Sonntag, 15. Oktober 2017

Blogparade - Außergewöhnliche Liebesromane #2


Bei Sophia von Sophia's Bookplanet findet in der Zeit vom 27.07.2017 bis 27.11.2017 eine Blogparade zum Thema 

"Außergewöhnliche Liebesromane" 

statt. 
Sophia sucht Liebesromane, die nicht dem Mainstream folgen, nicht nach Schema ff ablaufen. Gesucht werden Bücher, die vom normalen Ablauf und Schema abweichen, die originell sind und auf ganzer Linie überzeugen können.

Da ich sehr gerne Liebesromane lese und mich die Blogparade sofort angesprochen hat, mache ich natürlich gerne mit. Dies ist bereits mein zweiter Beitrag zum Thema.

Und hier sind meine Buchvorschläge:



„All die verdammt perfekten Tage“ von Jennifer Niven

Die Geschichte beginnt recht locker und leicht, doch sie nimmt zunehmend einen anderen, ernsten Ton an. Die Thematik Depressionen, Verlust, Selbstzweifel und Suizid wird sehr authentisch behandelt. Violet und Finch sind zwei tolle Protagonisten, mit denen man einfach fiebern, hoffen, bangen und leben kann. 

Die Geschichte hat mich persönlich sehr getroffen. Sie ist sehr tiefgründig und behandelt ein schwieriges Thema, verpackt in eine dennoch schöne Story. Der Autorin ist es gelungen, die Geschichte sowohl auf eine lockere und frische Art zu erzählen und trotzdem soviel Ernsthaftigkeit und Tiefsinnigkeit hineinzulegen. Sie ist voller Liebe, emotionaler Spannung und sehr dramatisch.

Bei mir hat die Geschichte die ganze Bandbreite der Gefühle angesprochen. Sie hat mich lächeln, mitfühlen und mit fiebern lassen, ich habe die zarte Liebe gefühlt und aus tiefstem Herzen geweint. Ich hatte Gänsehaut und habe gefröstelt. 
Das Ende war derart emotional und hat mich einfach nur ergriffen, mich tief berührt und nachdenklich gestimmt. Taschentücher bereithalten!


„Weil ich Layken liebe“ von Colleen Hoover

Zuerst dachte ich ja, dass ich etwas zu alt für eine Teenagergeschichte bin, aber weit gefehlt. Schon die ersten Seiten haben mich in den Bann gezogen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe mit Layken und Will gelacht, geweint, gelitten, gehofft, gebangt, ich war gefesselt, habe geschmunzelt und gelacht. Die ganze emotionale Bandbreite wurde bei mir angesprochen. 

Es ist nicht nur eine oberflächliche Liebesgeschichte, nein dieses Buch hat Tiefgang. Es geht um die erste Liebe, um Freundschaft, um Verlust, um Trauer, Sorge und die Auseinandersetzung mit dem Tod. Colleen Hoover hat es geschafft mich mit ihren fesselnden, flüssigen, leichten Worten und ihrer Schreibweise direkt in das Geschehen hineinzuziehen. Haltet die Taschentücher bereit!

Interessant und neu fand ich die Idee mit den Poetry Slams, in denen wichtige Aspekte mal auf eine andere Art und Weise bekannt gegeben werden. Ich habe jede Zeile des Buches genossen.



„Ally Hughes hat manchmal Sex“ von Jules Moulin

Nicht nur der Titel lässt auf viel Humor schließen. In dieser Hinsicht wird man nicht enttäuscht.

Ally ist eine junge Mutter und Uniprofessorin und verliebt sich in einen 10 Jahre jüngeren Mann. Mit dem Altersunterschied hat sie enorme Probleme und lässt Jake ziehen. 
Das Buch erzählt zwei Geschichten. Kapitelweise wechselnd wird das erste Zusammentreffen von Ally und Jake 10 Jahre zuvor und das erneute Aufeinandertreffen in der Gegenwart geschildert.
Die Handlung war dadurch sehr abwechslungsreich und spannend. Aber auch der Humor ist nicht zu kurz gekommen. Es hat mir viel Freude bereitet, die Lebensgeschichte von Ally zu lesen. Ich habe mit ihr gehofft, dass doch noch alles gut für sie wird.




