Mittwoch, 15. August 2018

Neu im Regal # 15/18


Meine neusten Zugänge möchte ich euch auch diesmal nicht vorenthalten.









Vielen Dank an die Verlage, Autoren, Lovelybooks, Vorablesen und Netgalley für die Bereitstellung der Reziexemplare. 

Einen schönen Tag

Eure Christine

Dienstag, 14. August 2018

Rezension zu „Heart Beat“ von M. D. Grand und S. M. Gruber

Rezension zu 
„Heart Beat“ 
von M. D. Grand und S. M. Gruber







Buchdetails

ISBN: 9783961731152
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 400 Seiten
Verlag: Eisermann Verlag
Erscheinungsdatum: 22.06.2018









Inhalt:

»Hast du Gefühle für Beccie?«, wiederholte er geduldig. 
»Was? Nein!« Doch. Was? 
»Bist du dir sicher?« 
»Ja!« Nein. Fuck. 

Sam liebt Surfen und seine Musik, James liebt Bücher, Flirten und seine Schwester Beccie. Gemeinsam sind die drei besten Freunde unschlagbar – na ja, zumindest fast. Denn dieser Frühling hält einiges für sie bereit. 
Die scharfsinnige Roxy verdreht James den Kopf und gefährdet sein Bad Boy-Image. Sam kann mal wieder nicht Nein sagen und steckt plötzlich in einer viel zu ernsthaften Beziehung mit der süßen Felicity. Der nahe Abschluss und die Collegebewerbungen machen das Leben der Jungs auch nicht leichter. Und Beccie … ist eben Beccie. Dass Sam dann auch noch Gefühle für seine beste Freundin entwickelt, finden alle drei höchst bedenklich.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist schlicht und einfach, modern und jugendlich, gut und flüssig zu lesen. Dennoch ist mir der Einstieg in die Handlung nicht ganz so leicht gefallen. Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass die Szenen zu gestellt und gewollt wirkten, was meinen Lesefluss etwas beeinträchtigt hat. Dies hat sich allerdings mit der Zeit gelegt.

Die Geschichte wird aus der Sicht der beiden männlichen Protagonisten James und Sam erzählt. Ab und zu hätte ich allerdings gerne mal einen Blick in Beccies Gedanken erhascht.

Sam, Rebecca und James sind seit ihrer Kindheit beste Freunde, sind immer füreinander da, erleben vieles zusammen. Doch mit dem Erwachsen werden ist alles plötzlich nicht mehr so leicht und einfach.

Die Handlung hat mir ganz gut gefallen. Sie ist unterhaltsam, humorvoll und hält viele Gefühle bereit, dazu spritzige Dialoge. Allerdings hat sie sich manchmal etwas gezogen, da sich die Jungs nicht wirklich weiterentwickelt haben, auf der Stelle getreten sind, einen Schritt nach vorne gemacht und dann doch wieder zurückgesprungen sind. Das empfand ich als etwas langatmig bis es dann endlich voran ging.

Eine nette und schöne Geschichte über das Erwachsen werden, über Entscheidungen, Familie, Freundschaft und die Liebe. Musik und Bücher spielen auch eine Rolle. Sehr gut haben mir die Zitate aus Songs und Büchern am Kapitelanfang gefallen.
Die Freundschaft der drei wird wirklich toll thematisiert, sie ist etwas ganz Besonderes. Das Ende ist allerdings wirklich, wirklich fies.

Die Charaktere sind lebendig gezeichnet. Besonders schön fand ich das Verhältnis von James zu seiner Schwester. Nach außen der coole Aufreißer würde er aber alles für Beccie tun.
Sam weiß da schon eher was bzw. wen er will, auch wenn er es nicht gebacken bekommt.

Eine schöne Geschichte, die mich gut unterhalten und mir eine nette Lesezeit voller verschiedener Gefühle beschert hat.


