Mittwoch, 18. Februar 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓓𝓮𝓻 𝓣𝓸𝓽𝓮 𝓲𝓷 𝓔𝓭𝓲𝓷𝓫𝓾𝓻𝓰𝓱" von 𝓙𝓪𝓬𝓴𝓲𝓮 𝓑𝓪𝓵𝓭𝔀𝓲𝓷

Cover: dp
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Eine clevere Ermittlerin mit dunkler Vergangenheit, ein mysteriöser Todesfall und düstere Intrigen an der schottischen Küste …
Der packende Auftakt der spannenden Krimi-Reihe im Herzen Edinburghs

Nach einem persönlichen Schicksalsschlag wagt Grace McKenna einen Neuanfang als Privatdetektivin in Portobello bei Edinburgh. Doch der erste größere Auftrag lässt nicht lange auf sich warten: Die schillernde Witwe eines prominenten Mediums ist überzeugt, dass ihr Mann ermordet wurde – obwohl alles auf Selbstmord hindeutet.

Gemeinsam mit dem skeptischen, wenn auch charmanten, Journalisten Tobias Sloan nimmt Grace die Ermittlungen auf und stößt auf ein undurchsichtiges Netzwerk aus Betrug, spirituellem Geschäftssinn und persönlichen Abgründen. Die Spur führt sie direkt ins berüchtigte Merchiston College of Psychic Studies – und zu einer zweiten Leiche.

Während das Ermittlerduo den tödlichen Machenschaften immer näher kommt, geraten sie selbst ins Visier der Täter. Das Spiel wird immer gefährlicher – und die Grenzen zwischen Ermittlungen und persönlicher Verwicklung beginnen zu verschwimmen. Kann Grace den tödlichen Machenschaften ein Ende setzen oder wird sie selbst das nächste Opfer?

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Düstere Geheimnisse im stürmischen Schottland

Mit „Der Tote in Edinburgh“ legt die Autorin den Grundstein für eine neue Krimi-Reihe rund um die Ermittlerin Grace MacNeil. Dabei handelt es sich um eine Neuauflage des bereits unter dem Titel „Schatten über Portobello“ erschienenen Romans. Wer atmosphärische Ermittlerkrimis vor der rauen, windgepeitschten Kulisse Schottlands liebt, kommt hier voll auf seine Kosten.

Der Schreibstil ist über weite Strecken sehr angenehm und flüssig zu lesen, auch wenn mein Lesefluss an vereinzelten Stellen etwas ins Stocken geriet.

Im Zentrum steht Grace, die nach einem schweren Schicksalsschlag den mutigen Schritt wagt, als Privatdetektivin neu anzufangen. Unterstützt wird sie dabei von einem kleinen, sympathischen Team und dem eigenwilligen, aber durchaus charmanten Journalisten Tobias Sloan. Ihr erster großer Fall hat es direkt in sich: Die Witwe eines berühmten Mediums glaubt nicht an den vermeintlichen Selbstmord ihres Mannes. Als kurz darauf eine weitere Leiche auftaucht, führt die Spur Grace direkt in das mysteriöse „College of Psychic Studies“.

Besonders hervorzuheben ist das großartige, raue Setting. Man spürt förmlich den schottischen Wind und die düstere Stimmung, die den Fall perfekt einrahmt. 

Die Handlung entwickelt sich insgesamt eher ruhig. Für mein Empfinden war die Erzählweise stellenweise etwas langatmig, und nicht jede Handlungsweise oder jeder Beweggrund der Charaktere war für mich sofort nachvollziehbar. Wer rasante Action sucht, braucht hier etwas Geduld, da die Ermittlungen sehr detailliert beschrieben werden.

