Mittwoch, 17. Dezember 2025

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓓𝓮𝓻 𝓢𝓬𝓱𝓪𝓽𝓽𝓮𝓷 𝓿𝓸𝓷 𝓐𝓿𝓪𝓶𝓸𝓸𝓻𝓮" von 𝓝𝓪𝓽𝓱𝓪𝓷 𝓦𝓲𝓷𝓽𝓮𝓻𝓼

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Nebel liegt über den Mooren, hoch im Norden von Schottland. Hier wollte William Pickett jagen gehen. Ein letztes Abenteuer als Junggeselle. Doch von einem Tag auf den anderen ist er spurlos verschwunden. Ist er ertrunken, wie alle behaupten? Er wäre nicht der Erste. Um das Moor ranken sich viele Geschichten. Es spukt dort, sagen die Einheimischen, und der plötzlich aufziehende Nebel sei wie ein Raubtier, das die Unvorsichtigen in die Falle lockt.  All das will Elisabeth Hazelwood nicht glauben, als sie mit Williams Bruder Alexander in das abgelegene Dorf Avamoore reist, um dort nach ihrem Verlobten zu suchen.  Die Bewohner begegnen ihnen mit Misstrauen und Ablehnung und Elisabeth muss schnell erkennen, dass in Avamoore nichts so ist, wie es scheint, und dass es hier niemanden gibt, dem sie wirklich trauen kann. Als dann noch eine Leiche im Moor gefunden wird, geraten Dinge in Gang, die besser für immer im Nebel verborgen geblieben wären.

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Mit dieser Geschichte entführt uns der Autor in ein packendes, historisches Setting, das mich von der ersten Seite an vollkommen in seinen Bann gezogen hat. Der Schreibstil ist dabei wunderbar bildhaft und atmosphärisch, spart aber trotz der düsteren Grundstimmung nicht an humorvollen Momenten, die das Lesen sehr kurzweilig machen. Obwohl die Geschichte in der Vergangenheit spielt, fiel mir der Einstieg absolut leicht; ich fand mich sofort in der Handlung und den Gegebenheiten zurecht.

Besonders hervorzuheben ist das spannende Setting im schottischen Hochmoor. Die Landschaft, das abgelegene Dorf Avamoore und das imposante Anwesen des alternden Clanlords werden so lebendig beschrieben, dass man die klamme Nebelluft des Moores fast selbst auf der Haut spüren kann. Es ist eine Welt voller Sagen und Mythen, die sich um diesen isolierten Ort und seinen Herrschaftssitz ranken – eine perfekte Kulisse für eine mysteriöse Geschichte, die dem Leser mehr als einmal eine wohlige Gänsehaut beschert.

Die Handlung selbst ist von Geheimnissen durchzogen. Wer oder was die Bewohner von Avamoore in Angst und Schrecken versetzt, bleibt lange im Dunkeln. Zwar hatte ich zwischendurch den einen oder anderen Verdacht, doch das Ende hat mich vollkommen kalt erwischt – es kam ganz anders als erwartet und blieb bis zum Schluss unvorhersehbar. Auch wenn die Spannung im Mittelteil gelegentlich ganz leicht abfiel, nahm die Erzählung jedes Mal schnell wieder an Fahrt auf und steuerte zielstrebig auf das fesselnde Finale zu.

Insgesamt ist „Der Schatten von Avamoore“ ein atmosphärischer Pageturner für alle, die düstere Mystery und historische Kulissen lieben. Ein schaurig-schöner Ausflug in die schottischen Highlands, den man so schnell nicht vergisst.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Ein schaurig-schöner Mystery-Roman, der vor allem durch seine dichte Atmosphäre und das unverbrauchte Setting in den Highlands überzeugt. Trotz kleinerer Tempowechsel bleibt die Handlung durchweg mysteriös und gipfelt in einem Ende, das mich völlig überraschen konnte. Wer düstere Sagen und unvorhersehbare Wendungen liebt, wird in Avamoore fündig – Gänsehaut garantiert!
★★★★
4 von 5 Sternen

Montag, 8. Dezember 2025

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓛𝓲𝓵𝓲𝓮𝓷𝓯𝓵𝓾𝓬𝓱 & 𝓕𝓾𝓬𝓱𝓼𝓶𝓪𝓰𝓲𝓮" von 𝓙𝓪𝓷𝓲𝓷𝓪 𝓢𝓬𝓱𝓷𝓮𝓲𝓭𝓮𝓻-𝓣𝓲𝓭𝓲𝓰𝓴

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Für Kitsune Roxy ist klar: Sie kann nicht noch einmal jemanden verlieren, den sie liebt.

