Samstag, 18. Juli 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓛𝓲𝓮𝓫𝓮 𝓪𝓾𝓯 𝓭𝓮𝓷 𝓮𝓻𝓼𝓽𝓮𝓷 𝓢𝓮𝓮𝓫𝓵𝓲𝓬𝓴" von 𝓢𝓲𝓵𝓴𝓮 𝓝𝓮𝓾𝓶𝓪𝔂𝓮𝓻

Cover: Heyne
[Rezensionsexemplar]

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Verkork(s)t. Verliebt. Verzaubert – Sommerträume am Bodensee

Nachdem Leonie ihren Mann Adrian in der gemeinsam geführten Berliner Bar beim Seitensprung erwischt hat, steht sie vor den Scherben ihrer Lebensplanung. Mitten in ihrem Herzschmerz erreicht sie die Nachricht, dass ihre verstorbene Großmutter ihr ein kleines Weinlokal inklusive Weinberg vermacht hat. Kurz entschlossen reist Leonie nach Meersburg am Bodensee. An dem Ort ihrer Kindheit will sie die romantisch in die Jahre gekommene Erbschaft unter die Lupe nehmen. Auf einmal hat Leonie eher zu viele als zu wenige Möglichkeiten: Das Lokal könnte sie in eine moderne Bar verwandeln – oder Haus und Weinberg verkaufen. Und bei der Rebernte steht ihr nicht nur der attraktive Winzer Max zur Seite - auch der reumütige Adrian taucht plötzlich wieder auf. Lässt Leonie ihren Verstand entscheiden – oder ihr Herz?

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Bereits das ansprechende Cover von „Liebe auf den ersten Seeblick“ versetzt einen direkt in eine wunderbare Urlaubsstimmung. Dieser positive erste Eindruck wird durch das herrliche Setting des Romans noch deutlich verstärkt. Die Handlung rund um eine charmante Weinbar direkt am Bodensee ist so stimmungsvoll eingefangen, dass beim Lesen augenblicklich ein echtes Urlaubsgefühl aufkommt.

Auch der schlichte und sehr eingängige Schreibstil sorgt für entspannte Lesestunden. Die Sprache ist wunderbar flüssig, sodass ich geradezu durch die Seiten geflogen bin und das gesamte Buch an nur einem einzigen Tag durchgelesen habe.

Trotz dieser starken äußeren Rahmenbedingungen konnte mich die eigentliche Handlung leider nicht wirklich überzeugen. Das lag in erster Linie an der Ausarbeitung der Charaktere und einer spürbaren emotionalen Oberflächlichkeit. 
Insbesondere die Protagonistin Leonie empfand ich als äußerst schwierig. Obwohl sie eine Frau ist, die auf die vierzig zugeht, legt sie ein völlig unreifes und naives Teenager-Verhalten an den Tag. Ihre unüberlegten Handlungen wirken für eine eigentlich gestandene Mitdreißigerin schlichtweg unglaubwürdig. Teilweise war ihre Art für mich kaum zu ertragen; ich musste beim Lesen geradezu die Augen zukneifen, weil es so anstrengend war mitzuerleben, wie vehement sie vor offensichtlichen Tatsachen immer wieder die Augen verschließt.

Darüber hinaus litt auch die Romantik unter dieser mangelnden emotionalen Tiefe, denn die Liebesgeschichte entwickelte sich für meinen Geschmack viel zu überstürzt und unauthentisch. Gefühlt bis kurz vor Ende der Geschichte hing Leonie noch stark an ihrem Mann, nur um dann auf den letzten zehn Seiten völlig abrupt die große, neue Liebe zu zelebrieren. Es gab im Handlungsverlauf schlichtweg keinen ausreichenden Raum, in dem diese tiefen Gefühle natürlich hätten wachsen können oder der es mir ermöglicht hätte, diese Entwicklung emotional mitzuerleben. Die ohnehin nur kurzen Begegnungen zwischen den beiden reichten leider bei Weitem nicht aus, um ein echtes oder positives Gefühl für ihre Verbindung entstehen zu lassen. 