Fazit:

Eine schöne Geschichte über das Erwachsenwerden und eine ganz besondere Freundschaft.
★★★★☆
3,5 von 5 Sternen

Rezension zu „Pasta Mista 2: 2 Rezepte für die Liebe“ von Susanne Fülscher

Rezension zu 
„Pasta Mista 2: 2 Rezepte für die Liebe“
von Susanne Fülscher

Cover: Carlsen





Buchdetails

ISBN: 9783551650269
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 288 Seiten
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 31.08.2018
Teil 2 der Reihe "Pasta Mista"







Inhalt:

*** Kochen, essen und eine italienische Liebe: Liebe geht durch den Magen! ***

BAND 2: Endlich Sommerferien! Livs Urlaub in Italien ist perfekt: türkisblaues Meer, strahlender Sonnenschein, echte italienische Küche … und natürlich das langersehnte Wiedersehen mit Angelo! Liv schwebt auf Wolke Sieben – bis Angelo plötzlich auffällig viel Zeit mit einer gewissen Chiara verbringt. Die Ferien im Paradies werden immer chaotischer. Bald weiß Liv nicht mehr, wo ihr der Kopf steht: Kann sie Angelo vertrauen? ***
PASTA MISTA: Würzig wie Pasta, bunt wie Pizza und zart wie Ricotta – willkommen in Livs Leben! *** 

Meine Meinung:

Dies ist der zweite Teil der "Pasta Mista" - Reihe.

Der Schreibstil ist unheimlich locker, mitreißend, sehr leicht und unterhaltsam, jugendlich frisch, leicht verständlich und schnell zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. 

Der Einstieg ist mir leicht gefallen, obwohl es schon einige Zeit her ist, dass ich den Auftakt gelesen habe. Dies lag vor allem daran, dass immer mal wieder Ereignisse und Zusammenhänge aus Teil 1 eingestreut wurden und die Erinnerung aufleben ließen. Ich war direkt wieder mittendrin Geschehen. Einmal angefangen, war es mir fast unmöglich, das Buch zur Seite zu legen.  

Die Handlung und deren Verlauf hat mir sehr gut gefallen. Sie ist jugendlich frisch, sehr unterhaltsam und humorvoll und absolut lesenswert. Wortwitz und Situationskomik haben mir ein Dauergrinsen ins Gesicht gezaubert. 

Spannung wird von Anfang aufgebaut und durch viele unvorhersehbare Ereignisse und abwechslungsreiche Situationen bis zum Schluss aufrechterhalten und sogar immer wieder gesteigert. Es werden viele verschiedene und wichtige Themen angesprochen, dadurch ist die Geschichte unheimlich facettenreich. Tod, Magersucht und Diebstahl werden thematisiert ebenso wie Vertrauen, Freundschaft, Hilfsbereitschaft, das Leben als Patchworkfamilie und natürlich Amore! Die zarte Liebesgeschichte zwischen Angelo und Liv ist einfach süß und zauberhaft.

Liv und ihre Mutter sind in Italien zu Besuch. Doch kaum dort angekommen beginnen auch schon die Probleme. Angelo hat kaum Zeit und verbringt viel mehr Zeit mit Chiara als mit Liv. Sonia verletzt sich beim Sommer-Ballettkurs und ist ganz schön deprimiert und Mr. Smart und Livs Mutter machen sich Gedanken über die weitere Beziehung. Und Liv jobbt in einer italienischen Trattoria um ihre Kochkenntnisse zu verbessern. Da geht es ganz schön turbulent zu. Eine Geschichte, bei der es nie langweilig wird. Die Handlung wirkt sehr natürlich und real, eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt. Das Ende hat mir bis auf eine Kleinigkeit auch sehr gut gefallen und bietet einen schönen Abschluss für diesen Teil.

Das Thema Kochen ist sehr schön in den Verlauf eingebunden und spielt eine vielseitige und wichtige Rolle. Das Rezept am Ende des Buches lädt zum Nachkochen ein. 

Durch die Einbindung italienischer Worte und Sätze und die richtig dosierten Landschaftsbeschreibungen ist sofort ein wunderbares Urlaubsfeeling bei mir aufgekommen.

Die Charaktere sind lebendig, verschieden und facettenreich gestaltet. Sie wirken sehr authentisch und echt und bringen viel Abwechslung und Farbe in die Handlung. 
Liv muss man einfach lieben mit ihrer tollpatschigen Art. Ich habe mit ihr gefiebert, gezittert, war wütend und verletzt, traurig und hoffnungsvoll und bis über beide Ohren verliebt. Sie erlebt mal wieder eine regelrechte Achterbahn der Gefühle. 

