Sonntag, 17. August 2025

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓚ü𝓼𝓼𝓮 𝓪𝓶 𝓕𝓳𝓸𝓻𝓭" von 𝓢𝓽𝓮𝓯𝓪𝓷𝓲𝓮 𝓜ü𝓱𝓵𝓮𝓷𝓱𝓪𝓾𝓹𝓽

Cover: dp
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Manchmal verliert man sein Herz völlig unerwartet
Eine bezaubernde Wholesome Romance im wunderschönen Norwegen

Wie schnell kann einem der Boden unter den Füßen weggezogen werden? Sehr schnell, muss Delia Becker enttäuscht feststellen. Nicht nur hat sie ihren Freund in flagranti mit einer anderen erwischt, diese andere war auch noch Delias beste Freundin! Für Delia ist klar: Sie muss weg von hier, so schnell wie möglich. Sie stößt auf ein Jobangebot für eine zweimonatige Stelle in einem Hotel in Norwegen. Delia weiß genau, das ist die perfekte Möglichkeit, um ihr gebrochenes Herz zu heilen und einen Neuanfang zu wagen. Das Hotel ist direkt am wunderschönen Geirangerfjord gelegen. Nicht nur der Fjord erregt ihre Aufmerksamkeit – auch der unglaublich attraktive Tourguide Hannes lässt Delias Herz schneller schlagen. Doch Delia wehrt sich gegen die immer schneller fliegenden Schmetterlinge in ihrem Bauch. Sie traut der Liebe nicht mehr. Und bald muss sie wieder zurück nach Hause … Gibt es überhaupt eine Chance für das, was zwischen den Beiden entsteht?

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"Küsse am Fjord" von Stefanie Mühlenhaupt ist ein Buch, das mich gespalten zurückgelassen hat. Trotz einiger schöner Aspekte konnte es mich nicht vollends überzeugen.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm locker und flüssig, was die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Man taucht schnell in die Geschichte ein. 

Auch die Protagonisten sind sehr individuell und lebendig gezeichnet, mit all ihren Ecken und Kanten. Das hat mir gut gefallen. Allerdings muss ich zugeben, dass mich die unnahbare und abweisende Haltung von Protagonistin Delia gegenüber Hannes über weite Strecken genervt hat, was es mir schwer machte, eine emotionale Bindung zu ihr aufzubauen.

Die Geschichte dreht sich um einen Neuanfang, Freundschaft und Liebe. Während hier durchaus Emotionen transportiert werden, wirkte die Handlung auf mich insgesamt leider etwas klischeehaft. Es fehlte an Spannung, und die Entwicklung der Liebesgeschichte war für mich nicht immer nachvollziehbar.

Ein großes Highlight des Buches waren jedoch die Schauplätze in Norwegen. Stefanie Mühlenhaupt beschreibt die Umgebung so atmosphärisch und bildreich, dass ich das Gefühl hatte, direkt vor Ort zu sein. Die farbenprächtigen Bilder, die dabei vor meinem inneren Auge entstanden, haben mich in den Bann gezogen.

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Insgesamt ist "Küsse am Fjord" ein Buch, das man schnell lesen kann. Während die lebendigen Landschaftsbeschreibungen und der flüssige Schreibstil punkten, konnten mich die klischeehafte Handlung und die etwas anstrengende Protagonistin nicht vollständig überzeugen. Es ist ein netter Roman für zwischendurch, der aber wenig bleibenden Eindruck hinterlässt.
★★★
3 von 5 Sternen

Samstag, 16. August 2025

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓣𝓱𝓮 𝓢𝓮𝓬𝓻𝓮𝓽𝓼 𝓑𝓮𝓽𝔀𝓮𝓮𝓷 𝓤𝓼" von 𝓛𝓲𝓵𝓸 𝓛𝓪𝓾𝓮𝓻

Cover: dp
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

„Da war es – ihr Herz, das sie ihm vor die Füße legte. Sie wollte nach unten schauen, sehen, ob sie es dort wirklich fand, doch ein Daumen unter ihrem Kinn hinderte sie daran.“

Piper schreibt für eines der erfolgreichsten Frauenmagazine des Landes – sie ist scharfsinnig, mutig und unabhängig. Seit einem traumatischen Erlebnis meidet sie Männer und schützt sich mit Zynismus und klaren Grenzen. Als sie jedoch gezwungen wird, den exzentrischen Modedesigner Edgar van der Linden in Montreal bei seiner Arbeit zu begleiten, trifft sie auf genau den Typ Mann, den sie nie wieder an sich heranlassen wollte: arrogant, unnahbar und unverschämt attraktiv.

