Donnerstag, 4. Juni 2026

📚 Mein Bücherbüchsen-Rückblick: Der Mai 2026 ✨


Was für ein grandioser Lesemonat liegt bitte hinter mir? Der Mai hat nicht nur jede Menge Frühlingsgefühle gebracht, sondern auch meine Leselust so richtig angekurbelt. Ich war super fleißig und das spiegelt sich jetzt auch ordentlich in meiner Bücherbüchse wider! 💸

Insgesamt habeich im Mai alle 13 Bookopoly-Bücher geles. Mein Spielfeld hat im vergangenen Monat also absolut geglüht und mich zu fantastischen Geschichten greifen lassen!

Weiterhin haben mich 9 E-Books durch die kurzen Nächte und sonnigen Nachmittage begleitet, und 1 Print-Buch durfte ich ganz klassisch in den Händen halten und die Seiten knistern hören.


Für meine Bücherbüchse bedeutet diese tolle Lesebilanz einen richtig genialen Kassensturz. Da wandert einiges an Leseguthaben hinein:

  • 13 Bookopoly-Bücher à 2 € = 26 €

  • 9 E-Books à 1 € = 9 €

  • 1 Print-Buch à 2 € = 2 €

Damit wandern im Mai stolze 37 € in meine Bücherbüchse! Das Sparen läuft also wie am Schnürchen. Ich bin mega happy mit diesem Ergebnis und freue mich schon riesig darauf, das Budget am Ende des Jahres zu sehen und zu investieren.

Wie lief euer Lesemonat? Habt ihr auch ein Lesespiel oder spart ihr fleißig für eure Wunschliste? Erzählt es mir in den Kommentaren! 👇

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓓𝓪𝓼 𝓖𝓮𝓱𝓮𝓲𝓶𝓷𝓲𝓼 𝓭𝓮𝓼 𝓢𝓸𝓷𝓷𝓮𝓷𝓴ö𝓷𝓲𝓰𝓼" von 𝓙. 𝓚. 𝓑𝓵𝓸𝓸𝓶

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Marwa arbeitet am opulenten Hof des Sonnenkönigs als Dienstmagd und träumt heimlich davon, eine berühmte Tänzerin zu werden. Seit einem folgenschweren Unfall leidet sie allerdings bereits bei der geringsten Anstrengung unter schrecklichen Schmerzen im Herzen. Es ist ihr nur unter großen Mühen möglich, weiterhin ihre Arbeit als Dienstmagd zu verrichten. An einem besonders kräftezehrenden Tag sucht sie in einem der für sie verbotenen Palastsäle Ruhe und wird ausgerechnet vom König ertappt. Dieser erkennt ihre kritische Situation und erklärt sich trotz ihres Regelbruchs bereit, Marwa zu helfen. Wie ein Wunder lässt er ihre Schmerzen verschwinden. Dabei ahnt Marwa nicht, dass er ein finsteres Geheimnis hütet.



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Mit Das Geheimnis des Sonnenkönigs, dem zweiten Teil der Reihe Geheimnisse der Märchenländer, ist der Autorin ein zutiefst romantisches und zugleich düsteres Märchen gelungen, das mich emotional völlig aufgewühlt zurücklässt. 

Obwohl die Geschichte in derselben faszinierenden Welt wie der Vorgängerband angesiedelt ist, lässt sie sich vollkommen unabhängig und ohne Vorwissen lesen und verstehen, da hier das Schicksal ganz neuer Protagonisten im Mittelpunkt steht. 

Von der ersten Seite an entfaltet sich das Geschehen in einem unglaublich lebendigen, bildhaften und detailreichen Erzählstil, der diese komplexe magische Welt voller Göttermythen, Intrigen und dunkler Geheimnisse atemberaubend zum Leben erweckt. Durch die personale Erzählperspektive, die feinfühlig zwischen den beiden Hauptfiguren Marwa und Sol wechselt, gewährt das Buch einen tiefen, ungeschönten Einblick in deren innere Gedanken, seelische Konflikte und die schmerzhafte persönliche Entwicklung. Das Erzählverhalten ist dabei so außergewöhnlich einfühlsam und berührend gestaltet, dass eine sofortige, intensive Verbindung zu den Charakteren entsteht – man fiebert unweigerlich mit ihnen mit, bangt in Momenten der Gefahr, weint mit ihnen und teilt jede emotionale Nuance.

Das emotionale und erzählerische Herzstück der Handlung bildet die ungleiche Verbindung zwischen dem Sonnenkönig Sol, der seine lebenswichtige magische Kraft verloren hat, und Marwa, einer einfachen, aber willensstarken Dienerin am königlichen Hof. Ihre beiden Schicksale sind auf mystische Weise durch zwei Splitter eines mächtigen, zerbrochenen Spiegels miteinander verwoben, die beide tief in sich tragen. Gemeinsam müssen sie sich gegen die bedrohlichen, finsteren Mächte der Assra-Anhänger behaupten. 

Was dieses Buch so unvergleichlich und tiefgründig macht, ist die charakterliche Dynamik: Auf der einen Seite steht der Sonnenkönig Sol, der bisher behütet und naiv hinter seinen Palastmauern gelebt hat und selbst im weiteren Verlauf oft eher die Züge eines verletzlichen Kindes als die eines mächtigen Herrschers offenbart. Dem gegenüber steht Marwas unbändiger Mut, ihre enorme Willenskraft und die Stärke, die sie in den dunkelsten Momenten aufbringt. Die relativ kurzen Kapitel und die packend geschriebenen Dialoge treiben die Handlung in einem rasanten Tempo voran, während sie gleichzeitig die Bindung zwischen Marwa und Sol immer intensiver und spürbarer werden lassen.

Das Buch erweist sich als ein episches Abenteuer, bei dem sich die Ereignisse förmlich überschlagen und ein nervenaufreibendes Ereignis das nächste jagt. Die Geschichte schlägt dabei kontinuierlich unvorhersehbare Wege ein und ist gespickt mit so vielen überraschenden Wendungen, mit denen man als Leser beim besten Willen nicht rechnen konnte. Es ist eine meisterhafte Symbiose aus epischen, magischen Konflikten und tiefgreifendem persönlichen Wachstum, in der die großen Themen Macht, Aufopferung, Liebe und die schmerzhafte Suche nach sich selbst perfekt miteinander verflochten sind.

Gegen Ende nimmt die Geschichte eine unheimlich traurige Wendung, die das Herz schwer werden lässt. Das Finale kommt schlussendlich ganz anders, als man es sich im Laufe des Abenteuers erhofft oder gedacht hat, weshalb man sich für die letzten Seiten unbedingt ein paar Taschentücher bereitlegen sollte. 

Für alle Liebhaber von Romantasy – und für jene, die es durch dieses Buch unweigerlich werden wollen – ist dieses mitreißende, spannende und hochemotionale Werk ein absolutes, unumgängliches Muss.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Das Geheimnis des Sonnenkönigs ist ein episches Romantasy-Highlight, das die perfekte Balance zwischen düsterer Märchenmagie und purer emotionaler Tiefe trifft. Die unvorhersehbare, wendungsreiche Geschichte und die tiefgründige Verbindung zwischen Marwa und Sol lassen einen bis zur letzten, tränenreichen Seite nicht mehr los. Ein absolutes Must-Read, das das Herz berührt, bricht und lange nachhallt!
★★★★★
5 von 5 Sternen

Mittwoch, 3. Juni 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓜𝓸𝓸𝓻𝓷𝓪𝓬𝓱𝓽" von 𝓘𝓪𝓷 𝓑𝓻𝓪𝔂

Cover: Penguin Verlag
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein Küstendorf, das schweigt. Eine Wahrheit, die niemand hören will.

Das eisige Winterwetter hat das beschauliche Städtchen Whitby fest im Griff, als DCI Bolton zu einem Tatort gerufen wird: Im dichten Nebel wird die verkohlte Leiche eines Mannes gefunden, der tief verstrickt in Glücksspiel und Rotlichtmilieu war. Zeitgleich trifft seine neue Kollegin Samantha Fox ein – mit unkonventionellen Methoden und einem Instinkt für verborgene Zusammenhänge. Als eine Frau behauptet, ihr Freund sei vor Jahren an derselben Stelle getötet worden, beginnt Fox heimlich zu ermitteln und stößt auf ein Netz aus Lügen und dunklen Geheimnissen …
Der Auftakt der atmosphärischen North York Moor-Reihe nimmt Sie mit in das verschlafene englische Küstenörtchen Whitby – in dem jeder etwas weiß, aber niemand etwas sagen will.

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Mit „Moornacht“ legt Ian Bray einen überaus gelungenen Auftakt für seine North-York-Moor-Reihe vor. 