So bleibt am Ende ein Roman, der zwar mit einer traumhaften Kulisse und schnellem Lesefluss punktet, auf charakterlicher Ebene aber leider viel Potenzial verschenkt.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Liebe auf den ersten Seeblick“ besticht vor allem durch das traumhafte Bodensee-Setting und einen wunderbar leichten Schreibstil, der sofort Urlaubsstimmung weckt. Leider trüben die emotional oberflächliche Handlung, eine oft anstrengend naive Protagonistin und die völlig überstürzte Liebesgeschichte das Lesevergnügen erheblich. Es ist eine schnelle, unkomplizierte Lektüre für einen Tag am Strand, von der man jedoch keine charakterliche Tiefe oder eine authentische, nachvollziehbare Romanze erwarten darf.
★★★
3 von 5 Sternen

Montag, 13. Juli 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓦𝓮 𝓑𝓻𝓮𝓪𝓴 𝓐𝓷𝓭 𝓗𝓮𝓪𝓵" von 𝓝𝓪𝓽𝓪𝓵𝓲𝓮 𝓔𝓻𝓵𝓪𝓬𝓱

Cover: reverie
[Rezensionsexemplar]

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein Erbe, drei Schwestern und viele unbeantwortete Fragen.

Nach elf Jahren zieht es die entfremdeten Schwestern Cleo, Juliet und Sage zurück in ihre Heimatstadt Spring Mountains in das Landhaus ihrer verstorbenen Großeltern. Doch mit ihrer Rückkehr klopfen auch Erinnerungen und ungeklärte Konflikte an die Tür. Cleo trifft auf ihren Ex-Freund Dax, der nicht nur alte Gefühle weckt, sondern auch ein Geheimnis hütet, das droht, Cleos Vertrauen erneut zu erschüttern. Die Schwestern werden mit Herausforderungen konfrontiert, und eine mysteriöse Klausel im Testament bringt ihr Erbe in Gefahr. Sie stehen vor Rätseln, die es zu lösen gilt, bevor sie den Nachlass antreten können. Die Suche beginnt, und mit jedem neuen Hinweis, rückt eine Wahrheit näher, die alles verändern könnte. Ein Roman über alte Wunden, Neuanfänge und die Suche nach der Wahrheit.

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

„We Break And Heal“ bildet den vielversprechenden Auftakt der „Spring Mountain Sisters“-Reihe und rückt gleich zu Beginn eine faszinierende Familiendynamik in den Fokus. Im Zentrum der Erzählung stehen die drei Schwestern Cleo, Juliet und Sage, wobei dieser erste Band seine Aufmerksamkeit besonders auf Cleos persönliche Reise lenkt. 

Der Einstieg in den Roman gelingt mühelos, was nicht zuletzt an dem äußerst angenehmen und flüssigen Schreibstil liegt. Durch die geschickt eingesetzten Perspektivwechsel bekommt man einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der unterschiedlichen Figuren, was es deutlich leichter macht, ihre individuellen Gedanken und Motive nachzuvollziehen.

Der Anfang der Geschichte baut sofort eine spürbare Neugier auf. Man möchte unweigerlich herausfinden, welch tiefer Riss zwischen den Schwestern entstanden ist und welche unausgesprochenen Geheimnisse unter der Oberfläche dieser Familie schlummern. Dennoch hat die Handlung im Mittelteil mit einigen Längen zu kämpfen. Die Dynamik wird hier durch wiederkehrende Missverständnisse und hartnäckiges Schweigen gebremst. In diesen Phasen wünscht man sich oft, dass die Charaktere endlich offen miteinander kommunizieren würden, statt essenzielle Dinge im Raum stehen zu lassen. Diese fehlende Kommunikation machte es stellenweise ein wenig schwer, ganz und gar in die Welt der Schwestern einzutauchen.

Glücklicherweise nimmt die Geschichte ab der zweiten Hälfte deutlich an Fahrt auf. Die komplexen Hintergründe der familiären Konflikte lichten sich nach und nach, wodurch die anfänglich vielleicht frustrierenden Entscheidungen der Figuren plötzlich Sinn ergeben und emotional greifbar werden. Besonders berührend ist die behutsame Annäherung der Schwestern. Es ist wunderbar mitzuerleben, wie sie Stück für Stück versuchen, ihre gemeinsame Vergangenheit aufzuarbeiten und wieder zueinanderzufinden. Auch die romantische Entwicklung fügt sich harmonisch in die Handlung ein: Cleo und Dax sind ein äußerst sympathisches Paar, dessen gemeinsamen Weg man mit großer Freude verfolgt.

