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Samstag, 21. Mai 2016

Blogtour zu "Küss mich einfach immer weiter (Finley Meadows 3)“ von Charlotte Cole - Tag 6



Hallo Ihr Lieben und herzlich Willkommen zum 6. Tag der Blogtour zu "Küss mich einfach immer weiter (Finley Meadows 3)“ von Charlotte Cole.

In der vergangenen Woche habt Ihr schon einiges über das Buch und Autorin erfahren.
Heute möchte ich Euch einen kleinen Einblick in das Buch geben und stelle Euch einen kleinen Ausschnitt daraus vor.

Bevor es allerdings losgeht, möchte ich Euch noch auf die ersten beiden Teile der der "Finley Meadows"-Reihe aufmerksam machen. Sie können unabhängig voneinander gelesen werden, da die Geschichten in sich abgeschlossen sind. Ich persönlich würde aber die Bücher in der angedachten Reihenfolge lesen.

Mit einem Klick auf die Cover gelangt Ihr zu meinen Rezensionen.

 „Küss mich im Sommerregen (Teil 1)"




 „Küss mich zum letzten Mal: Kurzgeschichte (Teil 2)“





Und jetzt will ich Euch nicht weiter auf die Folter spannen. Los geht's mit dem Auszug aus „Küss mich einfach immer weiter (Teil 3)“:

