Mittwoch, 8. März 2017

Rezension zu „Gefangen - Die Zeitenwanderer-Chroniken“ von Karolyn Ciseau


 
Rezension zu
„Gefangen - Die Zeitenwanderer-Chroniken“
von Karolyn Ciseau






Buchdetails
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.02.2017
Aktuelle Ausgabe : 23.02.2017
Verlag :
ISBN: B06X6L32P8
E-Buch Text 248 Seiten
Sprache: Deutsch










Inhalt:

Aus dem Jahr 2062 ins mittelalterliche Irland – für Zeitreise-Studentin Alison sind solche Zeitsprünge nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist jedoch, dass sie von der unbeteiligten Beobachterin zur Beobachteten wird. Gregor ist der Name jenes Mannes, der sie auf ihrem Streifzug durch die Zeit erspäht und kurzerhand gefangen nimmt. Er sieht in ihr die Chance, mehr über seine Zukunft und eine Prophezeiung zu erfahren, die er vor vielen Jahren in einem alten Buch entdeckt hat. Gefangen in einer düsteren Zeit voller Gefahren muss Alison entscheiden, ob sie ihrem Entführer vertrauen kann. Ist er am Ende doch viel mehr für sie, als sie zunächst ahnt? Und was hat es mit der geheimnisvollen Prophezeiung auf sich?

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist einfach, locker und leicht zu lesen. Der Einstieg ist mir dennoch nicht ganz so leicht gefallen. Erst die letzten Kapitel konnten mich richtig mitreißen und abholen.

Die Grundidee und das Setting haben mir sehr gut gefallen. 50 Jahre in der Zukunft hat sich einiges verändert. Zeitreisen scheinen an der Tagesordnung zu sein. Interessant, aber gleichzeitig auch etwas beängstigend. Vor allem, wenn man wie Alison plötzlich im 14. Jahrhundert in Irland festhängt.
Nur die Umsetzung ist in meinen Augen nicht ganz gelungen. Das Potential ist aber vorhanden, wie der Schluss des Buches deutlich bewies.

Mir fehlte das gewisse Etwas, vor allem die Spannung. Die Handlung plätscherte einfach vor sich hin, es ist nichts wirklich passiert. Auch die Gefühle und Gedanken kamen mir viel zu kurz. Sie sind nicht bei mir angekommen, zu mir durchgedrungen. Ich konnte leider nicht richtig mit Alison fiebern. Das war sehr schade. Doch in den letzten Kapiteln legte das Tempo enorm zu, die Spannung stieg rasant. Viele Fragen, die sich gesammelt haben, wurden gelüftet, vor allem was Gregor betrifft. Doch die Sache mit der Prophezeiung und Gregors Suche fand ich etwas weit hergeholt bzw. nicht ausreichend erklärt. Aber vielleicht folgt das noch in Band 2.

Die Schilderung der Umgebung und der Lebensumstände Irlands im 14. Jahrhundert war sehr plastisch und wirkte authentisch.

Die Charaktere waren sehr lebendig und natürlich gezeichnet.

Alisons Verhalten war sehr authentisch, vor allem in Bezug auf den Schock, den die Zeitreise mit sich brachte. Ihre Anpassung, ihre Probleme und Fragen wirkten real und nachvollziehbar. Mord, sexuelle Gewalt, Lügen und eine Unmenge an Geheimnissen steht sie gegenüber. Und wem kann sie in dieser fremden Umgebung und Zeit vertrauen?

Gregor hat sich erst zum Schluss in die Karten schauen lassen, vorher war er mir absolut unsympathisch. Er ist sehr rätselhaft, sein Verhalten selten nachvollziehbar.

Doch nach dem spannenden Finale ist meine Neugier geweckt. Viele Fragen sind noch offen und ich bin gespannt auf die nächste Begegnung der beiden zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort.

Gute 3,5 Sterne mit der Option auf mehr in Band 2.

Fazit:

Ein Reihenauftakt, der leider etwas brauchte um mich zu packen, aber spanend und voller Fragen endete. Die Neugier auf Band 2 geweckt.

★★★
3,5 von 5 Sternen

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