Donnerstag, 4. Juni 2026

📚 Mein Bücherbüchsen-Rückblick: Der Mai 2026 ✨


Was für ein grandioser Lesemonat liegt bitte hinter mir? Der Mai hat nicht nur jede Menge Frühlingsgefühle gebracht, sondern auch meine Leselust so richtig angekurbelt. Ich war super fleißig und das spiegelt sich jetzt auch ordentlich in meiner Bücherbüchse wider! 💸

Insgesamt habeich im Mai alle 13 Bookopoly-Bücher geles. Mein Spielfeld hat im vergangenen Monat also absolut geglüht und mich zu fantastischen Geschichten greifen lassen!

Weiterhin haben mich 9 E-Books durch die kurzen Nächte und sonnigen Nachmittage begleitet, und 1 Print-Buch durfte ich ganz klassisch in den Händen halten und die Seiten knistern hören.


Für meine Bücherbüchse bedeutet diese tolle Lesebilanz einen richtig genialen Kassensturz. Da wandert einiges an Leseguthaben hinein:

  • 13 Bookopoly-Bücher à 2 € = 26 €

  • 9 E-Books à 1 € = 9 €

  • 1 Print-Buch à 2 € = 2 €

Damit wandern im Mai stolze 37 € in meine Bücherbüchse! Das Sparen läuft also wie am Schnürchen. Ich bin mega happy mit diesem Ergebnis und freue mich schon riesig darauf, das Budget am Ende des Jahres zu sehen und zu investieren.

Wie lief euer Lesemonat? Habt ihr auch ein Lesespiel oder spart ihr fleißig für eure Wunschliste? Erzählt es mir in den Kommentaren! 👇

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓓𝓪𝓼 𝓖𝓮𝓱𝓮𝓲𝓶𝓷𝓲𝓼 𝓭𝓮𝓼 𝓢𝓸𝓷𝓷𝓮𝓷𝓴ö𝓷𝓲𝓰𝓼" von 𝓙. 𝓚. 𝓑𝓵𝓸𝓸𝓶

Cover: Drachenmond Verlag

𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Marwa arbeitet am opulenten Hof des Sonnenkönigs als Dienstmagd und träumt heimlich davon, eine berühmte Tänzerin zu werden. Seit einem folgenschweren Unfall leidet sie allerdings bereits bei der geringsten Anstrengung unter schrecklichen Schmerzen im Herzen. Es ist ihr nur unter großen Mühen möglich, weiterhin ihre Arbeit als Dienstmagd zu verrichten. An einem besonders kräftezehrenden Tag sucht sie in einem der für sie verbotenen Palastsäle Ruhe und wird ausgerechnet vom König ertappt. Dieser erkennt ihre kritische Situation und erklärt sich trotz ihres Regelbruchs bereit, Marwa zu helfen. Wie ein Wunder lässt er ihre Schmerzen verschwinden. Dabei ahnt Marwa nicht, dass er ein finsteres Geheimnis hütet.



𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Mit Das Geheimnis des Sonnenkönigs, dem zweiten Teil der Reihe Geheimnisse der Märchenländer, ist der Autorin ein zutiefst romantisches und zugleich düsteres Märchen gelungen, das mich emotional völlig aufgewühlt zurücklässt. 

Obwohl die Geschichte in derselben faszinierenden Welt wie der Vorgängerband angesiedelt ist, lässt sie sich vollkommen unabhängig und ohne Vorwissen lesen und verstehen, da hier das Schicksal ganz neuer Protagonisten im Mittelpunkt steht. 

Von der ersten Seite an entfaltet sich das Geschehen in einem unglaublich lebendigen, bildhaften und detailreichen Erzählstil, der diese komplexe magische Welt voller Göttermythen, Intrigen und dunkler Geheimnisse atemberaubend zum Leben erweckt. Durch die personale Erzählperspektive, die feinfühlig zwischen den beiden Hauptfiguren Marwa und Sol wechselt, gewährt das Buch einen tiefen, ungeschönten Einblick in deren innere Gedanken, seelische Konflikte und die schmerzhafte persönliche Entwicklung. Das Erzählverhalten ist dabei so außergewöhnlich einfühlsam und berührend gestaltet, dass eine sofortige, intensive Verbindung zu den Charakteren entsteht – man fiebert unweigerlich mit ihnen mit, bangt in Momenten der Gefahr, weint mit ihnen und teilt jede emotionale Nuance.

