Mittwoch, 19. September 2018

Rezension zu „Das Leben ist kein Flickenteppich“ von Kristan Higgins

Rezension zu 
„Das Leben ist kein Flickenteppich“ 
von Kristan Higgins

Cover: mtb






Buchdetails

ISBN: 9783956498220
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 400 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 03.09.2018








Inhalt:

Von einem Wagen angefahren, vom Verlobten verlassen – das Leben meint es gerade nicht gut mit Nora Stuart. Darum will sie Kraft sammeln, am einzigen Ort, der ihr einfällt: zu Hause auf Scupper Island. Nach fünfzehn Jahren wird sie jedoch immer noch wie das schwarze Schaf der Kleinstadt-Gemeinschaft behandelt. Während ihre Mutter so kühl ist wie früher, spürt Nora, für wen sie jetzt da sein will: für ihre rebellische Nichte Poe. Gemeinsam mit ihr, einem Mann aus Noras Vergangenheit und ihrem Bernhardiner Boomer zeigt sie allen, was Familie wirklich heißt.

Meine Meinung:

Der Schreibstil war im Großen und Ganzen recht angenehm und flüssig zu lesen, über manche Stellen bin ich allerdings gestolpert, was vermutlich an der Übersetzung lag.

Die Handlung hat mich im Ganzen überzeugt, eine schöne und nette Geschichte. Der Anfang hat sich allerdings etwas gezogen, die Rückblicke in die Vergangenheit fand ich nicht ganz so gut in die Handlung eingebunden. Dies hätte durchaus interessanter gestaltet werden können. Die ersten 200 Seiten hätte gut und gerne richtig gekürzt werden können, ich war schon kurz vorm aufgeben, bis endlich Spannung in die Handlung kam. Auch empfand ich den Ausdruck "der große böse Vorfall" wirklich kindisch und schrecklich, wurde er auch noch so oft wiederholt.

Nachdem schleppenden Start wurde die Geschichte wirklich abwechslungsreich und interessant. Eine gelungene Mischung, die viel bietet: Familienprobleme, Krimielemente, die Rückkehr in eine Heimat, die nicht mit vielen guten Erinnerungen verbunden ist, die Aufarbeitung der Vergangenheit und viel Gefühl.

Nora hat einiges zu verkraften und aufzuarbeiten. Doch zum Glück sind ihr nicht alle schlecht gesinnt. Sie findet auch neue Freundschaften, schafft es ein Band zu ihrer Mutter und Nichte zu knüpfen und hinter das Geheimnis des Verschwindens ihres Vaters zu kommen. Eine starke Frau, die nicht aufgibt, obwohl ihr das Leben mehr als genug Hürden in den Weg stellt.

Als absoluter Harry Potter Fan fand ich die Anspielung auf diese wunderbare Reihe natürlich einfach ganz wundervoll

Die Charaktere waren alle sehr lebendig und vielseitig, facettenreich und authentisch gezeichnet. Sie hatten alle ihre Ecken und Kanten, waren besonders und speziell.

Sehr gut hat mir die Entwicklung von Poe gefallen. Ihre Änderung war schön zu verfolgen. 
Auch dass hier nicht nur perfekte Protagonisten spielten, fand ich sehr schön. Sullys Handicap, die Probleme seiner Tochter Audrey, die schrecklichen Erlebnisse von Nora, die Schwester, die im Knast sitzt. Eine vielschichtige Gemeinschaft, die gerade deshalb auch so natürlich und real wirkte, auch wenn manchmal schon etwas zu viel aufgetragen wurde.  
Boomer muss ich auch noch erwähnen, ein super Hund der mir so ans Herz gewachsen ist.

Alles in allem eine schöne Geschichte, ein tolles Setting und besondere Charaktere. Das Buch konnte mich nach dem schweren Start doch noch gut unterhalten.

Fazit: 

Eine schöne Geschichte, die sich am Anfang etwas zieht, aber dennoch gute Unterhaltung verspricht.
★★
3 von 5 Sternen

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