Dienstag, 26. März 2019

Interview mit Bettina Kiraly

Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Autorin näher vorstellen, die mir sehr am Herzen liegt und deren Bücher ich einfach gerne lese. Sie ist in verschiedenen Genre unterwegs und schreibt auch unter den Pseudonymen Ester D. Jones und Betty Kay.

Die 1979 geborene niederösterreichische Autorin Bettina Kiraly schreibt moderne Liebesromane, historische Liebesromane, aber auch erotische Geschichten und Mystery.

Zuletzt ist ihr Liebesroman "Der Fluch von Abbington Hall" erschienen, den sie zusammen mit ihrer Kollegin Katherine Collins geschrieben hat. 

Meine Rezi finder ihr hier.

Bald gibt es auf meinem Blog auch eine ganz besondere Vorstellung des Buches. Seid gespannt!


Um euch die Autorin ein bisschen näher zu bringen, habe ich ihr ein paar Fragen über sich selbst und ihr Buch gestellt.




Beschreibe dich mit 5 Worten:

kreativ, ausdauernd, positiv, neurotisch, ungeduldig

Lesen bedeutet dir... 

Neues zu lernen und andere Sichtweisen zu erforschen.

Schreiben bedeutet dir... 

in die Rollen anderer schlüpfen zu können und mich selbst besser kennenlernen zu können.

Du schreibst sowohl im mystischen als auch im romantisch-humorvollen und historischen Bereich. Welche Richtung möchtest du bei deinen weiteren Büchern einschlagen? Gibt es ein Genre, das du bevorzugst oder an das du dich gar nicht ranwagen magst? 

Ich habe auch schon zwei Fantasygeschichten geschrieben. Ich habe mich an New Adult versucht. Erotikromane sind schon veröffentlicht. Mit Krimis habe ich begonnen. Es gibt nicht viel, was ich noch nicht ausprobiert habe. Ich mische auch gerne verschiedene Untergenre. Am liebsten würde ich selbst eines erfinden.

Was macht für dich einen guten Liebesroman aus?

Die Magie zwischen den beiden Helden ist wichtig. Natürlich darf der Weg zum Glück nicht zu einfach sein. Also ist es von Vorteil, wenn die beiden auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, wenn sie unterschiedliche Ziele haben oder sich in gegensätzlichen Situationen befinden. Und dann finde ich es spannend, wenn sie sich den Weg zum Glück entweder selbst kompliziert machen oder die Reise von der Umwelt sehr steinig gemacht wird.

Gehört zu einem Liebesroman für dich ein Happy End? 

Ich bevorzuge Happy Ends. Bislang habe ich in jede Geschichte eines packen können - auf die eine oder andere Art. Aber wenn ein glückliches Ende nicht zu einem Paar passt, dann würde ich auch einen Roman auch mit einem traurigen Ende versehen.

Deine Charaktere in den Liebesromanen müssen immer um ihr Glück kämpfen. Glaubst du, dass die Liebe alle sozialen, finanziellen und persönlichen Hindernisse überwinden kann? Bist du eine Romantikerin?

Ich bin eine Romantikerin, ja. Ich glaube an das Gute im Menschen und dass er ein Recht auf Glück hat. Doch ich glaube nicht, dass Liebe tatsächlich immer reicht. Es gibt Menschen, die sind einfach nicht füreinander geschaffen, die tun sich selbst nicht gut, die müssen gegen zu große Unterschiede ankämpfen und denen gelingt es nicht, ihr Happy End zu finden. Manchmal ist die Liebe auch einfach nicht groß genug. Doch von dieser Art von Geschichte liest man vermutlich nicht so gerne.

Gerade ist dein neuster historisch-romantischer Roman "Der Fluch von Abbington Hall" erschienen, den du zusammen mit deiner Kollegin Katherine Collins veröffentlicht hast. Wie darf ich mir die gemeinsame Zusammenarbeit an einem Projekt vorstellen? 

Grundsätzlich gibt es verschiedene Herangehensweisen. Je nachdem, wie viele Autoren zusammenarbeiten, wird die Handlung vorab von allen oder nur einem Teil von ihnen genau ausgearbeitet. Ich habe auch schon gemeinsam mit vier anderen Kolleginnen an einem Roman gearbeitet. Da gab es eine Grundidee und zwei von uns haben die genaue Aufteilung übernommen. Der Fluch war ursprünglich als Projekt für mehrere Autorinnen gedacht. Katherine und ich haben es dann vollendet. Beim Schreiben kann ebenfalls auf zwei Arten vorgegangen werden. Entweder schreibt man abwechselnd kapitelweise, oder man mischt das Schreiben der Geschichte durchgehend. Ich mag es kapitelweise, weil dadurch der Stil der Autorinnen erhalten bleibt. Man kann sich gegenseitig mit Ideen anspornen. Für mich eine tolle Erfahrung.