Ian Bray versteht es meisterhaft, seine Leser zunächst in falscher Sicherheit zu wiegen: Die Handlung setzt wunderbar gemächlich und unaufgeregt ein, wodurch die friedliche, fast schon verschlafene Atmosphäre des malerischen Küstenstädtchens Whitby perfekt eingefangen wird. Doch diese vermeintliche Postkartenidylle ist nur von kurzer Dauer und erweist sich schnell als trügerische Fassade.

Schon nach wenigen Kapiteln bricht die mörderische Realität in die Beschaulichkeit ein, und das Erzähltempo zieht mit jeder umgeschlagenen Seite spürbar an. Der Autor legt geschickt falsche Fährten und spinnt ein komplexes Netz aus widersprüchlichen Spuren und geheimnisvollen Hinweisen. Als Leser wird man dadurch unweigerlich zum aktiven Mitermittler, der bis zum packenden Finale ununterbrochen rätselt, kombiniert und eigene Theorien aufstellt.

Den besonderen Reiz dieses spannenden Kriminalromans macht das ungleiche Ermittlerduo aus, das nicht nur frischen Wind in die Untersuchungen bringt, sondern auch für eine wunderbare Prise Humor sorgt. 
Ein absoluter Glanzpunkt der Geschichte ist die Figur des DS Waters, der dem Ermittlerteam eine wunderbar eigenwillige Note verleiht. Seine skurrile, fast schon obsessive Leidenschaft für das Sammeln von Sukkulenten sorgt immer wieder für herrlich amüsante Momente, da sein tiefgreifendes botanisches Fachwissen in einem scharfen, humorvollen Kontrast zu seinen oft ungeschickten zwischenmenschlichen Fähigkeiten steht. Während er jede Kakteenart mühelos analysiert, bleibt ihm die menschliche Psyche mit all ihren Facetten oft ein Rätsel.

Diese Charakterzüge harmonieren perfekt mit den geschickt eingeflochtenen privaten Konflikten und Reibungspunkten zwischen den Hauptfiguren. Statt bloßer Schablonen erleben wir Ermittler mit Ecken, Kanten und ganz eigenen Alltagssorgen. Diese persönlichen Dynamiken verleihen der Handlung eine spürbare emotionale Tiefe, wodurch das gesamte Geschehen nicht nur an Authentizität gewinnt, sondern den Leser auch auf persönlicher Ebene emotional packt und fesselt.

Durch eine Vielzahl an potenziellen Verdächtigen bleibt die Spannungskurve konstant hoch. Gleichzeitig punktet das Buch mit einem großartigen Lokalkolorit: Die dichte Atmosphäre des englischen Pub-Lebens ist so authentisch eingefangen, dass man den Geruch von frisch gezapftem Bier und das Gemurmel der Stammgäste förmlich in der Nase und im Ohr hat. So erweist sich „Moornacht“ nicht nur als packender Kriminalfall, sondern auch als eine unterhaltsame Reise in eine Welt voller skurriler Charaktere und gut gehüteter Geheimnisse – die perfekte Lektüre für alle, die sich nach einem spannenden Leseabend sehnen, bei dem auch das Schmunzeln nicht zu kurz kommt.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Moornacht“ von Ian Bray ist ein rundum gelungener Auftakt der North-York-Moor-Reihe, der durch die perfekte Balance aus packender Spannung und britischem Humor besticht. Dank des herrlich skurrilen Ermittlerduos, einer Vielzahl an falschen Fährten und dem lebendigen, authentischen Lokalkolorit von Whitby bietet dieser Krimi beste Unterhaltung. Ein Lesetipp für alle, die clevere Kriminalfälle mit viel Atmosphäre und einem Augenzwinkern lieben.
★★★★★
4 von 5 Sternen

Samstag, 30. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓓𝓲𝓮 𝓕𝓻𝓪𝓾 𝓲𝓶 𝓢𝓽𝓾𝓻𝓶" von 𝓢𝓽𝓮𝓯𝓪𝓷 𝓢. 𝓚𝓪𝓼𝓼𝓷𝓮𝓻

Cover: dp

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein altes Haus, in dessen Knochen ein Jahrzehnte altes Geheimnis verborgen liegt …

Enttäuscht von der Liebe ergreift Virginia Milton die Chance auf einen Neuanfang, als sie unerwartet einen verfallenen Landsitz erbt. Sofort verliebt sie sich in das Anwesen und gemeinsam mit dem charmanten Bauleiter Trevor beginnt sie, die Villa zu restaurieren – bis sie ein menschliches Skelett hinter dem Haus begraben finden. Auf der Suche nach der Wahrheit stößt Virginia auf die mysteriöse Vergangenheit ihres Onkels Foster und seiner Frau. Doch umso tiefer Virginia in das Schicksal der beiden eintaucht, desto deutlicher wird, dass die Villa mehr verbirgt, als es zunächst erscheint …

Jahre zuvor lebten Foster und Mila Mansfield ein ruhiges Leben, bis Wayne Boon auftaucht – ein Fremder, der die Welt von allen dreien für immer aus den Fugen heben würde.

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Bereits auf den ersten Seiten schafft es Stefan S. Kassner, die Leser komplett zu packen und in den Bann seiner Erzählung zu ziehen. 

Ein ganz besonderes Highlight des Romans ist die dichte, stimmungsvolle Atmosphäre und eine unterschwellige, subtile Spannung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Im Mittelpunkt steht dabei eine alte Villa, die im Laufe der Handlung einen derartigen Sog entwickelt, dass man sich ihr als Leser weder entziehen kann noch möchte.

Geschickt wird die Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Durch diese Struktur erhält man tiefere Einblicke in die Vergangenheit, um letztlich in der Gegenwart die lang ersehnten Antworten zu finden. Der Autor legt seinen Lesern Puzzleteil für Puzzleteil vor die Füße und lädt so auf wunderbare Weise zum Miträtseln ein. Während man abwechselnd in die verschiedenen Epochen eintaucht, fügt sich das Gesamtbild nach und nach zusammen. Was die Vergangenheit dabei schließlich offenbart, geht richtig unter die Haut und lässt sich nur als echte Tragödie bezeichnen.

Allerdings verliert die Erzählung in manchen Momenten etwas an Tiefe. An einigen Stellen ging mir die Entwicklung ein wenig zu schnell, und ich hätte mir an manchen Ecken mehr Details und vor allem eine stärkere emotionale Komponente gewünscht. Das betrifft besonders die Liebesgeschichte und die Ereignisse in der Vergangenheit. Hier waren die Gefühle für mich nicht ganz greifbar und die Zeitsprünge so groß, dass das richtige Mitfiebern leider etwas auf der Strecke blieb, weil zu viele Lücken blieben. An dieser Stelle wäre eine langsamere Annäherung, die die Emotionen schrittweise hochkochen lässt, noch schöner gewesen.

Im Gegensatz dazu steht die Gegenwartsebene mit ihren wunderbaren Protagonisten. Virginia ist eine unheimlich sympathische Hauptfigur, die man schnell ins Herz schließt. Ihren mutigen Neuanfang mitzuerleben und sie bei ihren Nachforschungen zu begleiten, ist extrem fesselnd gestaltet. Ihr zur Seite steht mit Trevor ein weiterer fantastischer Charakter, der in meinen Augen nur so vor Charme sprüht. Durch die beiden bekommt die Geschichte neben all der Spannung und dem Drama auch eine zarte Liebesgeschichte in der Gegenwart, die sich ganz langsam, locker und auf wunderschöne, romantische Weise entwickelt. 

Am Ende ist es ein Buch voller Geheimnisse, die die Zukunft beeinflussen, getragen von tollen Figuren und einer fesselnden Grundstimmung.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein fesselnder Roman voller Geheimnisse, der vor allem durch seine dichte Atmosphäre, eine geheimnisvolle alte Villa und eine charmante Liebesgeschichte in der Gegenwart und der Gegenwart besticht. Trotz kleinerer emotionaler Schwächen und zu großer Zeitsprünge in der Vergangenheit bleibt es eine packende, tragische und subtil spannende Geschichte mit absolut sympathischen Protagonisten.
★★★★★
4 von 5 Sternen

Freitag, 29. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓝𝓸𝓻𝓭𝓴𝓪𝓹𝓱𝓸𝓯𝓯𝓷𝓾𝓷𝓰𝓮𝓷" von 𝓜𝓪𝓭𝓲𝓽𝓪 𝓣𝓲𝓮𝓽𝓰𝓮𝓷

Cover: Heyne

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Auf der malerischen norwegischen Insel Magerøya ist Thea auf der Suche – nur weiß sie aufgrund eines Unfalls nicht mehr, wonach. Der einzige Anhaltspunkt ist Kasper Mogensen, der Mann, der plötzlich vor ihrem kleinen Ferienhaus auftaucht und den sie offenbar dringend vor ihrem Unfall sprechen wollte. Gemeinsam begeben sich die beiden im Frühlingsleuchten von Magerøya auf die Suche nach Antworten. Während sie sich Stück für Stück der Wahrheit nähern, entwickeln sie Gefühle füreinander, doch mit jeder Erkenntnis scheint ein Happy End am Nordkap weiter in die Ferne zu rücken. Zu eng sind ihre Schicksale miteinander verwoben. Ob die beiden einen Ausweg finden?

