Dark-Academia-Fantasy voller Magie und Geheimnisse
Vampir Eleonor erlangt durch den tragischen Tod ihrer Freundin überraschend Hexenkräfte, dabei sind Hexen und Vampire seit Jahrzehnten verfeindet. Undercover beginnt sie ein Studium an der geheimen Magischen Fakultät in Oxford. Als Studierende angegriffen werden, muss sie das dunkle Geheimnis der Uni ergründen, ohne selbst als Vampir enttarnt zu werden. Zwar unterstützt sie bei alldem ihr Vampirgefährte Yuri, doch dass sie vor Ort niemandem trauen können und ihre Erzfeindin ihnen auf den Fersen ist, macht die Sache nicht einfacher.
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In „It's all about Blood: Als Vampir unter Hexen“ tauchen wir in das Leben der Protagonistin Eleonor ein, die eigentlich zu den Vampiren gehört, durch ein tragisches Ereignis jedoch plötzlich magische Kräfte erhält. Da diese beiden magischen Spezies erbitterte Feinde sind, bringt sie dieser Umstand in eine gefährliche Zwickmühle. Als es an der magischen Universität in Oxford zu rätselhaften Übergriffen auf Studierende kommt, fängt Eleonor an, heimlich Nachforschungen anzustellen. Dabei muss sie stets höllisch aufpassen, dass ihre wahre Identität nicht ans Licht kommt.
Die grundlegende Idee dieses Buches finde ich wirklich großartig. Die bunte Mischung aus Hexen, Gestaltwandlern und Vampiren bietet eine tolle Basis und besaß das Potenzial, ein absolut faszinierendes Fantasy-Universum zu erschaffen. Was mir in diesem Zusammenhang besonders positiv aufgefallen ist, ist die Darstellung der Vampire. Sie werden zur Abwechslung mal nicht bloß als finstere, bedrohliche Monster gezeichnet, sondern zeigen sich von einer deutlich menschlicheren und nahbareren Seite. Leider wurden andere spannende Aspekte für meinen Geschmack viel zu oberflächlich behandelt. Ich hätte unheimlich gerne genauer verstanden, wie das Magiesystem funktioniert und auf welche Weise diese magischen Fähigkeiten überhaupt auf ein Vampirmädchen übergehen konnten. Auch über die gesellschaftlichen Strukturen und die Regeln udn Gesetze der beiden verfeindeten Lager hätte ich mir deutlich mehr Hintergrundwissen gewünscht. Hier wurde viel Potenzial verschenkt.
Diese fehlende Tiefe spiegelt sich leider auch ein wenig im Spannungsbogen wider. Zwar war der Beginn der Erzählung extrem fesselnd und hat mich sofort in seinen Bann gezogen, jedoch flaute diese Aufregung ziemlich rasch wieder ab. Die Erzählung kam stellenweise nur noch schleppend voran. Insbesondere die Beschreibungen des alltäglichen Uni-Lebens sind deutlich zu ausgedehnt und schlichtweg etwas eintönig geraten. Erst ganz am Ende kam wieder richtig Schwung in die Ereignisse, was dann allerdings auf nur sehr wenigen Seiten viel zu schnell abgehandelt wurde.
Sprachlich ist das Werk sehr unkompliziert und leicht lesbar gehalten, weshalb ich mir an manchen Stellen durchaus einen Hauch mehr stilistische Gewandtheit erhofft hätte.
Ein absoluter Pluspunkt der Geschichte sind hingegen die Figuren. Eleonor habe ich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen, da sie enormen Mut beweist, ihren Freunden treu zur Seite steht und stets mitfühlend agiert. Auch Yuri bereichert das Leseerlebnis enorm. Mit seiner beschützenden Art und den gelegentlichen, charmanten Anflügen von Eifersucht sorgt er für wunderbare Augenblicke. Sehr gelungen ist zudem, dass die Liebesbeziehung nicht die komplette Erzählung dominiert, sondern sich ganz natürlich und unaufdringlich neben den eigentlichen Hauptereignissen entfaltet.
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Das Buch bietet zwar eine faszinierende Grundidee und wirklich sympathische Charaktere, kann sein volles Potenzial aber leider nicht ganz ausschöpfen. Die erfrischende Darstellung der Vampire und die süße, unaufdringliche Liebesgeschichte sind klare Pluspunkte, die das Lesen angenehm machen. Dem gegenüber stehen jedoch der stellenweise recht zähe Mittelteil und die etwas oberflächliche Ausarbeitung der magischen Welt, bei der viele spannende Fragen offenbleiben. Wer eine komplexe und durchgehend actionreiche Fantasy-Geschichte sucht, könnte hier etwas enttäuscht werden. Wer jedoch eine leichte, charmante Lektüre für zwischendurch sucht und über den schlichten Schreibstil hinwegsehen kann, wird an der Seite von Eleonor und Yuri durchaus unterhaltsame Lesestunden verbringen.
★★★★
3,5 von 5 Sternen

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