Montag, 4. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓙𝓸𝓱𝓷𝓼𝓸𝓷 𝓡𝓲𝓭𝓰𝓮 – 𝓦𝓸 𝓶𝓮𝓲𝓷 𝓗𝓮𝓻𝔃 𝓭𝓲𝓬𝓱 𝓯𝓲𝓷𝓭𝓮𝓽" von 𝓨𝓿𝓸𝓷𝓷𝓮 𝓢𝓲𝓷𝓰𝓮𝓻

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𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Es sollte eigentlich nur eine Rundreise durch Montana sein, doch ihr Herz hat andere Pläne.
Eine wunderschöne NA-Romance mit Country-Vibes und unerwarteten Begegnungen

Als Hailey mit ihrer Stute zu einer Work-and-Travel-Tour aufbricht, rechnet sie nicht damit, schon bald auf der abgelegenen Johnson-Ridge-Ranch festzustecken. Im Tausch gegen Unterkunft hilft sie auf dem Hof aus – und begegnet Noah Johnson, dem verschlossenen Ranchleiter, der Gefühle meidet, seit Verantwortung und Verlust sein Leben bestimmen. Trotz aller Zurückhaltung kann Noah sich Haileys freiheitsliebender, warmherziger Art nicht entziehen. Sie bringt Unruhe in seinen streng getakteten Alltag – und stellt alles infrage, was er sich mühsam aufgebaut hat. Aus vorsichtiger Nähe wird eine Affäre mit festem Ablaufdatum. Denn Hailey will weiterziehen. Doch ihr Herz hat längst eine andere Route eingeschlagen …

Diese herzergreifende New Adult-Romance über Familienzusammenhalt, der großen Liebe und der Suche nach sich selbst verspricht eine traumhafte Reise ins wunderschöne Montana. Ranch-Atmosphäre und Herzklopfen inklusive!

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Mit „Johnson Ridge – Wo mein Herz dich findet“ hat mich die Autorin mit ihrem flüssigen, bildreichen Schreibstil sofort nach Montana auf die Johnson Ridge Ranch katapultiert. 
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Noah und Hailey erzählt, wodurch ich einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt beider Protagonisten gewinnen konnte. 

Das Setting ist der Autorin unglaublich gut gelungen; die Ranch ist mit so viel Liebe zum Detail beschrieben. Die Atmosphäre des Buches war durchweg warm und angenehm, was vor allem an der großartigen Dynamik zwischen den Charakteren lag.

Hailey ist eine beeindruckende Protagonistin – unabhängig, mutig und mit einer ansteckenden Reiselust gesegnet. Ihre Begeisterung für die Orte, die sie auf ihrem Roadtrip besucht, ist so greifbar, dass ich am liebsten sofort aufgebrochen wäre, um alles mit eigenen Augen zu sehen. 
Noah hingegen ist ein Charakter, der eine wunderbare emotionale Entwicklung durchmacht. Auch wenn man es zu Beginn vielleicht nicht direkt vermutet, entpuppt er sich als wirklich herzensguter Kerl. Die Art und Weise, wie die beiden miteinander umgehen und wie sie sich gemeinsam entwickeln, fand ich schlüssig und sehr berührend dargestellt.

Was das Buch für mich aber so besonders macht, sind neben dem Setting die authentischen Nebencharaktere. Die beiden anderen Johnson-Brüder, die herzliche Oma und die gesamte Freundesclique sind so lebendig gezeichnet, dass man sie einfach ins Herz schließen muss. Die Autorin schafft es zudem, eine sehr aktuelle Diskussion in die Handlung einzuflechten: das Thema Work-Life-Balance. Sie skizziert treffend die oft unerklärliche Erschöpfung junger Menschen und die wachsende Belastung durch zu viel Verantwortung, was der klassischen Cowboy-Romance eine moderne und tiefgründige Note verleiht.

Die Schauplätze in Montana und rund um die Ranch werden so vielschichtig beschrieben, dass die Natur fast wie ein eigener Charakter wirkt. 
Trotz dieser Stärken gab es für mich jedoch auch ein paar Schwächen. Die Handlung rund um Vergangenheit, Neuanfang und Familie bietet zwar interessante Wendungen und sorgt für Spannung, allerdings gab es auch einige langatmige Phasen und Wiederholungen, die den Lesefluss stellenweise etwas gebremst haben. Manche Passagen zogen sich für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge, was das Lesen zwischendurch anstrengend machte. 

Dennoch überwog für mich das positive Gefühl, da die Geschichte immer wieder Momente zum Schmunzeln und Mitfiebern bot und die klassischen Smalltown-Tropes perfekt in das Setting eingebettet wurden. Insgesamt ist es ein warmherziger Roman über die Suche nach dem eigenen Platz im Leben, der trotz kleinerer Längen durch seine Atmosphäre und seine lebendigen Figuren überzeugt.

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„Johnson Ridge – Wo mein Herz dich findet“ ist eine herzerwärmende Cowboy-Romance, die vor allem durch ihr traumhaftes Setting in Montana und ihre authentischen, tiefgründigen Charaktere besticht. Auch wenn die Geschichte zwischendurch ein paar Längen aufweist und etwas gestrafft hätte werden können, machen die spürbare Liebe zum Detail und die moderne Auseinandersetzung mit der Work-Life-Balance dieses Buch zu einer sehr angenehmen Lektüre. Wer Lust auf eine Prise Fernweh, viel Gefühl und eine starke Prise Ranch-Atmosphäre hat, wird sich auf der Johnson Ridge sehr wohlfühlen.
★★★★
4 von 5 Sternen

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