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Mit „Nordkaphoffnungen“ gelingt Madita Tietgen ein rundum schöner und emotionaler Reihenauftakt, der den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. 

Die Autorin entfaltet hier eine zutiefst bewegende Geschichte vor einer absolut wundervollen Kulisse, die diesen Roman zu einem echten Leseerlebnis macht. Getragen wird das Ganze von einem lockeren, leichten und wunderbar flüssigen Schreibstil. Dieser ist gleichzeitig so bildgewaltig und mitreißend formuliert, dass man direkt in die Handlung hineingezogen wird und augenblicklich das Gefühl hat, selbst ans stürmische Nordkap zu reisen und am nördlichster Punkt Europas zu stehen.

Das Setting ist dabei ein absolutes Highlight des Buches. Die traumhafte, raue Kulisse des Nordens wird so lebendig und atmosphärisch beschrieben, dass man beim Lesen die skandinavische Brise förmlich spüren kann und sich fühlt, als stünde man mitten im Geschehen. Vor diesem großartigen Hintergrund erschafft die Autorin mit den beiden Protagonisten Thea und Kasper zwei Figuren, deren gemeinsamer Weg einen tief im Herzen berührt. Schritt für Schritt tastet man sich an der Seite der beiden durch schmerzhafte Erinnerungen, tief sitzende Unsicherheiten und großen Kummer. Gleichzeitig zeigt die Geschichte aber auch den Weg hin zu neuer Hoffnung, wachsendem Vertrauen und den ganz leisen, kostbaren Momenten von Glück und Liebe.

Besonders bemerkenswert ist die emotionale Tiefe, die diesen Roman auszeichnet. Obwohl ein schweres Thema im Mittelpunkt steht, schafft es die Erzählung, die Verarbeitung von Angst und Trauer absolut greifbar und authentisch darzustellen, ohne dabei jemals die grundlegende Wärme der Geschichte zu verlieren. Es ist ein Buch voller Emotionen, bei dem man beim Lesen oft schlucken muss und auch die eine oder andere Träne in den Augen hat. Trotz all dieser berührenden Momente leuchtet die Hoffnung immer als roter Faden durch die Handlung, was dem Buch trotz der thematischen Schwere eine wunderschöne Leichtigkeit verleiht.

Abgerundet wird dieser gelungene Auftakt durch die tollen Charaktere, die man im Laufe der Handlung kennenlernen darf. Man fühlt sich sofort pudelwohl und willkommen. Neben den Hauptfiguren überzeugen vor allem auch die wunderbar ausgearbeiteten Nebencharaktere wie Anna oder Hallvard. Sie bringen zusätzliche Herzenswärme in die Geschichte und machen jetzt schon unheimlich neugierig darauf, wie es im nächsten Band mit ihnen weitergehen wird.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein tief berührender und emotionaler Reihenauftakt, der trotz eines schweren Themas voller Wärme und Hoffnung steckt. Dank des bildgewaltigen Schreibstils, der rauen, traumhaften Kulisse des Nordkaps und der authentischen, liebenswerten Charaktere ist dieses Buch ein Highlight fürs Herz – sehr empfehlenswert!
★★★★
4,5 von 5 Sternen

Donnerstag, 28. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓦𝓲𝓵𝓭 𝓗𝓮𝓪𝓻𝓽𝓼 𝓡𝓮𝓶𝓮𝓶𝓫𝓮𝓻" von 𝓝𝓲𝓷𝓪 𝓦𝓲𝓻𝓽𝓱𝓼

Cover: dp

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein Sommer auf einer Ranch und ein altes Versprechen. Doch kann man ein Versprechen halten, wenn es droht, das eigene Herz zu brechen?

Nach dem Tod ihres Großvaters kehrt die junge Innenarchitektin Naomi nach Jackson Hole zurück, um ihr Erbe anzutreten – die Diamond Cross Ranch und das Haupthaus ihrer Kindheit. Sie plant, das Gebäude in ein Bed & Breakfast zu verwandeln. Doch schon bald steht sie Jack Hardin gegenüber: abweisend, wortkarg und alles andere als erfreut, sie wiederzusehen. Denn die beiden verbindet mehr als nur die Ranch – sie teilen eine gemeinsame Vergangenheit.

Zwischen gebrochenen Herzen, weiter Landschaft und alten Erinnerungen wächst eine neue Nähe. Als jedoch in Los Angeles Naomis großer Karrieredurchbruch lockt, steht sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Erfolg oder Heimat? Karriere oder Herz?

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Nina Wirths nimmt ihre Leserschaft in „Wild Hearts Remember“ mit in ein wirklich schönes Kleinstadtsetting, das von der ersten Seite an eine wunderbare Atmosphäre versprüht und zum Verweilen einlädt. Die Kulisse ist der Autorin absolut gelungen und bildet den perfekten Rahmen für eine insgesamt ganz nette, eher ruhige und unaufgeregte Geschichte, die sich flüssig und angenehm nebenbei lesen lässt. Wer auf der Suche nach einem unaufgeregten Wohlfühlort ist, wird hier definitiv fündig.

Allerdings wurde das Lesevergnügen durch ein wesentliches stilistisches Element erheblich geschmälert: Der Schreibstil hat es mir leider nicht leicht gemacht, da im Text gegendert wird. Dieses Gegendere gehört meiner Meinung nach einfach nicht in Romane und ich empfinde es beim Lesen als unmöglich und störend für den Lesefluss.

Auch auf der Charakterebene gab es Licht und Schatten. Während ich Jacks Gefühle und Handlungen jederzeit gut nachvollziehen konnte, bin ich mit der weiblichen Hauptfigur Naomi bis zum Schluss nicht richtig warm geworden. Ihr Verhalten wirkte auf mich oft naiv und egoistisch, besonders weil sie Jack wissentlich verletzt und sich zudem ständig selbst belügt. Erschwerend kam hinzu, dass Naomi viel zu oft in ihren eigenen Gedanken festhängt. Hier hat mir leider eine spürbare Weiterentwicklung der Protagonistin gefehlt.

Alles in allem ist „Wild Hearts Remember“ ein nettes Buch mit einem tollen Setting für zwischendurch, das wegen des gewöhnungsbedürftigen Schreibstils und der Schwächen bei der Hauptfigur letztlich solide 3 Sterne von mir erhält.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein Buch mit Licht und Schatten: Das wunderschöne Kleinstadtsetting sorgt für eine tolle, unaufgeregte Wohlfühlatmosphäre. Allerdings trüben der durch das Gendern gewöhnungsbedürftige Schreibstil und eine oft naive, egoistische Hauptfigur ohne echte Weiterentwicklung das Lesevergnügen. 
★★★
3 von 5 Sternen

Mittwoch, 20. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓢𝓸𝓶𝓶𝓮𝓻 𝓲𝓼𝓽 𝓶𝓮𝓲𝓷 𝓛𝓲𝓮𝓫𝓵𝓲𝓷𝓰𝓼𝓸𝓻𝓽" von 𝓕𝓻𝓪𝓷𝔃𝓲𝓼𝓴𝓪 𝓑𝓵𝓾𝓶

Cover: Penguin Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Cäcilias Pfoteninsel ist so viel mehr als nur ein Tierheim auf Sylt: Es ist ein Zufluchtsort für die vielen süßen Fellnasen. Denn das Leben der niedlichen Vierbeiner zu verändern, ist Cäcilias größte Leidenschaft, weshalb sie bis zur totalen Erschöpfung arbeitet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie dringend Abstand und Urlaub braucht. Doch bevor Cäcilias Reise so richtig begonnen hat, trifft sie auf den attraktiven Camper Roman, dessen Charme sie sich nicht entziehen kann. Unverhofft findet sie schnell eine Verbindung zu dem großen Mann mit den smaragdgrünen Augen. Obwohl Cäcilia merkt, dass dieser etwas verbirgt, fällt es ihr immer schwerer, ihr Herz nicht an ihn zu verlieren. Aber wer ist Roman wirklich?




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Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar locker, leicht, flüssig und vor allem sehr bildhaft. Man wird sofort in die Geschichte hineingezogen und darf sich auf eine tolle Mischung aus Urlaubsfeeling, Reiseeindrücken und intensiven zwischenmenschlichen Begegnungen freuen. 

