Sonntag, 10. April 2016

Rezension zu „Yohna, Erdenkind“ von Asta Müller

Rezension zu
„Yohna, Erdenkind“
von Asta Müller


Cover: Feelings


Buchdetails
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 24.02.2016
Aktuelle Ausgabe : 24.02.2016
Verlag : Feelings
ISBN: 9783426215470
Flexibler Einband
Sprache: Deutsch










Inhalt:

Der Kampf zwischen Herz und Verstand - Yohnas spannendes Abenteuer zwischen zwei Welten und inmitten von unzähligen Gefahren. Yohna, eine Studentin aus Hamburg, traut keinem Mann mehr, seitdem sie von ihrem Exfreund betrogen wurde. Als der geheimnisvolle Creihdos in ihr Leben tritt, gibt es keinen Grund, ausgerechnet ihm zu glauben. Zumal seine Geschichte noch abenteuerlicher ist als all die Lügen zuvor. Creihdos behauptet ihr Beschützer zu sein, ein Mittler zwischen der Welt der Sterblichen und den leichtlebigen Göttern. Er warnt sie vor den Nexuss, einer fremden und brutalen Spezies, die heimlich unter den Menschen lebt und nach den verborgenen Töchtern der Götter sucht. Frauen wie Yohna. Alles Unsinn, sagt ihr Verstand, doch ihr Instinkt zweifelt. Als Creihdos durch ihre Schuld in einen Hinterhalt gerät, entschließt sie sich, den Köder für den Anführer der Nexuss zu spielen, um ihn zu rächen. Aber die Götter haben ihre eigenen, undurchsichtigen Pläne.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker und leicht verständlich. Erzählt wird die Geschichte zumeist aus Yohnas Sicht, unterbrochen von Perspektiven anderer Figuren.

Die Grundidee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Fremde Planeten, Götter, Götterkinder, Ahnen, Außerirdische und Menschen treffen hier aufeinander und versuchen ihr Leben zu gestalten, ihre Spezies zu retten. Dass dies nicht ohne Probleme vonstatten geht, dürfte jedem klar sein. Doch wie viel Mitspracherecht bleibt, wenn die Götter ihre Finger im Spiel haben und alle anderen wie Marionetten auf einer Bühne tanzen? Ein interessanter Ansatz, der mich wirkliche neugierig gemacht und mir gut gefallen hat.

Die unterschiedlichen Handlungsorte sind sehr präzise gezeichnet, so dass ich eine gute Vorstellung von ihnen hatte und mich direkt dort einfinden konnte.

Auch die Liebe spielt eine Rolle, eingebettet in eine Dreiecks-Geschichte. Auch die erotischen Szenen kommen nicht zu kurz, Orgien werden gefeiert, Moralvorstellungen diskutiert. Die Ansicht von Göttern, Ahnen und Menschen im Bezug auf eine Beziehung driften weit auseinander und sind sehr gewöhnungsbedürftig. Diese offenen Beziehungen und sexuellen Exzesse sprachen mich jetzt nicht ganz an, obwohl ich normal sehr gerne auch erotische Literatur lese. Aber ich bin nicht unbedingt der Fan von Dreiecksbeziehungen und ausartenden Orgien, bei denen es nur um den rohen Akt geht.

Deshalb kamen mir auch die Gefühle etwas zu kurz. Ich konnte nicht nachvollziehen, weshalb Yohna sich zu Creihdos und Darwin hingezogen fühlt, konnte die Gefühle nicht erleben. Die beiden tauchen auf und schon ist sie verliebt. Das ging mir einfach zu schnell. Die Romantik kam mir eindeutig zu kurz.

Die Geschichte ist sehr spannend. Als Yohna sich mit Darwin und Creihdos aufmacht, bleibt eine unterschwellige Spannung nicht aus. Sie erleben spannende Abenteuer in anderen Welten, mit anderen Spezies, so dass es nie langweilig wird. Wendungen bringen überraschende Momente ein, so dass ich trotz meiner Kritikpunkte in dem Buch gefangen war und immer weiterlesen musste.

3,5 Sterne

Fazit:

Eine abenteuerliche Fantasygeschichte mit viel Erotik und Spannung, aber für mich zu wenig Gefühl.

 ★★★★☆
  3,5 von 5 Sternen

Kommentare:

  1. Huhu Christine,

    ich habe das Buch auch erst letztens gelesen, aber von der Bewertung her ist es nicht ganz so gut weggekommen wie bei dir. Genau dieser Punkt mit den Gefühlen, hat mich nämlich auch stark gestört. Ich konnte nicht verstehen, was Yonah an den Typen fand und diese Orgien waren dann doch ein Tick zu viel des Guten. ._. Ich freue mich aber für dich, dass es dir noch ein bisschen besser gefallen hat als mir. Wirklich eine tolle Rezi! <3

    Ganz liebe Grüße
    Leni =)

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    1. Liebe Leni,
      ich hatte mir auch in Bezug auf die Gefühle viel mehr erhofft. Der Klapptext klang so vielversprechend.
      LG Christine

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