Sie hat zwar den dunklen Dämon, der einst nach ihrem Leben trachtete, besiegt. Mit ihm starb jedoch auch ein Stück ihres Herzens, denn ihre Cousine verlor bei dem Kampf ihr Leben. Seitdem ist für Roxy nichts mehr so, wie es einst war, und sie möchte nur alles vergessen und sich ausschließlich um ihr Café kümmern. Doch dann geschieht das eigentlich Unmögliche: Der Dämon ist zurückgekehrt, um Roxy und ganz Boston zu vernichten. Das ruft den Ordenskrieger Will aus Chicago auf den Plan, denn er soll den Platz von Roxys Cousine als ihre Flamme einnehmen – der engste Gefährte einer Kitsune.

Roxy muss sich entscheiden: Entweder sie vertraut Will und riskiert erneut, alles zu verlieren, oder sie überlässt den Orden des Fuchses, und damit Boston und ihr Herz, der Dunkelheit …

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Mit dem zweiten Teil der Saga tauchen wir erneut in eine düstere Fantasy-Welt ein, die durch einen wunderbar flüssigen, bildhaften und gefühlvollen Schreibstil besticht. Die Autorin schafft eine mitreißende Mischung, die den Leser sofort wieder in den Bann zieht. 
Besonders faszinierend ist dabei das Setting: Japanische Mythologie trifft auf das urbane Großstadt-Umfeld von Boston. Diese Kombination verleiht der Geschichte eine einzigartige Perspektive und hebt sie wohltuend von klassischen Fantasy-Erzählungen ab.

Im Mittelpunkt steht die Kitsune Roxy – eine wunderbare und interessante Protagonistin. Sie ist keine unfehlbare Heldin, sondern eine Figur mit Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen. Es bereitet große Freude, mit ihr mitzufiebern, wobei besonders ihre inneren Konflikte sowie ihre tief empfundenen Gefühle von Trauer und Hoffnung einen emotionalen Ankerpunkt bilden.

Roxy hat zwar den dunklen Dämon getötet, doch der Preis war hoch. Sie verlor ihre Cousine und damit ein Stück ihres eigenen Herzens. Seitdem ist nichts mehr, wie es war. Roxy möchte am liebsten alles vergessen und sich nur noch hinter der vertrauten Routine ihres Cafés verstecken. Doch das Schicksal lässt ihr keine Ruhe, denn das eigentlich Unmögliche geschieht: Der Dämon ist zurückgekehrt, entschlossen, Roxy und ganz Boston zu vernichten.

Diese Bedrohung ruft den Ordenskrieger Will aus Chicago auf den Plan. Er soll den Platz von Roxys verstorbener Cousine als ihre „Flamme“ einnehmen – der engste Gefährte, den eine Kitsune haben kann. Für Roxy beginnt damit ein innerer Zerreißprobe: Kann sie Will vertrauen und damit riskieren, erneut einen geliebten Menschen zu verlieren? Oder überlässt sie den Orden des Fuchses und ihr eigenes Herz der drohenden Dunkelheit?

Letztlich ist „Lilienfluch & Fuchsmagie“ eine bewegende Geschichte über zweite Chancen, die zeigt, wie aus tiefer Trauer neue Hoffnung erwachsen kann. Eingebettet in eine Welt voller Magie, Dämonen und gefährlicher Geheimnisse bleibt die Handlung bis zur letzten Seite spannend und atmosphärisch dicht. Ein Muss für Fans von Urban Fantasy mit mythologischem Tiefgang.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Lilienfluch & Fuchsmagie“ ist eine packende Fortsetzung, die durch die gelungene Verknüpfung von japanischer Mythologie und modernem Urban-Fantasy-Setting überzeugt. Die emotionale Tiefe rund um Roxys Trauer und die spannungsgeladene Rückkehr des Dämons machen das Buch zu einem echten Page-Turner. Eine absolut fesselnde Geschichte über Vertrauen, Magie und den Mut, trotz Verlusten wieder Hoffnung zu schöpfen – eine klare Leseempfehlung für alle Fans von atmosphärischer Fantasy!
★★★★
4,5 von 5 Sternen