Franziska Blum erzählt die Geschichte von Cäcilia, die stellvertretend für ein großes Problem unserer heutigen Zeit steht: den ständigen Spagat zwischen Arbeit und dem eigenen Wohlempfinden. Cillis Beispiel zeigt eindringlich, wie man mit Überforderung umgehen kann und welche Lehren sich daraus ziehen lassen. Auf ihrer Reise begegnet sie dem charmanten Camper Roman, der sie sofort fasziniert. Doch er scheint ein Geheimnis zu verbergen, während ihre Gefühle für ihn immer stärker werden.

Cäcilia war für mich dabei eine sehr greifbare Protagonistin. Meistens konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen, auch wenn ich sie nicht immer ganz verstehen konnte.

Die Entwicklung zwischen Cäcilia und Roman habe ich insgesamt gern verfolgt. Es gibt viele warme und berührende Momente zwischen den beiden. Allerdings ging mir manches ein wenig zu schnell – hier hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle einfach etwas mehr Zeit für die Entwicklung gewünscht. 

Mit Roman selbst bin ich leider nicht ganz warm geworden. Ich konnte ihn, sein Verhalten und seine Entwicklung streckenweise nicht nachvollziehen und habe keinen echten Draht zu ihm gefunden. Zwischendurch wirkte er auf mich etwas unsympathisch, was sich im Laufe der Handlung zwar aufklärt, aber ich hätte mir bei ihm einfach noch mehr Informationen gewünscht. 
Die Nebenfiguren hingegen sind absolut stimmig und fügen sich wunderbar ein.

Besonders stark fand ich die gelungene Mischung aus Leichtigkeit und ernsteren Themen. Durch den Fokus auf den Tierschutz bekommt der Roman von Beginn an eine gewisse Tiefe. Das Thema ist unglaublich wichtig, und die Schicksale der Tiere gehen wirklich ans Herz, ohne dass es jemals zu überfordernd oder übertrieben dramatisch wirkt. Neben Tierschutz und Verantwortung wird auch das Thema der emotionalen Belastung sehr sensibel aufgegriffen. 

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein lesenswerter Wohlfühlroman mit Tiefgang, der trotz kleinerer Schwächen bei der männlichen Hauptfigur durch ein wichtiges Tierschutz-Thema, viel Gefühl und eine wunderbare Reiseatmosphäre überzeugt.
★★★
3,5 von 5 Sternen


Sonntag, 17. Mai 2026

Der April im Rückblick: Würfelglück, digitale Schätze und eine Print-Flaute 🌸📚


Hallo ihr Lieben!

Der April ist vorbei und das bedeutet: Es ist Zeit für den monatlichen Kassensturz! Wie ihr wisst, läuft meine Bücherbüchse auf Hochtouren. Für jedes gelesene Buch wird fleißig mitgeklimpert, um am Ende des Jahres eine fette Belohnung für mein Bücherregal abzustauben.

Der April war wettertechnisch ein Auf und Ab, aber meine Lesemotivation war absolut stabil. Schnappt euch einen Kaffee, hier kommt mein Kassen- und Lesesturz für den April 2026!



🎲 Bookopoly-Bücher: Die Würfel haben geklimpert!

Das Bookopoly-Spiel in meiner Lesegruppe läuft einfach fantastisch. Die Würfel waren im April absolut auf meiner Seite und haben mich von einer Aufgabe zur nächsten getrieben. Ganze 9 Bookopoly-Bücher habe ich von meiner Liste befreit und weggesuchtet!

  • Zuwachs für die Büchse: Bei 2 € pro Buch wandern hier stolze 18 € in die Spardose.

Es ist so ein befriedigendes Gefühl, nach dem Beenden einer Geschichte direkt die Münzen in die Büchse fallen zu hören!

📱 E-Books: Die digitale Lesewelle

Auch mein E-Reader glühte im April fast ununterbrochen. Manchmal gibt es einfach nichts Besseres, als sich abends einzukuscheln, das Licht auszumachen und digital abzutauchen. Insgesamt 7 E-Books habe ich im April verschlungen.

  • Zuwachs für die Büchse: Jedes E-Book bringt mir 1 €. Macht noch einmal 7 € für den Jahrestopf!

💔 Die schmerzliche Bilanz: Wo blieben die Prints?

Jetzt müssen wir kurz stark sein und das Sparschwein bemitleiden. Ein Blick auf meinen Lesestapel verrät: Im April habe ich kein einziges Print-Exemplar gelesen. Uff.

Kein Geruch von frischem Papier, kein haptisches Gefühl beim Umblättern – und leider auch keine extra 2-Euro-Münzen für gedruckte Schätze. Mein Bücherregal hat diesen Monat definitiv eine Lesepause bekommen. Aber hey, dafür haben die E-Books und Bookopoly-Aufgaben die Kasse trotzdem ordentlich klingeln lassen!

📊 Die April-Abrechnung auf einen Blick

Schauen wir uns das Gesamtergebnis für diesen Monat an. Die Büchse ist im April ordentlich schwerer geworden:

KategorieGelesene BücherBetrag pro BuchGesamt-Sparsumme
🎲 Bookopoly92 €18 €
📱 E-Books71 €7 €
📕 Prints02 €0 €
Gesamt16 Bücher25 €

25 Euro nur fürs Lesen in einem einzigen Monat! Ich bin absolut begeistert, wie gut das System auch 2026 wieder motiviert. Der Topf für die große Belohnung am Jahresende wächst und wächst.

Und ihr so?

Wie lief euer April? Habt ihr auch ein System, mit dem ihr euch fürs Lesen belohnt, oder sammelt ihr fleißig Seiten? Und vor allem: Welche Bücher haben bei euch im April die Kasse (oder das Herz) zum Klingen gebracht?

Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare!

Bis zum nächsten Kassensturz.

Montag, 4. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓙𝓸𝓱𝓷𝓼𝓸𝓷 𝓡𝓲𝓭𝓰𝓮 – 𝓦𝓸 𝓶𝓮𝓲𝓷 𝓗𝓮𝓻𝔃 𝓭𝓲𝓬𝓱 𝓯𝓲𝓷𝓭𝓮𝓽" von 𝓨𝓿𝓸𝓷𝓷𝓮 𝓢𝓲𝓷𝓰𝓮𝓻

Cover: dp

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Es sollte eigentlich nur eine Rundreise durch Montana sein, doch ihr Herz hat andere Pläne.
Eine wunderschöne NA-Romance mit Country-Vibes und unerwarteten Begegnungen

Als Hailey mit ihrer Stute zu einer Work-and-Travel-Tour aufbricht, rechnet sie nicht damit, schon bald auf der abgelegenen Johnson-Ridge-Ranch festzustecken. Im Tausch gegen Unterkunft hilft sie auf dem Hof aus – und begegnet Noah Johnson, dem verschlossenen Ranchleiter, der Gefühle meidet, seit Verantwortung und Verlust sein Leben bestimmen. Trotz aller Zurückhaltung kann Noah sich Haileys freiheitsliebender, warmherziger Art nicht entziehen. Sie bringt Unruhe in seinen streng getakteten Alltag – und stellt alles infrage, was er sich mühsam aufgebaut hat. Aus vorsichtiger Nähe wird eine Affäre mit festem Ablaufdatum. Denn Hailey will weiterziehen. Doch ihr Herz hat längst eine andere Route eingeschlagen …

Diese herzergreifende New Adult-Romance über Familienzusammenhalt, der großen Liebe und der Suche nach sich selbst verspricht eine traumhafte Reise ins wunderschöne Montana. Ranch-Atmosphäre und Herzklopfen inklusive!

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Mit „Johnson Ridge – Wo mein Herz dich findet“ hat mich die Autorin mit ihrem flüssigen, bildreichen Schreibstil sofort nach Montana auf die Johnson Ridge Ranch katapultiert. 
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Noah und Hailey erzählt, wodurch ich einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt beider Protagonisten gewinnen konnte. 

Das Setting ist der Autorin unglaublich gut gelungen; die Ranch ist mit so viel Liebe zum Detail beschrieben. Die Atmosphäre des Buches war durchweg warm und angenehm, was vor allem an der großartigen Dynamik zwischen den Charakteren lag.

Hailey ist eine beeindruckende Protagonistin – unabhängig, mutig und mit einer ansteckenden Reiselust gesegnet. Ihre Begeisterung für die Orte, die sie auf ihrem Roadtrip besucht, ist so greifbar, dass ich am liebsten sofort aufgebrochen wäre, um alles mit eigenen Augen zu sehen. 
Noah hingegen ist ein Charakter, der eine wunderbare emotionale Entwicklung durchmacht. Auch wenn man es zu Beginn vielleicht nicht direkt vermutet, entpuppt er sich als wirklich herzensguter Kerl. Die Art und Weise, wie die beiden miteinander umgehen und wie sie sich gemeinsam entwickeln, fand ich schlüssig und sehr berührend dargestellt.

