Dienstag, 28. November 2017

Rezension zu „Zwischen zwei Brüdern“ von Jana von Bergner

Rezension zu 
„Zwischen zwei Brüdern“ 
von Jana von Bergner




Buchdetails

Erscheinungsdatum Erstausgabe: 14.11.2017
Aktuelle Ausgabe: 14.11.2017
Verlag:
ISBN: B077H664WY
E-Buch Text 382 Seiten
Sprache: Deutsch







Inhalt:

Einem gehört ihr Herz, dem anderen ihre Zukunft … 
Die unkonventionelle Deutsch-Amerikanerin Kim und den pflichtbewussten Alexander verbindet nur eine leidenschaftliche Nacht, sonst haben sie wenig gemeinsam. Doch als Kim schwanger wird, stehen die beiden vor der schweren Entscheidung, ob sie trotz der widrigen Umstände eine Familie gründen wollen. Ausgerechnet jetzt verliebt sich Kim – in Alexanders Bruder. 

Meine Meinung:

Auf diese Geschichte war ich unheimlich gespannt. Denn obwohl ich nicht der Fan von Dreiecks-Geschichten bin, klang der Klapptext sehr vielversprechend. Doch leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Ich habe mich unheimlich auf knisternde Gefühle und emotionale Momente und eine Achterbahnfahrt der Gefühle gefreut. Leider wurde ich in diese Hinsicht enttäuscht. 

Der Schreibstil ist schlicht und einfach, locker und leicht, schnell und flüssig zu lesen. Dadurch ist es mir sehr leicht gefallen, in die Handlung hineinzukommen. 

Die Grundidee gefällt mir richtig gut, doch leider wurde das Potential nicht ausgenutzt, die Umsetzung ist nicht wirklich geglückt.

Die Handlung ist sehr wirklichkeitsfremd und wirkt gestellt, gekünstelt, kühl und distanziert. Alex und Maxim konnte ich beide nicht verstehen. Und auch Kims Liebe für Maxim ist nicht nachvollziehbar. Es gibt keine gemeinsamen Szenen, in denen sich die Gefühle entwickeln könnten, keine knisternden Momente oder gemeinsame Unternehmungen. Die Gefühle bleiben hier völlig auf der Strecke. Das ist wirklich sehr schade, denn ein Liebesroman lebt von den Emotionen. Mich hat zwischendurch lediglich die Wut über das Verhalten und die Personen gepackt.

Wenn ich Kim wäre, hätte ich beide Füße in die Hand genommen und mich vom Acker gemacht, wäre zu meiner Familie zurückgekehrt. Welche Frau lässt sich heute so behandeln? Alex Vater ist einfach unmöglich. Und Alex ist nicht viel besser.

Beide Männer - Alex und Maxim - sind kein bisschen ansprechend, konnten mich nicht berühren oder gar mein Herz höher schlagen lassen. Kim hatte die Wahl zwischen einem unterkühlten Papasöhnchen, das sich jeden Schritt diktieren, sich beleidigen und beschimpfen lässt und seiner alten Liebe, die ihn betrogen hat, nachweint und einem faulen, nichtsnutzigen Drogenjunkie und Aufreißer. Da wäre sie in Vegas bei ihrer super netten und flippigen Familie viel besser dran. 

Die fehlenden Gefühle sind hier neben den kalten Figuren und der fehlenden Tiefe das größte Manko. Kims Familie hat mir hier noch am besten gefallen, allen voran ihr Bruder. Auch Kims familiären Hintergrund fand ich hochinteressant. Hier hätte ich gerne noch mehr von gelesen anstatt der gekünstelten und unechten Handlungen auf dem Gut und deren Gefühlskälte zu folgen.

Ich bin ja ein absoluter Happy-End-Typ und zu einem Liebesroman gehört dies unabdingbar für mich dazu. Aber dieses Friede-Freude-Eierkuchen-Ende wirkte leider nur unecht. Wirklich schade.

Fazit:

Eine Geschichte mit viel Potential, das aber leider nicht ausgenutzt wurde. 
★★☆
2 von 5 Sternen

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