kranke Verhalten. Denn Rose driftet immer weiter in eine Scheinwelt ab. Auch er benimmt sich unmöglich Liv gegenüber, was ich sehr schade finde,denn sie war der einzige Charakter, dem ich etwas Positives abgewinnen konnte.
Rose und Michael verändern sich sehr und driften in einen kleinen Wahn ab.
Auch die Eltern von beiden waren sehr ignorant, so dass ich mit Zeit einfach nur wütend auf sie war. Als Mutter einer Tochter und eines Sohnes kann ich ihr Verhalten nicht nachvollziehen.

Mich konnte die Geschichte nicht ganz überzeugen, was allerdings an den Charakteren lag, denn die Grundidee und die Thematik sind sehr ansprechend. Wenn man Rose und Michael nur ein bisschen hätte mögen können...

Fazit:

Eine Geschichte die vollkommen schockt und die man dennoch nicht aus der Hand legen kann.
3 von 5 Sternen

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