Das emotionale und erzählerische Herzstück der Handlung bildet die ungleiche Verbindung zwischen dem Sonnenkönig Sol, der seine lebenswichtige magische Kraft verloren hat, und Marwa, einer einfachen, aber willensstarken Dienerin am königlichen Hof. Ihre beiden Schicksale sind auf mystische Weise durch zwei Splitter eines mächtigen, zerbrochenen Spiegels miteinander verwoben, die beide tief in sich tragen. Gemeinsam müssen sie sich gegen die bedrohlichen, finsteren Mächte der Assra-Anhänger behaupten. 

Was dieses Buch so unvergleichlich und tiefgründig macht, ist die charakterliche Dynamik: Auf der einen Seite steht der Sonnenkönig Sol, der bisher behütet und naiv hinter seinen Palastmauern gelebt hat und selbst im weiteren Verlauf oft eher die Züge eines verletzlichen Kindes als die eines mächtigen Herrschers offenbart. Dem gegenüber steht Marwas unbändiger Mut, ihre enorme Willenskraft und die Stärke, die sie in den dunkelsten Momenten aufbringt. Die relativ kurzen Kapitel und die packend geschriebenen Dialoge treiben die Handlung in einem rasanten Tempo voran, während sie gleichzeitig die Bindung zwischen Marwa und Sol immer intensiver und spürbarer werden lassen.

Das Buch erweist sich als ein episches Abenteuer, bei dem sich die Ereignisse förmlich überschlagen und ein nervenaufreibendes Ereignis das nächste jagt. Die Geschichte schlägt dabei kontinuierlich unvorhersehbare Wege ein und ist gespickt mit so vielen überraschenden Wendungen, mit denen man als Leser beim besten Willen nicht rechnen konnte. Es ist eine meisterhafte Symbiose aus epischen, magischen Konflikten und tiefgreifendem persönlichen Wachstum, in der die großen Themen Macht, Aufopferung, Liebe und die schmerzhafte Suche nach sich selbst perfekt miteinander verflochten sind.

Gegen Ende nimmt die Geschichte eine unheimlich traurige Wendung, die das Herz schwer werden lässt. Das Finale kommt schlussendlich ganz anders, als man es sich im Laufe des Abenteuers erhofft oder gedacht hat, weshalb man sich für die letzten Seiten unbedingt ein paar Taschentücher bereitlegen sollte. 

Für alle Liebhaber von Romantasy – und für jene, die es durch dieses Buch unweigerlich werden wollen – ist dieses mitreißende, spannende und hochemotionale Werk ein absolutes, unumgängliches Muss.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

Das Geheimnis des Sonnenkönigs ist ein episches Romantasy-Highlight, das die perfekte Balance zwischen düsterer Märchenmagie und purer emotionaler Tiefe trifft. Die unvorhersehbare, wendungsreiche Geschichte und die tiefgründige Verbindung zwischen Marwa und Sol lassen einen bis zur letzten, tränenreichen Seite nicht mehr los. Ein absolutes Must-Read, das das Herz berührt, bricht und lange nachhallt!
★★★★★
5 von 5 Sternen

Mittwoch, 3. Juni 2026

𝓡𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 zu "𝓜𝓸𝓸𝓻𝓷𝓪𝓬𝓱𝓽" von 𝓘𝓪𝓷 𝓑𝓻𝓪𝔂

Cover: Penguin Verlag
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥

Ein Küstendorf, das schweigt. Eine Wahrheit, die niemand hören will.

Das eisige Winterwetter hat das beschauliche Städtchen Whitby fest im Griff, als DCI Bolton zu einem Tatort gerufen wird: Im dichten Nebel wird die verkohlte Leiche eines Mannes gefunden, der tief verstrickt in Glücksspiel und Rotlichtmilieu war. Zeitgleich trifft seine neue Kollegin Samantha Fox ein – mit unkonventionellen Methoden und einem Instinkt für verborgene Zusammenhänge. Als eine Frau behauptet, ihr Freund sei vor Jahren an derselben Stelle getötet worden, beginnt Fox heimlich zu ermitteln und stößt auf ein Netz aus Lügen und dunklen Geheimnissen …
Der Auftakt der atmosphärischen North York Moor-Reihe nimmt Sie mit in das verschlafene englische Küstenörtchen Whitby – in dem jeder etwas weiß, aber niemand etwas sagen will.

𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘

Mit „Moornacht“ legt Ian Bray einen überaus gelungenen Auftakt für seine North-York-Moor-Reihe vor. 

Ian Bray versteht es meisterhaft, seine Leser zunächst in falscher Sicherheit zu wiegen: Die Handlung setzt wunderbar gemächlich und unaufgeregt ein, wodurch die friedliche, fast schon verschlafene Atmosphäre des malerischen Küstenstädtchens Whitby perfekt eingefangen wird. Doch diese vermeintliche Postkartenidylle ist nur von kurzer Dauer und erweist sich schnell als trügerische Fassade.

Schon nach wenigen Kapiteln bricht die mörderische Realität in die Beschaulichkeit ein, und das Erzähltempo zieht mit jeder umgeschlagenen Seite spürbar an. Der Autor legt geschickt falsche Fährten und spinnt ein komplexes Netz aus widersprüchlichen Spuren und geheimnisvollen Hinweisen. Als Leser wird man dadurch unweigerlich zum aktiven Mitermittler, der bis zum packenden Finale ununterbrochen rätselt, kombiniert und eigene Theorien aufstellt.

Den besonderen Reiz dieses spannenden Kriminalromans macht das ungleiche Ermittlerduo aus, das nicht nur frischen Wind in die Untersuchungen bringt, sondern auch für eine wunderbare Prise Humor sorgt. 
Ein absoluter Glanzpunkt der Geschichte ist die Figur des DS Waters, der dem Ermittlerteam eine wunderbar eigenwillige Note verleiht. Seine skurrile, fast schon obsessive Leidenschaft für das Sammeln von Sukkulenten sorgt immer wieder für herrlich amüsante Momente, da sein tiefgreifendes botanisches Fachwissen in einem scharfen, humorvollen Kontrast zu seinen oft ungeschickten zwischenmenschlichen Fähigkeiten steht. Während er jede Kakteenart mühelos analysiert, bleibt ihm die menschliche Psyche mit all ihren Facetten oft ein Rätsel.

Diese Charakterzüge harmonieren perfekt mit den geschickt eingeflochtenen privaten Konflikten und Reibungspunkten zwischen den Hauptfiguren. Statt bloßer Schablonen erleben wir Ermittler mit Ecken, Kanten und ganz eigenen Alltagssorgen. Diese persönlichen Dynamiken verleihen der Handlung eine spürbare emotionale Tiefe, wodurch das gesamte Geschehen nicht nur an Authentizität gewinnt, sondern den Leser auch auf persönlicher Ebene emotional packt und fesselt.

Durch eine Vielzahl an potenziellen Verdächtigen bleibt die Spannungskurve konstant hoch. Gleichzeitig punktet das Buch mit einem großartigen Lokalkolorit: Die dichte Atmosphäre des englischen Pub-Lebens ist so authentisch eingefangen, dass man den Geruch von frisch gezapftem Bier und das Gemurmel der Stammgäste förmlich in der Nase und im Ohr hat. So erweist sich „Moornacht“ nicht nur als packender Kriminalfall, sondern auch als eine unterhaltsame Reise in eine Welt voller skurriler Charaktere und gut gehüteter Geheimnisse – die perfekte Lektüre für alle, die sich nach einem spannenden Leseabend sehnen, bei dem auch das Schmunzeln nicht zu kurz kommt.

𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥

„Moornacht“ von Ian Bray ist ein rundum gelungener Auftakt der North-York-Moor-Reihe, der durch die perfekte Balance aus packender Spannung und britischem Humor besticht. Dank des herrlich skurrilen Ermittlerduos, einer Vielzahl an falschen Fährten und dem lebendigen, authentischen Lokalkolorit von Whitby bietet dieser Krimi beste Unterhaltung. Ein Lesetipp für alle, die clevere Kriminalfälle mit viel Atmosphäre und einem Augenzwinkern lieben.
★★★★★
4 von 5 Sternen