Freitag, 5. April 2019

Rezension zu „#ichwillihnberühren“ von OJ und Er

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Rezension zu 
„#ichwillihnberühren“
von OJ  und Er
Cover: Ach je Verlag






Buchdetails

ISBN: 9783947720330
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 172 Seiten
Verlag: Ach je Verlag
Erscheinungsdatum: 12.04.2019







Inhalt:

Ich (m) habe mich in meinen Kumpel verliebt und jetzt liegt er in Boxershorts neben mir im Bett. #ichwillihnberühren

Die Situation ist wirklich absurd: Nur mit Boxershorts bekleidet liegt sein Kumpel neben ihm im Bett und schaut TV. Er dagegen, äußerlich krampfhaft entspannt, konzentriert sich stur auf sein Handy, seine innere Anspannung ist kaum auszuhalten. Verständlich, denn seit über zwei Jahren ist er in genau diesen Kumpel verliebt. Ohne eine Ahnung, was dieser selbst fühlt, ohne Anhaltspunkte, ob auch er schwul ist.
Was tut man also? Wie findet man unauffällig heraus, ob diese Gefühle nur einseitig sind oder vielleicht doch erwidert werden? Wer liefert einem dafür hilfreiche Tipps? Eine unterhaltungssüchtige Online-Community bietet Zuflucht und gibt – oft widersprüchliche – Ratschläge. Oder ist alles von Anfang an nur Wunschdenken und der halbnackte Kumpel denkt sich nichts weiter dabei?
In den folgenden Tagen wird das Geschehen immer aufregender, das digitale Publikum immer größer und das Internet wird Zeuge eines romantischen Schauspiels.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist modern, durch die Chatverläufe und Jodelnachrichten lebendig und abwechslungsreich. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, habe mitgefiebert und das Buch in einem Rutsch verschlungen.

Eine Geschichte über ein wichtiges und auch ernstes Thema. Darüber, wie man sich als homosexueller Mann fühlt, sich nicht traut, sich seinen Gefühlen hinzugeben und offen mit seinem Umfeld zu sein, aus Angst abgestempelt und verbal angegriffen zu werden. Und sei es nur bei solch kleinen Dingen wie Komplimenten. 

OJs Gedanken über Alltägliches, über Komplimente und Dinge, die zwischen Mann und Frau zu keinerlei Spekulation führen, die aber zwischen zwei Männern schon als unnormal angesehen werden, haben mich tief berührt. Und zum Nachdenken angeregt, darüber, wie wahr diese Befürchtungen doch sind und wie traurig das einfach ist, vor allem in der heutigen, modernen Zeit. Und doch haben die beiden es geschafft mir ein ständiges Lächeln und dickes Grinsen ins Gesicht zu zaubern. 

Eine wunderschöne Geschichte, voller kleiner Gesten, Blicken und zarten Berührungen. So echt und natürlich, so romantisch und voller Emotionen. Eine Geschichte voller Hoffnung und Authentizität. Eine Geschichte zum Mitfiebern, in der man sich ganz verlieren kann. Wie gerne hätte ich sie live miterlebt. Einfach nur schön. Die Bedenken der beiden, die wirklich winzigkleinen Schritte, die sie gegangen sind, die Unsicherheiten und die Hoffnung auf mehr, die sie bei mir mit jedem weiteren Treffen ausgelöst haben.

Auch die Einbindung der Jodelgemeinschaft fand ich wunderbar, wie fremde Menschen mit den beiden gefiebert haben, OJ unterstützt und ihm Ratschläge erteilt haben.

Besonders toll - und deswegen erwähne ich es an dieser Stelle auch - finde ich,dass die Autoren auf ihr Honorar verzichten und 75% des Nettoreinerlöses dem Aktionsbündnis gegen Homophobie gespendet werden. Eine super Aktion!

Fazit:

Eine wunderschöne, romantische und süße Geschichte, wie sie nur das wahre Leben schreiben kann. Danke für diese Geschichte. Absolute Leseempfehlung!
★★★★
5 von 5 Sternen

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