Was als beruflicher Albtraum beginnt, wird zur emotionalen Herausforderung – denn hinter Eds Fassade verbirgt sich mehr, als sie erwartet. Zwischen kreativen Höhenflügen, seelischen Abgründen und einer gefährlichen Enthüllung geraten Pipers Prinzipien ins Wanken.

Kann man sich jemandem öffnen, wenn man gelernt hat, niemandem zu vertrauen?

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"The Secrets Between Us" entführt uns nach Montreal in eine fesselnde Geschichte voller Emotionen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und leicht zu lesen, was den Einstieg besonders einfach macht. Man wird sofort in die Welt der Protagonisten gezogen, denn die Gefühle und Gedanken werden direkt und unverfälscht vermittelt.

Das Buch ist eine spannende Mischung aus romantischem Suspense und der beliebten „Enemies to Lovers“-Dynamik. 
Die Handlung ist geschickt aufgebaut, voller emotionaler Höhen und Tiefen, die das Herz berühren.

Besonders das Setting in Montreal verleiht der Erzählung eine kreative, lebendige Atmosphäre und verstärkt die Kontraste in der Geschichte. Die Prinzipien der Protagonistin werden auf eine harte Probe gestellt, während sich eine Geschichte voller Sehnsucht und einer Prise Gefahr entfaltet.

Die Protagonistin Piper hat es mir nicht immer leicht gemacht, da sie oft verbissen an ihrer vorgefassten Meinung über Edgar festhält. Erst im Laufe der Geschichte ändert sie ihre Sichtweise. Edgar wirkt anfangs zynisch und arrogant, doch seine sanfte Seite zeigt sich im Umgang mit seinen Hühnern und seinem Hund Button, wo er liebenswürdig und zuvorkommend ist. Seine Begegnung mit Piper weckt seine Kreativität, was sie jedoch falsch deutet und ihm als Vorwurf macht. Für mich war aber schnell klar: Ich bin eindeutig Team Edgar!

Dieser emotionale Roman schafft unvergessliche Momente und regt dazu an, die eigenen Vorurteile und Ängste zu hinterfragen.

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"The Secrets Between Us" ist eine packende und emotional mitreißende Geschichte, die durch ihren flüssigen Schreibstil und das einzigartige Setting überzeugt. Obwohl die Protagonistin Piper manchmal herausfordernd sein kann, macht die spannende Handlung und die Entwicklung der Charaktere das Buch zu einem echten Lesevergnügen. Ein fesselnder Roman, den ich wärmstens empfehlen kann.
★★★★
4,5 von 5 Sternen

Freitag, 15. August 2025

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓢𝓹ü𝓻𝓽 𝓭𝓪𝓼 𝓓𝓾𝓷𝓴𝓵𝓮 𝓲𝓷 𝓶𝓲𝓻" von 𝓣𝓱𝓸𝓻𝓫𝓮𝓷 𝓗𝓸𝓵𝓶

Cover: dp

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein skandalöses Experiment soll die Menschen als abgestumpfte Bestien enthüllen … und führt zu einer Serie brutaler Morde
Die spannende Fortsetzung von Thorben Holms Reihe über Profilerin Emelie Gutenberg

Der Psychologiestudent Alex will beweisen, dass der Mensch eine abgestumpfte Bestie ist – betäubt von der immer brutaleren Gewalt in den Medien und im Netz. Auf seinem YouTube-Kanal inszeniert er deshalb die grausamsten Hinrichtungsmethoden der Menschheitsgeschichte – minutiös, schockierend, realitätsnah. Doch als ein echter Mord exakt einem seiner Videos gleicht, wird aus einem Sozialexperiment tödlicher Ernst.

