Dienstag, 23. Januar 2018

Rezension zu „Nur noch ein einziges Mal“ von Colleen Hoover

Rezension zu 
„Nur noch ein einziges Mal“ 
von Colleen Hoover

Cover: dtv




Buchdetails
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 10.11.2017
Aktuelle Ausgabe: 10.11.2017
ISBN: 9783423740302
Flexibler Einband 416 Seiten
Sprache: Deutsch








Inhalt:

Als Lily Ryle kennenlernt, scheinen all ihre Träume wahr zu werden: eine neue Stadt, der erste Job und dann noch Ryle – überaus attraktiv, überaus wohlhabend und überaus erfolgreich. Vergessen scheint Lilys schwierige Kindheit. Vergessen auch Atlas, ihre erste Liebe, der gegenüber von Lily squattete – bis ihr Vater die beiden erwischte und Atlas von heute auf morgen verschwand. Und dann steht Atlas auf einmal vor ihr. Als Ryle von ihrer gemeinsamen Vorgeschichte erfährt, weckt dies seine Eifersucht …

Meine Meinung:

Ich liebe die Bücher von Colleen Hoover normalerweise über alles, verschlinge sie in einem Stück, doch hier fällt mir die Bewertung etwas schwer. Ich habe das Buch über einen längeren Zeitraum gelesen, immer wieder zur Seite gelegt. Es hat mich nicht so gepackt, wie ich es von der Autorin gewohnt bin. Zudem ist das Thema ziemlich schwer, bedrückend und schockierend.

Der Schreibstil ist gewohnt einnehmend, locker und leicht trotz der Schwere der Themen, emotional, flüssig und angenehm zu lesen.

Die Tagebucheinträge, die den Leser in Lilys Vergangenheit blicken lassen, fand ich sehr schön und abwechslungsreich. Das Kennenlernen von Atlas und Lily war süß und herzzerreißend zu beobachten. Im Gegensatz dazu stand allerdings die schreckliche familiäre Situation in Lilys Familie. Ihre Sorgen und Ängste sind absolut nachvollziehbar, umso schlimmer empfand ich ihre Wandung nachdem sie Ryle kennen gelernt hat.

Häusliche Gewalt und Missbrauch sind hier sehr authentisch dargestellt. Ein schweres und schwieriges Thema, das mir einiges abverlangt hat, zumal es mir aus dem Umfeld nicht gänzlich unbekannt ist. Eine tiefgründige Geschichte, die emotional packt.

Die Charaktere sind sehr vielschichtig, lebensnah und vielseitig gezeichnet. Vor allem Ryle zeigte enorm viele Facetten und unterschiedliche Eigenschaften. Ein Typ zum Lieben und zum Hassen, der alle nur erdenklichen Emotionen in mir hervorgerufen hat. Lily war mir sofort sympathisch, ich habe mir ihr gehofft und gelitten, hätte sie manchmal gerne kräftig geschüttelt und ihr einen kräftigen Tritt in den Allerwertesten gegeben. Aufgrund ihrer Vergangenheit empfand ich es als umso schlimmer, dass sie dasselbe miterleben muss und mit sich machen lässt.
Atlas ist einfach mein Lieblingsmensch in dieser Geschichte!

Fazit:

Sehr emotional und ergreifend, tiefgründig und teilweise wirklich schwer zu verdauen, aber sehr authentisch. Leseempfehlung!
★★★★☆
4 von 5 Sternen

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