Samstag, 19. August 2017

Rezension zu „California Dreaming - 100 geniale Tage in San Diego“ von David Fermer


Rezension zu 
„California Dreaming - 
100 geniale Tage in San Diego“ 
von David Fermer 

Cover: Oetinger


Buchdetails

Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.11.2015
Aktuelle Ausgabe : 01.11.2015
ISBN: 9783841503688
Buch 240 Seiten
Sprache: Englisch 










Inhalt:

Keine Mädchen, keine Flirts, keine Gefahr. No way to love. Nach der Trennung von seiner Freundin fliegt der siebzehnjährige Valentin für drei Monate nach San Diego. In Südkalifornien, wo die Sonne immer scheint, hofft er, seinen Liebeskummer zu überwinden. Und eins will er garantiert nicht: sich wieder verlieben. Easy peasy lemon squeezy? Von wegen. Denn in San Diego lernt Valentin nicht nur die hübsche Trinity kennen, sondern wird auch noch in die verzwickte Liebesgeschichte seines Gastbruders Conor hineingezogen ...


Meine Meinung:

Das schöne Retro-Cover passt wunderbar zum Sommer, weshalb ich das Buch unbedingt lesen musste. Obwohl ich nicht der Cover-Typ bin hat es mich sehr angesprochen und in Urlaubsstimmung versetzt.


Der Schreibstil ist einfach und durch die englischen Dialoge sowie die drehbuchähnlichen Szenen abwechslungsreich. Allerdings empfand ich ihn durch die Sichtweise als sehr emotionslos, distanziert und kühl.

Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen. Auch die eingefügten Barcodes, anhand derer man sich Videos anschauen konnte, die manche Szenen und Dialoge darstellten, ist sehr gelungen und modern. Kannte ich in diesem Stil bisher noch nicht und ist vor allem für jugendliche Leser sicherlich sehr reizvoll. Über die Umsetzung und Qualität der dargestellten Szenen lässt sich streiten. Ich fand sie teilweise interessant, vor allem um sich das Setting bildlich vorzustellen. Die Schauspieler dagegen wirkten zu gestellt und unecht.

Die Handlung war teilweise etwas langatmig und zog sich ein bisschen in die Länge. Sie plätscherte vor sich hin, wirklich viel aufregendes ist nicht passiert. Typische Teenagerprobleme, typisches Teenagerverhlaten, nichts besonderes. Die Geschichte um Conor und seine mexikanische Freundin hatte einiges Potential, das leider nicht ausgeschöpft wurde.
Selbst für ein Jugendbuch - und ich lese viele Jugendbücher - waren sowohl die Handlung als auch die Figuren zu oberflächlich.
Auch das Ende war nicht sehr zufriedenstellend.

Die Dialoge, die Valentin mit den Gasteltern und Schülern führt, sind alle in Englisch. Gut um meine Sprachkenntnisse aufzufrischen. Auch wenn ich nicht jedes Wort übersetzen und verstehen konnte, war der Zusammenhang immer klar und verständlich.

Das größte Manko der Geschichte war die Emotionslosigkeit. Die Figuren wirkten sehr oberflächlich und vor allem unterkühlt. Ich konnte keine Gefühle spüren, nicht mit den Charakteren fiebern. Ich hatte das Gefühl, von oben unbeteiligt auf diese Szenen zu blicken, sehr distanziert. Das ist sehr schade.

Fazit:

Eine tolle Grundidee, deren Potential allerdings nicht ausgeschöpft wurde.


★★★☆☆
3 von 5 Sternen

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