Die Ermittlungen führen Emelie Gutenberg und ihren französischen Kollegen Yan zunächst zu Alex nach Freiburg. Wann und wo wurden die Videos wirklich aufgenommen? Wer war daran beteiligt? Doch die Hinweise verlaufen im Nichts und dann taucht auch noch Emelies Jugendliebe Jürgen auf, der wegen zweifachen Mordes im Gefängnis war. Ist er wirklich von seiner Schizophrenie geheilt? Und was will er nach all der Zeit von ihr? Je näher Emelie dem perfiden Serienmörder kommt, desto mehr erkennt sie auch ihre eigene Rolle in diesem mörderischen Spiel …

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"Spürt das Dunkle in mir", der zweite Band der Emelie Gutenberg-Reihe, ist ein brutaler, intelligenter und gnadenlos spannender Thriller, der direkt in die Vollen geht. Obwohl ich den ersten Teil nicht kannte, fand ich sofort in die Geschichte, die mit einem perfiden Experiment eines Psychologiestudenten beginnt und sich schnell zu einem Fall von echten Morden entwickelt.

Was diesen Thriller so fesselnd macht, ist die gelungene Mischung aus Hochspannung und psychologischer Tiefe. Die Thematik der medialen Abstumpfung und der Inszenierung von Gewalt ist erschreckend aktuell und wurde klug in eine durchdachte Handlung verwoben. Das Erzähltempo ist hoch, die Wendungen sitzen und die Charaktere sind gut gezeichnet, was die Suche nach dem Täter zu einem spannenden Rätsel macht. Ich habe mehrmals die Tatverdächtigen gewechselt, war mir am Ende aber ziemlich sicher und behielt Recht.

Das Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven – ich musste beim Lesen das ein oder andere Mal schlucken. Es ist ein echter Pageturner, der von Anfang bis Ende fesselt und beängstigt.

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Ein überzeugender, vielschichtiger Thriller, der mit seiner psychologischen Tiefe und den geschickten Wendungen begeistert. Erschreckend aktuell, rasant erzählt und absolut fesselnd – ein Highlight für alle, die es gerne düster und spannend mögen.
★★★★
4,5 von 5 Sternen

Freitag, 8. August 2025

𝓑𝓾𝓬𝓱𝓿𝓸𝓻𝓼𝓽𝓮𝓵𝓵𝓾𝓷𝓰 𝓾𝓷𝓭 𝓚𝓾𝓻𝔃𝓲𝓷𝓽𝓮𝓻𝓿𝓲𝓮𝔀 zu "𝓓𝓪𝓼 𝓗𝓸𝓽𝓮𝓵: 𝓘𝓶 𝓝𝓮𝓫𝓮𝓵 𝓭𝓮𝓻 𝓑𝓮𝓻𝓰𝓮" von 𝓐𝓷𝓭𝓻𝓮𝓪 𝓥𝓸𝓰𝓰𝓮𝓷𝓻𝓮𝓲𝓽𝓮𝓻

𝓑𝓾𝓬𝓱𝓿𝓸𝓻𝓼𝓽𝓮𝓵𝓵𝓾𝓷𝓰 zum Buch "𝓓𝓪𝓼 𝓗𝓸𝓽𝓮𝓵: 𝓘𝓶 𝓝𝓮𝓫𝓮𝓵 𝓭𝓮𝓻 𝓑𝓮𝓻𝓰𝓮" 𝓐𝓷𝓭𝓻𝓮𝓪 von 𝓥𝓸𝓰𝓰𝓮𝓷𝓻𝓮𝓲𝓽𝓮𝓻

Ich habe der Autorin ein paar Fragen zu ihrem Psychothriller mit historischem Hintergrund gestellt.


𝓑𝓮𝓼𝓬𝓱𝓻𝓮𝓲𝓫𝓮 "𝓓𝓪𝓼 𝓗𝓸𝓽𝓮𝓵: 𝓘𝓶 𝓝𝓮𝓫𝓮𝓵 𝓭𝓮𝓻 𝓑𝓮𝓻𝓰𝓮" 𝓲𝓷 𝓶𝓪𝔁𝓲𝓶𝓪𝓵 5 𝓢ä𝓽𝔃𝓮𝓷.