Auch wenn ich eigentlich nicht in die vorgesehene Altersklasse passe, hat mich die Geschichte wieder mitgerissen und gefesselt und mir eine unterhaltsame, humorvolle und schöne Lesezeit beschert.

Fazit:

Ein wunderschöner, sommerlicher und vielseitiger Jugendroman. Absolute Leseempfehlung!
★★★★★
5 von 5 Sternen

Gemeinsam Lesen # 118


Bei Schlunzen-Bücher findet jeden Dienstag die Aktion "Gemeinsam Lesen" statt, und auch diesmal bin ich wieder mit dabei. Die Idee gefällt mir gut.
Es gibt jede Woche 4 Fragen, wobei die ersten drei immer gleich sind und nur die vierte Frage variiert.



Hier sind meine Antworten:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich fange heute mit Love Coach von Annie Williams an
und bin bei 0 %.
 
Und darum geht es:

Liebeskummer lohnt sich doch ...

Fast ein Jahr ist vergangen, seitdem Belles Freund mit ihr Schluss gemacht. Und ihr Liebeskummer wütet noch immer so fies wie an Tag eins der Trennung. An ihrem 25. Geburtstag platzt Belles Freundinnen allerdings der Kragen, und sie schenken ihr einen Internetkurs, der gegen den Frust helfen soll. Die wichtigste Regel dabei lautet: Lass dich niemals auf einen ernsthaften Flirt ein! Belle ist fest entschlossen, sich durch die Lektionen, die ihr der Love Coach stellt, zu beißen - komme, was da wolle. Doch ausgerechnet da trifft sie auf Jamie, der ihr mit seiner lockeren Art und seinem umwerfenden Lächeln den Kopf verdreht. Und Belle muss feststellen, dass die Regel des Kurses zu einem immer größeren Problem wird ...
Locker, süß und fluffig – ein Liebesroman, so frisch und verführerisch wie das erste Eis des Sommers!
(Quelle: LYX)
 
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
 
Ich stehe in der Bürotür und winke den letzten Kollegen aus der Nachbarabteilung hinterher.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

 Ich kann noch gar nichts dazu sagen, da ich nachher erst mit dem Lesen beginne. Im Gegensatz zu dem schweren Buch, das ich euch letzte Woche vorgestellt habe, habe ich mir heute zur Abwechslung einen lockeren und leichten Roman ausgesucht.


  4.  Wie sortierst du deine Bücher?

Ich habe meine Bücher nach gelesenen Büchern und SuB sortiert. Diese habe ich dann nochmal unterteilt nach Verlagen. Zusätzlich habe ich noch ein kleines Regalfach, in dem die Reziexemplare stehen, damit ich sie immer im Blick habe und sie nicht in en Tiefen meines SuBs untergehen.
Auf meinem Reader sind sie auch nach Verlagen und nach gelesenen Büchern in Ordnern abgelegt.

 Was lest ihr gerade? 

Einen schönen Dienstag
Eure Christine

Übrigens: Anstatt hier alle eure Kommentare zu beantw
orten, besuche ich lieber euren Beitrag.

Samstag, 11. August 2018

Rezension zu „Undying – Das Vermächtnis“ von Meagan Spooner und Amie Kaufman

Rezension zu 
„Undying – Das Vermächtnis“ 
von Meagan Spooner und 
Amie Kaufman

Cover: FISCHER Sauerländer







Buchdetails

ISBN: 9783737356008
Sprache: Deutsch
Fester Einband 496 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer
Erscheinungsdatum: 25.07.2018
Teil 1 der Reihe "Undying"







Inhalt:

Eine unmögliche Mission – eine unmögliche Liebe!

Auf der Erde hätten Jules und Amelia sich gehasst: Er ein verwöhntes Oxfordgenie, sie eine Plünderin aus der Unterwelt Chicagos. Zwei wie Feuer und Wasser – doch als sie sich auf dem Planeten Gaia begegnen, ist sofort klar, dass sie einander brauchen werden. Eine pragmatische Zweckgemeinschaft für eine halsbrecherische Mission, nichts weiter. Oder ist da etwa doch mehr?

