Freitag, 21. April 2017

Rezension zu „Ein Weinberg zum Verlieben“ von Kayte Nunn


Rezension zu 
„Ein Weinberg zum Verlieben“ 
von Kayte Nunn


Cover: Piper



Buchdetails

Erscheinungsdatum Erstausgabe : 03.04.2017
Aktuelle Ausgabe : 03.04.2017
Verlag : Piper
ISBN: 9783492309691
Flexibler Einband 384 Seiten
Sprache: Deutsch










Inhalt:

Das Schicksal meint es nicht gut mit Rose Bennett. Ihre Karriere als Spitzenköchin endete abrupt, nun wendet sie Burger im Sekundentakt. Als sie dann auch noch von ihrem Freund sitzen gelassen wird, reicht es ihr. Kurz entschlossen bucht sie einen Flug. Ihr nächster Halt: eine australische Weinfarm im ländlichen Shingle Valley. Ihr nächster Job: die Verköstigung der dreiköpfigen Winzersfamilie. Und mit einem Mal scheint sich der Wind in ihrem Leben zu drehen. Denn Rose kocht sich nicht nur in die Herzen der Kinder, auch der junge Winzer ist für ihre Rezepte und Reize durchaus empfänglich.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist schlicht und einfach, aber angenehm, schnell und flüssig zu lesen, aber etwas nüchtern.


Die Geschichte wird aus der Sicht von Rose geschildert. Allerdings hätte ich auch manchmal gerne in die Gedanken von Marc geschaut, da er teilweise etwas schroff und kühl wirkte. Vor allem was die Rückkehr seiner Ex in ihm ausgelöst hat, wäre sehr interessant gewesen.

Das Setting hat mir sehr gut gefallen. Ein Weingut mitten in Australien. Ich konnte mir die Atmosphäre und die Umgebung sehr gut vorstellen und mich dorthin träumen. Auch über den Betrieb des Gutes und die Weinherstellung erfährt man einiges.

Eine nette Geschichte, der allerdings das gewisse Etwas gefehlt hat. Stellenweise hat sie sich auch sehr gezogen, war langatmig und kam einfach nicht auf den Punkt. Sie plätscherte leide vor sich hin. Viele kleine Ereignisse und Begebenheiten werden berichtet, aber ein wirklicher Höhepunkt hat mir gefehlt. Selbst als die Ex zurückgekehrt ist, habe ich ein Quäntchen vermisst, es war keine Spannung da, auch keine emotionale, keine Dramatik, keine innere Unruhe. Meiner Meinung nach sind die Gefühle etwas untergegangen. Ich konnte nicht richtig mit fiebern. Der Autorin ist es nicht gelungen, die Gefühle zu mir zu transportieren, so wie es bei einer gelungenen Liebesgeschichte erwarte. Das Knistern hat gefehlt, die Spannung zwischen den Protagonisten.

Die Charaktere waren sehr authentisch und auch vielseitig gezeichnet. Auch die Nebencharaktere sind sehr vielfältig und deutlich beschrieben.

Rose mochte ich von Anfang an sehr. Marc dagegen empfand ich als etwas unterkühlt. Ihm konnte ich die Gefühle auch nicht wirklich abnehmen. Sein Weingut steht im Vordergrund, weshalb er die Kinder und Rose etwas vernachlässigt. Mit ihm konnte ich leider nicht so ganz warm werden. Dafür sind mir die Kinder unheimlich ans Herz gewachsen.

Eine nette Geschichte für zwischendurch, die mich leider nicht ganz überzeugen konnte. Es fehlte an Spannungsmomenten und Gefühlen. Die Vorhersehbarkeit hat mich hier allerdings weniger gestört als das Fehlen des gewissen Etwas, etwas Besonderem, das die Geschichte von anderen abhebt. Ich hatte das Gefühl, die Geschichte schon zu kennen.

Fazit:

Eine nette Geschichte für zwischendurch, die mich leider nicht ganz überzeugen konnte.


3 von 5 Sternen

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