Der historische Psychothriller erzählt die Geschichte von Hanna, einer jungen deutschen Ingenieurin, die in den 1970er Jahren in einem abgelegenen Berghotel Zuflucht sucht. Zwischen Nebelschwaden, altem Gemäuer und düsteren Erinnerungen entfaltet sich eine packende Handlung, die in zwei Zeitebenen spielt: 1972 und während des Ersten Weltkriegs. Ein geheimnisvolles Tagebuch und unheimliche Begegnungen verknüpfen die Gegenwart mit einer tragischen Vergangenheit. Das Buch verbindet psychologische Spannung mit historischen Elementen und überrascht mit unerwarteten Wendungen.

𝓦𝓪𝓼 𝓲𝓼𝓽 𝓭𝓪𝓼 𝓑𝓮𝓼𝓸𝓷𝓭𝓮𝓻𝓮 𝓪𝓷 𝓭𝓮𝓲𝓷𝓮𝓶 𝓑𝓾𝓬𝓱? 𝓦𝓮𝓼𝓱𝓪𝓵𝓫 𝓼𝓸𝓵𝓵𝓽𝓮 𝓭𝓮𝓻 𝓛𝓮𝓼𝓮𝓻 𝓰𝓮𝓷𝓪𝓾 𝔃𝓾 𝓭𝓲𝓮𝓼𝓮𝓶 𝓑𝓾𝓬𝓱 𝓰𝓻𝓮𝓲𝓯𝓮𝓷?

Besonders an meinem Buch ist die Verbindung zweier Zeitebenen, die sich kusntvoll verweben und ein düsteres Puzzle ergeben. Das alte Hotel selbst wird zur beinahe lebendigen Kulisse, die den Spannungsbogen unterstützt und dem Leser eine Gänsehaut garantiert. Mein Roman bietet nicht nur Nervenkitzel, sondern beleuchtet auch die Themen Emanzipation, Machtmissbrauch und die Rolle von Frauen in einer männerdominierten Welt. Durch die authentische Atmosphäre der 1970er Jahre und die bedrückenden Rückblicke in den Ersten Weltkrieg wird die Geschichte vielschichtig und tiefgründig. Wer psychologische Spannung liebt, gepaart mit historischer Tiefe und einem starken Twist, wird hier fündig.

𝓔𝓻𝔃ä𝓱𝓵𝓮 𝓾𝓷𝓼 𝓮𝓽𝔀𝓪𝓼 ü𝓫𝓮𝓻 𝓭𝓪𝓼 𝓢𝓮𝓽𝓽𝓲𝓷𝓰. 𝓦𝓸 𝓼𝓹𝓲𝓮𝓵𝓽 𝓭𝓲𝓮 𝓖𝓮𝓼𝓬𝓱𝓲𝓬𝓱𝓽𝓮?

Die Geschichte spielt in einem abgelegenen Hotel in Tirol, umgeben von nebelverhangenen Bergen und dunklen Wäldern – ein Ort, der von Natur aus eine mysteriöse Stimmung vermittelt. Das Hotel, ein Bauwerk aus der Kaiserzeit, unterstützt mit seinen knarzenden Dielen, verborgenen Ecken und vergilbten Porträts den Spannungsaufbau maßgeblich. Es ist nicht nur Kulisse, sondern entwickelt sich zu einem fast eigenen Charakter, der die Protagonisten immer wieder herausfordert. Die beiden Zeitstränge – einer in den 1970ern und einer zur Zeit des Ersten Weltkriegs – verschmelzen durch die Schauplätze, die Erinnerungen und die alten Tagebücher zu einem dichten Netz aus Vergangenheit und Gegenwart. Das Setting transportiert den Leser mitten hinein in die Tiroler Berge und lässt ihn die Kälte, den Nebel und die beklemmende Atmosphäre hautnah miterleben.