Wie läuft bei deinen historischen Romanen die Recherche ab? Recherchierst du in Büchern, der Bücherei oder im Internet?

Ich lese historische Liebesromane jetzt bereits seit über zwanzig Jahren. Im Lauf der Zeit habe ich für den Stil ein Fingerspitzengefühl entwickelt. Das ist das Wichtigste bei diesen Romanen. Einige Informationen sind durch das Lesen in meinem Kopf hängen geblieben. Historische Details recherchiere ich im Internet.

Was liest du selbst gerne? Hast du einen Lieblingsautoren/eine Lieblingsautorin?

Ich lese immer noch sehr gerne historische Liebesromane, außerdem Gayromance und andere Liebesromane. Das Cover und der Klappentext müssen mich ansprechen. Wenn dann noch ein wenig Spannung dazukommt (egal ob durch Stil oder Handlung), ist es perfekt.

Wer oder was hat dich zum Schreiben gebracht? 

Ich habe als Teenager mit Gedichten begonnen. Die Worte wollten einfach aus mir raus, ohne dass ich groß darüber nachgedacht habe. Niemand bekam meine Werke zu sehen. Mit ungefähr siebzehn habe ich meinen ersten Roman begonnen, dessen Fertigstellung allerdings zehn Jahre gedauert hat. In meinem Kopf haben sich die Geschichten, die ich gelesen habe, schon immer weiterentwickelt. Eine Freundin in der Schule hat mich dann dazu ermutigt, meinen eigenen Roman zu schreiben.

Wie sieht dein perfekter Schreibtag aus? Hast du einen Lieblingsplatz, an dem du schreibst?

Wochentags starte ich, sobald meine Kinder sich auf den Weg gemacht haben. Ich setze mich an meinen Schreibtisch, der in unserem Wohnzimmer steht. Dort bin ich in der Lage, mich am besten zu konzentrieren. Ich kann arbeiten, bis meine Mädels mittags wieder nach Hause kommen.

Was ist der größte Störfaktor, was hält dich vom Schreiben ab? 

Ich brauche Ruhe, um schreiben zu können. Auch wenn immer Musik über meine Kopfhörer läuft, lenken mich Gespräche im Hintergrund ab. Wenn ich längere Zeit durchgehend die Gelegenheit zum Schreiben habe, komme ich am schnellsten vorwärts. Aber manchmal lenke ich mich selbst mit dem Surfen im Internet ab, weil ich nicht genau weiß, wie die Handlung weiter fortschreiten soll. Je genauer mein Plan, umso besser.

Was machst du, wenn du nicht schreibst? 

Dann bin ich als Mutter tätig. Dafür muss ich Lehrerin, Köchin, Psychologin, Animateurin, Chauffeurin … Ein sehr abwechslungsreicher Job. Meine Hobbies sind Lesen und Basteln.

Und nun geht's ans Eingemachte. Was sind deine Schwächen? 

Ich bin zu ungeduldig. Es fällt mir schwer, auf etwas zu warten, das ich nicht beeinflussen kann.

An welchen Buchprojekten arbeitest du zur Zeit, auf welche kommenden Projekte können sich deine Leser freuen? 

Ich verlängere gerade einen Roman. Danach schreibe ich eine lustige Geschichte fertig. Und die weiteren Projekte sind ebenfalls bereits geplant. In diesem Jahr wird es noch mindestens sechs Veröffentlichungen geben.

Und zum Abschluss noch ein Quickie: 

- Tee oder Kaffee? Tee
- Morgenmensch oder nachtaktiv? Morgenmensch
- Meer oder Berge? Berge
- Film oder Buch? Buch
- Schokolade oder Gummibärchen? Gummibärchen (weil ich Schokolade nicht darf)


Liebe Bettina, ich danke dir vielmals dafür, dass du dir die Zeit genommen und dich meinen Fragen gestellt hast. Danke für das tolle Interview!
Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und tolle neue Ideen für deine Bücher. Ich bin gespannt, was uns in diesem Jahr noch erwartet, du hast mich neugierig gemacht.

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