Donnerstag, 7. November 2019

Rezension zu „Goulard Saga: Episode 1“ von Anna Neunsiegel

***REZENSIONSEXEMPLAR***
Rezension zu
„Goulard Saga: Episode 1“
von Anna Neunsiegel




Buchdetails

ISBN: 978-3746787497
Sprache: Deutsch
Gebundenes Buch 191 Seiten
Erscheinungsdatum: 13.07.2018

Episode 1 der "Goulard Saga"






Inhalt:

Geister, Phantome, dunkle Feen ... Sie sind ein Teil von alten Sagen und Legenden - bis zu dem Tag, an dem die Tore zu unserer Welt sich öffnen. Niemals hätte Calan gedacht, dass eine Mutprobe so schief gehen könnte. Denn als der Schüler eines schottischen Schlossinternats einem älteren Musterschüler eines Nachts ein antikes Amulett stiehlt, endet dieses Abenteuer fatal für ihn und etwas Grauenvolles findet seinen Weg in die Menschenwelt.
Weit entfernt von der schottischen Küste auf einer rheinischen Flussinsel lebt wiederum die sechzehnjährige Eonie, die von alldem nichts ahnt. Und doch wird sie schon bald in unerklärliche Geschehnisse verwickelt. Haben die neuen, mysteriösen Mitbewohner, die Weinsteins, die ihr Vater zeitgleich bei ihnen einquartiert, mit diesen Vorfällen zu tun? Und warum hat sie das Gefühl, von dem düsteren und unnahbaren Thorsten Weinstein verfolgt zu werden? Eonie ist überzeugt, dass die Fremden nicht die sind, die sie vorgeben zu sein - vor allem Thorsten, der sie nicht nur an ihrem Verstand zweifeln lässt, sondern auch noch mit ihrem Herzen spielt.

Meine Meinung:

Dies ist die erste Episode der "Goulard Saga".

Der Schreibstil der Autorin ist besonders. Sie hat ihre ganz eigene Art zu schreiben, die den Leser sofort in diese mystische, von Sagen und Legenden umwobene Atmosphäre zieht und nicht mehr loslässt. Flüssig und schnell fliegt man nur so durch die Seiten.

Die Handlung und deren Verlauf haben mir sehr gut gefallen. Die Geschichte spielt an verschiedenen Orten, man begleitet verschiedene Personen mit ihren eigenen Erlebnissen, die irgendwie zusammenzuhängen scheinen, die aber noch nicht miteinander verwoben wurden. Diese Konstellation hat mich besonders neugierig gemacht. Die Perspektiv- und Ortswechsel sind sehr gut gewählt. Wir springen zwischen Schottland und Deutschland hin und her, verfolgen Eonies Geschichte und die Ereignisse an einer Schule in Schottland. Die unerklärlichen Vorgänge dort sind sehr geheimnisvoll und ich bin gespannt, was es mit dem Amulett auf sich hat.
Noch schwimmt alles im Dunkeln, ich habe noch keine Ahnung, wie alles ineinander spielt und meine Neugier ist restlos geweckt. Die Spannung steigt von Seite zu Seite, es wird immer mysteriöser und unheimlicher.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und lebendig gezeichnet. Eonie mag ich unheimlich gerne. Man schlittert gemeinsam mit ihr in diese eigenartige Situation hinein, erlebt verwirrende und unerklärliche Dinge. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und mir ihr gemeinsam erleben.
Thorsten ist mir wirklich suspekt. Ich bin so gespannt was sich hinter ihm verbirgt.

Ein Reihenauftakt, der viele Fragen aufwirft und mich sehr neugierig zurücklässt. Eine Geschichte, die mich wirklich überrascht hat, mich sehr gut unterhalten und mir eine spannende Lesezeit beschert hat,

Fazit:

Mysteriös, geheimnisvoll, unheimlich und spannend - ein sehr gelungener Reihenauftakt. Absolute Leseempfehlung!
★★★★★
5 von 5 Sternen

Mittwoch, 6. November 2019

Mit Büchern durch den Winter ~ "Eiselfen" von Josefine Gottwald


Heute reisen wir in eisige Gefilde. "Eiselfen" von Josefine Gottwald ist eine 9-teilige Saga, illustrierte Kurzromane, die von Feindschaften der Völker erzählt und von Leidenschaft, die den Hass überwindet.