»Noch einen«, murmelte Rouven und deutete auf das leere Glas vor sich. Um ihn herum war die Luft erfüllt von den Gesprächen der anderen Barbesucher und geschwängert vom Alkoholdunst. Die Geräusche verflossen schon seit einigen Drinks auf eigentümliche Weise mit der Musik, die der DJ viel zu laut durch die Boxen pumpte. Countrymusik war wirklich nicht Rouvens Ding, aber diese Bar hier war die einzige, die so spät noch offen hatte.
Er sollte nach Hause gehen, solange er den Weg noch finden konnte. Irgendwann hatte er aufgehört mitzuzählen, aber er war alles andere als nüchtern, so viel war klar. Und trotzdem war sein Ziel noch in weiter Ferne: nicht mehr nachzudenken. So viel zu trinken, dass der Alkohol seine Gedanken verwischte wie ein umgekipptes Glas Wasser die Farben einer Kinderzeichnung.
Den ganzen Tag lang hatte er versucht, den Kopf freizubekommen. Verflucht noch mal, eigentlich versuchte er das seit Tagen. Was hatte er sich dabei gedacht, wieder in diese Stadt zu kommen? Was hatte er sich davon versprochen?
Er wusste es selbst nicht. Oder doch? Es war eine Schnapsidee gewesen. Er hätte in New York bleiben sollen. Hätte nach seinem Abschied von den New Yorker Philharmonikern sein Leben genießen sollen.
Was tat er hier? Warum hatte er sich zum Idioten gemacht und war gekommen? In diese Stadt, die nie etwas anderes als Schmerz für ihn bereitzuhalten schien?
Adele wiederzusehen war viel schlimmer gewesen, als er sich vorgestellt hatte. Sie war wie ein Fluch, der ihn nie verließ − der Fluch, der ihn dazu brachte, jede Frau in seinem Leben mit ihr zu vergleichen. Der Fluch, nie wieder so für jemanden zu empfinden.
Und nun? Er lachte trocken. Sie hatte ihm die Tür vor der Nase zugeschlagen. So getan, als würde sie ihn nicht kennen, obwohl sie die Kette trug, die er ihr geschenkt hatte. Was, verdammt noch mal, war hier los?
Sie verbarg etwas vor ihm. Aber was für ein Recht hatte er, ihr Geheimnis zu lüften? Es war Ewigkeiten her. Er sollte respektieren, dass sie ihn nicht sehen wollte. Einfach gehen.
Der Barkeeper tauchte auf, fischte stumm eine Flasche unter der Theke hervor. Gluckernd floss die bernsteinfarbene Flüssigkeit heraus, und Rouven griff nach dem Glas. Er setzte an und leerte es in einem Zug. Gleißende Hitze tanzte über seine Zunge in den Magen, toste dann durch seine Adern hinauf in sein Gehirn.
»Schlechter Abend?«, fragte ein Mann, dessen Gesicht ihn an den freundlichen Vollmond in Kinderbüchern erinnerte. Rouven zuckte mit den Schultern. Der Mann schien das als Einladung zu verstehen, denn er ließ sich auf den Barhocker neben ihm plumpsen.
Rouven winkte dem Barkeeper. Hoffentlich würde der Dicke wieder verschwinden. Ihm war nicht nach Unterhaltungen. Oder vielleicht doch. Aber nur mit einer bestimmten Person.
Er schnaubte. Ein verfluchtes Muster in seinem Leben. Die einzige Frau, die er je geliebt hatte, war nicht verfügbar für ein Gespräch. Oder irgendetwas anderes.
»Geht auf mich«, sagte der Mann und schob ihm ein gefülltes Glas zu. Rouven griff danach.
»Vermutlich eine Frauensache, hm? Ist sie von hier? Ich kenne sie vielleicht, ich bin der Bürgermeister dieser schönen Stadt. Mein Name ist Geronimo.«
Er hielt Rouven die Hand hin, und Rouven blieb nichts anderes übrig, als sie zu schütteln.
»Rouven«, sagte er mit schwerer Zunge.
»Du siehst aus wie jemand, der einen Rat brauchen kann.«
Rouven leerte das Glas und wandte Geronimo den Kopf zu. Oder drehten sich Geronimo und das Zimmer zu ihm? Und wer war der Typ noch mal? Wer wusste das schon. Auch egal.
»Noch einen«, sagte er zum Barkeeper und deutete auf sein Glas.
»Also?«, fragte Geronimo. »Hat sie dich rausgeworfen?«
»Könnte man so sagen. Sie hat sich geweigert, mit mir zu reden.« Er schüttelte den Kopf. Die ganze Bar um ihn herum begann bedenklich zu wanken. Er entschied, dass er sich möglicherweise am Tresen festhalten sollte.
»Bring ihr Blumen«, sagte Geronimo und nahm einen Schluck. »Bei meiner Gertrud funktioniert das immer. Aus irgendeinem Grund mögen Frauen das. Blumen.« Er kicherte und verdrehte die Augen.
Rouven grinste. »Oh ja, das würde helfen. Sie würde mir die Blumen um die Ohren hauen und dann erst die Tür vor der Nase zuknallen«, sagte er. Und möglicherweise hat sie damit recht. Vielleicht sollte man die Vergangenheit ruhen lassen.
Stumm starrten die beiden Männer in ihre Gläser, vereint in ihrem Unverständnis über das rätselhafte Verhalten der Frauen.
»Ich verstehe nicht, was los ist«, sagte Rouven nach einer Weile. »Ihr Verhalten ergibt keinen Sinn.« Er schüttelte den Kopf. »Gar keinen Sinn.«
Geronimo sah ihn mitfühlend an. »Frauen«, sagte er und zuckte mit den Schultern. Er hob seine Hand und versuchte, den Barkeeper zu sich herüberzuwinken. Als das nicht klappte, drehte er sich wieder zu Rouven. »Sag mal, bist du hier auf Urlaub?«
»Nein«, sagte Rouven. Er griff mit seiner Hand in die Brusttasche seines Shirts. Ach ja, er hatte ja aufgehört. Er schnaubte. Noch so eine schwachsinnige Idee. Möglicherweise war er einfach nicht mehr zurechnungsfähig.
»Zu Besuch?«, fragte Geronimo weiter.
»Nein«, sagte Rouven. »Nicht direkt.«
»Aha«, sagte Geronimo. »Der geheimnisvolle Fremde. Du kannst froh sein, dass wir nicht mehr im Wilden Westen leben.« Er gluckste. »Wie lange bleibst du hier?«
»Hab ich noch nicht entschieden«, brummte Rouven und beäugte sein Glas. Mit einem Mal hatte er genug von dieser Bar, der plärrenden Musik und dem Bürgermeister dieser schönen Stadt. Er warf viel zu viel Geld auf den Tresen, stand auf und wartete, bis das flaue Gefühl in seinem Magen nachließ. Dann nickte er Geronimo zu, klopfte ihm auf die Schulter und bahnte sich einen Weg zur Tür.
Draußen traf ihn die Nachtluft wie ein Faustschlag. Er sog sie in seine Lunge und lehnte sich an eines der parkenden Autos. Irgendwann hatte sich der Boden unter seinen Füßen wieder etwas beruhigt.
Na großartig. Gut gemacht, Rouven. Du Idiot. Morgen geht‘s dir hundeelend. Und was hast du erreicht? Nichts. Du denkst immer noch an sie.
Ein junger Mann stapfte an ihm vorbei, die Zigarette lässig in seinem Mundwinkel.
»Hey«, sagte Rouven, »hast du eine Zigarette für mich?«
»Klar.«
Als der Typ verschwunden war, lehnte Rouven den Kopf an den Pick-up. Heißer Rauch breitete sich in seiner Lunge aus. Langsam wurde er ruhiger.
Über ihm spannte sich samtig der endlose Sternenhimmel. Keine einzige Wolke war zu sehen, der Mond hing als eine haarfeine Sichel da. Millionen Sterne, dachte Rouven träge. Ganz anders als in New York. Er hatte beinahe vergessen, wie großartig der Sternenhimmel außerhalb der Stadt war.
Mit einem Mal brach alles wie eine Sturzflut über ihn herein: derselbe Sternenhimmel, aber ein anderer Parkplatz, fast in einem anderen Leben. Adele. Sie stand einfach so da, das Licht der Werbetafel floss wie Wasser über ihr Profil. Als hätte das Universum alles so vorbereitet. Ihre Pfade kreuzten sich, ihre Leben kollidierten. Und er hatte sich verliebt, als wäre es immer schon vorherbestimmt gewesen.


