Freitag, 12. Februar 2016

Rezension zu „Digby #01“ von Stephanie Tromly

Rezension zu
„Digby #01“
von Stephanie Tromly
 
 


Cover: Oetinger



Buchdetails
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 22.02.2016
Aktuelle Ausgabe : 22.02.2016
Verlag : Oetinger
ISBN: 9783789148095
Fester Einband
Sprache: Deutsch









Inhalt:

Beschossen. Inhaftiert. Gekidnappt. Ein ganz normaler Tag mit Digby: Bei Digby muss man auf alles gefasst sein. Das war Zoe in dem Moment klar, als sie seine Bekanntschaft machte. Nicht klar war ihr allerdings, dass sie mit ihm auch gleich von einer gefährlichen Situation in die nächste geraten würde. Denn Digby setzt alles daran, den Fall seiner kleinen Schwester, die vor acht Jahren entführt wurde, aufzuklären. Wie er es aber anstellt, dass Zoe mit ihm bei einem Gynäkologen einbricht, kurzzeitig auf der Polizeiwache landet und an einen Drogenhändlerring gerät? Keine Ahnung. Nur eines weiß sie genau: Ein Plan B wäre jetzt gerade sicher nicht verkehrt. Bei Stephanie Tromlys Held Digby muss man sich auf spannende Unterhaltung auf höchstem Niveau gefasst machen, immer mit einer Prise schrägem Humor gewürzt und einem besonders lässigem Detektiv a la "Sherlock".

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist sehr locker und leicht, schnell zu lesen. Er ist leicht verständlich und genau richtig für ein Jugendbuch.
Ich bin sehr schnell durch die Seiten geflogen.

Der Einstieg ist sehr turbulent und rasant - und so bleibt es auch das ganze Buch über. Manchmal war es mir schon fast ein bisschen zu viel, zu schnell, zu viele Ereignisse, die Schlag auf Schlag folgen.  Die Handlung überschlägt sich fast, ein wirrer Einfall jagt den nächsten, so dass ich manchmal kaum noch mitkam. Vor allem, da so viele Figuren beteiligt waren.

Die Figuren sind sehr lebendig und sehr unterschiedlich gezeichnet. Manchen fehlt es aber einfach ein bisschen an Authentizität. Trotzdem waren sie durchweg spannend und interessant, da sie eben nicht so "normal" waren. Alleine diese Konstellationen haben schon Spannung ins Geschehen gebracht.

Digby ist ein sehr spezieller Protagonist, wie er mir bisher so noch nicht untergekommen ist. Digbys Gedankengänge waren für mich manchmal nicht ganz nachvollziehbar. Seine Handlungen und Gedanken waren ziemlich rasant und teilweise durcheinander, verwirrend und sehr chaotisch. Trotzdem ist er ein sehr witziger und unterhaltsamer Charakter, der mir viel Spaß bereitet hat.
Er ist sehr intelligent und manövriert sich und seine Freunde immer wieder in die unmöglichsten Situationen. Aber irgendwie finden sie immer wieder einen Ausweg.
Sowohl Digby als auch Zoe konnte ich schwer einschätzen. Vor allem Digby hat es mir nicht gerade leicht gemacht. Zu Beginn erfährt man sehr wenig über ihn und sein Leben, alles um ihn herum ist sehr geheimnisvoll. Erst nach und nach schaut man hinter seine Fassade. Er ist erst 16, hat aber ein kriminelles Wissen, das so manchem Mafioso Konkurrenz macht.
Zoe macht zuerst einen unscheinbaren Eindruck, lässt sich aber immer wieder von Digby mitreißen.

Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen. Aber die Handlung war mir etwas übertrieben, zu chaotisch, zu unglaubwürdig, es war einfach ein bisschen zu viel. Manchmal ist weniger einfach mehr - das hätte der Geschichte gut getan.

Trotzdem hat mich die Geschichte gut unterhalten und in ihren Bann gezogen. Das Spannungslevel war so hoch, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, trotz meiner Kritikpunkte. Ich musste auch öfter mal schmunzeln wegen Digbys Verhalten und seinen Ideen.

3,5 Sterne

Fazit:

Ein spannendes Jugendbuch mit sehr speziellen Charakteren und schrägem Humor, das mich trotz einiger Kritikpunkte in den Bann ziehen konnte.

★★★★☆
  3,5 von 5 Sternen

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