Was das Buch für mich aber so besonders macht, sind neben dem Setting die authentischen Nebencharaktere. Die beiden anderen Johnson-Brüder, die herzliche Oma und die gesamte Freundesclique sind so lebendig gezeichnet, dass man sie einfach ins Herz schließen muss. Die Autorin schafft es zudem, eine sehr aktuelle Diskussion in die Handlung einzuflechten: das Thema Work-Life-Balance. Sie skizziert treffend die oft unerklärliche Erschöpfung junger Menschen und die wachsende Belastung durch zu viel Verantwortung, was der klassischen Cowboy-Romance eine moderne und tiefgründige Note verleiht.

Die Schauplätze in Montana und rund um die Ranch werden so vielschichtig beschrieben, dass die Natur fast wie ein eigener Charakter wirkt. 
Trotz dieser Stärken gab es für mich jedoch auch ein paar Schwächen. Die Handlung rund um Vergangenheit, Neuanfang und Familie bietet zwar interessante Wendungen und sorgt für Spannung, allerdings gab es auch einige langatmige Phasen und Wiederholungen, die den Lesefluss stellenweise etwas gebremst haben. Manche Passagen zogen sich für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge, was das Lesen zwischendurch anstrengend machte. 

Dennoch überwog für mich das positive Gefühl, da die Geschichte immer wieder Momente zum Schmunzeln und Mitfiebern bot und die klassischen Smalltown-Tropes perfekt in das Setting eingebettet wurden. Insgesamt ist es ein warmherziger Roman über die Suche nach dem eigenen Platz im Leben, der trotz kleinerer Längen durch seine Atmosphäre und seine lebendigen Figuren überzeugt.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Johnson Ridge – Wo mein Herz dich findet“ ist eine herzerwärmende Cowboy-Romance, die vor allem durch ihr traumhaftes Setting in Montana und ihre authentischen, tiefgründigen Charaktere besticht. Auch wenn die Geschichte zwischendurch ein paar Längen aufweist und etwas gestrafft hätte werden können, machen die spürbare Liebe zum Detail und die moderne Auseinandersetzung mit der Work-Life-Balance dieses Buch zu einer sehr angenehmen Lektüre. Wer Lust auf eine Prise Fernweh, viel Gefühl und eine starke Prise Ranch-Atmosphäre hat, wird sich auf der Johnson Ridge sehr wohlfühlen.
★★★★
4 von 5 Sternen

Sonntag, 3. Mai 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓖𝓸𝓵𝓭𝓶𝓪𝓻𝓲𝓮 - 𝓓𝓪𝓼 𝓜ä𝓭𝓬𝓱𝓮𝓷 𝓲𝓶 𝓣𝓾𝓻𝓶" von 𝓐𝓵𝓮𝔁 𝓙. 𝓝𝓲𝓽𝓻𝓪𝓴

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Der Weg aus Frau Holles Reich ist golden – oder schwarz wie der Tod.

Rapunzels Königreich hungert. Um ihr verarmtes Land zu retten, macht sich Prinzessin Marlie, Rapunzels Tochter, auf den Weg zu Frau Holles Wolkenschloss. Jenem sagenumwobenen Ort, an dem eine tugendhafte Frau zu einer Goldmarie werden kann. Unermesslicher Reichtum erwartet sie – wenn sie Frau Holles zwölf Prüfungen besteht. Scheitert sie hingegen, verschwindet sie für immer.

Marlie ahnt nicht, dass sie im Wolkenreich ein perfider Plan erwartet. Denn Frau Holle regiert nicht allein. Ein geheimnisvoller Mann lebt ebenfalls dort, von allen nur der Nachtkrapp genannt. Obwohl er gegen sie spielt, folgt ihre Sehnsucht seinem Schatten. Kann sie seine Finsternis besiegen? Oder zieht er sie an einen Ort, der dunkler ist als der tiefste Brunnen, in den je ein Mensch gefallen ist?

Zwischen Himmel und Abgrund gibt es einen Spalt. Dort verbirgt sich eine uralte Wahrheit. Sie wiegt schwerer als Gold. Und ist schwärzer als die Lügen, die wir uns erzählen.

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Mit „Goldmarie – Das Mädchen im Turm“ ist Alex J. Nitrak eine faszinierende Märchenadaption gelungen, die mich sofort durch ihre dichte, märchenhafte Atmosphäre in den Bann gezogen hat. 
Der Schreibstil ist dabei äußerst angenehm, locker und leicht gehalten, was ein schnelles und flüssiges Lesen ermöglicht. Besonders spannend gestaltet sich die Erzählstruktur durch den geschickten Wechsel zwischen dem Jetzt und der Vergangenheit. Diese Rückblenden erlauben es dem Leser, tief in die Hintergründe einzutauchen und die vorangegangenen Ereignisse Stück für Stück zu entschlüsseln.

Ich muss gestehen, am Anfang haben Goldmarie – Das Mädchen im Turm und ich ein wenig Zeit gebraucht, um warm zu werden. Es fiel mir anfangs nicht ganz leicht, die emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, aber ich bin so froh, dass ich drangeblieben bin! Denn in dem Moment, als Marlie anfing, die Fäden der Geschichte selbst in die Hand zu nehmen und die Geheimnisse ihrer Welt zu lüften, hat es mich voll erwischt.

Liebhaber von Märchenadaptionen kommen hier definitiv auf ihre Kosten, da der Autor zwei Klassiker – Frau Holle und Rapunzel – zu einer vielschichtigen und modernen Handlung verwebt. 

Besonders berührt hat mich Marlies Entwicklung. Zu sehen, wie aus dem unsicheren Mädchen im Turm eine mutige junge Frau wird, die bereit ist, alles für ihre Liebsten zu opfern, war ein echtes Erlebnis. 
Marlie muss nicht nur 12 äußere Prüfungen bestehen, sondern auch eine Reise in ihr Innerstes antreten. Es ist eine Suche nach Vergebung und Identität, die uns zeigt, wie eng Familie und Freiheit miteinander verwoben sind – ein emotionales Erlebnis, das zum Nachdenken anregt.

Doch nicht nur Marlie überzeugt: Auch ihr Bruder Maron und ihr gemeinsamer Freund Jan überraschen mit einer Entwicklung, die der Geschichte zusätzliche Tiefe und eine angenehm moderne Note verleiht. 
Über die Rolle des Nachtkrapp möchte ich nicht so viel verraten.

Man merkt in jeder Zeile, wie viel Fantasie in dieser Welt steckt. Ob es nun die fliegenden Einhörner sind, die eigenwilligen Drachenkatzen oder mein absolutes Highlight: die Elster Siggi. Siggi ist mit ihrem messerscharfen Verstand der perfekte Anker für Marlies oft sehr stürmische Gefühlswelt.

Die Geschichte bietet eine wunderbare Mischung aus humorvollen Momenten, schönen Dialogen und einer fein dosierten Romantik, die dem Buch das gewisse Etwas verleiht – vor allem, weil die Wege der Paare alles andere als leicht sind. Es gab durchaus Stellen, an denen meine Augen nicht ganz trocken geblieben sind, da die emotionalen Höhepunkte sehr feinfühlig ausgearbeitet wurden. 

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass wir uns nicht von Äußerlichkeiten leiten lassen dürfen. Die Erzählung zeigt wunderschön, dass Güte nicht immer strahlt und Verderben nicht immer im Dunkeln lauert. Wer bereit ist, den Blick zu schärfen, entdeckt die wahre Seele hinter den Masken und stellt fest, dass der Wert eines Menschen nichts mit dem äußeren Schein von Gold oder Pech zu tun hat.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Goldmarie – Das Mädchen im Turm“ ist eine herzerwärmende und zugleich tiefgründige Märchenadaption, die durch eine enorme Liebe zum Detail besticht. Auch wenn der Einstieg ein wenig Geduld erfordert, belohnt die Geschichte den Leser mit einer starken Charakterentwicklung, einer Prise Magie und einer berührenden Botschaft über Vorurteile und die wahre Natur von Gut und Böse. Ein absolutes Muss für alle, die klassische Märchen in einem neuen, modernen Gewand erleben möchten.
★★★★
4 von 5 Sternen

Montag, 20. April 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓦𝓲𝓵𝓭, 𝓦𝓲𝓵𝓭 𝓖𝓱𝓸𝓼𝓽 - 𝓞𝓭𝓮𝓻: 𝔀𝓮𝓷𝓷 𝓦𝓮𝓼𝓽𝓮𝓻𝓷 𝓪𝓾𝓯 𝓖𝓮𝓲𝓼𝓽𝓮𝓻𝓳𝓪𝓰𝓭 𝓽𝓻𝓲𝓯𝓯𝓽" von 𝓐𝓷𝓷𝓲𝓴𝓪 𝓗𝓪𝓷𝓴𝓮

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Seit Jahren arbeitet die junge Robyn Moore in der Londoner Detektei Robinson & White, um ihrem Ziel einen Schritt näher zu kommen: in der Zeit reisen zu können und ihren verschwundenen Vater zu suchen. Doch dazu muss sie zuerst die Prüfung zum Special Ghost Agent absolvieren.