Zusätzliche Würze erhält der Roman durch das gut verwobene Familiengeheimnis, das kontinuierlich Spannung aufbaut und dafür sorgt, dass man die losen Fäden der Handlung unbedingt entwirren möchte. Das Finale hält schließlich eine faustdicke Überraschung bereit: Der Roman endet mit einem unerwarteten und packenden Cliffhanger. Dieser fesselnde Schlussstrich lässt einen fast schon ungeduldig zurück und weckt eine enorme Vorfreude darauf, wie es im nächsten Band weitergeht.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„We Break And Heal“ ist ein emotionaler und gelungener Reihenauftakt, der trotz kleinerer Längen im Mittelteil überzeugen kann. Die berührende Entwicklung der Schwestern, die authentische Liebesgeschichte zwischen Cleo und Dax sowie das spannende Familiengeheimnis machen das Buch zu einem rundum fesselnden Leseerlebnis. Spätestens der unerwartete Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass man sofort zum nächsten Band greifen möchte – eine klare Leseempfehlung für Fans von tiefgründigen Familiendramen und sanfter Romantik.
★★★★
4 von 5 Sternen

Sonntag, 5. Juli 2026

Mein Bücherbüchsen-Rückblick: Der Juni 2026 📚✨

Bild: Erstellt mit Google Gemini

Hallo ihr Lieben! Kaum zu glauben, aber der Juni ist schon wieder vorbei. Der Sommer ist in vollem Gange und ich durfte in den letzten Wochen einiges an Urlaubszeit genießen. Das spiegelt sich auch absolut in meinem Lesemonat wider! Es war ein Monat voller intensiver Lesestunden, gewaltiger Challenge-Erfolge und einer extrem fleißigen Spardose. 

Das Bookopoly-Fieber hat wieder zugeschlagen! 🎲
Wer die Challenge kennt, weiß, wie süchtig sie machen kann. Im Juni lief es bei mir auf dem Spielfeld einfach phänomenal. Ich habe sage und schreibe alle 12 Bücher vom Bookopoly geschafft! Jedes Mal, wenn man eine Aufgabe erfüllt und ein weiteres Buch von der Liste streichen kann, ist das einfach ein großartiges Gefühl. Die Würfel standen diesen Monat definitiv auf meiner Seite.

Print-Liebe im Urlaub & Format-Wandel 📖
Insgesamt war die Mischung meiner Lese-Formate im Juni ein bisschen anders als in den Vormonaten. Neben 9 e-Books habe ich in den letzten Wochen sogar 4 Print-Ausgaben beendet!

Der Grund für den Print-Zuwachs? Ganz klar: der Urlaub! Wenn die Alltagshektik abfällt und man endlich mal wieder Zeit hat, stundenlang am Stück zu schmökern, gibt es für mich kaum etwas Schöneres, als ein echtes Buch in den Händen zu halten. Das Gefühl, die Seiten umzublättern, hat mich dieses Mal richtig gecatcht. Dafür mussten die Hörbücher im Juni etwas zurückstecken – auf Reisen und Ausflügen blieben die Kopfhörer öfter mal in der Tasche, während ich voll und ganz in den gedruckten Seiten versunken bin.

Kaching! Das Spardosen-Update 🪙💰
Wie ihr wisst, belohne ich meinen Lesefleiß mit einem kleinen Spar-System. Jedes beendete Buch bringt Bares für die Buchkasse. Schauen wir mal, was die Statistik für den Juni sagt und wie viel Geld in die Spardose wandern darf:

12 Bookopoly-Bücher (je 2 €) = 24 €

9 e-Books (je 1 €) = 9 €

4 Print-Bücher (je 2 €) = 8 €

Das macht ein fantastisches Gesamtergebnis von stolzen 41 € für meine Spardose! Ein absolut genialer Nebeneffekt eines so erfolgreichen Lesemonats. Das Budget wird natürlich gut behütet und bis zum Jahresende gespart.

Und jetzt zu euch: Wie lief euer Juni? Konntet ihr eure Leseziele erreichen oder hat euch vielleicht auch der Urlaub ein paar extra Lesestunden beschert? Greift ihr im Sommer auch lieber zum gedruckten Buch oder bleibt ihr dem e-Reader treu?

Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare, ich freue mich auf den Austausch mit euch! 💕