Trotz der kleinen Längen bleibt der Krimi bis zum Schluss fesselnd. Die Autorin versteht es meisterhaft, falsche Fährten zu legen: Meine Vermutungen, wer hinter den Taten steckt, sprangen ständig hin und her, und die Auflösung blieb für mich bis zum Finale ein Rätsel. Besonders spannend wird es, wenn die Ermittlungen immer tiefer in ein Netz aus Intrigen führen und Grace sich plötzlich selbst in Lebensgefahr begibt, während die Grenzen zwischen Beruflichem und Privatem gefährlich verschwimmen.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein gelungener Auftakt mit viel Potenzial und einer wunderbaren Portion schottischem Flair!
★★★★
4 von 5 Sternen

Donnerstag, 12. Februar 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓙𝓮𝓷𝓼𝓮𝓲𝓽𝓼 𝓭𝓮𝓼 𝓗𝓸𝓻𝓲𝔃𝓸𝓷𝓽𝓼" von 𝓝𝓸𝓻𝓪 𝓡𝓸𝓫𝓮𝓻𝓽𝓼

Cover: Heyne Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Sloan Cooper ist klinisch tot, als sie in letzter Minute zurück ins Leben geholt wird. Aus dem Krankenhaus entlassen, zieht sie zurück in ihre Heimat am Mirror Lake. In den atemberaubenden Bergen Marylands findet sie Frieden – und lernt Nash kennen, der in der Natur seinem alten Großstadtleben entkommen möchte. Doch dann wird die Idylle jäh gebrochen, als eine junge Frau spurlos verschwindet. Sloan und Nash versuchen herauszufinden, was dahintersteckt und stoßen bald auf eine ganze Reihe von Vermisstenfällen. Gemeinsam wollen sie die düstere Wahrheit ans Licht bringen. Doch Sloan hat sich gerade erst zurück ins Leben gekämpft und eine neue Liebe gefunden – ist sie bereit, beides erneut aufs Spiel zu setzen?



𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Nora Roberts beweist mit ihrem Werk „Jenseits des Horizonts“ einmal mehr, warum sie seit Jahrzehnten die Bestsellerlisten anführt. In diesem Roman verwebt sie meisterhaft Romantik, emotionale Tiefe mit einem hochspannenden Kriminalfall und einer ethischen Fragestellung, die den Leser noch lange nach dem Zuklappen des Buches beschäftigt.

Wie man es von der Autorin gewohnt ist, besticht das Buch durch einen wunderbaren Schreibstil. Die Sprache ist einnehmend, leicht und so flüssig, dass man förmlich durch die Seiten gleitet. 

Im Mittelpunkt steht Sloan, eine liebenswerte und starke Frau, die mich als Hauptcharakter vollkommen überzeugt hat. Besonders bewegend ist ihr Kampf zurück ins Leben: Nach einem schweren Schicksalsschlag muss sie ihren Eifer zügeln und sich streng an die Vorgaben der Ärzte halten, um ihre körperliche Fitness wiederzuerlangen. Es war wirklich schön, sie bei ihren Spaziergängen am See zu begleiten und mitzuerleben, wie sie mit festem Willen Schritt für Schritt – im wahrsten Sinne des Wortes – mehr schafft.

Familie und Nachbarschaft bilden das Herzstücke der Geschichte.
Sloans Familie ist ist warmherzig, hilfsbereit und voller Liebe, schafft es dabei aber, niemals aufdringlich zu sein. Diese familiäre Basis gibt der Geschichte einen wunderbaren Halt.

Die beiden Brüder in der Nachbarschaft bereichern nicht nur Sloans Leben, sondern die gesamte Handlung. Sie haben den Stress der Großstadt hinter sich gelassen, um in der Natur neu anzufangen. Ihr Alltag zwischen handwerklichen Dienstleistungen und der Renovierung ihres eigenen Hauses bringt eine bodenständige, sympathische Note in das Buch.

