Dienstag, 5. April 2016

Rezension zu „Für immer Hollyhill“ von Alexandra Pilz

Rezension zu
„Für immer Hollyhill“
von Alexandra Pilz



Cover: Heyne



Buchdetails
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 29.02.2016
Aktuelle Ausgabe : 29.02.2016
Verlag : Heyne
ISBN: 9783453270282
Fester Einband 384 Seiten
Sprache: Deutsch











Inhalt:

Zwei Mal schon hat Emily mit dem englischen Dorf Hollyhill Abenteuer in anderen Zeiten erlebt. Doch jetzt ist sie schweren Herzens nach Hause zurückgekehrt, wild entschlossen, ihre große Liebe Matt zu vergessen und einfach ein ganz normales Leben zu führen. Ein Leben mit ihrer Oma und ihrer besten Freundin Fee. Aber wo steckt die eigentlich? Sie wird doch nicht …? Doch, Fee ist kurzerhand in den Flieger gestiegen und hat Hollyhill gefunden. Und noch während sich Fee in den umwerfend charmanten Cullum verguckt, reist der Ort in die wilden Zwanzigerjahre. Emily muss hinterher! Denn dort lauert große Gefahr: Matt ist dabei, eine riesige Dummheit zu begehen. Nicht nur sein Schicksal, sondern das von ganz Hollyhill steht auf dem Spiel. Kann Emily das Dorf und den Jungen retten, den sie über alles liebt?

Meine Meinung:

Dies ist der dritte Teil der "Hollyhill"-Reihe. Ich war sehr gespannt auf den letzten Teil, da ich Zeitreiseromane einfach sehr gerne lese und mir die Vorgänger bereits so gut gefallen haben. Eins sei vorweggesagt: Ich wurde nicht enttäuscht.

Der Schreibstil ist sehr angenehm locker und leicht, jugendlich frisch und irgendwie süß. Der Einstieg ist mir sehr gut gelungen, ich konnte direkt in das Buch eintauchen, fand mich gleich wieder zurecht, hatte alles vor Augen und war von Anfang an von der Geschichte gefangen. Die Geschichte knüpft nahtlos an den zweiten Teil an.

Die Geschichte hat mir regelrecht in ihren Bann gezogen. Ich musste immer weiterlesen, wollte erfahren wie es weitergeht. Die Seiten sind nur so dahingeflogen, auch wenn der Spannungsbogen nicht ganz so hoch war, wie im ersten Teil. Trotzdem hat die Handlung mich angetrieben und gefesselt.

Der Autorin ist es gelungen, dieses geheimnisvolle Dorf und seine ungewöhnlichen Einwohner vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen sowie diese mysteriöse Atmosphäre und Stimmung einzufangen.

Ich konnte mich sehr gut im Jahr 1927 zurechtfinden. Die Schilderungen waren glaubhaft und nachvollziehbar. Es hat mir Spaß gemacht, diese Zeit gemeinsam mit Emily zu entdecken.
In Hollyhill geht es diesmal sehr mysteriös zu, alles gerät durcheinander, des Rätsels Lösung ist weit entfernt, sehr geheimnisvoll und spannend.


Emily mochte ich zuvor schon sehr gerne und daran hat sich auch nichts geändert. Ich konnte mit ihr fühlen und mich in sie hineinversetzen, obwohl mir das Hinauszögern ihrer endgültigen Entscheidung, das Verleugnen schon auf die Nerven gegangen ist, dabei war es doch so klar!
Matt war immer noch sehr geheimnisvoll, vor allem, da er die meiste Zeit über verschwunden war und gar keine große Rolle eingenommen hat.
Cullum hat mir sehr gut gefallen mit seiner überheblichen und vorlauten Art. Er spielt sich sehr in den Vordergrund und bringt Farbe und Leben in die Geschichte. Er konnte mich im zweiten Teil schon neugierig machen und hat mich hier nun komplett eingenommen und mich von sich überzeugt.
Diesmal spielt Fee eine Rolle, die plötzlich auch in Hollyhill ist und sich dort pudelwohl fühlt. Dies gefällt Emily so gar nicht.


Diese Fantasygeschichte hat mir sehr gut gefallen und weist zudem noch viele verschiedene Gesichtspunkte auf. Neben der Familiengeschichte, der Emily weiterhin auf den Grund geht, spielt auch ein Krimi-Faktor eine Rolle.
Die Liebesgeschichte bleibt auch diesmal wieder sehr dezent im Hintergrund. Ich hatte mir ehrlich gesagt etwas mehr erhofft.
Alleine schon die Idee mit dem ganzen Dorf, das durch die Zeit reist finde ich sehr gelungen.
Eine tolle Mischung, die der Geschichte die besondere Würze gibt.


Das Ende ist zwar abgeschlossen, lässt aber dennoch einige Fragen offen, die nicht ausreichend geklärt werden. Wie geht es mit Fee weiter, kehrt sie zurück? Was ist mit der Oma in München?

Ich muss schon sagen, dass ich etwas traurig bin, dass die Geschichte um Hollyhill und seine skurrilen Bewohner nun zu Ende ist. Ich habe mich dort sehr wohlgefühlt! Doch dies spricht wohl eindeutig für diese tolle Buchreihe.

Fazit:

Toller Abschluss einer sehr gelungenen Reihe. Ein toller, leichter und spannender Zeitreiseroman, der mir schöne Lesestunden beschert hat. Ich kann die Reihe nur empfehlen!

★★★★☆
  4 von 5 Sternen

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