Die Eiselfen-Saga erzählt von den Höhen und Tiefen einer Beziehung, die sich aus einer Vernunftheirat entwickelt. Lúthien tritt unfreiwillig das tyrannische Erbe seines Vaters an, die Priesterin Auriel wird ihrer Heimat und ihren Ahnen entrissen. Gemeinsam bemühen sie sich, ihre Kluft zu überbrücken und ein scheinbar unüberblickbares Reich zu ordnen - als ein neuer Feind auftaucht, der noch eine Rechnung mit ihnen offen hat. Nur wissen beide nicht, welche.

Eine spannende und schön illustrierte Highfantasy-Reihe in der frostigen Welt der Eiselfen, eine uralte Fehde zwischen zwei Völkern.




Und darum geht es in Teil 1 "Das Bündnis":

Eine uralte Fehde zweier Völker. Ein Mann, der sie vereinen kann. Und eine Frau, die sich dafür opfern muss. Mit einem Ritual versucht die junge Priesterin Auriel ihr Volk zu retten, das gegen die Armee der Eiselfen in den Krieg zieht. Dem grausamen König Thírion scheint jedes Opfer recht, seine Feinde zu bezwingen, doch als er die gegnerische Prinzessin entführen lässt, weiß er noch nicht, was für verschlungene Pfade das Schicksal vorsieht. Auriel findet plötzlich alle Fäden in ihrer Hand, aber sie fürchtet, dass sie den Frieden mit ihrem Leben bezahlt. »Das Bündnis« bildet den Auftakt der neunteiligen EISELFEN-Saga, die von Feindschaften der Völker erzählt – und von Leidenschaft, die den Hass überwindet.



Josefine Gottwald ist im Erzgebirge aufgewachsen und schrieb ihre ersten Romane bereits während der Schulzeit. Nach ihrem Biologie-Studium arbeitete sie als Redakteurin für Kultur und Wissenschaft. Neben Fantasyromanen und Abenteuergeschichten schreibt sie auch für das Kinderfernsehen. Mit ihrer Familie und einem Pferd lebt sie in der Nähe von Dresden.


Am 08.11.2019 reisen wir mir Ralf Günther ins Dresden des 19. Jahrhunderts.

Rezension zu „Ein zauberhafter Winter“ von Clara Christensen

***REZENSIONSEXEMPLAR***
Rezension zu 
„Ein zauberhafter Winter“ 
von Clara Christensen
Cover: Blanvalet





Buchdetails

ISBN: 9783734106644
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 384 Seiten
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 16.09.2019







Inhalt:

Hygge & Kisses – in Dänemark verliebt es sich am kuschligsten.

Dänemark im November. Nicht unbedingt die beste Reisezeit. Egal, denkt sich Londonerin Bo, zu Hause läuft es ja gerade auch nicht rund: Job weg, Freund weg. Es kann also nur besser werden! Kurzentschlossen packt sie ihre Sachen und fliegt für ein paar Wochen an die dänische Küste. Dort trifft sie auf den charmanten Koch Emil, in den sie sich Hals über Kopf verliebt und der ihr das dänische Konzept von »Hygge« näherbringt. Gemeinsam kochen, sich Zeit füreinander und sich selbst nehmen – einfach mal entschleunigen. Davon inspiriert, will Bo endlich ihren großen Traum verwirklichen und einen Foodtruck eröffnen. Doch dazu müsste sie wieder nach London – und was wird dann aus ihrer Liebe zu Emil?

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist angenehm, locker und leicht, schnell und flüssig zu lesen.

Die Handlung hat mir ganz gut gefallen, allerdings hatte ich aufgrund des Klapptextes eine andere Vorstellung vom Verlauf der Geschichte. Es gab tolle Szenen in Dänemark, das Setting dort hat mir sehr gut gefallen, die Stimmung und Atmosphäre war sehr kuschelig.

