Mittwoch, 13. April 2016

Rezension zu „Tage zum Sternepflücken“ von Kyra Groh

Rezension zu
„Tage zum Sternepflücken“
von Kyra Groh




Cover: Blanvalet




Buchdetails
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 14.03.2016
Aktuelle Ausgabe : 14.03.2016
Verlag : Blanvalet
ISBN: 9783734101755
Flexibler Einband 480 Seiten
Sprache: Deutsch








Inhalt:

Layla studiert Musik und ist daran gewöhnt, die zweite Geige zu spielen. Oder vielmehr: Das zweite Saxofon. Ihrer Meinung nach liegt es an dem ihr fehlenden Rampensau-Gen. Sie spielt auch in Orchestern, unterrichtet in einer Schule und arbeitet für ihren fahrigen Professor. Hinzu kommen noch ihre Familie – u.a. ihre Mutter, die hauptberuflich Glücksseminare gibt – und Freunde, die sie auf Trapp halten. Für die Liebe bleibt dabei nur wenig Zeit. Bis sie eines feuchtfröhlichen Abends in Julius‘ Bett stolpert – und am nächsten Morgen feststellen muss, dass sie wieder mal nur die Zweitbesetzung ist …

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker, flüssig und schnell zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte das Buch schwer aus der Hand legen. Ich musste immer weiterlesen, wollte erfahren, wie sich Julius und Layla entscheiden. Der Autorin ist es gelungen mit viel Witz und Esprit, amüsante Wortgefechte zu Situationen zu erschaffen, die mir das ein oder Lächeln entlockt haben.

Die Charaktere sind sehr lebendig und facettenreich gezeichnet. Sie sind sehr interessant, auch die Nebenfiguren, die viel Farbe und Charme in die Geschichte bringen. Sei es der exzentrische Golo, die besten Freundinnen Miri und Kara, der pubertierende Nick, der zerstreute Professor, der verlässliche Leander oder die übersprudelnde und abgedrehte Mutter. Sie hat besonders viel Leben in die Geschichte gebracht mit ihren spirituellen Weisheiten und ihrem Hang zum Professor.

Layla war mir sofort sympathisch. Sie liebt die Musik, die eine ständige Rolle in ihrem Leben spielt. Der Autorin ist es wunderbar gelungen, diese Liebe zum Leser zu transportieren, sie zu veranschaulichen und miterleben zu lassen. Als sie Julius kennenlernt, hält die Gefühlswelt einiges für sie bereit. Ich konnte ihre Emotionen sehr gut nachvollziehen und ihr Verhalten verstehen. Auch wenn ich es nicht unbedingt richtig fand. Aber so ist das Leben. Man muss erst in bestimmten Situationen stecken, um selbst ein Urteil fällen zu können.

Julius mochte zu Beginn sehr gerne. Zwischendurch ist er allerdings in meiner Achtung etwas gesunken, da ich sein Verhalten einfach nicht richtig fand. Er hat mit dem Feuer gespielt auf Kosten von Layla und Anna. Auch wenn seine Situation nicht einfach war und ich nicht in seinen Schuhen stecken möchte, habe ich mit Layla gelitten und ihn zwischendurch verflucht. 

Die Geschichte ist sehr emotional, die Gefühle konnte ich richtiggehend mit den Charakteren erleben. Ich konnte mit ihnen fiebern, hoffen, bangen, weinen und lachen. Eine Achterbahn der Gefühle habe ich zusammen mit Layla erlebt.

Eine wundervolle Geschichte über die Musik, die Liebe, die Familie, die Freundschaft und das Fremdgehen, die mich begeistern konnte und mir schöne Lesestunden beschert hat.

Fazit:

Eine gefühlvolle Geschichte, mit starken Charakteren, die mich begeistern konnte. Absolute Leseempfehlung!

★★★★★
  5 von 5 Sternen

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