Meine Meinung:

Dies ist der erste Teil der Dilogie "Undying". Ich muss gestehen, dass mir dies nicht bewusst war, als ich mit dem Lesen begonnen habe.

Der Schreibstil ist leicht verständlich, gut und flüssig zu lesen. Dazu sehr lebendig, anschaulich und detailliert, so dass ein deutliches und genaues Bild vor meinen Augen entstanden ist. Der Einstieg in die Geschichte ist mir recht leicht gefallen. Man wird direkt mitten ins Geschehen geworfen, findet sich aber gut zurecht.

Die Geschichte wird aus der Sicht beider Protagonisten erzählt. Dadurch hat man einen guten und tiefen Einblick in beide Figuren, ihr Handeln und Denken.

Leider zog sich die Handlung an manchen Stellen etwas in die Länge. Die Abenteuer, die die beiden Protagonisten bestehen müssen sind zwar nicht langweilig, aber sie brachten sie dem Ziel nicht immer näher. Dann wiederum war die Spannung kaum zum Aushalten, die Rätsel, die Geheimnisse und das Unbekannte wirkten wie ein Sog auf mich.

Die Entwicklung der Gefühle ging mir hingegen etwas zu schnell um wirklich glaubwürdig sein.

Eine tolle und interessante Grundidee, die mir wirklich gut gefallen hat. Fremder Planet und viele Rätsel, die gelöst werden müssen, dazu Gefühle und Wendungen in der Handlung, die mich überrascht haben. Eine schöne Mischung.

Die Charaktere sind lebendig und facettenreich gezeichnet. Ich habe die beiden Protagonisten sofort in mein Herz geschlossen. 
Beide könnte unterschiedlicher nicht sein sind, und doch hat es zwischen ihnen genau gepasst. Das Hin und Her zwischen ihnen war unheimlich amüsant und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht.

Dieser Reihenauftakt hat mich gut unterhalten und mir schöne Lesestunden beschert, auch wenn die Umsetzung nicht ganz perfekt war in meinen Augen. Für jüngere Leser sicherlich wunderbar geeignet.

Fazit:

Eine spannende und schöne Grundidee, die Umsetzung ist nicht ganz perfekt, dennoch lesenswert.
★★★★☆
3,5 von 5 Sternen

Freitag, 10. August 2018

Lesewoche # 64


Bei Johnni von Unendliche Geschichte findet  diese tolle Mitmach-Aktion statt.


Immer freitags sollen die folgenden Fragen zu deiner Lesewoche beantwortet werden, wobei die ersten vier Fragen immer gleich sind und die fünfte variiert.


Ich freue mich und mache gerne mit! Los geht's!

 1. Hattest du in der vergangenen Woche viel Zeit und Lust zu lesen?

Obwohl dies meine erste Arbeitswoche nach dem Urlaub war und die Schule wieder begonnen hat, bin ich viel zum Lesen gekommen.

2. Welches Buch/ welche Bücher hast du in der vergangenen Woche gelesen und war ein besonderes Highlight dabei?

Ich habe in dieser Woche 6 Bücher beendet. Eine außergewöhnlich gute Lesewoche. Ich habe die komplette „Secret Elements“ - Reihe gelesen, die mich völlig gepackt hat.

Secret Elements“ von Johanna Danninger - Die Reihe besteht aus vier Teilen und ist einfach grandios. Sie konnte mich fesseln und packen. Überraschende Momente, actiongeladene Ereignisse, humorvolle Szenen und Wortgefechte, unvorhersehbare Wendungen, eine Achterbahn der Gefühle und immer wieder neue Gesichter halten die Spannung und den Lesedrang hoch. Eine abwechslungsreiche Reihe, die mir eine fantastische, fesselnde und unterhaltsame Lesezeit beschert hat.  5/5 Sternen

Secret Darkness. Im Spiegel der Schatten “ von Johanna Danninger - Die Vorgeschichte zur "Secret Elements" - Reihe habe ich im Vorfeld gelesen und bin dann schon mit einigem Wissen in die eigentliche Reihe gestartet. Dies habe ich aber nicht bereut - im 
Gegenteil.  5/5 Sternen