Mir kamen die Liebesgeschichte und die Emotionen zu kurz. Die Liebe hatte gar keine Zeit sich zu entwickeln, Bo und Emil hatten nur ein wenige Tage gemeinsam. Zwar waren diese durch das Konzept Hygge intensiv, aber die Gefühle, die sich da entwickelt haben, konnte ich nicht spüren. Bos Traum vom Foodtruck, über den wir die ersten 300 Seiten gar nichts vernommen haben, wird erst auf den letzten Seiten thematisiert - und dann auch ziemlich schnell und unkompliziert abgehandelt. Gestört hat mich weiterhin, dass Ben so viel Raum eingenommen hat, dabei war er in meinen Augen völlig unwichtig, seine Person hat nur am Anfang eine tragende Rolle gespielt, zumal auch bis zum Schluss nicht klar war, was nun wirklich hinter ihm gesteckt hat, was war oder auch nicht war. Für mich war diese Situation auch etwas unbefriedigend.

Eine nette Geschichte, die mir zu wenig Augenmerk auf der Liebesgeschichte und Bos Traum hatte, sich dafür über weite Strecken mit unwichtigen und langweiligen Themen aufgehalten hat, die die Geschichte nicht vorangebracht haben, sondern sie ausgebremst haben.

Fazit:

Eine nette Geschichte mit Schwächen, aber ein tolles Setting.
★★★☆☆
3 von 5 Sternen

Montag, 4. November 2019

Mit Büchern durch den Winter ~ "Stahllilie und der mechanische Löwe" von Katherina Ushachov


Unser zweiter Ausflug in meiner winterlichen Aktion führt uns in eine ganz besondere Welt. Mit der Novelle "Stahllilie und der mechanische Löwe" von Katherina Ushachov reisen wir auf einen fremden Planeten.

„Stahllilie und der mechanische Löwe“ erzählt die Geschichte dreier Menschen, die auf dem Planeten Motis leben – Elon, Sera und Stahllilie selbst. Zu Beginn der Geschichte erfahren wir, dass Elon einen großen Fehler gemacht hat und es nur eine Möglichkeit gibt, ihn wieder auszubügeln. Doch dafür muss er sich mit Stahllilie verbünden, die jeden Grund hat, ihn zu hassen. Doch nur eine Person weiß, was wirklich geschah. Eine Geschichte über Cyborgs, Wahn und Wissenschaft in einer Welt im ewigen Eis.

Die Autorin führt uns in eine Welt voller Cyborgs und Gladiatoren, mit einem fanatischen Wissenschaftler und einem mechanischen Löwen. Ein vollkommen fremder Ort, ein fantastisches Setting.

 Motis ist ein Planet, dessen Fläche zum größten Teil komplett von Schnee und Eis bedeckt ist. De einzige Ausnahme bilden einige äquatoriale Seen, die selbst bei kältesten Temperaturen auf ihrem Grund nie kälter als vier Grad Celsius sind. Dafür hat der Planet eine reiche tektonische Aktivität – es gibt mehrere aktive Vulkane, ebenso wie etliche, die gerade ruhen. In diesen haben sich die Menschen nach ihrer Einkunft auf dem Planeten häuslich eingerichtet, pro Firma, die ihre Leute hingeschickt hat, ein Vulkan. Und natürlich konkurrieren sie miteinander um Ressourcen und Wissen. Bisher hat man auf Motis außer Algen und Mikroorganismen kein Leben gefunden – man hat allerdings auch nicht sehr aktiv danach gesucht.


Und auch Katherina hat etwas zu dem winterlichen Aktionsthema beigetragen. Ich wollte von ihr wissen:

Was macht für dich den Winter aus?

Der Winter ist für mich der klirrend kalte Bergwinter aus meiner Wohngegend – so kalt, dass der Atem in Wölkchen gefriert, mit Schnee, der lautstark protestiert, wenn man darauf tritt. In den Bergen braucht man selbst für Alltagswege Winterschuhe mit gutem Profil, da man sonst die kleine Abkürzung zwischen unserem Haus und der Straße nicht nehmen kann. Vielleicht fünfzig Meter den Hügel rauf, aber ohne Profil klatscht man hin und holt sich nasse Knie.
Bild: Pixabay

Winter ist für mich außerdem Zeit für den ganzen Kitsch – sobald ich freie Hand beim Dekorieren bekomme, sieht es bei mir aus, wie bei Käthe Wohlfahrt. Und Kekse. Es gibt sehr viele Kekse.

Vielen Dank liebe Katherina für deine Kooperation und die angenehme Zusammenarbeit!