Dass sich zwischen Sloan und Nash eine Verbindung entwickeln würde, war zu erwarten, doch die Umsetzung ist hervorragend gelungen. Die Liebesgeschichte ist romantisch und zaghaft, entwickelt sich in einem angenehmen Tempo und verzichtet auf unnötigen Kitsch. Es ist eine Begegnung auf Augenhöhe, die sich organisch in den Plot einfügt.

Besonders hervorzuheben ist das atmosphärische und bildhafte Setting: Eine kleine, abgeschiedene Stadt, eingebettet in die raue Schönheit von dichten Wäldern und einem stillen See. Diese greifbare Einsamkeit der Natur bildet den perfekten Kontrast zur inneren Unruhe der Protagonisten und verleiht der Geschichte eine ganz eigene, fast schon magische Atmosphäre.

Das zentrale Thema des Romans ist die Diskrepanz zwischen moderner Medizin und dem Glauben an Gott. Die Autorin greift hier ein hochaktuelles und brisantes Motiv auf.
Wie weit darf die Medizin gehen?
Wo überschreitet der Mensch die Grenze und spielt Gott?

Dieser moralische Konflikt ist nicht nur Beiwerk, sondern treibt die Handlung voran und verleiht dem Buch eine intellektuelle Tiefe, die über einen reinen Liebesroman oder Krimi hinausgeht. Es regt dazu an, die eigenen Standpunkte zu Ethik und Fortschritt zu hinterfragen.

Obwohl der Spannungsbogen von der ersten Seite an straff gespannt ist, bricht er auch dann nicht ein, da man bereits sehr früh weiß, wer hinter den grausamen Morden steckt. Dass die Handlung dennoch fesselnd und packend bleibt, ist ein Beweis für Nora Roberts' handwerkliches Geschick. Es geht hier weniger um das „Wer“, sondern vielmehr um das „Warum“ und das „Wie“. Die Dynamik zwischen den Charakteren und die ständige Bedrohung in der idyllischen Kleinstadt sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Jenseits des Horizonts“ ist ein rundum gelungenes Buch. Es bietet die perfekte Mischung aus einem packenden Thriller, einer atmosphärischen Kulisse und einem tiefgründigen Thema, das zum Nachdenken anregt. Ein Muss für alle Fans der Autorin und für jene, die Geschichten mit moralischem Tiefgang und starkem Setting lieben.
★★★★★
5 von 5 Sternen

Mittwoch, 11. Februar 2026

📚 Update Januar: Meine Bücherbüchse 2026

Bild: Gemini Generated

Das neue Jahr ist gerade erst gestartet, und schon im ersten Monat hat sich in meiner Bücherbüchse 2026 einiges getan. Mein Ziel für dieses Jahr ist es, mein Leseverhalten bewusster zu gestalten und gleichzeitig ein kleines Budget für neue Buchschätze anzusparen.

Der Januar war ein voller Erfolg – sowohl auf den Seiten als auch in der Spardose!

Mein Kassensturz im Januar
Ich habe fleißig gelesen, gewürfelt und gespart. So setzt sich mein Beitrag für diesen Monat zusammen:




Aktivität                     Anzahl Betrag
Bookopoly-Bücher     9                 18,00 €
eBooks                     8                   8,00 €
Printbuch                     1                   2,00 €
Gesamt im Januar                 28,00 €

Ein kleiner Rückblick
Besonders stolz bin ich auf die 9 Bookopoly-Bücher. Das Spiel hat mich richtig motiviert. Auch meine eBook-Sammlung kam nicht zu kurz – acht beendete Geschichten sind eine stolze Bilanz für den Jahresbeginn!

Ein "echtes" Printbuch hat es diesen Monat ebenfalls in die Statistik geschafft. Alles in allem bin ich mit diesem Auftakt mehr als zufrieden.

Ein ganz guter Start – ich hoffe, es geht im Februar genauso erfolgreich weiter!

Wie lief euer Lese-Januar? Habt ihr auch eine Bücherbüchse oder ähnliche Challenges für 2026? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!