Sonntag, 30. August 2015

Interview mit Sabine Schulter

Interview mit Sabine Schulter

Sabine Schulter


Sabine Schulter wurde 1987 in Erfurt geboren, lebt nun aber zusammen mit ihrem Mann in Bamberg. Zwar hat sie ein abgeschlossenes Studium der Oecotrophologie, doch erfüllte sie sich Ende 2014 einen langersehnten Traum: Sie wurde Schriftstellerin. Die Leidenschaft für das Schreiben besaß sie bereits in der Grundschule und begleitete sie durch ihr gesamtes Leben.
Wenn sie sich nicht in den Welten anderer Autoren verliert, wandeln ihre Gedanken in ihren eigenen Geschichten, die mit sehr viel Liebe und Herzblut geschrieben werden. Viel Spannung gehört in ihre Bücher genauso wie ein Happy End und eine schöne Liebesgeschichte, mit der sie ihren Lesern ein gutes Gefühl, viel Emotion und ein Blick in die unterschiedlichsten Welten gewähren möchte.





Mit "Die Erwachte" begann sie ihre Karriere und damit den Auftakt zur "Sin und Miriam"-Trilogie, deren zweiter Band "Das Phyralit" ebenfalls bereits erschienen ist. Doch mit diesen Bänden zeigt sich nur ein kleiner Einblick in die Geschichten, die in Sabine Schulters Kopf zum Leben erwachen.


Durch eine Leserunde bei lovelybooks.de bin ich auf die "Sin und Miriam"-Trilogie der sehr sympathsichen Autorin aufmerksam geworden. 

Hier findet ihr meine Rezi.

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, es hat mich vollkommen überrascht, begeistert und geflasht. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass die liebe Sabine sich bereit erklärt hat, mir in einem Interview Rede und Antwort zu stehen.



1. Was hat dich inspiriert die Geschichte von Sin und Miriam aufzuschreiben?


Den ersten Teil habe ich ja während meines Studiums geschrieben, als ich jeden Tag noch Zug fahren musste. die Zeit wollte ich irgendwie nutzen, ohne ständig an meinen Unistoff denken zu müssen. Einen Laptop hatte ich eh immer dabei, also wollte ich meinem alten Hobby, dem Schreiben, mal wieder Aufmerksamkeit schenken. Doch welche Geschichte?...
Kurz darauf hob ich mal den Blick, als ich vom Bahnhof zur Uni lief und sah die vielen hohen Dächer. Da ich Fantasy und Magie schon immer liebte, fragte ich mich aus einem Impuls heraus, was wäre, wenn ich von dort aus beobachtet würde…? Wäre er Freund oder Feind? Könnte ich ihm entkommen oder würde er mich vor allem beschützen, das mir Böses will? So entstand der erste Gedanke zu „Die Erwachte“ und ich schrieb daraufhin das Buch in drei Monaten komplett fertig.



2.  Gibt es Menschen in deinem Umfeld, die dir als Vorlage für deine Figuren dienen? Steckt ein Teil von dir in Miriam? Wer verbirgt sich hinter Sin?


Tatsächlich ist viel von mir in Miriam hineingeflossen. Dazu gehören nicht nur tatsächliche Charaktereigenschaften (so wie die Aufopferungsbereitschaft oder die Akzeptanz von ungewöhnlichen Dingen oder Personen), sondern auch Sachen, die ich mir selbst wünsche (Medizin würde ich zu gern einmal studieren oder als Profi tanzen). Bei Sin steckt viel von meinem Freund drin. Er lieh Sin viele Charakterzüge, aber auch einige Sprüche bekomme ich täglich selbst zu hören *lach*. Hier ist ebenfalls einiges hineingeflossen, das einfach zu „Sin“ als Protagonist gehörte. Bei Sophie… nun ja, wer wünscht sich nicht so eine Freundin? ;) 




Allerdings bemühe ich mich, bei meinen nächsten Charakteren meinen eigenen Charakter rauszuhalten, da meine Protagonisten unterschiedlich werden sollen. Nicht in jedem Buch soll eine Miriam zu finden sein.


3. In "Die Erwachte" geht es um Magie. Wenn du eine magische Fähigkeit haben könntest, welche würdest du wählen und warum?


Ich würde tatsächlich am liebsten meine eigenen Attribute steigern können. Schneller zu laufen, schwerer zu heben, weiter zu sehen oder besser zu hören hat sich bestimmt schon einmal jeder gewünscht. Was das angeht, kommt ausnahmsweise meine praktische Seite hervor. 


4. Hast du beim Schreiben zwischnedurch an dir selbst gezweifelt?


Beim Schreiben an sich kommen mir nie Zweifel. Während ich in der Geschichte stecke und ihr einfach nur freien Lauf lasse, ist kein Platz für so etwas. Aber wenn sie fertig ist und zum ersten Mal ein Probeleser sie liest, kommen die ersten Zweifel… Ich möchte natürlich, dass die Leute mein Buch gut finden und egal wie viele Leute sie toll, faszinierend oder auch grandios betiteln, es bleibt immer ein Stück Unsicherheit… Bei jedem Buch, bei jedem Kauf und auch jedes Mal, wenn ich das Buch ebenfalls noch einmal durchlese. Zweifel gehören bei der Kunst des Schreibens dazu. Sie spornt uns Autoren an, immer besser zu werden, kritisch zu sein und unseren Lesern keinen halbgaren Ausführungen vorzulegen. Ich möchte meinen Lesern ein Buch bieten, das sie mitnimmt und sie begeistert und nicht mit unerklärlichen Szenen, Logikfehlern oder plötzlichen Abbrüchen langweilen. Dieses Ziel ist wie dafür geschaffen, immer wieder an sich zweifeln zu lassen ;) 



5. Was war deine erste Reaktion, als du dein Buch veröffentlicht hast und die ersten Statements und Rezensionen eintrudelten? Wie hast du dich gefühlt, was hast du gemacht?


