Freitag, 6. Mai 2016

Rezension zu „Black Blade - Das dunkle Herz der Magie“ von Jennifer Estep

 Rezension zu
„Black Blade - Das dunkle Herz der Magie“
von Jennifer Estep




Cover: Piper


Buchdetails
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 02.05.2016
Aktuelle Ausgabe : 02.05.2016
Verlag : Piper
ISBN: 9783492703567
Flexibler Einband 384 Seiten
Sprache: Deutsch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Inhalt:

Manchen Leuten fehlt einfach jeder Ehrgeiz. Devon Sinclair beispielsweise ist davon überzeugt, dass Lila das 'Turnier der Klingen' für sich entscheiden kann – dabei sollte er als ihr Kontrahent lieber daran arbeiten, sie zu besiegen. Doch was der eine nicht hat, hat der andere zu viel: Mysteriöse 'Unfälle' sorgen dafür, dass ein Teilnehmer nach dem anderen aus dem Wettkampf scheidet. Irgendjemand möchte gewinnen, um jeden Preis! Als wäre das nicht schon Grund genug zur Sorge, hat Schurke Victor Draconi bereits einen finsteren Plan geschmiedet, um Devon und Lilas Freunden zu schaden. Und dann ist da noch ein Mörder in der Stadt, der es auf die Monster von Cloudburst Falls abgesehen hat. Eins sei damit ein für alle Mal bewiesen: Manchmal sind Menschen die eigentlichen Monster.

Meine Meinung:

Dies ist der zweite Teil der "Black-Blade"-Reihe, dessen Cover diesmal mit roten Akzenten besticht.

Der einfach, junge, frische, lockere, leichte und trotzdem so mitreißende und ausdrucksstarke Schreibstil hat mich sofort gefesselt und wieder in diese wunderbare magische Welt entführt. Ich war von der ersten Seite an direkt im Geschehen und der Geschichte drin, bin mit Lila durch Cloudburst Falls gewandelt , habe die Magie gespürt, mit ihr gehofft, gebangt, getrauert, gezweifelt, gekämpft und gefiebert.

Ich hatte zuerst Bedenken, da es schon eine Weile her ist, dass ich den ersten Teil gelesen habe, und befürchtet habe, viel vergessen zu haben. Aber die wichtigsten Ereignisse aus Band 1 werden angedeutet, so dass meine Erinnerungen schnell wieder kamen.

Die Figuren sind sehr liebevoll, detailliert, lebendig und facettenreich gezeichnet. Sie handeln nachvollziehbar und ihrem Charakter entsprechend verständlich. Ich hatte von allen ein gutes Bild vor Augen, konnte sie mir gut vorstellen.
Auch die Nebenfiguren sind alle sehr liebevoll und ausdrucksstark gezeichnet und handeln authentisch und nachvollziehbar. Es sind viele interessante Figuren vertreten, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert oder mich zur Verzweiflung getrieben haben und der Geschichte eine gewisse Vielfalt und Abwechslung beschert haben.

Lila ist mir schon im ersten Teil sehr ans Herz gewachsen. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen, sie verstehen und mit ihr fühlen. Ihr Schicksal hat mich sehr mitgenommen. Sie ist selbstbewusst, steht trotz ihres jungen Alters mit beiden Beinen im Leben und schafft es alle Widrigkeiten zu überstehen ohne unterzugehen. Sie steht sich selbst am nächsten, was bei ihrem Leben aber auch nicht anders möglich ist und sie mir sogar noch ein Stückchen näher gebracht hat. Sie versteckt ihre Gefühle hinter einer harten Schale und frechen Art und losem Mundwerk. Sie ist schlagfertig und lässt sich nichts gefallen. Aber etwas anderes ist ihr bei den Lebensumständen auch nicht übriggeblieben.

Mit Devon beginnt ihre Fassade zu bröckeln. Die Anziehungskraft, das Knistern lässt sich nicht mehr leugnen, und sie hadert mit sich, ob sie diesen ungewohnten und beängstigenden Gefühlen nachgeben soll.
Lila macht eine große Wandlung durch, sie stellt sich ihren Ängsten, wird immer stärker - sowohl körperlich als auch emotional. Sie geht Risiken ein, kämpft, tritt für sich und ihre Freunde ein und kommt dadurch einem unglaublichen Geheimnis und Plan auf die Spur.
Außerdem erfährt sie mehr über ihre Vergangenheit, was mir sehr gut gefallen hat.
Lila ist mir rundum sympathisch, vor allem mit ihrem unstillbaren Verlangen nach Speck.
 
Devon und Felix sind genauso tolle Charaktere, die ich sehr ins Herz geschlossen habe. Mo mit seiner skurrilen Art bringt mich immer wieder zum schmunzeln.

Die Gefühle, die zarte Liebesgeschichte, die zwischen Lila und Devon im Raum schwebt, bleibt dezent im Hintergrund und drängt nicht nach vorne. Andere Ereignisse stehen im Mittelpunkt. Diese Mischung ist der Autorin genau im richtige Maß gelungen.

Der Schauplatz Cloudburst Falls ist ein magischer Ort, in dem sowohl Magier, Menschen als auch fantastische Wesen nebeneinander leben. Der Ort wird von mafiaähnlichen Familienstrukturen beherrscht. Die Monster spielen in diesem Teil eine größere Rolle, auch wenn ich noch nicht ganz hinter ihre Bestimmung gekommen bin.
Die Autorin hat hier eine neue und fantastische Welt geschaffen, in die es einfach Spaß gemacht hat, abzutauchen.

Auch wenn mir schon sehr bald klar war, wer der eigentliche Bösewicht ist, hat mich die Geschichte gefesselt und vollkommen überzeugt. Eine Grundspannung war durchgehend vorhanden, die durch verschiedene Kämpfe und Wendungen, persönliche Spannungen und magische Geschehnisse in die Höhe getrieben wurde.

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an vollkommen gefesselt und mitgerissen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, habe es fast in einem Rutsch gelesen. Einfach nur fantastisch und grandios.

Eine Geschichte, die für alles hat, was einen guten Roman ausmacht, die mir eine sehr schöne und fantastische Lesezeit beschert hat und mich ungeduldig auf die Fortsetzung harren lässt.

Fazit:

Ein grandioser zweiter Teil der "Black Blade"-Reihe, der mich mitgerissen, gefesselt und in eine fantastische und magische Welt nach Cloudburst Falls entführt hat. Absolute Leseempfehlung.

★★★★★
  5 von 5 Sternen

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