„Backstage in Seattle“ und „On Stage in London (Backstage 2)“ von Mina Mart

Dies ist eine Reihe, die mich völlig zerrissen, die mich emotional komplett aus der Bahn geworfen hat. Ich hatte hohe Erwartungen an die Bücher, die teilweise auch erfüllt wurden. Aber auf einmal hat die Handlung eine Richtung eingeschlagen, die ich ganz und gar nicht erwartet habe - und die teilweise wirklich heftig war. 
Die Handlung beginnt sehr unterhaltsam, man spürt aber von Beginn an auch diese geheimnisvolle und düstere Hintergrundstimmung. Es folgt ein ganz schönes Hin und Her, ein ständiges Auf und Ab. Da kam ich manchmal kaum hinterher. Alles ist sehr rasant, die Handlung legt ein enormes Tempo vor. Emotionale Spannung pur. Doch mir war es ab und zu etwas zu viel. Die Hintergründe, die Vergangenheit von Finn und seine Handlungen sind echt heftig und schrecklich. 
Die Reihe hat mir eine aufregende, mitreißende, spannungsgeladene und aufreibende Lesezeit beschert und mich wirklich sehr beschäftigt. Ach wenn ich nicht mit allem einverstanden war und mich vor allem Eliza genervt hat, eine durchaus lesenswerte Reihe, die tiefer geht und nicht nach Schema ff abläuft.



 „Heart. Beat. Love.“ von James Patterson
Obwohl von Anfang an eine gewisse Melancholie mitgeschwungen hat, musste ich auch oft schmunzeln und grinsen. Es war schwer, das Buch aus der Hand zu legen, es hat einen regelrechten Sog auf mich entwickelt. Die Geschichte wird untermalt mit wunderschönen Fotos, die das Ganze noch authentischer wirken lassen. Der Beginn der Reise ist sehr unterhaltsam und macht einfach Spaß. Ich konnte die Freiheit und den frischen Wind, der um meine Nase geweht ist, völlig spüren. Doch nach der Hälfte nahm die bisher fröhliche Geschichte eine dramatische Wende. 
Ein Buch, das trotz des traurigen Themas, voller Leben, voller Gefühle ist, über zwei Jugendliche, zwei beste Freunde, die die Reise ihres Lebens unternehmen. 
Eine abenteuerliche und gefühlvolle, mitreißende und herzzerreißende Geschichte über die Unbeschwertheit der Jugend, die erste Liebe, das wahre Leben mit allen Facetten und das Schicksal. Taschentuchalarm! Absolute Leseempfehlung.

 „Häkelenten tanzen nicht“ von Alexandra Fuchs

Einen Chat-Roman habe ich bisher in dieser Form noch nicht gelesen. Es wird nur über Whats-App und E-Mail kommuniziert. Zuerst dachte ich, dass ein paar erläuternde Sätze ganz nett gewesen wären, aber die Nachrichten fügen sich so gut ineinander und geben ein passendes und stimmiges Bild, dass es dem Roman an nichts fehlt.

Sam und Alice sind in völlig verschiedenen Welten zu Hause, denn Sam ist gehörlos. Ein Thema, das nicht oft Beachtung findet. Man erhält tiefe Einblicke, erfährt viel über die Einschränkungen und Vorurteile, lernt aber auch, dass man nicht aufgeben darf. Alice Vorstoß in diese Welt ist schön und eindrucksvoll geschildert.
Vorsicht: Suchtgefahr! 

Ein gefühlvoller Roman, der zu Tränen rührt, eine Achterbahnfahrt, ein ganz besonderer Roman mit einem interessanten Thema, den ich nur empfehlen kann.



So, das war es erst einmal von mir. Da mir noch viele Bücher zu diesem Thema einfallen, werde ich demnächst wohl noch einen letzten Beitrag zu dieser tollen Blogparade verfassen.


Habt ihr auch Lust mitzumachen? Dann schaut bei Sophia vorbei und erfahrt näheres über die Blogparade.

Einen schönen Samstag
Eure Christine

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