Cäcilias Pfoteninsel ist so viel mehr als nur ein Tierheim auf Sylt: Es ist ein Zufluchtsort für die vielen süßen Fellnasen. Denn das Leben der niedlichen Vierbeiner zu verändern, ist Cäcilias größte Leidenschaft, weshalb sie bis zur totalen Erschöpfung arbeitet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie dringend Abstand und Urlaub braucht. Doch bevor Cäcilias Reise so richtig begonnen hat, trifft sie auf den attraktiven Camper Roman, dessen Charme sie sich nicht entziehen kann. Unverhofft findet sie schnell eine Verbindung zu dem großen Mann mit den smaragdgrünen Augen. Obwohl Cäcilia merkt, dass dieser etwas verbirgt, fällt es ihr immer schwerer, ihr Herz nicht an ihn zu verlieren. Aber wer ist Roman wirklich?
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Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar locker, leicht, flüssig und vor allem sehr bildhaft. Man wird sofort in die Geschichte hineingezogen und darf sich auf eine tolle Mischung aus Urlaubsfeeling, Reiseeindrücken und intensiven zwischenmenschlichen Begegnungen freuen.
Franziska Blum erzählt die Geschichte von Cäcilia, die stellvertretend für ein großes Problem unserer heutigen Zeit steht: den ständigen Spagat zwischen Arbeit und dem eigenen Wohlempfinden. Cillis Beispiel zeigt eindringlich, wie man mit Überforderung umgehen kann und welche Lehren sich daraus ziehen lassen. Auf ihrer Reise begegnet sie dem charmanten Camper Roman, der sie sofort fasziniert. Doch er scheint ein Geheimnis zu verbergen, während ihre Gefühle für ihn immer stärker werden.
Cäcilia war für mich dabei eine sehr greifbare Protagonistin. Meistens konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen, auch wenn ich sie nicht immer ganz verstehen konnte.
Die Entwicklung zwischen Cäcilia und Roman habe ich insgesamt gern verfolgt. Es gibt viele warme und berührende Momente zwischen den beiden. Allerdings ging mir manches ein wenig zu schnell – hier hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle einfach etwas mehr Zeit für die Entwicklung gewünscht.
Mit Roman selbst bin ich leider nicht ganz warm geworden. Ich konnte ihn, sein Verhalten und seine Entwicklung streckenweise nicht nachvollziehen und habe keinen echten Draht zu ihm gefunden. Zwischendurch wirkte er auf mich etwas unsympathisch, was sich im Laufe der Handlung zwar aufklärt, aber ich hätte mir bei ihm einfach noch mehr Informationen gewünscht.
Die Nebenfiguren hingegen sind absolut stimmig und fügen sich wunderbar ein.
Besonders stark fand ich die gelungene Mischung aus Leichtigkeit und ernsteren Themen. Durch den Fokus auf den Tierschutz bekommt der Roman von Beginn an eine gewisse Tiefe. Das Thema ist unglaublich wichtig, und die Schicksale der Tiere gehen wirklich ans Herz, ohne dass es jemals zu überfordernd oder übertrieben dramatisch wirkt. Neben Tierschutz und Verantwortung wird auch das Thema der emotionalen Belastung sehr sensibel aufgegriffen.
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Ein lesenswerter Wohlfühlroman mit Tiefgang, der trotz kleinerer Schwächen bei der männlichen Hauptfigur durch ein wichtiges Tierschutz-Thema, viel Gefühl und eine wunderbare Reiseatmosphäre überzeugt.
★★★★
3,5 von 5 Sternen

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