Ich habe jedes Mal vor Aufregung gezittert… Ich habe schließlich kein Germanistik oder ähnliches studiert oder gar Geld für ein professionelles Lektorat. Alles, was in meinen Büchern steht, wurde einzig von mir überarbeitet und von ein paar Freunden probegelesen. Wenn man beginnt, etwas zu veröffentlichen, ist man sehr unsicher, es prasseln viele neue Dinge auf einen ein und plötzlich fällt einem auf, wieviel besser andere sind. Die Nervosität, wenn eine neue Rezi eintrudelt, ist aber auch jetzt immer präsent. Wenn es dann auch noch eine gute ist, kann ich nur jubeln J
Bei schlechter Kritik rutscht mir dafür immer das Herz in die Hose und mir ist ein Moment lang schlecht. Daran musste ich mich zuerst gewöhnen und auch umzugehen lernen. Aber jeder hat seine eigene Meinung und die muss man gerade als Autor akzeptieren lernen. 




6. Wie sieht dein perfekter Schreibtag aus? 


Mein perfekter Schreibtag… hm… einerseits sollte ich an dem Tag wirklich nur Zeit zum Schreiben haben und keinen anderen Verpflichtungen nachgehen müssen. Andererseits muss an einem solchen Tag die Geschichte fließen. Wenn ich mich hinsetze und stundenlang schreiben kann, die Geschichte wächst, mich selbst mit ihren Wendungen überrascht und ich darüber sogar das Essen vergesse, dann wäre es für mich der perfekte Schreibtag.  


7. Was ist der größte Störfaktor, was hält dich vom Schreiben ab?


Haushalt… Der größte Störfaktor ist wirklich der ständige Haushalt. Habe ich gefühlt gerade eben erst geputzt, ist schon wieder eine Woche rum und ich muss schon wieder das Schreiben unterbrechen. Das kann echt nervig sein, wenn man mitten in einer richtig spannenden Szene steckt ;) 


8. Die Geschichte von Sin und Miriam ist eine Mischung aus Fanatsy und Liebesroman. Ist dies dein bevorzugtes Genre oder schwirren dir auch Geschichten aus anderen Bereichen durch den Kopf, die du aufschreiben möchtest?


Tatsächlich sind Fantasy, Fantasy Romance und pure Liebesgeschichten meine bevorzugten Genre. Dabei schreibe ich Fantasy aber am liebsten, da gerade dort die eigenen Ideen am besten einfließen können. Ich erschaffe mir meine Welt und dort ist auch egal, ob etwas total unrealistisch oder unmöglich ist. Wenn aber eine Geschichte in unserer Welt spielt, muss man sehr viel recherchieren, um alle Logikfehler zu beseitigen. Das ist mir manchmal zu zeitaufwendig. Andere Autoren hingegen lieben genau das. 

9. Was liest du selbst gerne?


Fantasy! In meinen Bücherregalen stehen ausschließlich Fantasy mit ein paar wenigen Vertretern der puren Liebesliteratur. 


10. Hast du einen Lieblingsautor, eine Lieblingsautorin?


Zu viele, um sie hier alle zu nennen! Als Kind habe ich am liebsten Hohlbein gelesen. Nun sind es Autoren wie Trudi Canavan, Mary H. Herbert und Richard Schwartz. 


11.  An welchen Buchprojekten arbeitest du zur Zeit, auf welche kommenden Projekte könen sich deine Leser freuen?


Gerade schreibe ich am letzten Band von Sin und Miriam. Bevor der jedoch herauskommt, erscheint noch ein Zweibänder von mir. Das erste Buch heißt „Azur – Wenn eine Diebin liebt“. Dabei geht es um Jess, die die Gabe besitzt, Träume zu stehlen.  Dies ist ihre Lebensaufgabe. Zumindest bis sie Cedric kennenlernt. Er ist ein Behüter, der dafür ausgebildet wurde, Diebe wie Jess zu fangen. Dass sie sich in ihn verliebt, wälzt ihr gesamtes Leben um.

Dieses Buch kommt voraussichtlich Mitte November heraus und ist ebenfalls ein Fantasyromance. Der zweite Band folgt im Februar oder März, kurz vor oder nach Sin und Miriam 3, je nachdem wie gut ich mit dem Schreiben und Korrigieren vorankomme.


Danach beginne ich die Mederia-Trilogie, die eine pure Fantasyreihe wird. Alle meine Projekte können auch unter meiner Homepage (www.sabineschulter.de) eingesehen werden. Dort können sich Interessierte auch für einen Newsletter anmelden, in dem ich alle Veröffentlichungstermine und weitere Informationen kundgebe.



Liebe Sabine, ich bedanke mich nochmals ganz herzlich, dass du dir Zeit genommen für meine Fragen genommen hast. Es hat mir viel Spaß gemacht!
Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und vor allem viele neue Ideen!


Diese Teile der "Sin und Miriam"-Trilogie sind bereits erschienen:

Die Erwachte: Die Geschichte von Sin und Miriam 



Das Phyralit: Die Geschichte von Sin und Miriam 2



Hier der Ausblick auf die kommenden beiden Bücher von Sabine Schulter:







1 Kommentar:

  1. Hallo Christine,
    tolles und interessantes Interview. Das Buch hört sich auch spannend an.
    Grüße
    Ela

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