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Mittwoch, 23. Januar 2019

Rezension zu „Haunted Love - Perfekt ist Jetzt“ von Ayla Dade

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Rezension zu 
„Haunted Love - Perfekt ist Jetzt“ 
von Ayla Dade
Cover: Piper






Buchdetails

ISBN: 9783492501958
Sprache: Deutsch
Flexibler Einband 400 Seiten
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 11.01.2019







Inhalt:

Er ist unberechenbar, begehrt, draufgängerisch - und geheimnisvoll. Sie ist unscheinbar, schüchtern, perfektionistisch - und will ihn um jeden Preis. Hat ihre Liebe eine Chance? Ein gefühlvoller New Adult-Roman für alle Fans von Laura Kneidl, Mona Kasten und Anna Todd

Ein Neuanfang im alten Leben – nichts will Hazel Evans mehr, als sie von ihrem Auslandssemester aus Portugal wieder zurück nach New York kommt. Sie ist klug, anständig und studiert an der NYU – das einzige, das in ihrem Leben für Aufregung sorgt, sind die High-Society-Veranstaltungen, zu denen ihre beste Freundin Grace sie regelmäßig mitschleppt.Bis sie ihn trifft. Und er ihr komplettes Leben auf den Kopf stellt, bis sie sich selbst nicht mehr wiedererkennt. Das Einzige, worin sie sich hundertprozentig sicher ist: Hazel will ihn. Um jeden Preis.Er ist unberechenbar und begehrt. So begehrt, wie sie es sich niemals vorstellen könnte. Und er hat Geheimnisse. Dunkle Geheimnisse. Aber die hat Hazel auch...
"»Ich bin nicht gut für dich, Hazel«, flüstert er. Als ich spreche, meine ich, das vertraute Funkeln hinter dem düsteren Schimmer in seinen Augen wahrzunehmen. »Jeder will die Sonne, Caleb. Das Licht ist einfach zu lieben. Zeig mir die Dunkelheit in dir.«

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist schlicht und einfach, leicht und schnell zu lesen, allerdings fehlt ihm noch ein bisschen Raffinesse. Trotzdem sind die Seiten nur so dahin geflogen.

Die Handlung hat mir ganz gut gefallen, ein gelungenes Debüt mit ein paar kleinen Schwächen. Der Prolog beginnt gleich bedeutungsschwer und deutet auf ein schreckliches Drama hin. Ein stetiges Gefühlschaos, ein ständiges Auf und Ab erwartet den Leser hier. Manchmal war es ein kleines bisschen zu viel Drama, zu überspitzt und einfach zu viel. Das ganze Drama hat die Liebe etwas verdrängt. Sie kam kaum zum Vorschein und blieb für mich auf der Strecke. Am Schluss habe ich mir sogar kein gemeinsames Ende für beide gewünscht, da sie einfach nicht gut füreinander waren - und das will bei einem absoluten Happy End Fan schon etwas heißen. 
Einige Dinge wurden mir zu kurz behandelt, z.B. die Andeutungen von Penelope, auf die nie wirklich eingegangen wurde, seine Mutter oder die Geschichte mit Oliver.

Thematisiert werden hier ernste Probleme und verleihen der Handlung Tiefe. Hazels Essstörung und ihr mangelndes Selbstbewusstsein werden glaubwürdig in die Handlung eingebracht. Ich habe es ihr voll abgenommen, auch wenn das große Geheimnis, das zu Beginn um dieses doch offensichtliches Problem verhängt wurde, nicht hätte sein müssen. 
Calebs Probleme gehen noch viel tiefer und sind noch viel dunkler und schrecklicher. Sie haben sich im Laufe der Handlung immer mehr herauskristallisiert. Auch wenn ich wirklich Mitleid mit dem armen kleinen Jungen hatte und verstehen kann, dass diese Erlebnisse, diese Dunkelheit sein Verhalten hervorgerufen haben, hätte ich ihn dennoch ab und zu gerne einfach mal geschüttelt. Wie er mit Hazel umgesprungen ist, war einfach nur unmöglich und nicht sehr fair. Ich kann nicht verstehen, dass sie das hat mit sich machen lassen.

Der Autorin ist es gut gelungen, die Emotionen zum Leser zu transportieren. Ich habe in jeder Sekunde mit Hazel gefiebert und dies hat mich auch über die kleinen Schwächen hinwegsehen lassen. Ich habe mir für sie einfach nur ein gutes Ende gewünscht, mit ihr gehofft und gebangt - und war manchmal auch etwas wütend auf sie, weil sie sich wieder hat einlullen lassen. 

Die Charaktere waren lebendig gezeichnet. Auch wenn Caleb es mir wirklich nicht leicht gemacht hat ihn zu mögen, ist er mir mit seinen kleinen liebevollen Gesten und glücklichen Momenten, die zwischendurch im Dunkel aufblitzen, doch nach und nach ans Herz gewachsen.

Hazel hat jeden Tag mit ihren Dämonen zu kämpfen. Doch in Caleb findet sie jemanden, der noch mehr zu kämpfen hat als sie selbst. Mir war Hazel ein bisschen zu naiv und gutgläubig. Sie verzeiht viel zu schnell.

Alles in allem eine schöne und emotionale Geschichte mit ein paar kleinen Schwächen, über die man aber bei einem kurzweiligen Lesevergnügen zum größten Teil hinwegsehen kann. Ich hoffe in Zukunft noch etwas über Logan und Grace zu erfahren.

Fazit:

Eine Liebesgeschichte voller Höhen und Tiefen, mit starken Emotionen und viel Drama. Leseempfehlung.
★★★★☆
4 von 5 Sternen

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