Montag, 8. Oktober 2018

Rezension zu „One Small Thing – Eine fast perfekte Liebe“ von Erin Watt

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Rezension zu 
„One Small Thing – Eine fast perfekte Liebe“ 
von Erin Watt


Cover: Piper






Buchdetails

ISBN: 9783492061292
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 368 Seiten
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 04.09.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 04.09.2018 bei TIDE exklusiv erschienen.






Inhalt:

Seit dem tragischen Tod ihrer Schwester ist im Leben von Beth nichts mehr so, wie es war. Sie vermisst ihre engste Vertraute schmerzlich, und ihre Eltern sind seither so ängstlich, dass sie Beth auf Schritt und Tritt bewachen. Doch eines Nachts schleicht sie sich heimlich zu einer Party. Dort trifft sie Chase, einen attraktiven und charmanten jungen Mann, der gerade erst in die Stadt gezogen ist. Sofort knistert es zwischen den beiden, und Beth schwebt im siebten Himmel. Bis sie erfährt, dass Chase ein düsteres Geheimnis hütet, das mit dem Tod ihrer Schwester eng verwoben ist ...

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist sehr einnehmend, lebendig und emotional, mitreißend und fesselnd, locker und frisch, schnell und flüssig zu lesen. Man wird direkt mitten ins Geschehen hineingeworfen, dennoch fiel mir der Einstieg sehr leicht.

Ich mag die gefühlsgeladenen Bücher der Autorin sehr gerne und war sehr auf neues Werk gespannt. Die Handlung und deren Verlauf haben mir gut gefallen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich das Gefühl hatte, den Fortlauf schon zu kennen, das Buch schon mal gelesen zu haben. Dennoch konnte mich die Geschichte um Beth, ihre Familie, ihre Freunde und Chase fesseln. Ein interessantes und berührendes Thema. Der Tod, die Trauer und die Trauerbewältigung spielen eine entscheidende Rolle. Außerdem geht es um Fehler und Vergebung. Fehler macht jeder, sie sind da um gemacht zu werden und daraus zu lernen. 

Der Autorin ist es wieder sehr gut gelungen, die Emotionen direkt zum Leser zu transportieren. Ich konnte mich sehr gut in Beth hineinversetzen, sie verstehen, ihr Gefühlschaos nachvollziehen, mit ihr leiden, fühlen, hoffen und bangen, ich war wütend und aufgebracht. Manchmal wäre ich am liebsten ins Buch hineingekrabbelt und hätte ihr gerne zur Seite gestanden. Als Mutter kann ich ihr Eltern bis zu einem gewissen Grad verstehen, aber was die sich teilweise geleistet haben, war einfach nur schrecklich. Sie haben Beth nicht wirklich gut behandelt. Auch wenn sie selbst manchmal mit ihren Aktionen übertrieben hat, waren die Maßnahmen in meinen Augen nicht gerechtfertigt. Ich habe so mit Beth gelitten. Auch das Verhalten der Freundinnen fand ich schlimm. Beth steht vollkommen alleine da, sie kann sich niemandem anvertrauen, erhält keine Rückendeckung. Das fand ich sehr schade und traurig.

Das Ende wurde mir etwas zu schnell abgehandelt, hier hätte ich gerne noch ein paar Seiten mehr gelesen. Ich fand es sehr gut und passend, dass Beth und Chase sich und ihrem Umfeld schlussendlich doch Zeit gelassen haben, nichts überstürzt und ihr Leben in die richtige Bahn gelenkt haben. Dadurch wirkte die Handlung sehr authentisch.

Die Charaktere sind facettenreich und lebendig gezeichnet, sie sind gut und detailliert ausgearbeitet. 

Beth war mir von Beginn an sympathisch. Sie ist sehr vielschichtig, interessant und auch ein bisschen unberechenbar. Es war oft nicht vorhersehbar, wie sie in den Situationen reagieren würde und hat mich immer wieder überrascht.

Auch Chase mochte ich sehr gerne. Er hat für seine Tat gebüßt, kam mit den Folgen seines Tuns aber dennoch nicht wirklich klar, hat sich selbst gegeißelt. Er tat mir richtig leid, obwohl er eine schlimme Tat in seinem jugendlichen Leichtsinn begangen hat. Sie ist auch durch nichts zu rechtfertigen, dennoch ist nicht immer alles schwarz oder weiß. Das Verhalten seines Umfeldes, vor allem in der Schule empfand ich als erschreckend. Auch wenn er etwas Schlimmes getan hat, hat er dafür bezahlt und die Zeit der Vergebung sollte irgendwann einsetzen.

Jeff war mir von Anfang an unsympathisch, so dass die Ereignisse mit ihm am Ende nicht wirklich überrascht haben.

Das Buch hat mich gefesselt und gepackt und mir eine emotionale Lesezeit beschert. Es hat mich gut unterhalten und zum nachdenken angeregt.

Fazit:

Eine berührende und mitreißende Geschichte mit einem ernsten Thema. Leseempfehlung.
★★★★☆
4 von 5 Sternen

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