Gar nicht so einfach, dennoch gibt Robyn alles und schafft es schließlich, ins Saint Louise des Jahres 1899 zu reisen. Eigentlich sollte sie sich, im Wilden Westen angekommen, darauf konzentrieren, den Geist von John Cartwright zu erlösen. Allerdings nutzt Robyn die Chance, um endlich in der Vergangenheit zu graben und nach ihrem Vater zu suchen.

Alles läuft gut, bis sie auf dem Anwesen der Familie Cartwright auf den Geisterjäger Anthony Walker trifft, der kein anderes Ziel zu verfolgen scheint, als sie zur Weißglut zu treiben, denn leider hält man im Wilden Westen nichts von starken Frauen oder der Gleichberechtigung. Bis auf einer gemeinsamen Reise plötzlich die Stimmung zwischen den beiden umschlägt. Allerdings will das Jahr 2025 Robyn zurück und ihre Gefühle machen keinerlei Sinn … nur wie sagt sie das ihrem Herzen?

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Der Schreibstil ist dabei angenehm locker und unkompliziert, sodass man sofort in die Handlung findet. Gleichzeitig schafft der Autor eine dichte, fast schon ein bisschen wehmütige Stimmung, die perfekt zu der rauen Welt der Cowboys und Saloons passt.

Schon der Einstieg macht neugierig: Die Geschichte beginnt im heutigen London, katapultiert uns dann aber ziemlich schnell durch die Zeit zurück in den Wilden Westen. 

Was mir besonders gefallen hat, ist der Mix der Genres. Es ist kein klassischer Gruselroman, bei dem man ständig zusammenzuckt. Stattdessen vermischen sich Mystery-Elemente mit einer Coming-of-Age-Geschichte. Es geht viel um Gefühle und die persönliche Entwicklung der Figuren, was dem Ganzen eine schöne Tiefe verleiht. Die Atmosphäre im Wilden Westen ist dabei richtig gut eingefangen – man hat beim Lesen fast das Gefühl, den Staub der Prärie zu schmecken, weil alles so detailliert und realistisch beschrieben wird.

Die Grundidee mit den Geisterjägern, die durch die Zeit reisen, um verlorenen Seelen Frieden zu schenken, ist mal etwas ganz anderes und bleibt bis zum Ende spannend. Mittendrin steckt die 20-jährige Robyn. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern eine junge Frau mit einem klaren Ziel: Sie will nicht nur eine professionelle Geisterjägerin werden, sondern hofft vor allem, bei ihren Einsätzen ihren verschwundenen Vater wiederzufinden. Mit ihrer schlagfertigen und mutigen Art sorgt sie immer wieder für Schmunzler, auch wenn die Themen eigentlich ernst sind. Es macht einfach Spaß, sie auf ihrem Weg zu begleiten und zu sehen, wie sie an ihren Aufgaben wächst.

An ihrer Seite steht Luke, ihr Mentor und treuer Freund, der von der ersten Seite an total sympathisch rüberkommt. Später stößt dann noch Anthony dazu, ein Geisterjäger aus der Vergangenheit. Anfangs war ich mir bei ihm unsicher, aber er entwickelt sich im Laufe der Story richtig toll und wird zu einem echten Sympathieträger. Die Romanze zwischen ihm und Robyn ist zwar niedlich, bringt aber durch die Zeitreise-Thematik auch einige Schwierigkeiten mit sich, die mich emotional manchmal etwas zwiegespalten haben.

Auch wenn die Geschichte zwischendurch mal ein paar ruhigere Phasen hat, in denen das Tempo etwas nachlässt, bleibt es durch unerwartete Wendungen interessant. Man merkt richtig, wie Robyn zwischen ihrer Mission und ihrer privaten Suche hin- und hergerissen ist. Das Ende war für mich ein kleiner Knackpunkt: Es ist zwar traurig und passt eigentlich logisch zur Geschichte, aber es hat mich auch mit einem etwas unzufriedenen Gefühl zurückgelassen, weil man sich für die Charaktere vielleicht einen anderen Ausgang gewünscht hätte.

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Alles in allem ist „Wild, Wild Ghost“ ein wirklich originelles Buch mit einem unverbrauchten Setting. Die Mischung aus Zeitreise, Geistern und Western-Feeling funktioniert überraschend gut. Wer auf emotionale Geschichten mit starken Charakteren steht und kein Problem damit hat, dass es eher leise statt blutig zugeht, wird hier sehr gut unterhalten. Es ist ein besonderes Leseerlebnis, das noch ein bisschen nachwirkt.
★★★★
4 von 5 Sternen

Donnerstag, 9. April 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓕𝓮𝓾𝓮𝓻𝓯𝓮𝓭𝓮𝓻 - 𝓑𝓻𝓲𝓮𝓯𝓮 𝓪𝓷 𝓭𝓮𝓷 𝓚ö𝓷𝓲𝓰" von 𝓐𝓷𝓷𝓮 𝓓𝓪𝓷𝓬𝓴

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Einem König widerspricht man nicht. Oder doch? 

Nachdem ich auf dem Acker einen goldenen Mörser ausgegraben habe, verlangte König Laurent den passenden Stößel dazu. Wütend und womöglich nicht sonderlich bedacht antwortete ich mit einem Brief – und einem Widerspruch. Doch obwohl mir der König zunächst zürnte, unterbreitete er mir ein überraschendes Angebot: Ich soll ihn beraten. 
 
Allerdings ist meine neue Aufgabe ernüchternd. Laurent scheint meine Einwände nur zu lesen, um sie dann zu übergehen. Und während ich allmählich an der Starrsinnigkeit des Königs verzweifele, wächst zugleich eine gefährliche Anziehung zwischen uns. 
 
Denn wenn Feuer und Papier aufeinandertreffen, kann am Ende etwas außer Asche bleiben?

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Mit „Feuerfeder – Briefe an den König“ ist Anne Danck eine bezaubernde Märchen-Adaption gelungen, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat. 

Die Autorin greift Motive des klassischen Märchens „Die kluge Bauerntochter“ auf und verwebt sie zu einer ganz eigenen, modernen Fantasy-Erzählung, die zeitlich parallel zu ihrem Werk „Die Spielmannsbraut“ spielt. 
Besonders gefreut habe ich mich dabei über die kleinen Gastauftritte bekannter Charaktere und die charmanten Anspielungen auf die Spielmannsbraut, was das Leseerlebnis für Fans der Autorin besonders abrundet.

Der Schreibstil ist angenehm locker, leicht und wunderbar bildhaft, wodurch er perfekt zur märchenhaften Atmosphäre passt und einen flüssigen Lesefluss garantiert. Ein besonderes Highlight sind die eingefügten Briefe, die das Geschehen immer wieder auflockern und den Charakteren eine zusätzliche Tiefe verleihen. 

Im Zentrum steht Ran, die durch ein Missverständnis – das Tragen von Hosen bei der ersten Begegnung mit König Laurent – für einen Mann gehalten und prompt als Berater engagiert wird. Während Laurent sich oft als beratungsresistent und starrsinnig erweist, kämpft Ran nicht nur mit ihrer wachsenden Anziehung zu ihm, sondern vor allem mit ihrer eigenen Identität.

Trotz der Leichtigkeit widmet sich das Buch einem sehr sensiblen Thema: der Selbstakzeptanz. Auf eine unglaublich liebevolle Weise zeigt die Geschichte, wie wichtig es ist, sich selbst so anzunehmen, wie man ist – völlig ungeachtet dessen, ob man in eine gesellschaftliche Norm passt oder nicht. Dass sich Ran in ihrer Männerkleidung plötzlich vollständiger fühlt als je zuvor, gibt der Handlung eine emotionale Reife, die weit über ein klassisches Verwechslungsspiel hinausgeht. 
Man lacht und weint mit Ran und möchte Laurent für seinen Eigensinn manchmal kräftig schütteln, während man gleichzeitig tief in diese wundervoll gestaltete Welt eintaucht.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Feuerfeder – Briefe an den König“ ist eine fesselnde und tiefgründige Märchen-Adaption voller Herzenswärme. Anne Danck schafft es meisterhaft, eine klassische Vorlage mit wichtigen Fragen zur Identität zu verknüpfen und dabei eine Geschichte zu erzählen, die sowohl unterhält als auch lange nachwirkt.
★★★★
4,5 von 5 Sternen



Donnerstag, 2. April 2026

🌸 Monatsrückblick März: Frühlingsgefühle & Leserausch bei Meine Bücherbüchse 2026


Hallo ihr Lieben!