Am 06.11 2019 reisen wir in die frostige Welt von Josefine Gottwalds Eiselfen-Saga.

Eure Christine

Sonntag, 3. November 2019

Rezension zu „Modermoor Castle 2 – Die Retter des vergessenen Schatzes“ von Chris Priestley

Rezension zu
„Modermoor Castle 2 – Die Retter des vergessenen Schatzes“
von Chris Priestley
Cover: Sauerländer



Buchdetails

ISBN: 9783737356077
Sprache: Deutsch
Fester Einband 288 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer
Erscheinungsdatum: 22.05.2019

Teil 1 der Reihe "Modermoor Castle"






Inhalt:

Ein Papagei mit Augenklappe?
Ein sonderbarer Junge mit Hypnoseblick?
Ein neuer Englischlehrer, der kein Englisch kann?
Modermoor Castle, die Schule für die nicht besonders hellen Kinder aus nicht besonders reichem Hause, steht vor dem Ruin und soll geschlossen werden! Das darf nicht passieren, beschließen die Freunde Mufford und Sponge. Doch um die Schule vor der Pleite zu retten, müssten sie schon einen Piratenschatz finden ... Und noch während eine Horde bärtiger, tätowierter Haudegen in Modermoor Castle auftaucht und mit Säbelrasseln die alte Lehrerschaft ablöst, stößt Sponge auf eine alte Schatzkarte. Ist es möglich, dass die rußgeschwärzten Mauern von Modermoor Castle tatsächlich einen Goldschatz bergen?

Meine Meinung:

Dies ist der zweite Teil der Reihe "Modermoor Castle", einer skurrilen und witzigen Reihe mit vielen Illustrationen.

Die Zeichnungen gefallen mir - wie auch das Cover - nicht besonders. Sie sind stark vereinfacht, die Charaktere stark überzeichnet, aber sie untermalen die jeweiligen Szenen bestens und passen in das Gesamtkonzept. Auch hier werden zu Beginn wieder die Figuren vorgestellt.

Die Geschichte spielt in England an einer Schule. Für Mufford und Sponge, Schüler auf Modermoor Castle und nicht besonders clever, aber dafür beste Freunde, steht das nächste Abenteuer an. Große Probleme überschatten die Schule, die vor dem aus steht. Eine Lösung muss her, am besten ein alter Schatz, der alle Probleme auf einmal lösen würde. Eine schräge Story nimmt ihren Lauf, in der Piraten und eine Schatzkarte eine große spielen. Kann die Schließung der Schule verhindert werden?

Manche Szenen waren unheimlich witzig, manche waren mir schon zu übertrieben, manches zu platt. Typischer britischer und schwarzer Humor. Allerdings trifft er nicht immer meinen Nerv.

Fazit:

Eine lustige und witzige Geschichte voller schwarzem Humor, die mir ganz gut gefallen hat, mich aber nicht komplett erreichen konnte.
★★★☆☆
3 von 5 Sternen

Rezension zu „Modermoor Castle – Die Jagd nach dem verschwundenen Löffel“ von Chris Priestley

Rezension zu
„Modermoor Castle – Die Jagd nach dem verschwundenen Löffel“
von Chris Priestley
Cover: Sauerländer



Buchdetails

ISBN: 9783737356060
Sprache: Deutsch
Fester Einband 272 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer
Erscheinungsdatum: 26.09.2018

Teil 1 der Reihe "Modermoor Castle"






Inhalt:

Ein Wikinger auf dem Schulgelände?
Ein Werwolf auf dem Dachboden?
Ein Geschichtslehrer, der plötzlich nicht mehr langweilig ist?

Mufford und sein Freund Sponge sind Schüler von Modermoor Castle, der Schule für die nicht besonders hellen Kinder aus nicht besonders reichem Hause – und einiges an Kummer gewohnt! Doch in letzter Zeit treten hier selbst für ihren Geschmack etwas zu viele Seltsamkeiten auf. Vor allem, als plötzlich der silberne Löffel, eine wertvolle Schulinsignie, gestohlen wird. Wenn sich der Dieb nicht findet, werden den Schülern die Weihnachtsferien gestrichen! Das darf auf keinen Fall passieren, beschließen die zwei, und tauchen ein in das haarsträubendste Rätsel, das Modermoor Castle, dieses finster-trostlose Ungetüm von Schule, je gesehen hat!