𝓦𝓪𝓼 𝓶𝓪𝓬𝓱𝓽 𝓭𝓲𝓮 𝓟𝓻𝓸𝓽𝓪𝓰𝓸𝓷𝓲𝓼𝓽𝓲𝓷 𝓗𝓪𝓷𝓷𝓪 𝔃𝓾 𝓮𝓲𝓷𝓮𝓶 𝓫𝓮𝓼𝓸𝓷𝓭𝓮𝓻𝓮𝓷 𝓒𝓱𝓪𝓻𝓪𝓴𝓽𝓮𝓻, 𝓼𝓸𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓭𝓮𝓻 𝓛𝓮𝓼𝓮𝓻 𝓼𝓲𝓮 𝓾𝓷𝓫𝓮𝓭𝓲𝓷𝓰𝓽 𝓴𝓮𝓷𝓷𝓮𝓷𝓵𝓮𝓻𝓷𝓮𝓷 𝓶𝓾𝓼𝓼? 𝓦𝓪𝓼 𝓼𝓬𝓱ä𝓽𝔃𝓽 𝓭𝓾 𝓪𝓷 𝓲𝓱𝓻, 𝔀𝓪𝓼 𝔃𝓮𝓲𝓬𝓱𝓷𝓮𝓽 𝓼𝓲𝓮 𝓪𝓾𝓼? 𝓗𝓪𝓽 𝓼𝓲𝓮 𝓪𝓾𝓬𝓱 𝓢𝓮𝓲𝓽𝓮𝓷, 𝓭𝓲𝓮 𝓭𝓲𝓻 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓰𝓮𝓯𝓪𝓵𝓵𝓮𝓷?

Hanna ist eine Figur, die mir persönlich sehr nahegeht, weil sie die Berge liebt und durch ihre Auslandserfahrung einiges an Eigenständigkeit entwickelt hat. Sie ist stark, neugierig und kämpft mutig mit den Schatten ihrer Vergangenheit – Eigenschaften, die ich an ihr besonders schätze. Gleichzeitig zeigt sie zu Beginn eine gewisse Unsicherheit und lässt sich zu viel gefallen, was sie jedoch im Laufe der Geschichte überwindet. Diese Entwicklung macht sie greifbar und menschlich. Manchmal wünsche ich mir, sie wäre von Anfang an konsequenter, aber gerade dieser Weg macht sie als Figur so authentisch.

𝓖𝓲𝓫𝓽 𝓮𝓼 𝓷𝓸𝓬𝓱 𝓮𝓽𝔀𝓪𝓼, 𝓭𝓪𝓼 𝓭𝓾 𝓾𝓷𝓫𝓮𝓭𝓲𝓷𝓰𝓽 ü𝓫𝓮𝓻 𝓭𝓪𝓼 𝓑𝓾𝓬𝓱 𝓮𝓻𝔃ä𝓱𝓵𝓮𝓷 𝓶𝓪𝓰𝓼𝓽, 𝔀𝓪𝓼 𝓭𝓾 𝓪𝓾𝓯 𝓳𝓮𝓭𝓮𝓷 𝓕𝓪𝓵𝓵 𝓵𝓸𝓼𝔀𝓮𝓻𝓭𝓮𝓷 𝓶ö𝓬𝓱𝓽𝓮𝓼𝓽?

Mir ist besonders wichtig, dass mein Roman auch gesellschaftliche Themen anspricht: die Einschüchterung von Frauen, die Schwierigkeiten, sich im Berufsleben durchzusetzen, und die Kämpfe um Gleichberechtigung. Die 1970er Jahre habe ich bewusst als Hintergrund gewählt, weil die Frauenbewegung damals richtig Fahrt aufgenommen hat – Themen, die auch heute noch hochaktuell sind. Wir haben als Frauen viel erreicht, aber der Weg zur tatsächlichen Gleichstellung ist noch immer nicht abgeschlossen. Diese Themen wollte ich in eine spannende Geschichte verpacken und zum Nachdenken anregen.

𝓗𝓪𝓼𝓽 𝓭𝓾 𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓛𝓲𝓮𝓫𝓵𝓲𝓷𝓰𝓼𝓼𝓽𝓮𝓵𝓵𝓮 𝓸𝓭𝓮𝓻 𝓮𝓲𝓷 𝓛𝓲𝓮𝓫𝓵𝓲𝓷𝓰𝓼𝔃𝓲𝓽𝓪𝓽 𝓲𝓶 𝓑𝓾𝓬𝓱? 𝓥𝓮𝓻𝓻ä𝓽𝓼𝓽 𝓭𝓾 𝓼𝓲𝓮 𝓾𝓷𝓼?