Der März ist vorbei und was soll ich sagen? Während draußen die ersten Blumen zaghaft ihre Köpfe aus der Erde gesteckt haben, habe ich mich förmlich durch meine Leseliste gewühlt. Es war ein extrem produktiver Monat für meine Challenge „Meine Bücherbüchse 2026“.

Ich weiß nicht, ob es am zunehmenden Tageslicht lag oder daran, dass mich meine aktuelle Lektüre einfach nicht losgelassen hat, oder dem Leseevent, aber die Statistik kann sich sehen lassen!

📚 Meine Lese-Bilanz im März

Ich habe diesen Monat so einiges weggeschmökert. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich meine Bookopoly-Ziele komplett erfüllt habe. Hier ist die Aufschlüsselung:

  • E-Books: 11 Bücher

  • Print-Ausgaben: 3 Bücher

  • Bookopoly-Aufgaben: 11/11 (Full House!)

Es tut so gut, die SuB-Leichen schrumpfen zu sehen und gleichzeitig Platz für Neues zu schaffen.

💰 Kassensturz: Was wandert in die Büchse?

Für alle, die neu dabei sind: Das Prinzip meiner Bücherbüchse ist simpel. Jeder gelesene Schatz wird mit einem kleinen Betrag belohnt, den ich Ende des Jahres für neues Lesefutter oder Buch-Merch ausgeben darf.

Hier ist die Rechnung für den März:

KategorieAnzahlBetrag pro BuchSumme
E-Books111 €11 €
Prints32 €6 €
Bookopoly-Bücher112 €22 €
Gesamt39 €

Sonntag, 29. März 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓘𝓶 𝓢𝓬𝓱𝓪𝓽𝓽𝓮𝓷 𝓭𝓮𝓻 𝓓𝓻𝓪𝓬𝓱𝓮𝓷𝓯𝓵𝓪𝓶𝓶𝓮" von 𝓡𝓸𝓾𝓴𝓮𝓲𝔂𝓪 𝓟𝓮𝓽𝓮𝓻𝓼

Cover: Drachenmond Verlag
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Die Vergangenheit ruht nicht – sie brennt  

In Edinburgh bleiben die Aufträge für die Hüterin magischer Kreaturen aus. Maisie droht, den letzten Ort zu verlieren, der sie noch mit ihrer Familie verbindet. Doch dann erreicht sie ein Hilferuf: Die abgeschiedene Akademie Flora Noctis wird von einem Drachen heimgesucht. Gelingt es Maisie, die Angriffe aufzuklären, könnte das ihre Rettung sein. Gemeinsam mit ihrem Blauspitzdrachen macht sie sich auf den Weg zu der Akademie, die sie eigentlich nie wieder betreten wollte. 

Kaum angekommen, gerät sie in ein Netz aus Intrigen, dunklen Geheimnissen und Erinnerungsfetzen, die ein düsteres Bild zeichnen. Alte Wunden reißen auf, als sie ihren einstigen Freund Noah wiedertrifft, der ihr nun mit unverhohlener Abneigung begegnet.

Während Maisie versucht, die Wahrheit ans Licht zu bringen, wird ihr klar, dass ihre eigene Vergangenheit untrennbar mit den Ereignissen verwoben ist. 

Doch wem kann sie vertrauen, wenn nicht einmal sich selbst? 

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„Im Schatten der Drachenflamme“ hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern bei Weitem übertroffen. Es ist eine dieser seltenen Geschichten, die sich zunächst leise und beinahe unbemerkt anschleichen, nur um dann mit einer unvorhersehbaren Wucht einzuschlagen, der man sich nicht entziehen kann. 

Die Autorin entwirft hier ein faszinierendes Dark-Academia-Setting, das durch einen lebendigen, bildhaften und hochemotionalen Schreibstil sofort vor dem inneren Auge lebendig wird. Der Einstieg fiel mir unglaublich leicht, da die düstere Atmosphäre und die greifbare Spannung einen von der ersten Seite an tief in diese Welt aus Magie, Drachen und gefährlichen Geheimnissen ziehen.

Im Mittelpunkt steht mit Maisie eine Protagonistin, die ich sofort ins Herz geschlossen habe, gerade weil sie keine perfekte Heldin ist. Mit all ihren Ecken, Kanten und ihrem emotionalen Ballast wirkt sie vollkommen authentisch; man spürt förmlich ihr Zögern und gleichzeitig den bewundernswerten Mut, mit dem sie sich ihrer Vergangenheit stellt. 
Die Dynamik zwischen ihr und Noah sorgt für eine knisternde Atmosphäre, die mich zeitweise schier verzweifeln ließ. Dieses angespannte Hin und Her aus verletztem Stolz, Wut und tiefen, unaussprechlichen Gefühlen ist so meisterhaft geschrieben, dass man die beiden am liebsten anschreien möchte, endlich die Karten auf den Tisch zu legen.

Was dieses Buch aber zu einem echten Pageturner macht, ist der subtile Aufbau der Spannung. Die Geschichte entfaltet sich wie ein komplexes Puzzle, bei dem man Stück für Stück neue Hinweise und magische Wesen entdeckt, während im Hintergrund Intrigen und alte Wunden lauern. Man fragt sich ununterbrochen, wer hinter den Ereignissen steckt und wem in diesem gefährlichen Spiel überhaupt noch zu trauen ist. Je näher das Finale rückt, desto mehr zieht das Tempo an, bis die Handlung in Momenten eskaliert, die es unmöglich machen, das Buch auch nur für eine Sekunde zur Seite zu legen.

Hier passt einfach alles perfekt zusammen, es greift ineinander – die Weltgestaltung, die vielschichtigen Charaktere und eine Magie, die unter die Haut geht. 

Ein absolut mitreißendes Buch, ein echtes Lesehighlight! Die Autorin hat eine Welt erschaffen, die mich mit ihrer emotionalen Tiefe und der unaufhaltsamen Spannung von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Sie versteht es meisterhaft, große Emotionen mit packender Spannung zu verweben und mir so eine unvergessliche Lesezeit zu bescheren.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein absolutes Jahreshighlight für alle Fans von Dark Academia und Drachenmagie! „Im Schatten der Drachenflamme“ bietet eine perfekte Mischung aus emotionaler Tiefe, düsterer Spannung und einer Atmosphäre, die einen noch lange nach dem Zuklappen des Buches gefesselt hält.
★★★★★
5 von 5 Sternen

Dienstag, 17. März 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓐𝓫𝓮𝓷𝓭𝓵𝓲𝓬𝓱𝓽" von 𝓝𝓸𝓻𝓪 𝓡𝓸𝓫𝓮𝓻𝓽𝓼

Cover: Heyne

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Unerwartet hat Sonya ein neues Zuhause und eine neue Liebe gefunden. Als beides bedroht wird, kämpft sie für das, was ihr wichtig ist.

Das unerwartete Erbe eines majestätischen und faszinierenden Herrenhauses hat Sonya MacTavishs Leben von einem Tag auf den anderen umgekrempelt. Ihr Onkel, der einst verlorene Zwilling ihres Vaters, hat ihr damit ein neues Zuhause und eine neue Gemeinschaft geschenkt, die sie mit offenen Armen empfängt. Dazu gehört auch Trey, Sonyas Nachbar, mit dem sie sich so wohlfühlt wie noch mit keinem anderen Mann. Doch die Idylle hat ihre Tücken: Über dem Haus und Sonyas Familie scheint ein Fluch zu liegen. Nur Sonya selbst und ihre Verwandten sind in der Lage, die Auswirkungen des geheimnisvollen Verhängnisses wahrzunehmen. Doch sie lässt sich nicht verschrecken. Mutig stellt sich die junge Frau der Herausforderung.

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Mit „Abendlicht“ führt Nora Roberts ihre fesselnde Trilogie „Die Frauen von Maine“ auf meisterhafte Weise fort und entführt die Leserschaft erneut in eine Welt, in der idyllische Romantik auf subtilen Grusel trifft. 

Im Zentrum steht Sonya MacTavish, deren Leben eine dramatische Wendung nimmt, als sie von ihrem Onkel ein ebenso majestätisches wie geheimnisvolles Herrenhaus erbt. Doch was als glücklicher Neuanfang in einer herzlichen Gemeinschaft beginnt, wird schnell von den dunklen Schatten der Vergangenheit eingeholt. Während Sonya in der Nachbarschaft – und besonders in der Nähe ihres charmanten Nachbarn Trey – endlich ein Gefühl von Heimat findet, lauert im Gebälk des alten Hauses ein bösartiger Fluch. Besonders beklemmend wirkt dabei der Umstand, dass die unheimlichen Phänomene ausschließlich für Sonya und ihre Familie wahrnehmbar sind, was den Kampf gegen das Unsichtbare zu einer zutiefst persönlichen Zerreißprobe macht.