Meine Meinung:

Dies ist der erste Teil der Reihe "Modermoor Castle", einer skurrilen und witzigen Reihe mit vielen Illustrationen.

Die Zeichnungen gefallen mir - wie auch das Cover - nicht besonders. Sie sind stark vereinfacht, die Charaktere stark überzeichnet, aber sie untermalen die jeweiligen Szenen bestens und passen in das Gesamtkonzept. Die Karte und die Vorstellung der Figuren zu Beginn des Buches haben mir gut gefallen. Die Namen sind witzig und passend zur jeweiligen Persona ausgewählt.

Die Geschichte spielt in England an einer Schule. Mufford und Sponge sind Schüler auf Modermoor Castle und nicht besonders clever, aber beste Freunde. Und dann wird der silberne Löffel, eine wertvolle Schulinsignie, gestohlen. Wird der Dieb nicht gefunden, werden den Schülern die Weihnachtsferien gestrichen. Das wollen die beiden unbedingt verhindern. Aber nicht nur dieses Rätsel will gelöst werden.

Manche Szenen waren unheimlich witzig, manche waren mir schon zu übertrieben, manches zu platt. Zu Beginn war die Geschichte spannend, aber nach dem Lösen des ersten Rätsels hat die Spannung etwas nachgelassen. Es gab überraschende Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Eine abwechslungsreiche Geschichte, an denen junge Leser ab 10 Jahren sicherlich ihren Spaß haben. Meinem Sohn hat das Buch gut gefallen, besser als mir.

Fazit:

Eine lustige und witzige Geschichte voller schwarzem Humor, die mir ganz gut gefallen hat, mich aber nicht komplett erreichen konnte.
★★★☆
3 von 5 Sternen

Rezension zu „Crenshaw - Einmal schwarzer Kater“ von Katherine Applegate

Rezension zu
„Crenshaw - Einmal schwarzer Kater“
von Katherine Applegate
Cover: Fischer




Buchdetails

ISBN: 9783733502737
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 224 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
Erscheinungsdatum: 27.02.2019

Das aktuelle Hörbuch ist am 22.09.2016 bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag erschienen.





Inhalt:

Eigentlich ist der zehnjährige Jackson gar nicht der Typ für einen unsichtbaren Freund. Jackson mag Fakten.

Ein Gepard erreicht eine Geschwindigkeit von 130 Stundenkilometern. Eine Kakerlake kann ohne Kopf zwei Wochen lang überleben. Und im Moment deuten alle Fakten darauf hin, dass seine Eltern mal wieder nicht mit dem Geld klarkommen. Erst verschwindet der Fernseher, dann gibt es zum Abendbrot nur noch Cornflakes. Doch plötzlich taucht ein schwarzer Kater namens Crenshaw auf, der allen Fakten widerspricht: Er ist so groß, dass man sich an ihm anlehnen kann, er kann sprechen, und – er ist für andere unsichtbar...

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist altersgerecht, leicht verständlich, liebevoll geschrieben, gut und flüssig zu lesen.

Die Handlung hat mir nicht ganz so zugesagt. Ich habe eine andere Geschichte erwartet. Magischer. Schöner. Lustiger. Allerdings trifft man hier eher auf die harte Realität, die traurig und nachdenklich stimmt. Eine Geschichte über Armut und Obdachlosigkeit, die ich nicht jedem Kind empfehlen kann. Crenshaw, der Kater, spielt nur eine Nebenrolle, taucht nur hin und wieder auf.

Auch wenn die Geschichte gut ausgeht, hat sie mich sehr nachdenklich gestimmt. Familie und Zusammenhalt werden thematisiert, ebenso Offenheit und Ehrlichkeit. Wichtige Werte und ernste Themen.

Die Geschichte ist nett und teilweise wirklich süß, aber ich kann sie nicht uneingeschränkt empfehlen. Sensible Kinder sind mit der Ernsthaftigkeit vielleicht überfordert. Auch mich konnte sie nicht ganz überzeugen, hatte ich auch andere Vorstellungen von dem Handlungsverlauf.

Fazit:

Anders als erwartet, sehr ernst und nachdenklich stimmend.
★★★☆
3 von 5 Sternen