Ich liebe die Szenen zwischen Hanna und dem Amerikaner Jack, wenn es zwischen ihnen zu knistern beginnt. Ein Beispiel ist diese Stelle:
Jack setzte sich neben mich und bestellte einen Bourbon. Dann wandte er sich wieder mir zu, sein Blick offen, neugierig. »Ich hatte gar nicht erwartet, Sie heute Abend hier zu sehen. Erkunden Sie nicht die Gegend?« 
Ich nahm einen Schluck von meinem Gin Tonic und versuchte, meine Stimme locker klingen zu lassen. »Ich hatte Lust auf eine kleine Auszeit.« 
Jack nickte, als würde er mich verstehen. 
»Und was ist mit Ihnen?«, fragte ich. »Geschäftlich oder zum Vergnügen?« 
Jack wandte sich wieder mir zu und grinste. »Ein bisschen von beidem. Sagen wir, ich brauchte einen Tapetenwechsel.«

Vielen Dank Andrea, dass du mir Rede und Antwort gestanden hast.

Dienstag, 5. August 2025

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓣𝓪𝓾𝓼𝓬𝓱𝓮 𝓢𝓽𝓻𝓪𝓯𝔃𝓮𝓽𝓽𝓮𝓵 𝓰𝓮𝓰𝓮𝓷 𝓛𝓲𝓮𝓫𝓮" von 𝓙𝓮𝓷𝓷𝓲𝓯𝓮𝓻 𝓛𝓲𝓵𝓵𝓲𝓪𝓷

Cover: dp

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Eine Polizeikontrolle mit romantischen Folgen, einer Menge Liebeschaos und eine junge Frau, die gar nicht mehr an große Gefühle geglaubt hat…

Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Ella betreibt die junge und ambitionierte Megan das Café White Chocolate im englischen Leansborrow. Megan ist stolz auf das kleine Café, das sie von ihrem geliebten Onkel geerbt und mit viel Herz und Arbeit zu einem erfolgreichen kleinen Unternehmen gemacht hat. Deswegen ist auch in Megans Leben neben dem White Chocolate nicht viel Platz für Anderes – vor allem für Männer! Doch das Leben hat manchmal andere Pläne und nach einer chaotischen Polizeikontrolle hat Megan einen Strafzettel gegen ein Date getauscht – mit dem sehr attraktiven und hartnäckigen Polizisten Ben Atwood. Eigentlich hat Megan nicht mehr nach der großen Liebe gesucht, doch je mehr Zeit sie mit Ben verbringt, desto stärker bröckeln all ihre guten Vorsätze. Aber Megan verheimlicht vor Ben Dinge aus ihrer Vergangenheit, die ihre Beziehung völlig ins Wanken bringen könnten …

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"Tausche Strafzettel gegen Liebe" von Jennifer Lillian hat mir insgesamt gut gefallen. Es ist ein Buch, das mit seinem leichten und flüssigen Schreibstil von Anfang an überzeugt. Die Autorin schafft es mühelos, eine Geschichte zu erzählen, die sich sehr angenehm liest und leicht zu verstehen ist.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, sodass man ihre Handlungen und Emotionen gut nachvollziehen kann. Besonders Megan, die weibliche Protagonistin, wird detailliert beschrieben. Obwohl ich ihr Verhalten und ihre Argumentation in manchen Situationen nachvollziehen konnte – die Angst hat sie beispielsweise oft zu Handlungen verleitet, die für Außenstehende schwer zu verstehen sind – fiel es mir schwer, sie ins Herz zu schließen. Ihre sture Art und die vielen Heimlichkeiten und Lügen haben sie oft eher wie einen Teenager als wie eine erwachsene Frau wirken lassen. Sie redet sich die ganze Zeit ein, dass sie die Situation alleine bewältigen muss, anstatt sich einzugestehen, dass sie Hilfe braucht. Zudem schien sie zu denken, dass sie Ben beschützen müsste, was bei einem erwachsenen Mann und zudem noch Polizisten etwas unrealistisch wirkt.

Ben, der sich zu Megan hingezogen fühlt, hat es dementsprechend schwer. Seine Bemühungen, ihre Aufmerksamkeit und Zuneigung zu gewinnen, scheitern immer wieder an Megans Sturheit und Unehrlichkeit. Dies führt zu viel Hin und Her in der Geschichte.

