Sonntag, 26. August 2018

Rezension zu „Ohne dich fehlt mir was“ von Paige Toon

Rezension zu 
„Ohne dich fehlt mir was“ 
von Paige Toon

Cover: Fischer Taschenbuch





Buchdetails

ISBN: 9783596195527
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 464 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 23.06.2016








Inhalt:

Unbeschwert und glücklich verbringt Alice die Ferien mit Joe. Beiden ist klar, dass ihre Affäre dem Sommer gehört und der Realität niemals standhalten kann. Alice ist ehrgeizig und will in Cambridge studieren; Joe schuftet in der Kneipe seiner Eltern. 
Als Alice mit gebrochenem Herzen ihre erste Vorlesung antritt, ermahnt sie sich, dass Jungen wie der begabte Lukas viel besser in ihr Leben passen. Doch die Erinnerung an Joe will nicht verblassen. Und dann sieht Alice ihn wieder: auf der Kinoleinwand. Auch jetzt trennen sie Welten, denn Joe ist ein berühmter Filmstar.

Meine Meinung:

Ich lese die Geschichten der Autorin unheimlich gerne und bin immer wieder begeistert von ihren Büchern. Auch mit diesem konnte sie mich wieder gut unterhalten, allerdings ist es nicht ihr bestes Buch.

Der Schreibstil ist sehr locker und leicht, schlicht und einfach, einnehmend und lebendig, schnell und flüssig zu lesen. Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen.

Die Geschichte ist in zwei Teile unterteilt.
Im ersten Abschnitt lernt sie Joe kennen. Die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen laden zum Träumen ein, Joes Geschichte, hinter die man nach und nach kommt, ist berührend und packend. Dieser Teil des Kennenlernens und des Verliebens hat mir sehr gut gefallen. Allerdings war er zu schnell zu Ende.

Im zweiten Teil verlieren sich die beiden aus den Augen, Alice baut sich ein neues Leben in Cambridge auf, studiert und verliebt sich nach langer Zeit wieder. Doch vergessen kann sie Joe nie. Lukas nimmt ihr Leben ein und leider war er mir alles andere als sympathisch. Ich konnte mich auf die beiden als Paar nicht einlassen, meine Gedanken und Hoffnungen sind ständig anders gekreist.

Ich  mag solche Dreiecksgeschichten eigentlich nicht gerne. Mir tut immer ein Beteiligter leid und ich kann es auch nicht leiden, wenn man den Partner hintergeht. Doch Paige Toon schafft es mit ihren Romanen immer, mir genau dieses Gefühl nicht zu geben. Im Gegenteil, ich wünschte mir die ganze Zeit über, dass Alice ihrem Herzen folgt und die Augen öffnet um zu sehen wie Lukas wirklich ist, dass sie erkennt, dass sie mit ihm nicht glücklich werden kann und an wem ihr Herz wirklich hängt.

Vor allem im Mittelteil haben sich ein paar Längen eingeschlichen. Hier sind auch einige Zeitsprünge vorhanden.
Es dauert Jahre, bis sie Joe wieder sieht. Dabei ist es genau dieser Moment, den der Leser herbeisehnt. Und der kommt erst ziemlich am Ende. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass Joe auftaucht und Alice Leben aus dem Ruder hebt. Doch zu lange passierte dies nicht. 
Das Ende wurde mir dann auch zu schnell abgehandelt, es ist mir zu offen und unbestimmt. Der Epilog von noch nicht mal einer Seite kann mich nicht ganz zufriedenstellen, auch wenn viel Raum für mein eigenes ganz persönliches Happy End ist. 

Die Charaktere waren sehr vielseitig und bunt gezeichnet. Das ganze Umfeld hat mir gut gefallen, abwechslungsreiche Figuren.
Lukas konnte mein Herz nicht erweichen, arrogant, überheblich, besitzergreifend, bestimmend und absolut unsympathisch.
Von Alice hätte ich mir etwas mehr Initiative gewünscht, ansonsten habe ich mit ihr gefiebert.
Joe hat mir als Teenager gut gefallen, später hat er zu wenig Raum bekommen um sich zu entfalten. 

Eine schöne und nervenaufreibende Geschichte, die allerdings ein paar Längen hatte und mich nicht ganz packen konnte, wie ich es von der Autorin gewohnt bin. Sie hat mir eine schöne Lesezeit beschert und mich gut unterhalten. Eine sehr leichte Lektüre.

Fazit: 

Eine kurzweilige Geschichte, die Romantikerherzen höher schlagen lässt, die aber auch einige Längen aufweist. Leseempfehlung! 
★★
3 von 5 Sternen

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