Sonntag, 15. Juli 2018

Rezension zu „Zentolia. Glasglanz" von Tamara Schmid

Rezension zu 
„Zentolia. Glasglanz" 
von Tamara Schmid


Cover: digi:tales







Buchdetails
ISBN: 9783401840536
Sprache: Deutsch
E-Buch Text 337 Seiten
Verlag: digi:tales
Erscheinungsdatum: 08.07.2018








Inhalt:

+++SIEGER des digi:talents Schreibwettbewerbs Romantasy 2018 mit Sweek+++

***In einer Welt ohne Sonnenlicht ist Liebe der einzige Weg aus der Dunkelheit***
Fauna lebt in Zentolia - eine Stadt erbaut aus Stein und Metall, umgeben von hohen Mauern. Draußen lauern nichts als Tod und Verdammnis. Drinnen sorgen Ordnungsstifter für eine strenge Überwachung der Stadtbezirke. Das Leben in Zentolia ist hart. Und die Herrscherin Szempra verzeiht keine Fehler. Daher ist Fauna extrem vorsichtig, lässt außer ihrem besten Freund Ronan und ihrer Mutter niemanden an sich heran. Als plötzlich beide spurlos verschwinden, ist sie gezwungen, bei der Suche die Hilfe eines zwielichtigen Fremden anzunehmen. Aber warum kennt Sander sich an den dunkelsten Ecken Zentolias so gut aus? Und was will er wirklich von ihr? Schon bald begreift Fauna, dass sie erneut bestohlen wird. Die Beute? − Ihr Herz. 
Obwohl ihr das anfangs gar nicht passt, bleibt Sander hartnäckig. Er stellt sich als besonders geschickter (und noch dazu verdammt gutaussehender) Dieb heraus. Doch kann sie ihm wirklich trauen?

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist schlicht und einfach, locker und leicht, schnell und flüssig zu lesen.

Die Grundidee finde ich einfach grandios und gut konzipiert. Auch wenn es Parallelen zu anderen Dystopien und Geschichten gibt, ist es der Autorin gelungen, eine interessante und einzigartige Welt zu erschaffen. Das Setting ist gut ausgearbeitet, eine dystopische, abgeriegelte Welt, eine in verschiedenen Schichten unterteilte Stadt ohne Flora und Fauna. Die Beschreibungen haben ein deutliches Bild vor meinen Augen entstehen lassen.

Die Handlung und deren Verlauf haben mir gut gefallen. Sie ist interessant angelegt und birgt einiges an Spannung. Allerdings wies die Geschichte ab und zu ein paar Längen auf. Bei manchen Szenen wurde zu sehr ins Detail gegangen, stellenweise passierte etwas wenig, so dass die Spannung etwas gelitten hat. Dafür raste die Handlung am Ende nur so dahin. Hier hätte ich mir ein paar mehr Informationen und Details gewünscht. Die Flucht war mir zu schnell vorüber, ohne große Hindernisse. Plötzlich waren sie auf dem sicheren Festland - wo die Handlung auch prompt ohne Abschluss endete. Ich bin mir nicht sicher, ob die Geschichte als Einzelband oder Reihe angelegt ist und ob wir vielleicht in einer Fortsetzung mehr erfahren. Denn es sind noch so viele Fragen ungeklärt. Ich hoffe einfach mal darauf.

Sehr gut hat mir auch das Geplänkel zwischen Sander und Fauna gefallen. Die beiden haben mich öfter mal zum Schmunzeln gebracht. Die Dialoge sind frisch und unterhaltsam.

Es hat aber ein bisschen gedauert, bis ich mit der sturen und engstirnigen Fauna warm geworden bin. In dieses System hineingeboren nimmt sie alles gegeben und wahr hin. Sie hat nichts hinterfragt und jedes Wort, das ihr nicht in den Kram gepasst hat, das gegen das Regime sprach, als Lüge hingestellt. Ich hätte mir gewünscht, dass sie früher die Augen öffnet und nicht so verbohrt, naiv und kindlich ist.

Sander war zu Beginn sehr geheimnisvoll, er weiß viel mehr als er preis gibt, was sich allerdings als sehr gefährlich herausstellt. Er hatte schon seine liebe Not mit Fauna.

Ein wirklich gelungenes Erstlingswerk, das mir unterhaltsame Lesestunden beschert hat. Ich bin auf weitere Geschichten aus der Feder dieser Autorin gespannt.

Fazit:

Ein gelungenes Debüt, eine grandiose Idee. Leseempfehlung.
★★★★☆
4 von 5 Sternen

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