Trotz der gut beschriebenen Charaktere hat mir am Ende aber etwas gefehlt, um mich vollständig in die Geschichte hineinzufühlen. Ich habe leider zu keinem Zeitpunkt das Knistern zwischen Megan und Ben gespürt, was die Liebesgeschichte für mich etwas blass erscheinen ließ.

Insgesamt ist "Tausche Strafzettel gegen Liebe" eine nette Lektüre, die gut unterhält, aber leider nicht ganz mein Herz erobern konnte.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Die Geschichte bietet eine unterhaltsame Leseerfahrung, doch es fehlte das gewisse Etwas, um mich vollständig zu begeistern. Das fehlende Knistern zwischen den Hauptfiguren und das ständige Hin und Her zwischen den beiden Protagonisten trübten das Lesevergnügen etwas. Trotzdem ist das Buch eine solide Lektüre für Fans von romantischen Geschichten mit einem leichten Schreibstil.
★★★★
4 von 5 Sternen

Montag, 4. August 2025

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓣𝓻𝓪𝓾𝓶𝓶𝓪𝓷𝓷 𝓰𝓮𝓼𝓾𝓬𝓱𝓽, 𝓡𝓸𝓬𝓴𝓼𝓽𝓪𝓻 𝓰𝓮𝓯𝓾𝓷𝓭𝓮𝓷" von 𝓜𝓮𝓵𝓸𝓭𝔂 𝓡𝓸𝓼𝓮

Cover: dp

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Alles verloren, aber die Liebe gefunden …
Die romantische Rockstar Romance vor der atemberaubenden Kulisse Finnlands

Die schönsten Flitterwochen unter den Nordlichtern Finnlands verbringen und einfach nur glücklich sein. Genau das waren die Pläne der achtundzwanzigjährigen Malu, die sich aber schlagartig ändern, als sie ihren Bräutigam in flagranti erwischt. Kurzerhand beschließt sie, allein nach Skandinavien zu reisen, um die Flitterwochen anzutreten. Dort trifft sie auf den gutaussehenden Musiker Kieran, der auf Inspirationsreise ist und eigentlich keine Lust auf Gesellschaft hat. Doch die beiden laufen sich immer wieder über den Weg und die Funken fangen an zu sprühen. Wäre da nicht Kierans Geheimnis, das zwischen den beiden steht und der drohende Abschied. Denn die Reise kann nicht unendlich weitergehen …

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Mit "Traummann gesucht, Rockstar gefunden" bekommt man eine leichte und unterhaltsame Lektüre, die jedoch einige Schwächen aufweist. Die Geschichte, angesiedelt in der malerischen finnischen Landschaft, besticht durch einen schlichten und flüssigen Schreibstil, der den Einstieg in die Erzählung denkbar einfach macht. Besonders die detaillierte und anschauliche Beschreibung der finnischen Region mit all ihren einzigartigen Aktivitäten wie Rentierfahrten, Husky-Schlitten und Eisangeln ist ein absolutes Highlight und schafft eine wunderbare Atmosphäre, die man sofort vor Augen hat.

Die Charaktere konnten mich jedoch nicht vollends überzeugen. Während Kieran mit seiner geheimnisvollen Art und seiner Angst davor, wegen seines Ruhms anders behandelt zu werden, sehr sympathisch und nachvollziehbar dargestellt wird, hatte ich mit der Protagonistin Malu meine Schwierigkeiten. Ihre Naivität und anstrengende Art machten es mir schwer, eine emotionale Bindung zu ihr aufzubauen.

Die Handlung verlor für mich ab der Hälfte der Geschichte an Fahrt und Glaubwürdigkeit. Die rasante Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden wirkte überstürzt und zu klischeehaft. 