Du wolltest es doch“ von Louise O'Neill - Die Bewertung dieses Buches ist mir sehr schwer gefallen. Ich finde es nicht leicht, ein Buch mit solch ernstem Thema und solch einem Ausgang mit Sternen zu bewerten. Es ist schwer passende Worte zu finden. Ernst, schonungslos, offen. Ich finde etwas schade, dass die Geschichte von Emma durch das Ende etwas hoffnungslos wirkt und durch ihre Entscheidung einen negativen Touch bekommt. Dennoch eine lesenswerte Geschichte, die nichts beschönigt und ins gute Licht rücken will, wo doch in der Realität sehr viel Dunkel herrscht. 4/5 Sternen

3. Welchen Beitrag, den du in der vergangenen Woche auf deinem Blog veröffentlicht/auf einem anderen Blog entdeckt hast, möchte st du deinen Lesern besonders empfehlen?

Stöbert einfach ein bisschen. Vielleicht habt ihr ja Lust mal beim Büchersommer 2018 reinzuschauen. 

4. Wie sehen deine (Lese-)Pläne für das Wochenende und die kommende Woche aus?

Morgen früh hat mein Sohn einen Auftritt mit seiner Band, den ich mir natürlich nicht entgehn lasse.

Ich bin gespannt, wie die zweite Schulwoche bei meinen Kids anläuft, bisher war außer Hitzefrei noch nichts wirklich passiert. Auf jeden Fall müssen wir nun die ganzen Materialien und Buchumschläge besorgen, sobald alle Lehrer die Listen verteilt haben.
Dann bin ich gerade dabei den Herbsturlaub zu planen. Ja ich weiß, ich bin gerade erst seit einer Woche wieder am Arbeiten, aber die Herbstferien stehen schon wieder vor der Tür, am letzten Wochenende im September ist es soweit. Und außer die FBM zu besuchen würde ich gerne noch eine Woche wegfahren.
Ansonsten stehen keine Termine an, Lesezeit ist gesichert.

Ich möchte zuerst einmal „Pas
ta Mista 2: 2 Rezepte für die Liebe“ von Susanne Fülscher, „Sommerglück auf Fehmarn“ von Sandra Grauer und „Memories of your Smile: Ein Song für Jessica“ von Tamara Leonhard beenden.

Dann möchte ich „Heart Beat“ von M. D. Grand, „Until You: Ashlyn“ von Aurora Rose Reynolds und „Thorns. Der Fluch der Zeit“ von Lea McMoon lesen.

5. Was war bisher dein buchiges Sommerhighlight?

Schwierige Frage. Dieser Sommer hielt einige Flops bzw. Bücher bereit, die mich enttäuscht haben. Es gab aber auch einige, die mir wirklich gut gefallen haben, weshalb ich  mich nihct auf ein Buch beschränken kann. Die „Secret Elements“ - Reihe gehört auf jeden Fall dazu, ebenso „Tell me three thingsund „Wenn Tag und Nacht sich finden

Einen schönen Freitag
Eure Christine

Rezension zu „Du wolltest es doch“ von Louise O'Neill

Rezension zu 
„Du wolltest es doch“ 
von Louise O'Neill

Cover: Carlsen





Buchdetails

ISBN: 9783551583864
Sprache: Deutsch
Fester Einband 368 Seiten
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 25.07.2018








Inhalt:

Emma ist hübsch und beliebt, die Jungs reißen sich um sie. Und sie genießt es, versucht, immer im Mittelpunkt zu stehen: Das Mädchen, das jeden herumkriegt. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen. Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen Kleid? 
Ein aufwühlendes, vielfach preisgekröntes Buch.

