Freitag, 9. Oktober 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓝𝓸𝓻𝓭𝓴𝓪𝓹𝓵𝓮𝓾𝓬𝓱𝓽𝓮𝓷" von 𝓜𝓪𝓭𝓲𝓽𝓪 𝓣𝓲𝓮𝓽𝓰𝓮𝓷

Cover:  Nordkapleuchten von Madita Tietgen,
Verlag: Heyne

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Anna Mogensen liebt ihre Arbeit als Rettungssanitäterin. Allerdings schluckt das Familienunternehmen samt Hotel, Restaurant und weiteren touristischen Anlaufstellen auf der Insel Magerøya wahnsinnig viel ihrer wertvollen Zeit. Jetzt, in der winterlichen Hauptsaison, soll sie endlich entlastet werden – ausgerechnet durch Filip. Der Abenteurer und Wanderführer hat Anna einst für die große weite Welt vor dem Altar sitzen gelassen. Jetzt kehrt er zurück in die nordische Heimat und arbeitet gezwungenermaßen eng mit Anna zusammen. Klar, dass bei Ausflügen mit dem Schneescooter und nächtlichem Polarlichtgucken sofort die Fetzen fliegen. Doch in diesem Winter ist die wichtigste Frage: Was ist ein Herz bereit zu verzeihen, wenn es um das eigene Glück geht?



𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Ein Wiedersehen mit vertrauten Orten und lieb gewonnenen Menschen hat immer etwas zutiefst Tröstliches, und genau dieses Gefühl stellt sich beim Aufschlagen des letzten Bandes der Nordkap-Reihe sofort ein. 

Mit „Nordkapleuchten“ legt Madita Tietgen den dritten und abschließenden Teil ihrer atmosphärisch dichten Reihe vor, und es dauert nur wenige Seiten, bis man wieder völlig in der Handlung gefangen ist – so, als hätte man die Familie Mogensen und die malerische Kulisse im hohen Norden niemals verlassen.

Der flüssige, angenehm leichte und zugleich unheimlich bildhafte Schreibstil der Autorin sorgt vom ersten Kapitel an dafür, dass man sich gedanklich direkt nach Norwegen versetzt fühlt. Man spürt förmlich die besondere Magie der zauberhaften und magischen Nordlichter und genießt die Ausflüge über die raue, wunderschöne Insel Magerøya in vollen Zügen. 

Im Mittelpunkt dieses letzten Teils stehen Anna und Filip, deren bewegende Geschichte als ergreifender Second-Chance-Plot erzählt wird. Einst waren die beiden lange Zeit ein Paar, bis Filip nur einen Tag vor der Hochzeit die Insel Hals über Kopf verließ. Erst fünf Jahre später führt ihn die Beerdigung seiner Mutter an den Ort seiner Vergangenheit zurück.

Die Geschichte von Anna und Filip ist voller Schatten und Licht, voller leiser Nuancen und ganz großer Gefühle. Die Autorin scheut sich dabei nicht, auch ernste und wichtige Themen anzusprechen, die der Handlung eine tiefere Dimension verleihen und mich beim Lesen an einigen Stellen wirklich tief berührt haben. 
Ganz zu dieser harmonischen, vertrauten Stimmung trägt auch das Wiedersehen mit bekannten Charakteren aus den ersten beiden Bänden bei. Man trifft sie einfach gerne wieder, und zusammen mit den absolut authentischen Hauptfiguren Anna und Filip, mit denen man sich sofort anfreundet, entsteht ein wunderbarer, entspannter Lesefluss.

Besonders gelungen ist der Abschluss, bei dem am Ende ein runder Kreis zu allen anderen Paaren der Reihe geschlagen wird. Das Buch entlässt einen schließlich mit diesem warmen, glücklichen Gefühl, das man sich nach einer so intensiven und berührenden Reise wünscht. 

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein emotionaler und rundum gelungener Reihenabschluss, der mit seiner malerischen Kulisse, tiefen Gefühlen und einem wunderbar warmen Wohlgefühl begeistert. Eine absolute Leseempfehlung für alle Fans von emotionalen Second-Chance-Geschichten!
★★★★
4 von 5 Sternen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

**ACHTUNG HINWEIS***

Seit dem 25. Mai 2018 gilt in Deutschland die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).
Durch das Kommentieren eines Beitrags auf dieser Seite werden automatisch über Blogger (Google) personenbezogene Daten erhoben. Diese Daten werden ohne deine ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen hierzu findest du in der Datenschutzerklärung.

Mit Absenden eines Kommentars erklärst du dich einverstanden, dass evtl. personenbezogene Daten (z.B. die IP-Adresse etc.) abgespeichert und für Statistiken von Google weiterverarbeitet werden.