Obwohl das Ende vorhersehbar war, hat mich das Setting in Finnland und die Ausflüge der beiden immer wieder begeistert.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

"Traummann gesucht, Rockstar gefunden" ist eine solide Lektüre für alle, die eine schnelle und atmosphärische Liebesgeschichte suchen. Die malerische Kulisse Finnlands und der sympathische Rockstar Kieran machen die Lektüre trotz der Schwächen in der Charakterentwicklung und der teils unglaubwürdigen Handlung zu einem netten Zeitvertreib, der aber keine nachhaltigen Eindrücke hinterlässt.
★★★
3 von 5 Sternen

Freitag, 1. August 2025

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓘𝓷𝓴𝓿𝓲𝓵𝓵𝓮" von 𝓢𝓪𝓻𝓪𝓱-𝓜𝓪𝓻𝓲𝓪 𝓚ö𝓹𝓯

Cover: Sternensand Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Jeder will ein Tattoo der New Yorker Künstlerin Heather, denn ihrer Tinte werden magische Kräfte nachgesagt. Und wirklich: Als die achtzehnjährige Riley sich einen Pegasus stechen lässt, weckt das ungeahnte Fähigkeiten in ihr. Doch kurz darauf verschwindet Heather spurlos, und Rileys Tattoo fängt an, sich auf ihrer Haut zu bewegen – die Kräfte werden immer unkontrollierbarer. Auf ihrer Suche nach der verschollenen Tätowiererin stößt Riley auf eine Welt im Untergrund von New York, die mehr als nur ein Geheimnis birgt. Inkville ist der Ort, an dem alles beginnt … und an dem alles ein Ende nehmen könnte. Schon bald sind das Tattoo und die magischen Kräfte Rileys geringste Sorge. Denn in der verborgenen Stadt geht etwas Ungeheuerliches vor sich, das droht, New York in den Abgrund zu stürzen. Und Riley ist bereits mehr in die Vorkommnisse verwickelt, als ihr lieb ist.

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Eine magische Entdeckung in den Tiefen New Yorks

"Inkville" ist ein Einzelband, der mich von der ersten Seite an begeistert hat. Autorin schafft eine Welt, die gleichermaßen vertraut und faszinierend ist, und nimmt uns mit auf ein Abenteuer, das unter die Haut geht – im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Schreibstil ist locker und leicht, was es einfach macht, schnell in die Geschichte einzutauchen. Die Handlung wird aus Rileys Perspektive erzählt, und man erlebt ihre Verwirrung und Faszination hautnah mit.

Die Geschichte spielt im pulsierenden New York und in Inkville, einer verborgenen Stadt direkt unter der Metropole. Die Idee, Magie durch Tinte und Tätowierungen zu erschaffen, ist originell und gut umgesetzt. Die Atmosphäre ist dicht und voller Geheimnisse, und man saugt die Informationen über diese magische Welt zusammen mit der Hauptfigur Riley förmlich auf.

Riley, eine junge Frau mit dem Traum, Schriftstellerin zu werden, lässt sich ein magisches Tattoo stechen, das ihr Leben für immer verändert. Als die mysteriöse Tätowiererin Heather verschwindet, findet sich Riley plötzlich in einer Welt voller Gefahren und Rätsel wieder. Sie trifft auf andere, die ebenfalls tätowiert wurden, und gemeinsam begeben sie sich auf eine Spurensuche, die sie direkt nach Inkville führt. 
Die gut durchdachte Story entwickelt sich rasant und spannend. Bald steht nicht nur Inkville, sondern auch ganz New York auf dem Spiel. Unerwartete Wendungen und überraschende Enthüllungen lassen den Leser kaum zu Atem kommen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es von mitreißenden Plot-Twists lebt.

Die Charaktere sind das Herzstück des Buches. Sie sind individuell und liebevoll gestaltet. Riley ist eine entschlossene junge Frau, die an ihren Träumen festhält. Es ist eine Freude, ihre Entwicklung zu beobachten. 
Auch die anderen Protagonisten sind sehr unterschiedlich und tragen maßgeblich zum Charme der Geschichte bei. Ihre Freundschaften und Dynamiken sind absolut glaubwürdig. 

Eine zarte Liebesgeschichte fügt sich harmonisch in die Haupthandlung ein, ohne abzulenken.

Das Buch hat mir eine spannende Lesezeit beschert und mich komplett in die magische Welt von Inkville gezogen. 

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

"Inkville" ist ein absolut gelungener Einzelband, der mit einem einzigartigen Setting, sympathischen Charakteren und einer packenden Story überzeugt. Die gelungene Mischung aus Magie, Abenteuer und Freundschaft macht das Buch zu einem echten Lesevergnügen. 
★★★★★
5 von 5 Sternen