Meine Meinung:

Die Bewertung dieses Buches fällt mir sehr schwer. Ich finde es nicht leicht, ein Buch mit solch ernstem Thema und solch einem Ausgang mit Sternen zu bewerten. Ich kann nicht sagen, dass mir die Geschichte gefallen hat, denn sie ist einfach schrecklich, grauenhaft für Emma, das Opfer. Das hört sich einfach falsch an für mich. Dennoch hat die Geschichte mich gepackt und tief berührt, denn es steckt leider viel zu viel Wahres drin. Auch wenn ich mit dem Ende nicht einverstanden bin, spiegelt es doch die Realität wieder. Immer noch gibt man viel zu häufig den Opfern die Schuld, die Beweiskraft liegt bei den Opfern, während die Täter als die Opfer dargestellt werden. Und wenn dann noch der Shitstorm in den sozialen Netzwerken hinzukommt, wundert es mich nicht, dass die Opfer irgendwann verzweifeln und aufgeben um ihr Recht zu kämpfen.

Ich war im Vorfeld sehr gespannt auf das Buch, auch wenn es mir schlussendlich doch schwer fiel, es zur Hand zu nehmen. Das Thema Missbrauch, Vergewaltigung ist sehr ernst und schwer und wieder leider viel zu selten an die Öffentlichkeit gebracht. Da ich eine Tochter im Teenageralter habe, lese ich immer mal wieder Bücher und beschäftige ich mich mit solchen Themen.

Der Einstieg in die Handlung ist mir nicht leicht gefallen. Der Erzählstil ist verworren und nicht einfach, flüssig und leicht zu lesen. Manche Sätze musste ich mehrmals lesen und doch ergaben sie keinen Sinn und Zusammenhang. Emmas Gedanken springen immer wieder hin und her, sind mit Klammern eingeschoben, was sich sehr anstrengend liest.

Die Handlung ist zweigeteilt. Emma vor und Emma nach der schrecklichen Nacht. Man erlebt sie im Umgang mit ihren Freunden, in der Schule, der Familie. Allerdings wird sie nicht sehr positiv dargestellt. Sie ist absolut unsympathisch. Eingebildet, arrogant, intrigant, falsch und verlogen. Keine Protagonistin mit der man gerne fiebert oder leidet. Dennoch hat keiner solch eine Tat verdient. 

Emmas Geschichte hat mich schockiert - in allen Bereichen. Ihre Gedanken wirken sehr realistisch auf mich, ich konnte sie nachvollziehen. Der Shitstorm im Internet war grauenhaft und schrecklich. Und keiner hat ihr geglaubt, stellte sie als Täterin da, die den Missbrauch und die Vergewaltigung durch mehrere junge Männer gewollt hat. Da sie auch noch lügt was die Tat betrifft und es zuerst abstreitet, wirkt sie nicht sehr glaubhaft. Dennoch ist der Verhalten der Außenstehenden einfach unbegreiflich.

Das Verhalten ihrer Familie bzw. ihrer Eltern war für mich fast das Schlimmste, denn ihr Bruder ist der einzige, der zu ihr hält und für sie einsteht und kämpft, als sie sich aufgeben will. Ihre Freunde lassen sie fallen, einzig ihr Jugendfreund und Nachbar versucht ihr beizustehen, was Emma allerdings nicht zulässt. Der Vater zieht sich komplett zurück, die Mutter trinkt zu viel und gibt ihr selbst auch die Schuld. Sie haben beide nur an sich selbst gedacht, an ihren Ruf, das Ansehen in der Gemeinde, ein unglaublich egoistisches Verhalten. Für mich als Mutter unvorstellbar.

Am Ende treiben alle Emma in die Ecke, so dass sie aufgibt. Die Eltern befürworten Emmas Entscheidung, unbegreiflich und unfassbar. Diese Entwicklung fand ich nicht richtig, ich hätte mir einen anderen Ausgang gewünscht, die Täter gehören bestraft. Dies hat mich ehrlich wütend gemacht, aber es ist realistisch und passt in unsere Gesellschaft. Genau so wird mit Opfern umgegangen.

Ich finde etwas schade, dass die Geschichte von Emma durch das Ende etwas hoffnungslos wirkt und durch ihre Entscheidung einen negativen Touch bekommt. Dennoch eine lesenswerte Geschichte, die nichts beschönigt und ins gute Licht rücken will, wo doch in der Realität sehr viel Dunkel herrscht.

Fazit:

Ernst, schonungslos, offen. 
★★★★☆
4 von 5 Sternen