Die Stärke dieses zweiten Bandes liegt in der gelungenen Symbiose zweier Welten: Einerseits wird eine gefühlvolle Liebesgeschichte gewoben, andererseits sorgt eine dichte, mysteriöse Handlung für echte Gänsehautmomente. Nora Roberts beweist hier ihr besonderes Gespür für Atmosphäre, indem sie auf modernen Schock-Horror verzichtet und stattdessen eine unheimliche Kulisse schafft, die an klassische Schwarz-Weiß-Gruselfilme erinnert. Es ist das Spiel mit unheilvollen Geräuschen und knarzenden Dielen, das eine psychologische Spannung erzeugt, die weit tiefer geht als blutiger Horror.

Gleichzeitig tragen die lebendigen Charaktere wie Sonya und Cleo die Geschichte mühelos durch alle Höhen und Tiefen. Es bereitet große Freude, mitzuerleben, wie sie trotz der paranormalen Herausforderungen Stück für Stück in ihr neues Leben hineinwachsen und lernen, dem Haus seine Geheimnisse zu entlocken. Diese emotionale Nähe zu den Figuren sorgt dafür, dass man als Leser jede Bedrohung mitempfindet und Sonya bei ihrem entschlossenen Kampf um ihre Zukunft die Daumen drückt. „Abendlicht“ hinterlässt ein brennendes Verlangen nach dem finalen Band, denn die Frage, ob und wie das Dunkle letztlich besiegt werden kann, bleibt bis zur letzten Seite packend. Wer atmosphärische Geschichten voller Herz und Schauer liebt, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen können.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Abendlicht“ ist eine meisterhafte Fortsetzung, die mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Nora Roberts beweist hier erneut ihr unvergleichliches Talent, wohlige Romantik mit einer Gänsehaut-Atmosphäre zu verweben, die ohne billige Schockeffekte auskommt und stattdessen auf subtilen, klassischen Grusel setzt. Die tiefe Verbundenheit zu den Charakteren und die wachsende Spannung rund um den Familienfluch machen das Buch zu einem absoluten Jahreshighlight. Ein Muss für alle, die Geschichten über starke Frauen, mysteriöse Herrenhäuser und die unbezwingbare Kraft der Gemeinschaft lieben – ich kann den finalen Band kaum erwarten!
★★★★★
5 von 5 Sternen

Mittwoch, 11. März 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓜𝓸𝓻𝓭 𝓲𝓷 𝓛𝓲𝓽𝓽𝓵𝓮 𝓑𝓪𝓻𝓴𝓱𝓪𝓶" von 𝓙𝓪𝓶𝓮𝓼 𝓖𝓸𝓸𝓭𝔀𝓲𝓷

Cover: dp

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein Mordopfer, eine Intrige und ein furchtloser Bibliothekar auf der Suche nach der Wahrheit
Spannende Ermittlungen in einem englischen Dorf der 50er Jahren mit britischem Humor

Im idyllischen Little Barkham wird das beschauliche Leben des Bibliothekars Arthur Tingwell auf den Kopf gestellt, als eine alte Dame erschlagen in ihrem Haus aufgefunden wird. Alle Anzeichen deuten auf Peter Hawkings hin, der der Seniorin regelmäßig Bücher vorbeibrachte. Doch Arthur glaubt nicht an die Schuld seines Freundes. Entschlossen, die Wahrheit ans Licht zu bringen, begibt sich Arthur auf eine gefährliche Spurensuche durch das Dorf, das mehr Geheimnisse birgt, als es auf den ersten Blick vermuten lässt. Zwischen mysteriösen Zeugen, einem ungehobelten Gärtner und einem verschwundenen Buch wird Arthur klar, dass der wahre Mörder näher ist, als er dachte ...

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Dies ist der erste Teil der Reihe "Die Fälle des Arthur Tingwell". Die einzelnen Teile sind unabhängig voneinander lesbar.

Ich hatte mich sehr auf einen gemütlichen Krimi gefreut, doch leider entpuppte sich „Mord in Little Barkham“ als eine ziemliche Herausforderung, die mich emotional einfach nicht abholen wollte.

Obwohl der Schreibstil grundsätzlich als leicht und unkompliziert angelegt ist, wollte sich der erhoffte Lesefluss über die gesamte Distanz nicht recht einstellen. Die Geschichte schaffte es bis zum Finale kaum, eine echte Sogwirkung zu entfalten, was vor allem an einem recht mühsamen Einstieg lag, der sich im weiteren Verlauf der Handlung für mich nicht spürbar besserte.

Ein zentrales Hindernis stellte dabei die schiere Anzahl der handelnden Personen innerhalb der Dorfgemeinschaft dar. Anstatt eine lebendige Atmosphäre zu schaffen, sorgte die Vielzahl der Figuren bei mir für eine anhaltende Überforderung, da die Beschreibungen und Charakterisierungen oft zu oberflächlich blieben, um die einzelnen Akteure klar voneinander abzugrenzen. Die Figuren wirkten insgesamt etwas blass und zum Teil sogar klischeehaft, sodass kein Charakter wirklich herausstechen oder eine tiefere Bindung zum Leser aufbauen konnte. Diese fehlende Konturierung machte es beinahe unmöglich, die Bewohner und ihre jeweiligen Rollen im Geflecht der Ereignisse sicher auseinanderzuhalten.

Inhaltlich lebt der Krimi davon, dass viele Bewohner von Little Barkham ihre eigenen Geheimnisse hüten, was Arthur Tingwells Ermittlungen naturgemäß verkompliziert. Seine große Stärke liegt dabei in seiner empathischen Art und der Fähigkeit, mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch zu kommen, um so Stück für Stück Informationen zusammenzutragen. 

Dennoch trübten vermeintliche redaktionelle Mängel den Gesamteindruck: An mehreren Stellen hatte ich das ungute Gefühl, dass durch zu starke Textkürzungen inhaltliche Lücken entstanden sind. Diese Sprünge wirkten unharmonisch und störten den ohnehin schon holprigen Lesefluss erheblich, was das Eintauchen in das dörfliche Mysterium zusätzlich erschwerte.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Mord in Little Barkham“ trotz eines interessanten Ermittlers hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Die Kombination aus einer unübersichtlichen Figurenwelt, blassen Charakteren und spürbaren Lücken im Handlungsverlauf verhinderte leider, dass bei mir echte Krimispannung aufkam. Wer ein Faible für klassische Dorfkrimis hat, findet hier zwar einen netten Zeitvertreib für zwischendurch, muss jedoch über einige erzählerische Schwächen hinwegsehen.
★★
2,5 von 5 Sternen

Mittwoch, 4. März 2026

Update Februar: Meine Bücherbüchse 2026 📚✨


Hallo ihr Lieben! 

Der kürzeste Monat des Jahres ist vorbei, aber lesetechnisch war er bei mir alles andere als „kurz“. Ich stecke momentan tief im Bookopoly-Fieber und was soll ich sagen? Die Würfel sind gefallen – und zwar ziemlich gut!

Hier ist mein Rückblick auf meine „Bücherbüchse“ im Februar:

Die Statistik des Monats
Ich bin selbst ein wenig überrascht, wie flüssig es diesen Monat lief, obwohl ich beruflich durch mein neues Aufgabengebiet so eingespannt bin. 



Bookopoly: 7 Bücher erledigt! 🎲

1 Print: Endlich mal wieder das Gefühl von echtem Papier in der Hand.

7 E-Books: Mein Reader hat diesen Monat geglüht.

Meine Bilanz im Februar

Bookopoly-Bücher: 7 Stück (je 2,00 €) → 14,00 €
eBooks: 7 Stück (je 1,00 €) → 7,00 €
Printbuch: 1 Stück (je 2,00 €) → 2,00 €
Gesamtbetrag für die Bücherbüchse: 23,00 €

Mein Bookopoly-Run 🎲
Bookopoly ist für mich momentan die perfekte Motivation.

Print vs. Digital
Obwohl ich die Haptik eines Hardcovers liebe, haben die E-Books diesen Monat klar gewonnen. Es ist einfach zu praktisch, abends im Dunkeln noch schnell ein paar Kapitel zu lesen. Aber das eine Print-Buch war ein echtes Highlight – es geht eben nichts über den Geruch von frischen Seiten!

Zwischenfazit: Der Februar war ein voller Erfolg. Die Mischung aus Challenges und freiem Lesen hält die Freude am Lesen hoch, ohne in Stress auszuarten.

Und ihr?
Wie lief euer Lese-Februar? Seid ihr auch bei einer Challenge wie Bookopoly dabei oder lest ihr momentan eher nach Lust und Laune?