Ich hoffe, die Szene hat Euch gefallen und vor allem neugierig auf das ganze Buch gemacht.





Gewinnspiel:

Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas.

1. Preis: Adeles Mondsteinkette & ein Buchpaket der beiden Bücher
2. Preis: Ein Keramik-Travelmug "Ich mach Urlaub in Finley Meadows" & ein Buchpaket der beiden Bücher
3. Preis: Mein Liebelings-Chocolate Chai & meine Lieblingssüßigkeit (Drageekeksi) .... & ein Buchpaket der beiden Bücher





Morgen, beim letzten Stopp der Blogtour, bei der Aurorin Charlotte Cole findet das Gewinnspiel statt. 
Die ganze Woche über konntet Ihr Buchstaben in den verschiedenen Beiträgen sammeln. Zusammengesetzt ergeben sie das Lösungswort.


Diese Blogs nehmen der Blogtour teil:


Teilnahmebedingungen:
  • Buchstaben finden und zusammensetzen
  • Lösungswort am Ende der Tour einsenden
  • Gewinnspielteilnahme ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis der Erziehungsberechtigten
  • Versand innerhalb von Deutschland, Österreich und die Schweiz
  • Für Verlust auf dem Postweg wird keine Haftung übernommen
  • Adressermittlung erfolgt nur für das Gewinnspiel, die Adressen werden danach wieder gelöscht
  • Das Gewinnspiel läuft bis zum 29.05.2016 / 23:59 Uhr
  • Die Gewinner haben nach der Bekanntgabe bis zum 05.06.2016 Zeit sich zu melden (sollte sich ein Gewinner nicht melden, wird neu ausgelost)
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, es erfolgt keine Barauszahlung des Gewinns

Eure Christine

3 Kommentare:

  1. Huhu,

    Danke für den interessanten Auszug aus dem Roman.

    LG..Karin...

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Christine ;-)
    Dein Auszug macht neugierig - nicht nur auf dieses Buch sondern die komplette Reihe, die sich vielleicht ja gerade im Sommer sehr gut lesen lässt.
    Danke für diesen Einblick.
    Liebe Grüße, Hibi

    AntwortenLöschen
  3. Huhuuuu,

    vielen Dank für den 6. Blogtag :D
    Der Ausschnitt klingt mehr als interessant und ich freue mich darauf,mehr davon zu lesen. Ist schon auf
    meiner Wunschliste gelandet.

    Lieben Gruß, Yvonne

    AntwortenLöschen

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