Unerwartet hat Sonya ein neues Zuhause und eine neue Liebe gefunden. Als beides bedroht wird, kämpft sie für das, was ihr wichtig ist.
Das unerwartete Erbe eines majestätischen und faszinierenden Herrenhauses hat Sonya MacTavishs Leben von einem Tag auf den anderen umgekrempelt. Ihr Onkel, der einst verlorene Zwilling ihres Vaters, hat ihr damit ein neues Zuhause und eine neue Gemeinschaft geschenkt, die sie mit offenen Armen empfängt. Dazu gehört auch Trey, Sonyas Nachbar, mit dem sie sich so wohlfühlt wie noch mit keinem anderen Mann. Doch die Idylle hat ihre Tücken: Über dem Haus und Sonyas Familie scheint ein Fluch zu liegen. Nur Sonya selbst und ihre Verwandten sind in der Lage, die Auswirkungen des geheimnisvollen Verhängnisses wahrzunehmen. Doch sie lässt sich nicht verschrecken. Mutig stellt sich die junge Frau der Herausforderung.
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Mit „Abendlicht“ führt Nora Roberts ihre fesselnde Trilogie „Die Frauen von Maine“ auf meisterhafte Weise fort und entführt die Leserschaft erneut in eine Welt, in der idyllische Romantik auf subtilen Grusel trifft.
Im Zentrum steht Sonya MacTavish, deren Leben eine dramatische Wendung nimmt, als sie von ihrem Onkel ein ebenso majestätisches wie geheimnisvolles Herrenhaus erbt. Doch was als glücklicher Neuanfang in einer herzlichen Gemeinschaft beginnt, wird schnell von den dunklen Schatten der Vergangenheit eingeholt. Während Sonya in der Nachbarschaft – und besonders in der Nähe ihres charmanten Nachbarn Trey – endlich ein Gefühl von Heimat findet, lauert im Gebälk des alten Hauses ein bösartiger Fluch. Besonders beklemmend wirkt dabei der Umstand, dass die unheimlichen Phänomene ausschließlich für Sonya und ihre Familie wahrnehmbar sind, was den Kampf gegen das Unsichtbare zu einer zutiefst persönlichen Zerreißprobe macht.
Die Stärke dieses zweiten Bandes liegt in der gelungenen Symbiose zweier Welten: Einerseits wird eine gefühlvolle Liebesgeschichte gewoben, andererseits sorgt eine dichte, mysteriöse Handlung für echte Gänsehautmomente. Nora Roberts beweist hier ihr besonderes Gespür für Atmosphäre, indem sie auf modernen Schock-Horror verzichtet und stattdessen eine unheimliche Kulisse schafft, die an klassische Schwarz-Weiß-Gruselfilme erinnert. Es ist das Spiel mit unheilvollen Geräuschen und knarzenden Dielen, das eine psychologische Spannung erzeugt, die weit tiefer geht als blutiger Horror.
Gleichzeitig tragen die lebendigen Charaktere wie Sonya und Cleo die Geschichte mühelos durch alle Höhen und Tiefen. Es bereitet große Freude, mitzuerleben, wie sie trotz der paranormalen Herausforderungen Stück für Stück in ihr neues Leben hineinwachsen und lernen, dem Haus seine Geheimnisse zu entlocken. Diese emotionale Nähe zu den Figuren sorgt dafür, dass man als Leser jede Bedrohung mitempfindet und Sonya bei ihrem entschlossenen Kampf um ihre Zukunft die Daumen drückt. „Abendlicht“ hinterlässt ein brennendes Verlangen nach dem finalen Band, denn die Frage, ob und wie das Dunkle letztlich besiegt werden kann, bleibt bis zur letzten Seite packend. Wer atmosphärische Geschichten voller Herz und Schauer liebt, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen können.
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„Abendlicht“ ist eine meisterhafte Fortsetzung, die mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Nora Roberts beweist hier erneut ihr unvergleichliches Talent, wohlige Romantik mit einer Gänsehaut-Atmosphäre zu verweben, die ohne billige Schockeffekte auskommt und stattdessen auf subtilen, klassischen Grusel setzt. Die tiefe Verbundenheit zu den Charakteren und die wachsende Spannung rund um den Familienfluch machen das Buch zu einem absoluten Jahreshighlight. Ein Muss für alle, die Geschichten über starke Frauen, mysteriöse Herrenhäuser und die unbezwingbare Kraft der Gemeinschaft lieben – ich kann den finalen Band kaum erwarten!
★★★★★
5 von 5 Sternen

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